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	<title>»Me, myself und BI«</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>Prognosen haben kurze Beine</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 20:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich nur für sichere Prognosen rüstet, der liegt ziemlich sicher falsch. Wer sich für eine unsichere Zukunft rüstet, hat ziemlich sicher recht. Das stimmt im Leben und im Spiel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer sich nur f&uuml;r sichere Prognosen r&uuml;stet, der liegt ziemlich sicher falsch. Wer sich f&uuml;r eine unsichere Zukunft r&uuml;stet, hat ziemlich sicher recht. Das stimmt im Leben und im Spiel.</strong></p>
<p>Es ist Urlaub. Wir spielen M&auml;xchen. Zwei Erwachsene, zwei Halbw&uuml;chsige, die uns aber bald &uuml;ber den Kopf wachsen werden, Hannes (15) und Christoph (16). Showdown. Noch zwei Spieler am Tisch. Jeder hat ein Streichholz, sprich Leben. Ich sage: &bdquo;Sechserpasch&ldquo;. Christoph, genannt &bdquo;Bimpfi&ldquo;, kann nur mit &bdquo;M&auml;xchen&ldquo; dagegenhalten. Nur das kann den Sechserpasch schlagen. Bimpfi murmelt: &bdquo;Liebes Gl&uuml;ck, hilf mir!&ldquo;, w&uuml;rfelt und sagt an: &bdquo;M&auml;xchen!&ldquo;. Ich kann es nicht fassen und &uuml;berlege.</p>
<p class="gray"><img src="/images/2010-08-27_Maexchen_Becher.jpg" alt="" style="margin-right: 4px;" /><img src="/images/2010-08-27_Maexchen_Statistik.jpg" alt="" /><br />Aus Streichh&ouml;lzern, einem Becher, zwei W&uuml;rfeln und vielen W&uuml;rfen viel gelernt &ndash; f&uuml;r die Datenanalyse, das Leben und den Umgang mit Vorhersagen.</p>
<p>Ich stehe vor einem Prognoseproblem. Ich krame in meinem Ged&auml;chtnis nach Erinnerungen an die <strong>Spieltheorie</strong>. In realweltlichen Problemen erweist sich h&auml;ufig kooperatives Verhalten als jeder anderen Strategie &uuml;berlegen. Das scheint mir auch beim M&auml;xchenspiel so zu sein. Ein Dreh des Spiels: Nur der Spieler kennt sein Wurfergebnis und er darf l&uuml;gen, wenn er es ansagt. Der n&auml;chste in der Reihe muss die Ansage mit seinem Wurf bzw. seiner Ansage &uuml;bertreffen. Wenn er glaubt, dass sein Vorg&auml;nger gelogen hat, darf er aufdecken. Ein L&uuml;gner bezahlt mit dem Verlust eines von f&uuml;nf Streichholzleben, der Zweifler aber mit zweien, wenn der Zweifel unbegr&uuml;ndet war. Wer oft zweifelt, ist schnell raus, stellen wir immer wieder wenig statistisch, aber doch sehr empirisch fest. Die Chancen, mit W&uuml;rfelgl&uuml;ck oder mit dem erlaubten L&uuml;gen durchzukommen, sind gr&ouml;&szlig;er als der Vorteil, andere beim Schwindeln zu &uuml;berf&uuml;hren.</p>
<p>Im Augenblick hilft mir das nicht mehr. Bimpfi und ich haben je ein Leben. Die Regeln erlauben zwar, dass ich unbesehen das M&auml;xchen akzeptiere, ein Leben abgebe und damit eine neue Runde beginne, aber da ich nur noch ein Leben habe, verliere ich damit Runde und Spiel. Zweifeln geht nat&uuml;rlich. Ich frage mich daher, ob mir die <strong>Wahrscheinlichkeitstheorie</strong> weiterhilft. Im entscheidenden Moment ein M&auml;xchen zu w&uuml;rfeln, erscheint mir doch einigerma&szlig;en unwahrscheinlich. Ich &uuml;berschlage: Die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r jede W&uuml;rfelkombination ist generell gleich, das ist beim W&uuml;rfeln so. Aber hier scheint es mir um bedingte Wahrscheinlichkeiten zu gehen. Bimpfi kann die folgenden Kombinationen w&uuml;rfeln: 31, 32, 41, 42, 43, 51, 52, 53, 54, 61, 62, 63, 64, 65, 1er&#8209;, 2er&#8209;, 3er&#8209;, 4er&#8209;, 5er&#8209;, 6er-Pasch und die 21, das M&auml;xchen, also insgesamt 21 Kombinationen. Nur eine davon hilft ihm jetzt. Meine Chance, mit Zweifeln zu siegen, betr&auml;gt also 20 aus 21. Ich prognostiziere meinen Sieg.</p>
<p>Dennoch halte ich inne. K&ouml;nnte mir eine <strong>Trendberechnung</strong> helfen, meine Prognose zu st&uuml;tzen? Immerhin, ich habe mehrere Spiele an diesem Abend gewonnen. Mit einem Sieg w&uuml;rde ich diesen Trend fortsetzen. Andererseits: Bimpfis W&uuml;rfelgl&uuml;ck ist in unserer Runde schon sprichw&ouml;rtlich. Ein derart gl&uuml;cklicher Wurf w&uuml;rde auch in seine <strong>Spielstatistik</strong> passen. Aus <strong>Wirtschafts&#8209; und Wahlprognosen</strong> wei&szlig; ich: Auf Vorhersagen ist kein Verlass. Sowohl die Experten als auch die Statistiker f&uuml;llen Almanache mit Fehlprognosen, Falscheinsch&auml;tzungen, korrigierten und nochmals korrigierten Prognosen. Und der Physik-Nobelpreistr&auml;ger Niels Bohr sagte: &bdquo;Vorhersagen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.&ldquo; Und meinte damit auch: Je mehr man von Prognose versteht, desto weniger h&auml;lt man f&uuml;r vorhersehbar.</p>
<p>In meiner Not probiere ich es mit Psychologie. Klang Bimpfis Stimme verr&auml;terisch, als er &bdquo;M&auml;xchen&ldquo; sagte? Zucken seine Mundwinkel? Fasst er sich an die Nase? Ist nicht eine gewisse Starre in seinem Blick? Sind ihm &uuml;berhaupt die Regeln klar? Verh&auml;lt er sich wie ein <strong>Homo Oeconomicus</strong> des Spiels, also rational? Nun ja. Absolut, auch er steckt in der Klemme. Mit meinem Sechserpasch und einem Streichholzleben kann ihn nur ein M&auml;xchen retten, und zwar nur ein echtes. </p>
<p>Langsam wird es Zeit, dass ich mich entscheide. K&uuml;rzlich hatten wir &uuml;ber das Thema Prognose etwas geschrieben und dabei kritisiert, dass vor allem in Diagrammen vage Prognosewerte genauso dargestellt werden wie bekannte Vergangenheitswerte. Immer vermisst man dabei die Angabe von <strong>Bandbreiten</strong>, den Ausweis von <strong>Unsicherheit</strong>, die Darstellung der zugeh&ouml;rigen <strong>Szenarios</strong>. Ein Unternehmer wird sich immer fragen, ob er mit dem <strong>Worst Case</strong> ebenfalls leben kann oder, wenn nicht, heute Vorkehrungen daf&uuml;r treffen.</p>
<p>Also bleibe ich bei meiner Siegprognose und finde, dass ich mit einer Niederlage leben kann. Ich decke Bimpfis Wurf auf. M&auml;xchen.</p>
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		<title>Wenn die CI regiert</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/ci-marketing-und-controlling</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 17:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Controlling]]></category>
		<category><![CDATA[Farben]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebes Marketing, wir Kaufleute brauchen weder DIN-Norm noch Bilanz-Duden zur Verständigung. Darum lasst uns wenigstens die Farbe Rot. Denn sie bedeutet etwas. Übrigens dasselbe wie überall sonst: Gefahr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liebes Marketing, wir Kaufleute brauchen weder DIN-Norm noch Bilanz-Duden zur Verst&auml;ndigung. Darum lasst uns wenigstens die Farbe Rot. Denn sie bedeutet etwas. &Uuml;brigens dasselbe wie &uuml;berall sonst: Gefahr.</strong></p>
<p>Letzte Woche bekamen wir Besuch von unserer Hausbank. Sie geh&ouml;rt zu den wenigen Instituten, die in der Finanzkrise noch als sicherer Hafen galten. Wir sprachen &uuml;ber dies und das. Am Schluss bekam ich den aktuellen <a href="http://www.sparkasse-nuernberg.de/service_vor_ort/ihre_sparkasse_nuernberg/jahresbericht/jahresbericht_2009" target="_blank">Gesch&auml;ftsbericht</a> &uuml;berreicht. Beim Durchbl&auml;ttern wurde ich nachdenklich: Zur Corporate Identity (CI) der Bank geh&ouml;rt die Farbe Rot. Und rot waren auch alle &Uuml;berschriften. Da hie&szlig; es dann zum Beispiel: <em>Kreditvolumen</em>, <em>Kundeneinlagen</em>, <em>Gesch&auml;ftsentwicklung</em>, <em>Ertragslage</em>, <em>Jahresbilanz</em>, <em>Gewinn&#8209; und Verlustrechnung</em>, <em>Personalstand</em>. Alles in HKS13-Rot. </p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/2010-08-06_GuV_Jahresbericht_Sparkasse_Nuernberg_2009_gr.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/2010-08-06_GuV_Jahresbericht_Sparkasse_Nuernberg_2009_gr.jpg" /><img src="/images/2010-08-06_GuV_Jahresbericht_Sparkasse_Nuernberg_2009.jpg" alt="Gewinn- und Verlustrechnung. Quelle: Sparkasse Nürnberg, Jahresbericht 2009, Seite 48." title="" /></a><br />Schwarze Zahlen wei&szlig; geschrieben und rot hinterlegt: Da wird der Kaufmann misstrauisch. Hier zu Unrecht. Quelle: Sparkasse N&uuml;rnberg, Jahresbericht 2009, Seite 48.</p>
<p>Dem Kaufmann alter Schule geht das gegen den Strich, ist doch Rot das Signal, dass die guten von den schlechten Zahlen unterscheidet. Und rote Zahlen meidet er. Einer, der schwarze Zahlen rot malt, der ist suspekt und ein Kaufmann kann der nicht sein. </p>
<p>Bei unserer Bank fand ich den Versto&szlig; gegen die Konvention nicht sch&ouml;n, aber dank des ansonsten &auml;u&szlig;erst positiven Gesch&auml;ftsberichts mag man dar&uuml;ber hinwegsehen. Mangels Notierung an der B&ouml;rse gibt es auch keine privaten Investoren, die in Zeiten wie diesen auf echte oder vermeintliche Warnsignale besonders reagieren &ndash; anders als bei E.ON und Vodafone. Beide haben sich ebenfalls f&uuml;r Rot als Firmenfarbe entschieden. Und beide tauchen ebenso gr&uuml;ndlich Schrift und Zahlen in diese Farbe. &Uuml;ber eine Investoreninformation von E.ON hat sich Bella schon <a href="http://www.bella-beraet.de/male-rot-nur-was-schlecht-ist">lustig gemacht</a>: Alle S&auml;ulen, Balken, Linien f&uuml;r Investitionen, Preise, Dividenden, Kapazit&auml;tsausweitungen und &#160;&#8211;verringerungen usw. waren rot gemalt. Irgendjemand gab Bella inzwischen Recht. Das Blutbad im aktuellen Gesch&auml;ftsbericht ist geringer ausgefallen.</p>
<p>Demgegen&uuml;ber ist der Gesch&auml;ftsbericht von Vodafone ein Splatter Movie. Jede noch so gute Zahl wird blutrot und &uuml;bergro&szlig; geschrieben.</p>
<p class="gray"><img src="/images/2010-08-06_Vodafone_Annual_Report_2010.jpg" alt="" title="" /><br />Gro&szlig;e Zahlen; gro&szlig; und rot. Quelle: Vodafone Group Plc, Annual Report for the year ended 31 March 2010, Seite 1.</p>
<p>Rots&uuml;nden begehen nicht nur Sparkassen, E.ON und Vodafone, sondern auch Welt, FAZ und Wall Street Journal. Letztere n&auml;mlich verwenden in ihren Diagrammen f&uuml;r den ersten Wert Blau und f&uuml;r den zweiten Rot, egal worum es geht. Jedes Mal sitze ich davor und muss eine Extraschleife drehen, um festzustellen, ob der zweite Wert der schlechtere der beiden ist. </p>
<p>Besonders verdreht die Welt: Die Zeitreihenlininen f&uuml;r Dax, Dow, Euro, &Ouml;lpreis auf der ersten Seite des Finanzteils sind grunds&auml;tzlich rot. Die Zahlen f&uuml;r Anfangs&#8209; und Endwert der Reihe sind wieder schwarz. Die Prozentangabe f&uuml;r die Vortagesver&auml;nderung ist blau, wenn es nach oben ging. Und rot, wenn es abw&auml;rts ging. Gut, dass Papier so geduldig ist. Deswegen h&auml;lt es besser aus, dass auch alle Aktienverl&auml;ufe im Wirtschaftsteil rot gemalt sind.</p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/2010-08-06_Welt_2010-07-20_S13_gr.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/2010-08-06_Welt_2010-07-20_S13_gr.jpg" /><img src="/images/2010-08-06_Welt_2010-07-20_S13.jpg" alt="Xetra-Dax, Dow Jones, Eurokurs. - Quelle: Die Welt, 20.07.2010, Seite 13." title="" /></a><br />Alle Indizes blutrot, egal, ob sie steigen oder fallen.<br />Quelle: Die Welt, 20.07.2010, Seite 13.</p>
<p>Mir kam Schulwissen in den Sinn. Unser Lehrer Kling predigte so lange, bis wir es uns merkten: <strong>Inhalt und Form machen den Gehalt, drum schmeckt das Wei&szlig;bier aus der Suppensch&uuml;ssel nicht.</strong> Und ebendarin besteht das banale Missverst&auml;ndnis. Der Kontext entscheidet, wohin die CI-Farbe passt und wohin nicht. Ich habe nichts gegen rote Autos mit Servicetechnikern von Vodafone in roten Overalls und rotem Firmenlogo auf der Brust. Auf der Bilanzpressekonferenz hingegen m&ouml;chte ich keine Vorst&auml;nde in rotem Tuch sehen. Und blo&szlig; weil die Post gelb ist, wird gelbe Schrift weder lesbar noch w&auml;re sie Ausdruck konsequenter Anwendung der CI.</p>
<p>Dass es auch anders geht, erlebte ich in der sch&ouml;nen Schweiz. In einem Kundenprojekt im Personalwesen wurden wir gebeten, unsere Berichte an die CI des Unternehmens so weit wie m&ouml;glich anzulehnen &ndash; &bdquo;nat&uuml;rlich&ldquo;, so w&ouml;rtlich, &bdquo;alles im Rahmen des M&ouml;glichen und Vertretbaren&ldquo;. Die CI war dezent, geschmackvoll und durchdacht. Ich war beinahe neidisch. Sie taugte, wof&uuml;r sie gedacht war: Das Image des Hauses durch Typografie, Tonalit&auml;t und Farbwahl zu unterst&uuml;tzen. Man sp&uuml;rte die Verbindlichkeit des Unternehmens. Und sein Bem&uuml;hen dem Gesch&auml;ftszweck entsprechend auf die sehr unterschiedlichen Bed&uuml;rfnisse einer internationalen Klientel einzugehen. Die Pastelligkeit der Farben unterstrich: Man grenzt nichts und niemanden aus, akzeptiert und respektiert und l&auml;sst sich niemals zu einer Be&#8209;, geschweige denn Abwertung hinrei&szlig;en. F&uuml;r Berichte, in denen es um individuelle Befindlichkeiten ging, konnten wir von dieser CI profitieren. Denn Subjektives hart, klar separiert, eindeutig visualisieren zu wollen, signalisiert Genauigkeit, wo keine ist, sein darf, sein soll. F&uuml;r die Berichte auf Team&#8209; und Managementebene nahmen wir uns die Freiheit, die uns der Klient gestattete: n&auml;mlich von der CI abzuweichen und n&uuml;chterne, sachliche Farben und Formen zu benutzen.</p>
<p>Die Anwendung von CI hat mich in der Vergangenheit schon &ouml;fter nachfragen lassen. Vom Controlling hie&szlig; es dann gerne, das h&auml;tte das Marketing so entscheiden, das sei nun mal die f&uuml;r das ganze Unternehmen verbindliche Gestaltungsleitlinie. Hm. Fragte ich anschlie&szlig;end im Marketing nach, ob das so sei, war man verdutzt. Vor den eigenen gestalterischen Leitlinien k&auml;men selbstverst&auml;ndlich immer noch die kaufm&auml;nnischen Standards. Da h&auml;tte man das Marketing wohl gr&uuml;ndlich missverstanden. Na also. Wenn erfolgreiche Unternehmen ihre guten Zahlen rot malen, ist das eine Niederlage des Controlling und nicht ein Sieg des Marketing.</p>
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		<title>Schreiben mit Sparklines</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/schreiben-mit-sparklines</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 15:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Sparklines]]></category>

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		<description><![CDATA[Sparklines sind beredt, aber einsilbig. Buchstäblich. Denn Trennen tut ihnen noch mehr weh als dem „st“. Dieses und andere Probleme beim ansonsten sehr faszinierenden Schreiben mit Sparklines.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sparklines sind beredt, aber einsilbig. Buchst&auml;blich. Denn Trennen tut ihnen noch mehr weh als dem &bdquo;st&ldquo;. Dieses und andere Probleme beim ansonsten sehr faszinierenden Schreiben mit Sparklines.</strong></p>
<p>Letztes Mal an dieser Stelle feierten wir den erfolgreichen Druck <a href="http://blog.bissantz.de/sparklines-in-der-zeitung">sportiver Sparklines</a> in der Juni-Ausgabe der Traffic News-to-go. In der Ausgabe f&uuml;r Juli/August haben wir uns an einem weiteren Format versucht: Linien-Sparklines in der Form, wie Edward Tufte sie vorgeschlagen hat. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2010-07-16_Traffic_Fashion_Week.jpg" alt="Links: Traffic News-to-go auf der Fashion Week in Berlin; rechts: Artikel &quot;Zeitschlangen gegen die Kaninchensituation&quot; von Dr. Nicolas Bissantz, erschienen in der Traffic News-to-go, Ausgabe 7/8 2010, Seite 8." title="" /><br />Showtime: Premiere f&uuml;r Sparklines auf der Fashion Week in Berlin.<br />Foto links: Traffic News-to-go.</p>
<p>Das war etwas schwieriger, dennoch ist es gelungen. Wir haben einiges dabei gelernt. Auch Zeitungen m&uuml;ssen einiges lernen, wenn sie von den aufregenden M&ouml;glichkeiten der Sparklines profitieren wollen, was wir ihnen dringend und schon lange empfehlen.</p>
<ol>
<li>Die Sport-Sparklines konnten wir vergleichsweise einfach f&uuml;r den Zeitungsdruck produzieren: Schon 2005 haben wir eine spezielle Schriftart geschnitten, den &bdquo;SparkFont&ldquo;, der aus Tausenden von Zeichen f&uuml;r unterschiedliche S&auml;ulen und Liniensegmenten besteht. Ein Font druckt naturgem&auml;&szlig; in Zeichenbreite. F&uuml;r die <a href="http://blog.bissantz.de/sparklines-in-der-zeitung">dichotomen Sparklines</a>, wie wir sie bei den Fu&szlig;ballergebnissen verwendet haben, ist das in Ordnung. Sie bestehen nur aus einfachen Rechtecken: eins oben f&uuml;r gewonnene Spiele, eins unten f&uuml;r verlorene. In Linien-Sparklines, etwa f&uuml;r Wechsel&#8209; oder B&ouml;rsenkurse, m&uuml;ssen wir aber sehr viel mehr Daten unterbringen. Das erfordert Grafikformate, die besser komprimieren.
