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	<title>»Me, myself und BI«</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>Neutral? Egal!</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 15:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Farben]]></category>
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Financial Times Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

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		<description><![CDATA[Farben sollen das Lesen und Verstehen von Berichten einfacher machen. Wir haben nachgedacht, wie das am besten geht. Und festgestellt: einfacher mit Farben ist schwierig. Damit es Ihnen nicht zu bunt wird, hier einige Gedanken zu Rot, Blau und Grau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Farben sollen das Lesen und Verstehen von Berichten einfacher machen. Wir haben nachgedacht, wie das am besten geht. Und festgestellt: einfacher mit Farben ist schwierig. Damit es Ihnen nicht zu bunt wird, hier einige Gedanken zu Rot, Blau und Grau.</strong></p>
<p>Die Geschichte fing so an: Jemand sagte, manche Kennzahlen sind weder gut noch schlecht&#160;&#8211; erst wenn man einen Bewertungsma&szlig;stab hinzuf&uuml;gt, werden sie es. Den hat man nicht immer in petto. Also warum bis dahin die Kennzahl bzw. die grafischen Elemente daf&uuml;r nicht grau malen? Bis dato hatten wir alles entweder blau oder rot gemalt. (Oder gr&uuml;n statt blau &ndash; gewohnter, aber schlechter zu lesen.) Wir gr&uuml;belten eine Weile. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-05-11_Dax-Sparklines.png" alt="Normierte Aktienkurse" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Auf einen Stichtag <a href="http://blog.bissantz.de/normierung" target="_blank">normierte</a> Aktienkurse (ausnahmsweise ohne Werte): Wie sch&ouml;n, wenn das Auge so klare, einfache Signale bekommt. Je mehr Blau und oben, desto mehr wurde aus der Investition, je mehr Rot und unten, desto weniger. Quelle: DeltaMaster.</p>
<p>Der Idee, dass Grau f&uuml;r neutral stehen k&ouml;nnte, konnten wir etwas abgewinnen. Durchlaufzeiten in der Produktion k&ouml;nnen nicht beliebig kurz sein. Geb&auml;ude sind selten bis zum letzten Quadratmeter vermietet. Der beste Datenbank-Server ist nicht immer verf&uuml;gbar. Irgendein Wert gr&ouml;&szlig;er 0 oder kleiner 100 Prozent ist also normal. Man m&uuml;sste einen Sollwert haben und erst die Abweichungen davon w&auml;ren dann definiert: Mehr Vermietung ist gut und blau, weniger Vermietung rot und schlecht. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-05-11_Vermietungsstand_grau.png" alt="Grafische Tabelle: Vermietungsstand" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Ab welchem Wert ist ein Vermietungsstand &bdquo;gut&ldquo; oder &bdquo;schlecht&ldquo;? