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Die Zeiger eines Controllingtachos sind Balken

Viele Rundinstrumente tun dem (männlichen) Ego gut. Zumindest beim Autofahren. Fürs Controlling müssen wir anders an die Sache herangehen. Für schnelles Autofahren übrigens auch.

Rundinstrumente funktionieren dann besonders gut, wenn die senkrechte Position des Zeigers ein deutliches Signal darstellt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der senkrechte Zeigerstand die optimale Drehzahl zum Schalten oder eine unkritische Öltemperatur signalisiert.

Bei Flugzeugen und im Rennsport drehen manche Piloten die Anzeigeinstrumente im Gehäuse, bis das so ist. Bereits ein kurzer Blick verrät dann, ob sich alle Betriebszustände im Sollbereich befinden.
Kommt es auf den exakten Wert an, z. B. die Geschwindigkeit am Einlenkpunkt einer Kurve, so verwendet man Digitalanzeigen. Rundinstrumente sind dafür ungeeignet. Sagt Walter Röhrl.

Abweichung von Planwerten
Balken statt Zeiger: Die Balkenlänge entspricht der Abweichung des Zeigers von der senkrechten Position.

Im Design von Managementinformationen macht man sich derlei Erkenntnisse zunutze. Man stellt Abweichungen von Sollwerten als Balken dar und nennt das etwas sperrig „Abweichungsbalkendiagramm“. Überschreitungen werden nach rechts, Unterschreitungen nach links abgetragen. Die Mittellinie repräsentiert über alle Werte eine Abweichung von Null. Sie entspricht der senkrechten Zeigerstellung eines Rundinstruments.

Die platzfressenden und schwer ablesbaren Dashboards in Form von Tachos wirken dagegen albern.

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