<div class="gray" style="position: absolute; left: 470px; width: 450px;"><img src="/images/2010-07-15_Traffic-JulAug-2010-S-8-1.png" alt="Traffic News-to-go, Ausgabe 7/2010, Seite 8." title="" /><br />Schreiben mit Sparklines: in der <a href="http://issuu.com/trafficnewstogo/docs/traffic7?mode=embed&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Fcolor%2Flayout.xml&amp;backgroundColor=FFFFFF&amp;showFlipBtn=true" target="_blank">Juli-Ausgabe</a> der Traffic News-to-go.</div>
</li>
<li>Sparklines lassen sich nicht gut trennen. Sie geh&ouml;ren in eine Zeile. Und die Zahl dahinter auch. In unserem Text mussten wir umformulieren oder an anderer Stelle die Silbentrennung anpassen, um die Sparklines nicht umzubrechen. F&uuml;r Zeitungen bedeutet das: Die Arbeit kurz vor Redaktionsschluss wird anspruchsvoller. Ohne Sparklines reicht sprachliches Geschick aus, um durch Straffung oder Erg&auml;nzung Texte an Platzverschiebungen anzupassen.</li>
<li>Kopfzerbrechen bereitete uns die Frage, wie lang unsere Eurokurs-Sparklines sein sollten. Immerhin zeigen wir Zeitr&auml;ume von 6 Monaten bis zu mehr als 10 Jahren je Sparkline und damit Zeitr&auml;ume, die sich bis zum Faktor 20 unterscheiden. <a href="http://www.bella-beraet.de/proportionalitaetsgesetz">Bellas Proportionalit&auml;tsgesetz</a> k&ouml;nnen wir darauf nicht anwenden. Sonst w&auml;re die k&uuml;rzeste Sparkline vielleicht 4 Zentimeter und deswegen die l&auml;ngste 80 Zentimeter breit geworden. Unsinn. Wir entschieden: Es erleichtert das Erkennen und Vergleichen von Mustern, wenn alle Sparklines gleich lang sind.
<div class="gray" style="position: absolute; left: 470px; width: 450px;"><img src="/images/2010-07-15_Traffic-JulAug-2010-S-8-2.png" alt="Traffic News-to-go, Ausgabe 7/2010, Seite 8." title="" /><br />Auf Zeitungspapier viel sch&ouml;ner als hier am Bildschirm &hellip;</div>
</li>
<li>Der Text, der die Sparkline umgibt, muss einiges leisten. Legenden oder Fu&szlig;noten funktionieren nicht. Also m&uuml;ssen die sperrigen Angaben zum abgebildeten Zeitraum und zur zeitlichen Ebene (Jahr, Monat usw.) in den Text eingebettet werden. Man bekommt das schwer in einen Satz. Wir haben die schwierige Aufgabe mit mehreren S&auml;tzen gel&ouml;st, wie die Beispiele zeigen. Einmal prompt falsch: An einer Stelle m&uuml;sste es sechs Jahre statt acht hei&szlig;en.</li>
<li>Es gibt zwei Sorten Sparklines: Geht es uns vor allem um die aktuelle Zahl, zeigt die Sparkline, wie weit wir vom historischen Minimum bzw. Maximum entfernt sind. Uns gen&uuml;gt folglich eine Zahl, die aktuelle. Und die steht am Ende der Sparkline, also rechts. Geht es uns um eine Entwicklung und etwaige Verlaufsmuster, dann wollen wir auch den Anfangswert kennen. Der steht am Anfang, also links. Unsere Beispiele zeigen: Von dieser <a href="http://www.bella-beraet.de/sparkline-duden">reinen Lehre</a> muss man mitunter abweichen, denn sonst kommt man sprachlich ins Schleudern.</li>
</ol>
<p>Mit Sparklines schreiben, ist anspruchsvoll und m&uuml;hsam, das Ergebnis aber aller M&uuml;hen wert. Dazu ein Vergleich: Der Text &bdquo;<a href="http://www.edwardtufte.com/tufte/women-smoking">Women and Cancer</a>&ldquo;, der als besonders zahlendicht gilt, argumentiert in einzelnen Kapiteln mit einem Verh&auml;ltnis von 13 bis 24 Worten pro Zahlenwort (Jahresangaben und Zahlenwerte). Unser Text hat circa 500 W&ouml;rter, die Sparklines wurden mit fast 10.000 Werten gemalt. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sportlines: Die ersten Sparklines in einer deutschen Zeitung</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/sparklines-in-der-zeitung</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 10:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Sparklines]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sparklines sind ein atemberaubendes intellektuelles Vergnügen. Besonders auf Papier. Jetzt haben wir es auch auf Zeitungspapier probiert. In der Traffic News-to-go.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sparklines sind ein atemberaubendes intellektuelles Vergn&uuml;gen. Besonders auf Papier. Jetzt haben wir es auch auf Zeitungspapier probiert. In der Traffic News-to-go.</strong></p>
<p>&Uuml;ber den Sommer und Herbst 2005 telefonierte ich in meiner euphorischen Begeisterung f&uuml;r Sparklines mehrmals mit einem gro&szlig;en deutschen Verlag f&uuml;r Wirtschaftszeitungen. Mein Anliegen: Die Verlage haben Angst vor dem Internet, warum also nicht etwas probieren, was im Internet mangels Aufl&ouml;sung nicht so gut geht &ndash; Sparklines malen n&auml;mlich. Und damit zeigen, dass Papier Zukunft hat, solange wir das kostbare Papier mit etwas bedrucken, was die M&uuml;he lohnt. Man &uuml;berlegte und &uuml;berlegte und lie&szlig; es bis heute. Derselbe Verlag gab einem seiner Hauptbl&auml;tter einen &bdquo;Relaunch&ldquo;. Auch der fand ohne Sparklines statt.</p>
<p class="gray"><img src="/images/2010-06-25_Traffic_Bissantz_Koons_450px.jpg" alt="Traffic News-to-go, Ausgabe Juni 2010. Seite 6: Artikel &quot;Sportlines&quot; über Sparklines in der Sportberichterstattung, Seite 7: Artikel &quot;Spritztour&quot; über Jeff Koons." /><br />Yes, we can: Sportliche Sparklines auf Papier. In der Juni-Ausgabe der Traffic News-to-go. Neben Jeff Koons.</p>
<p>In der Folge meinte ich als Leser diverser Zeitungen beobachten zu k&ouml;nnen, dass den sinkenden Werbeeinnahmen und Auflagen vor allem mit Sparen begegnet wird. Autoren, die weniger kosten, weniger Recherche, schlechtere Artikel. </p>
<p>Das deprimierte mich und ich &uuml;berlie&szlig; die <a href="http://www.bella-beraet.de/">Missionierung der Presse</a> vor allem Bella. Feuer fing ich erst wieder, als Murat Suner, mein guter Freund aus Studientagen, Mitherausgeber der <a href="http://trafficnewstogo.de/">Traffic News-to-go</a> wurde. </p>
<p>Murat, dessen Familie aus Istanbul stammt, hatte schon in jungen Jahren Pionierhaftes geleistet. Mit gleichgesinnten Studenten gr&uuml;ndete er eine viel beachtete Organisation, die es sich zum Ziel machte, Eliten davon zu &uuml;berzeugen, dass kulturelle Andersartigkeiten zwischen Orient und Okzident nicht zum damals viel beschworenen Clash of Civilizations f&uuml;hren m&uuml;ssen. Die FAZ sah das auch so und w&uuml;rdigte dies 1993 mit einem Bericht auf ihrer Titelseite. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2010-06-25_Traffic_Sportlines_450px.jpg" alt="Traffic News-to-go, Ausgabe Juni 2010. Seite 6: Artikel &quot;Sportlines&quot; mit Sparklines für die letzten 4 Saisons der Fußball-Bundesliga." /><br />Auf Papier in gleicher Gr&ouml;&szlig;e gestochen scharf. Im Internet <a onclick="return openPopup('/images/2010-06-25_Traffic_Sparklines.png', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/2010-06-25_Traffic_Sparklines.png" />nur ausschnitts&shy;weise und in Vergr&ouml;&szlig;erung</a> zu lesen.</p>
<p>Die Traffic erscheint seit Dezember 2009 und erhielt im M&auml;rz 2010 von der Lead Academy eine Auszeichnung in der Kategorie &bdquo;Newcomer des Jahres&ldquo;. Das monatlich erscheinende Blatt  wird kostenlos in Gro&szlig;st&auml;dten von Zeitungsjungen und&#160;&#8211;m&auml;dchen in traditionellen Knickerbockers und Schieberm&uuml;tze verteilt und liegt an ausgew&auml;hlten Orten aus, derzeit in Berlin, Hamburg, Z&uuml;rich und Amsterdam.</p>
<p>Gemeinsam beschlossen wir, uns auf die St&auml;rken des Papiers zu besinnen und zu tun, was &uuml;berf&auml;llig ist: Sparklines auf Zeitungspapier drucken. Wir haben das erstmals in der <a href="http://issuu.com/trafficnewstogo/docs/traffic6?mode=embed&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Fcolor%2Flayout.xml&amp;backgroundColor=FFFFFF&amp;showFlipBtn=true" target="_blank">Juni-Ausgabe</a> getan. Passend zur Jahreszeit haben wir uns dem Fu&szlig;ball gewidmet und daf&uuml;r die dichotomen Sparklines verwendet, wie wir sie zuerst bei Edward Tufte gesehen haben.</p>
<p>Verwendet haben wir daf&uuml;r unseren <a href="http://www.bissantz.de/sparkmaker/">SparkMaker</a>, mit dem jeder seit 2005 Sparklines ausprobieren kann. Besonderen Spa&szlig; hat es gemacht, mit Sparklines S&auml;tze zu bilden, in denen die Folgen aus Siegen und Niederlagen zu Adjektiven und Verben wurden. Zum Beispiel, um den Weg von Bayern M&uuml;nchen zum aktuellen Meistertitel zu beschreiben: <img src="/images/2010-06-25_Sparkline_FCB.png" alt="Sparkline: Alle Spielergebnisse des FC Bayern München in der Saison 2009/2010." />. Mittelm&auml;&szlig;iger Auftakt, wenig Patzer, mittendrin eine befl&uuml;gelnde Siegesserie &ndash; die l&auml;ngste aller Teams in dieser Saison, wie dann ein Vergleich mit den anderen Mustern in der Tabelle zeigt.</p>
<p>Man beschreibt eine Beobachtung und liefert das Beweismaterial in unmittelbarer N&auml;he mit. Eine solche argumentative Verzahnung ist neu, vergn&uuml;glich, fordernd, begeisternd. Es gibt eben Dinge, die geh&ouml;ren auf Papier, und andere, die geh&ouml;ren ins Internet. So wie dieser Blog.</p>
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		<title>Computer aus Pandora</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 19:31:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit iPads kann man keinen Fisch einwickeln und auch ein paar andere Gründe können die Anhänger analoger Medien weiter beruhigt sein lassen. Aber die digitale Welt wird nicht mehr sein, wie sie war. Warum? Weil das iPad so analog ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit iPads kann man <a href="http://blog.bissantz.de/papier">keinen Fisch einwickeln</a> und auch ein paar andere Gr&uuml;nde k&ouml;nnen die Anh&auml;nger analoger Medien weiter beruhigt sein lassen. Aber die digitale Welt wird nicht mehr sein, wie sie war. Warum? Weil das iPad so analog ist.</strong></p>
<p>Meinem Nokia 6820 hielt ich sehr lange die Treue. Als man es schon lange nicht mehr im Laden kaufen konnte, besorgte ich mir zwei gebrauchte Ger&auml;te, mit denen ich den Produklebenszyklus dieser von Nokia bis heute nicht wieder aufgelegten Handygattung um einige Jahre verl&auml;ngern konnte. Erst vor kurzem gab ich auf und geh&ouml;re nach anf&auml;nglicher Distanz zu den iPhoniacs, die nach einem Autounfall als erstes nachsehen w&uuml;rden, ob dem Handy etwas passiert ist.</p>
<p><img src="/images/2010-06-04_Nokia_6820_2.jpg" alt="Nokia 6820" title="" /></p>
<p>Von Smart Phones w&uuml;nschen wir uns, dass sie kleine Computer sind. Und ich w&uuml;nsche mir von Computern vor allem, dass sie Schreibmaschinen sind. Mein 6820 war eine besonders raffinierte. Im Hosentaschenformat, mit aufklappbar&shy;er Tastatur, ohne Schnickschnack, lie&szlig; es mich in Windeseile kleine E-Mails (vulgo: SMS) und Gedanken aufschreiben. Vertippen? Selten.</p>
<p>Ganz anders mein iPhone. Bis heute l&ouml;sche ich mehr, als ich schreibe. Zwei Buchstaben vor, einer zur&uuml;ck. Wenn ich anderen be-iPhone-ten Menschen davon erz&auml;hle, wiegen sie nachdenklich den Kopf und wollen wissen, wie lange ich mein neues Telefon schon nutze. Wenn ich sage, seit 2 Monaten, l&auml;cheln sie milde und klopfen mir tr&ouml;stend auf die Schulter. Bald k&auml;me ich besser mit der Tastatur zurecht, meinen sie dann. Mit meinem Auto versteht es sich nicht besonders, die Sprachqualit&auml;t ist schlechter als beim Nokia und manch anderer objektiver Nachteil geht mir auch auf die Nerven. Dennoch liebe ich es. Bedingungslos.</p>
<p>Als sein gro&szlig;er Bruder herauskam, das iPad, war ich in Deutschland wahr&shy;scheinlich der Erste, der eines hatte. (&Auml;tsch.) Ich finde die Abh&auml;ngigkeit von Apple, in die ich mich mehr und mehr begebe, bedenklich, sehe darin beinahe etwas Totalit&auml;res. Das schmeckt mir nicht, aber meine Gegenwehr bleibt schwach. Warum nur faszinieren uns auf einmal zwei schwarze Glasscheiben so sehr? Eine kleine als Telefon, eine mittelgro&szlig;e als Computer? Gl&auml;nzende Scheiben, auf denen wir wischend, spreizend und tippend fettige Spuren unserer Finger hinterlassen? Genau deswegen. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2010-06-04_Jake.jpg" alt="Jake im Film Avatar" title="" /><br />Wir wollen die Dinge, die wir sehen, auch ber&uuml;hren. Das ist einer unserer sehr menschlichen Z&uuml;ge. (Szene aus dem Film Avatar, kopiert aus diesem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=O4jYr4502M0" target="_blank">Video</a>.)</p>
<p>Erinnern Sie sich an die Szene oben aus Avatar, in der Jake dieses libellen&shy;hafte Wesen antippt, das dann hell leuchtend und wie ein Helikopter davon schwebt? Mit der gleichen unschuldigen Geste kindlicher Neugier ber&uuml;hrt Jake mannshohe, trompetenartige Gew&auml;chse, die dann in ein winziges Loch im Erd&shy;boden zur&uuml;ckschnellen. Jakes hat daran soviel Spa&szlig;, dass er das wiederholt, bis alle Pflanzen in der Erde verschwunden sind.</p>
<p>Unser Zeigefinger ber&uuml;hrt gerne, was er zeigt. Das ist nicht neu. Touch&shy;screens sind ebenso wenig neu. Neu ist, dass Apple weitere zutiefst mensch&shy;liche Gesten f&uuml;r unseren Umgang mit dem Computer erschlossen hat. Die meisten Tiere k&ouml;nnen Zeigefinger und Daumen nicht opponieren. Wir k&ouml;nnen es und sogar besonders gut. Unser ganzes manuelles K&ouml;nnen h&auml;ngt an dieser anatomischen Besonderheit. Diese f&uuml;r uns so typische Opponierbarkeit nutzt Apple f&uuml;r eine analoge Geste, die unsere vielleicht hervorragendste Eigenheit befriedigt: die Suche nach Erkenntnis. Mit einer Spreizbewegung von Daumen und Zeigefinger vergr&ouml;&szlig;ern und verkleinern wir, was wir auf iPhone und iPad sehen. Wir &auml;ndern Ausschnitt, Gr&ouml;&szlig;e, Ma&szlig;stab. Das alles sind Bausteine im Erkenntnisprozess.</p>
<p>James Camerons Parabel von den Na&rsquo;vi, den Ureinwohnern des Planeten Pandora, die im Einklang mit der Natur leben, gilt auch f&uuml;r uns Neuzeit&shy;menschen. Wir wollen in Einklang mit unseren Computern kommen. Daf&uuml;r m&uuml;ssen sie analoger werden. &Uuml;ber eine lange Strecke haben wir uns mit Computern &uuml;ber Kulturtechniken verst&auml;ndigt. Wir haben erst Sprache, dann Schrift, dann Schreibmaschine gelernt. Die Maus hat unser Verh&auml;ltnis zum Computer wieder freundlicher gestaltet. Sie hat unseren Zeigefinger verl&auml;n&shy;gert und der Mausklick war immerhin schon eine abstrakte Form des Betas&shy;tens. Dennoch bleiben Tastaturk&uuml;rzel der schnellste Weg zum Ziel. Die Verein&shy;fachung, die wir bei iPhone und iPad wahrnehmen, bedeutet mitunter, dass etwas einfacher im Sinne von primitiver gestaltet wurde. Und damit auch um&shy;st&auml;ndlich. F&uuml;r das Business Intelligence stellen wir fest: Die archaischen Bedien&shy;paradigmen werden uns inspirieren, die Schnittstelle f&uuml;r Berichts&#8209; <em>empf&auml;nger</em> noch freundlicher und taktiler zu gestalten. Ob es uns auch zu besseren Schnittstellen f&uuml;r Berichts<em>redakteure</em> inspirieren kann, erforschen wir noch.</p>
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		<title>Steuermann, lass die Wacht&#160;&#8211; Steuermann, pass uns an</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 19:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensführung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im <acronym title="Business Intelligence">BI</acronym> ist viel von Steuerung die Rede. Wer steuert eigentlich – und was? Passen wir uns nicht vielmehr ständig nur an? Notizen aus einem Gespräch über unser Verständnis von Führungsinformation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Business Intelligence sieht man viele Steuerm&auml;nner am Werk. Wer steuert eigentlich &ndash; und was? Passen wir uns nicht vielmehr st&auml;ndig nur an? Notizen aus einem Gespr&auml;ch &uuml;ber unser Verst&auml;ndnis von F&uuml;hrungsinformation.</strong></p>
<p>Vorletzten Freitag sa&szlig; ich mit einer langj&auml;hrigen Kundin beim Mittagessen. Sie ist ein Spitzentalent, deswegen hat sie es als Frau bis in die F&uuml;hrungsriege eines sehr gro&szlig;en Dax-Unternehmens geschafft. Nach langen, harten Jahren des Aufstiegs sp&uuml;rt sie mitunter Ern&uuml;chterung. &bdquo;Wir bekommen st&auml;ndig neue Vorschriften und damit Verantwortung entzogen, und das auf einer sehr hohen Ebene des Unternehmens&ldquo;, sagte sie nachdenklich.</p>
<p class="gray"><img src="/images/boardroom.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px;"/><br />Was in R&auml;umen wie diesem entschieden wird, hat viel mit F&uuml;hrung, aber wenig mit Steuerung zu tun. Und Steuerung ist vor allem Anpassung&#160;&#8211; auf jeder Ebene, jeden Tag.</p>
<p>Wir durchleuchteten die Hintergr&uuml;nde, so gut wir das angesichts einer Sardine im Seetangmantel konnten, und stellten fest, dass es nicht die Unternehmens&shy;leitung ist, die derlei hat entstehen lassen, sondern ein gewaltiger Verwaltungs&shy;apparat, der im Zusammenspiel mit &Ouml;ffentlichkeit und Politik auf kafkaeske Weise selbstt&auml;tig agiert und auch den n&auml;chsten und &uuml;bern&auml;chsten und &uuml;ber&uuml;bern&auml;chsten Vorstand unver&auml;ndert &uuml;berstehen wird.</p>
<p>Das brachte uns &uuml;ber sautiertem Steinbutt an Artischocke zu der Frage, wer das Riesenunternehmen eigentlich steuert. &bdquo;Der Vorstand ist es nicht&ldquo;, sagte meine Kundin wie aus der Pistole geschossen. Wir sahen uns erschrocken an. Ist das wirklich so? Kommt dort, wo t&auml;glich entschieden wird, gar nichts mehr an von den Vorgaben der Unternehmensleitung? Wird nicht vielmehr dort entschieden, wo auch das Geld verdient wird &ndash; t&auml;glich, unmittelbar, in kleinen H&auml;ppchen? Wir wagten einen Blick in andere Disziplinen.</p>
<p>&Uuml;ber lauwarmen Lachs fragten wir uns evolutionsbiologisch, ob die Natur als unser gr&ouml;&szlig;ter Widerpart jemals Grund hatte, etwas anderes zu belohnen als unsere Anpassungsf&auml;higkeit an Umst&auml;nde. Die Vorstellung, wir k&ouml;nnten aktiv etwas steuern, passt da nicht recht hinein. Was k&ouml;nnen wir denn steuern, und wie? Ein Segelboot etwa k&ouml;nnen wir nur unter Ber&uuml;cksichtigung der Winde, der Str&ouml;mung, des Wellengangs und unter dauernder Korrektur dorthin bringen, wo es hin soll. M&auml;rkte, Kunden, Wettbewerber, Politik, Rohstoffpreise sind sehr starke Winde und Wellen f&uuml;r ein Unternehmen.</p>
<p>Wir waren uns &uuml;ber Hase, der laut Ma&icirc;tre freiwillig an die K&uuml;chent&uuml;r kommt, einig: Angesichts dieser Kr&auml;fte bleibt zu steuern wenig &uuml;brig. F&uuml;r wen auch immer. Und im &Uuml;brigen schienen uns nach dem ersten Glas Hochheimer und erst recht dem zweiten Glas &ouml;sterreichischem Sauvignon Blanc &ndash; &bdquo;Don&rsquo;t cry&ldquo; hie&szlig; er &ndash; die Dinge eher so zu liegen: <strong>Die Bedeutung der Steuerung nimmt in der Hierarchie von unten nach oben ab, nicht umgekehrt.</strong> Was unten vertan ist, l&auml;sst sich oben nicht mehr richten.</p>
<p>Konsequenterweise kommt der Begriff der Unternehmenssteuerung in der Betriebswirtschaftslehre kaum vor. Unternehmens<em>f&uuml;hrung</em> hei&szlig;t es da. Das schlie&szlig;t mit ein, auf allen Ebenen eines Unternehmens immer wieder klar zu machen: Es &uuml;berlebt, wer sich anpasst. Beim Entrec&ocirc;te und Wein aus Argentinien folgerten wir: Die gro&szlig;e Macht, die die Unternehmensleitung hat, hat sie, weil sie ein Entlohnungssystem zu errichten und zu vermitteln hat, das Anpassungsf&auml;higkeit belohnt, dazu motiviert und inspiriert. </p>
<p>Kurz vor dem Kaffee, &uuml;ber dem glasierten Flan an frischen Waldfr&uuml;chten, urteilten wir: Wir sind bereits sehr weit gekommen, wenn es um das Sezieren des Ist-Zustandes eines Unternehmens geht. Jedoch liegt noch einiges vor uns, bis daraus klar genug wird, wer was als n&auml;chstes zu tun hat. Dazu braucht man vor allem Kennzahlen, an denen die Anpassungsleistung des Unternehmens gemessen wird. Zu wenige Kennzahlen bilden die Adaptions&shy;leistung des Unternehmens ab. Welche Chancen gab es&#160;&#8211; und wurden sie genutzt?</p>
<p>Der Ma&icirc;tre offerierte Pralinen. Wir hielten es kurz mit ihnen. Um diese Zeit w&uuml;rden die Stra&szlig;en noch frei sein. Daran passten wir uns an. </p>
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		<title>Die ersten Sparklines der Welt &#8211; fast</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/schrumpfgrafiken</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 18:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Börsenkurse]]></category>
		<category><![CDATA[Sparklines]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt hat sich an Sparklines versucht. Herausgekommen sind Schrumpfgrafiken mit zweifelhaftem Bezug und problematischer Skalierung. Schade. Die gute Nachricht: Deswegen ist das Rennen um die ersten Sparklines in einer deutschen Tageszeitung noch offen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Welt hat sich an Sparklines versucht. Herausgekommen sind Schrumpfgrafiken mit zweifelhaftem Bezug und problematischer Skalierung. Schade. Die gute Nachricht: Deswegen ist das Rennen um die ersten Sparklines in einer deutschen Tageszeitung noch offen.</strong></p>
<p>Vor gut vier Wochen kam ein Kollege aufgeregt herein. &bdquo;Die Welt hat die ersten Sparklines gedruckt&ldquo;, freute er sich. Und ich mich mit ihm. Mit steigender Spannung beugten wir uns &uuml;ber die druckfrische Ausgabe der Welt vom 16.03.2010. Je l&auml;nger wir hinsahen, desto l&auml;nger wurden auch unsere Gesichter. Warum?</p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/2010-03-16_Welt_Sparklines.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/2010-03-16_Welt_Sparklines.jpg" /><img src="/images/2010-03-16_Welt_Sparklines_450px.jpg" alt="Nicht allein die Höhe zählt, sondern auch die Beständigkeit. Tabelle: Börsenkurse, Dividenden, Verlauf, Dividendenrendite, Dividendenkontinuität. - Quelle: Die Welt, 16.03.2010, Seite 15." title="" /></a><br />
F&uuml;r die 30 Aktien im Dax zeigt diese Tabelle: den Kurs vom 15.03.2010, die Dividende in Euro f&uuml;r die Jahre 2004 bis 2009, einen Verlauf, die Dividenden&#8209; rendite in Prozent und die Dividendenkontinuit&auml;t. Quelle: Die Welt, 16.03.2010, Seite 15.&#160;&#8211; Anklicken zum Vergr&ouml;&szlig;ern.</p>
<p>Darum:</p>
<ol>
<li>Wir zeigen Zeitreihen nicht freiwillig so klein, dass man sich unwillk&uuml;rlich eine neue Lesebrille w&uuml;nscht. Wenn es uns um die Einzelwerte geht, nehmen wir eine Tabelle. Wenn es uns um die Entwicklung im Detail geht, nehmen wir ein herk&ouml;mmliches Zeitreihendiagramm. Wenn es uns vor allem um den letzten aktuellen Wert geht, der aber nicht ohne Kontext bleiben soll, dann nehmen wir eine Sparkline.<br />
<br />
Die Welt konnte sich nicht entscheiden. Wir sehen die Einzelwerte f&uuml;r die absoluten Dividenden. Daneben dieselben Werte als Miniliniendiagramm. Dann die spannende Rendite in Prozent. Genau zu der h&auml;tten wir jetzt gerne die Historie als Sparkline. Die fehlt aber.
</li>
<li>Wenn wir eine Sparkline malen, dann schreiben wir einen Referenzwert hin, der den letzten Punkt der Reihe quantifiziert. Dann n&auml;mlich kann das passieren, was Sparklines so faszinierend macht: Wir beziehen alle vorhergehenden Punkte auf diesen Wert und verstehen ausreichend genau, in welchem Verh&auml;ltnis die Einzelwerte zueinander stehen.<br />
<br />
In der Welt habe ich eine Weile gesucht, bis ich verstanden habe, welche Werte in der Reihe eigentlich gemeint sind. Hoffnungsfroh hielt ich die Dividendenrendite in Prozent zun&auml;chst daf&uuml;r. Dann h&auml;tte n&auml;mlich auch der vertikale Vergleich der Reihen untereinander gepasst: flache Reihe, wenig Rendite. In der Darstellung der Welt sieht man das Problem: eine hohe relative Rendite kann in einer ziemlichen flachen Reihe stecken. Siehe z.&#160;B. Telekom und Post.
</li>
<li>Weil Sparklines so schrecklich klein sind, passt wenig daran, daneben, darunter, dar&uuml;ber. Sparklines sind kein Quiz. Wir wollen Sparklines lesen, nicht entziffern. Wir wollen das Muster in der Reihe sehen und nicht Einzelwerte raten. Wir wollen verstehen, nicht entr&auml;tseln. Jeder, der Sparklines entdeckt und davon fasziniert ist, m&ouml;chte gerne noch etwas beitragen, etwas verbessern, verfeinern, versch&ouml;nern. Schwierig.<br />
<br />
Das Hilfsraster der Welt jedenfalls hilft nicht. Weil man nicht wei&szlig;, was der Rasterabstand bedeutet, zweimal nicht. Die kontraststarken Zebrastreifen der Tabelle helfen &uuml;brigens auch nicht.
</li>
<li>Ein bisschen traurig macht mich die Ampel. Es gibt Leute, die in der Ursache der Finanzkrise mafia&auml;hnliche Mechanismen am Werk sehen. Die Reduktion von Bewertungen auf vermeintlich eindeutige Signale, so wie sie z.&#160;B. von den Ratingagenturen kamen, ist Teil davon.<br />
<br />
Liebe Welt: Was meint Ihr mit Kontinuit&auml;t? Und warum ist die Ampel gr&uuml;n, wenn in der Vergangenheit die Stra&szlig;e frei war? Darf ich jetzt drauflos brausen? Oder sollte ich trotzdem noch mal schauen, ob quer was kommt? Wer auch immer das gemalt hat, hat sich weit vorgewagt. Wir wollten alle ein bisschen vorsichtiger mit Anlagen werden, oder?</li>
</ol>
<p>Wer l&auml;nger &uuml;ber die Tabelle nachdenkt, kommt nicht nur &uuml;ber die Gestaltung ins Gr&uuml;beln. F&uuml;r absolute Dividenden interessieren sich Gro&szlig;aktion&auml;re, die ihre Aktien sehr langfristig halten und Kursgewinne ausklammern, weil sie ihre Aktien ja nicht verkaufen wollen. Alle anderen interessieren sich f&uuml;r die relative Dividendenrendite. Die wiederum h&auml;ngt davon ab, zu welchem Kurs man die Aktie gekauft hat. Jeder andere Kurs ist daher nur eine Hilfsgr&ouml;&szlig;e. Wegen der im Allgemeinen stark schwankenden Aktienkurse ist Kontinuit&auml;t daher ein Kriterium, das eine Konnotation hat, die es nicht verdient. Der normale Aktion&auml;r wird nicht als kontinuierlich erleben, was kontinuierlich daher kommt. </p>
<p>&Uuml;ber der Tabelle steht: &bdquo;Nicht allein die H&ouml;he z&auml;hlt, sondern auch die Best&auml;ndigkeit.&ldquo; F&uuml;r Nicht-Gro&szlig;aktion&auml;re ist das irref&uuml;hrend. Mir w&auml;re lieber, es st&uuml;nde dar&uuml;ber: &bdquo;Wir wissen auch nicht, wie morgen die Kurse sind. Seien Sie vorsichtig.&ldquo;</p>
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		<title>Man kann keinen Fisch in ein iPad wickeln</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/papier</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 11:24:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Auflösung]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum wir nicht nur freitags Papier brauchen und Papier noch eine lange Zukunft hat, auch wenn wir keine Fische darin einwickeln. Ein digitales Plädoyer für analoge Medien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>iPhone, iPod und iPad finde ich klasse. Dass deswegen das Ende des Papiers eingel&auml;utet ist, wie man in der Zeit behauptet*, und als erstes die Printmedien untergehen, halte ich jedoch f&uuml;r Unsinn. Ein digitales Pl&auml;doyer f&uuml;r analoge Medien.</strong></p>
<p>Letztes Wochenende bei Tante Lisbeth: An der Wand hingen zwei Bilderrah&shy;men voller Fotos aus Ostpreu&szlig;en. Wer damals eine Kamera hatte, konnte damit umgehen. Die Komposition der meisten Fotos war berauschend. Tante Lisbeth holte die Rahmen von der Wand, staubte sie ab und wir studierten die Fotos. Ihre Mutter hatte sie bei der Flucht &uuml;bers Haff in ihrer Handtasche mitgetragen. Papier ist zart und d&uuml;nn. Aber es &uuml;berlebt Weltkriege. Dateien &uuml;berleben manchmal nicht einmal das n&auml;chste Softwareupdate. Dass sich meine Enkel in 70 Jahren &uuml;ber meine Sammlung digitaler Fotos beugen, halte ich jedenfalls f&uuml;r unwahrscheinlich. <strong>Papier wird mit uns alt und sogar &auml;lter.</strong></p>
<p class="gray"><img src="/images/Traffic-News-to-go.jpg" alt="Traffic News to go, Ausgabe 04, März/April 2010." /><br />Wir gratulieren der <a href="http://www.trafficnewstogo.de/" target="_blank">Traffic&#160;&#8211; News to go</a>: In einer Zeit, in der andere einpacken, werden manche als &#8222;Newcomer des Jahres&#8220; bei den Lead Awards ausgezeichnet. Wir haben gleich mal f&uuml;r ein halbes Jahr die R&uuml;ckseite gebucht.</p>
<p>Ich reise weder ohne Laptop noch ohne Zeitung. Gut so. Beim letzten Anflug auf N&uuml;rnberg war ich mir sicher, mein letztes St&uuml;ndlein hat geschlagen. Alles Elektronische war bereits verboten. Also packte ich die Zeitung noch mal fester, las unbeirrt weiter und landete dann doch &uuml;berraschend sanft. Meine Lekt&uuml;re bekam neuen Sinn, rettete mich &uuml;ber die dr&ouml;ge Warterei, bis der Bus kommt, und &uuml;ber die Busfahrt selbst. Eine Zeitung st&uuml;rzt nie ab, hilft aber dann, wenn man selbst meint abzust&uuml;rzen. Und ist auch beim Start unbedenklich. <strong>Papier gibt Halt, immer, sofort und &uuml;berall.</strong></p>
<p>Ich wei&szlig; nicht mehr, was uns darauf brachte, aber mein Vater bemerkte un&shy;l&auml;ngst, dass er nur in einer Zeitung Artikel zu Themen liest, auf die er selbst nie gekommen w&auml;re. Warum? Weil sie neben den Artikeln stehen, wegen denen er diese oder jene Seite urspr&uuml;nglich aufgeschlagen hatte. Googelnder Weise w&auml;re ihm das noch nie so ergangen. Eine gute Zeitung ist so bunt wie unsere Welt. Und auf demselben Raum viel bunter als das Internet. <strong>Papier inspiriert.</strong></p>
<p>Meine letzte Digitalkamera hielt vier Wochen. Versuche, mich an ein balzen&shy;des M&ouml;wenpaar heranzurobben, haben damit etwas zu tun. Jedenfalls knirscht seitdem die Objektivmechanik. Die Kamera landete unrepariert in einer Schub&shy;lade. Das Display war mir schon lang ein Dorn im Auge. In der Sonne war es kaum zu benutzen. Also dann, wenn viele Motive besonders sch&ouml;n sind. Wie ist das mit dem Display des iPad? Meine Sonntagszeitung macht mir auch am Sandstrand Spa&szlig;, sogar leichtem Nieselregen h&auml;lt sie stand. Und sie ist sonnenbrillenkompatibel. <strong>Papier ist immer ablesbar.</strong></p>
<p>In einer Museumsbuchhandlung stie&szlig; ich auf eine besondere Ausgabe von Kafkas Hungerk&uuml;nstler. Der Grafiker J&uuml;rgen Schlotter hat sie gestaltet und bekam mehrere Preise daf&uuml;r. Das Schriftbild interpretiert den in sich zerrissen&shy;en Protagonisten der Erz&auml;hlung. Daf&uuml;r schnitzte Schlotter die Buchstaben des Alphabets rau und kantig in Linol, machte daraus eine Schriftart und setzte den Text damit. Das Layout des Buches, seine Typographie, der Einband, all das schafft bibliophilen Genuss, der nicht digitalisierbar ist. Mir f&auml;llt mein viel zu fr&uuml;h verstorbener Deutschlehrer Kling ein: &bdquo;Inhalt und Form ergeben den Gehalt.&ldquo; Ein Buch ist mehr als sein Inhalt. Bekomme ich nur seinen Inhalt, fehlt mir etwas. Darum wurde auch aus <a href="http://www.bella-beraet.de/">Bellas Blog</a> ein <a href="http://www.bella-buch.de/">Buch</a> und nicht umge&shy;kehrt. Die damit verbundene M&uuml;he bewies: Wer sein Metier nur elektronisch beherrscht, beherrscht es nicht zur G&auml;nze. <strong>Papier kann man anfassen.</strong></p>
<p>Der Finanzvorstand einer Schweizer Traditionsbank bekommt von seinem Controlling jeden Morgen einen kompakten Bericht im Format DIN A3. Den heftet er hinter seinem Schreibtisch an die Wand. Der Bericht ist eng bedruckt mit allen relevanten, aktualisierten Zahlen. Auf dem Monitor auf seinem Schreib&shy;tisch f&auml;nden all die Zahlen nur hintereinander Platz. So gro&szlig; ist der Aufl&ouml;sungsunterschied zwischen Monitoren und Papier. <strong>Papier hat Platz. F&uuml;r Zahlen, Daten, Ideen.</strong></p>
<p>Meines Wissens hat die Welt als erste deutsche Tageszeitung am 16. M&auml;rz 2010 einen ersten Versuch mit Sparklines bewerkstelligt. Sie h&auml;lt sich dabei nicht an alle Tugenden von <a href="http://www.bella-beraet.de/sparkline-duden">Bellas Sparkline-Duden</a>. Aber der Versuch beweist: So sch&ouml;n werden Sparklines an Bildschirmen vielleicht niemals werden. Wiederum ist es der Aufl&ouml;sungsunterschied, an dem das h&auml;ngt. Wenn die Printmedien hier ihre Vorteile erkennen, haben sie eine lange, lange Zukunft vor sich. <strong>Papier jedenfalls hat Zukunft.</strong></p>
<p>Daher wird Papier noch eine Weile bleiben, was es schon lange ist: der Benchmark f&uuml;r alles, was wir auf Monitoren tun.</p>
<p class="gray" style="margin-top: 24px;">* Die Zeit, Nr.&#160;6, 04.02.2010, Seite 21.</p>
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		<title>Neusehland II</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/haresnape-house</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 17:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA["Radikal" ist ein Wort mit einer vielfältigen, nicht immer leichtfüßigen Konnotation. Wir brauchen es jetzt wieder. Für die notwendige Weiterentwicklung in der Managementinformation. Was radikal bedeutet, kann man in einem alten Haus lernen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Radikal&#8220; ist ein Wort mit einer vielf&auml;ltigen, nicht immer leichtf&uuml;&szlig;igen Konnotation. Wir brauchen es jetzt wieder. F&uuml;r die notwendige Weiterentwicklung in der Managementinformation. Was radikal bedeutet, kann man in einem alten Haus lernen.</strong></p>
<p>In Titirangi, einem Vorort von Auckland, in dem sich viele K&uuml;nstler und Schriftsteller niedergelassen haben, war ich auf der Suche nach einem Bed &amp; Breakfast. Ich klapperte die wenigen M&ouml;glichkeiten, die es dort gibt, nacheinander ab. Das sind genau drei. Zwei waren ausgebucht. Die dritte war verschlossen &ndash; aber so attraktiv, dass ich alles daran setzte, die Eigent&uuml;mer ausfindig zu machen, &uuml;ber Nachbarn, das Internet, die Telefonauskunft und ein Restaurant in der N&auml;he. Das dauerte, aber es gl&uuml;ckte schlie&szlig;lich. Das Haus &uuml;bte nicht nur auf mich eine magische Anziehungskraft aus, wie uns die reizenden <a href="http://www.fringeofheaven.com/">Gastgeber</a> Bev und Julian bald aufkl&auml;rten. Erst vor kurzem gewann es einen Preis f&uuml;r dauerhafte Architektur, den Enduring Architecture Award. </p>
<p class="gray"><img src ="/images/Haresnape-House.jpg" alt="Das Haresnape House in Titirangi bei Auckland, Neuseeland. - Bild: Julia Gatley, Long Live the Modern: New Zealand's New Architecture, S. 83." title="" /><br />Das Haresnape House in Titirangi bei Auckland, Neuseeland.&#160;&#8211; Bild: Julia Gatley, Long Live the Modern: New Zealand&#8217;s New Architecture, S.&#160;83.</p>
<p>Der Stil des Hauses entspricht dem der Klassischen Moderne. Sein Erbauer Bill Haresnape hatte sich 1958 von ber&uuml;hmten Vorbildern wie Ray und Charles Eames, Richard Neutra, Frank Lloyd Wright oder Mies van der Rohe inspirieren lassen. Ich hatte anderthalb Tage Zeit, die Details des Hauses zu erleben und zu studieren. Nie zuvor war ich Nutznie&szlig;er einer derart kompromisslosen Liebe zum Detail, der offensichtlich kein Aufwand zu gro&szlig; war, den gew&uuml;nschten Effekt zu erzielen. Wie bei den ber&uuml;hmten Vorbildern gehen auch hier Innen&#8209; und Au&szlig;enr&auml;ume ineinander &uuml;ber. Das Haus und seine h&uuml;gelige Regenwaldumgebung sind organisch miteinander verbunden. Eine leichte Rahmenkonstruktion, auskragende Ebenen und gro&szlig;e Fensterfl&auml;chen lassen das Haus auf halber H&ouml;he des Waldes schweben. Sein Architekt hat es mit eigenen H&auml;nden errichtet. Treppen und andere Details wurden aus dem Holz der f&uuml;r das Haus gef&auml;llten B&auml;ume gefertigt. Haresnape brachte die St&auml;mme auf dem Dach eines alten Autos an die jeweils richtige Stelle. Seine Frau fuhr, er ging hinter dem Wagen her und sorgte daf&uuml;r, dass die ganze Fuhre nicht in den Kurven der engen Zufahrten h&auml;ngen blieb. </p>
<p>Auckland hat Meerklima. Sonne und Wolken, trockene Abschnitte und Regenschauer wechseln am selben Tag mehrfach miteinander ab. Der umgebende Regenwald, der Himmel, das Farbenspiel des Meeres, das Ger&auml;usch des Regens im Wald und auf den D&auml;chern und Oberlichtern des Hauses und den Terrassen sorgen f&uuml;r ein st&auml;ndiges, lebendiges Naturschauspiel, in das man im Haus beinahe nahtlos eingebunden ist.</p>
<p><a onclick="return openPopup('/images/Haresnape-1.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Haresnape-1.jpg"><img src="/images/Haresnape-1-thumb.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px; margin-right: 4px;" /></a><a onclick="return openPopup('/images/Haresnape-2.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Haresnape-2.jpg"><img src="/images/Haresnape-2-thumb.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px; margin-right: 4px;" /></a><a onclick="return openPopup('/images/Haresnape-3.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Haresnape-3.jpg"><img src="/images/Haresnape-3-thumb.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px; margin-right: 4px;" /></a></p>
<p>Alle Fenster und Glasausschnitte folgen der Idee, Bilder der Umgebung zu sein. Haus und W&auml;nde bilden den Rahmen dieser Bilder. Die Wirkung ist atemberaubend. Das Haus bietet willkommenen Schutz vor der unmittelbaren Wirkung von Regen und Sonne und l&auml;sst einen im Haus dennoch in derselben Weise drau&szlig;en leben, wie es sonst nur zum Beispiel im Sommer am Mittelmeer zu erleben ist.</p>
<p>Erreicht wird diese Wirkung durch eine radikale Architektur, die mit allem bricht, was billig herzustellen oder einfach zu pflegen w&auml;re. F&uuml;r Hausfrauen ein Albtraum, ist das Haresnape House ein Augenschmaus, wohin man blickt. Die Verbindung von innen und au&szlig;en ist vielen kleinen Details geschuldet. Der Rahmen der deckenhohen und wandbreiten Schiebefenster schlie&szlig;t b&uuml;ndig mit dem Boden ab. Die Holzdecken aus heimischen Buchenh&ouml;lzern erstrecken sich teilweise bis unter die anschlie&szlig;enden au&szlig;en liegenden &Uuml;berdachungen. Mit Naturstein belegte Betonw&auml;nde ziehen sich von innen nach au&szlig;en. B&uuml;ndig ansto&szlig;ende Glasfl&auml;chen lassen Innen und Au&szlig;en wie gespiegelte Ansichten wirken. Viele schmale, senkrechte Oberlichter erlauben Durchblicke in das Dach des Regenwaldes und erschlie&szlig;en die Umgebung auch in der senkrechten Blickachse. Die Hauptebene ist erh&ouml;ht, ringsherum wurde der Baumbestand erhalten. Das erweckt den Eindruck, man lebe in den B&auml;umen. Der m&auml;chtige, beidseitig offene Kamin des Hauses steht gr&ouml;&szlig;tenteils frei im Raum und ist im Haus und &uuml;ber dem Dach mit denselben Natursteinen verkleidet. Wegen der Oberlichter ist das im Wohnraum wahrnehmbar. Auch das verst&auml;rkt den Eindruck, sich im Wohnzimmer eher an einer m&auml;chtigen archaischen Feuerstelle als an einem Hauskamin wiederzufinden. K&uuml;che, Ess&#8209; und Wohnbereich sind miteinander offen verbunden, eine in den 50-er Jahren v&ouml;llig neue Idee.</p>
<p><a onclick="return openPopup('/images/Haresnape-4.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Haresnape-4.jpg"><img src="/images/Haresnape-4-thumb.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px; margin-right: 4px;" /></a><a onclick="return openPopup('/images/Haresnape-5.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Haresnape-5.jpg"><img src="/images/Haresnape-5-thumb.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px; margin-right: 4px;" /></a><a onclick="return openPopup('/images/Haresnape-6.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Haresnape-6.jpg"><img src="/images/Haresnape-6-thumb.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px; margin-right: 4px;" /></a></p>
<p>Das Design des Hauses &#8222;funktioniert&#8220; 50 Jahre sp&auml;ter vielleicht noch mehr als damals, da unsere modernen Lebensbedingungen die Sehnsucht nach Naturn&auml;he vergr&ouml;&szlig;ert haben. Was aber sagt uns das Design des Haresnape House f&uuml;r die Neukonzeption einer softwaregest&uuml;tzten Unternehmensf&uuml;hrung? </p>
<p>Das Haresnape House ist radikal in dem Sinne, dass kein Aufwand gescheut wird, etwas Dauerhaftes zu schaffen. Die Dauerhaftigkeit wiederum ist begr&uuml;ndet durch die kompromisslose Ausrichtung auf den Zweck, eine archaische Wohnstatt zu schaffen. Ausgestattet mit allen Annehmlichkeiten, vermittelt es alle Behaglichkeit und allen Komfort des Drinnen und wegen der permanenten Sicht&#8209; und Wahrnehmbarkeit des Drau&szlig;en das Spektakel der Natur.</p>
<p>Warum ich das hier erz&auml;hle? Was auch immer wir Dauerhaftes schaffen wollen: Wir m&uuml;ssen den urspr&uuml;nglichen Zweck wiederfinden und seiner Erf&uuml;llung alles unterordnen, auch den Aufwand daf&uuml;r. Da nicht Berichte lesen der Zweck des Managements ist, sondern Unternehmen zu steuern, m&uuml;ssen wir sehr viel konsequenter und neu an diesem Zweck ansetzen. Mich hat die Radikalit&auml;t des Haresnape House jedenfalls sehr inspiriert. Wie weit und wozu: irgendwann hier.</p>
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		<title>Von Pixelland nach Panoramaland</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/panoramaland</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 16:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Bella-Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Monitor]]></category>
		<category><![CDATA[Panoramaland]]></category>
		<category><![CDATA[Pixelland]]></category>

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		<description><![CDATA[Monitore sind nicht aus Papier gemacht. Und Papier ist weitaus weniger geduldig, als man meint. Denn Echtzeit und Interaktivität gibt es nur digital. Trotzdem wünschen wir uns die Stärken beider Medien vereint.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Monitore sind nicht aus Papier gemacht. Und Papier ist weitaus weniger geduldig, als man meint. Denn Echtzeit und Interaktivit&auml;t gibt es nur digital. Trotzdem w&uuml;nschen wir uns die St&auml;rken beider Medien vereint.</strong></p>
<p>Fans unseres B&uuml;rohundes wissen es bereits: Bella hat aus <a href="http://www.bella-beraet.de/" target="_blank">ihrem Blog</a> ein Buch gemacht. Es hei&szlig;t &quot;<a href="http://www.bella-buch.de/">Bella ber&auml;t&#160;&#8211; 75 Regeln f&uuml;r bessere Visualisierung</a>&quot;. Die ersten druckfrischen Exemplare werden uns n&auml;chsten Mittwoch auf drei Paletten ins Haus geliefert.</p>
<p class="gray"><img src="/images/2010-03-02_Andruck_Bella-Buch_007_450px.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Gerald Butterwegge, Simone Appoldt, Nicolas Bissantz und Bella begutachten den Andruck. Bilder unten: Carlos Da-Aira beim Erkl&auml;ren der Farbsteuerung, Helmut Hofmann mit Bella.</p>
<p>Das Buch basiert auf einem Blog und entstand daher zun&auml;chst im Internet. Also in einem Medium mit sehr begrenzter Aufl&ouml;sung. Alle Amateurbilder und Scans, alle Zeichnungen, alle Screenshots &ndash; alles eigene und zitierte Material hat im Internet funktioniert. In den ersten Versuchen, das Blog in Buchform zu bringen, erlebten wir den bef&uuml;rchteten Schock: Auf Papier wirkte vieles auf einmal stumpf, grob, linkisch. F&uuml;r uns bedeutete das zun&auml;chst viel Flei&szlig;arbeit. Scans mussten neu gemacht, Originalquellen gesucht, Fotos nachbearbeitet und alle erweiterten Druckfeatures unserer eigenen Software genutzt werden, um im Buch die gew&uuml;nschte Wirkung herzustellen. Schmerzhaft erlebten wir, wie tief die Kluft zwischen Druck&#8209; und Digitalwelt immer noch ist. Die Erkl&auml;rung daf&uuml;r ist einfach: Monitore sind Pixelland, mit vielleicht 1024 x 768 Pixeln. Papier ist Panoramaland, schon handels&uuml;blich benutzbar mit 1200 unterscheidbaren Bildpunkten pro Zoll. Auf der UV-Maschine unseres <a href="http://www.farbendruck.com/" target="_blank">Druckers Hofmann</a> in Langenzenn waren es dann sogar 2540 dpi.</p>
<p>Dieses Panoramaland fasziniert: Mit viel Kreativit&auml;t, Handwerk und K&ouml;nnen bei Layout, Litho und Druck entsteht dort immense Aufl&ouml;sung in beeindruckender Qualit&auml;t. Schmerzlich vermisst haben wir dort Echtzeit und Interaktivit&auml;t, die in Pixelland selbstverst&auml;ndlich sind. Die Farbtr&ouml;pfchen in Panoramaland stehen mikrometergenau an ihrer Stelle. Wehe aber, sie sollen woanders hin. F&uuml;r die Zukunft w&uuml;nschen wir uns beides. Ein interaktives Panoramaland also.</p>
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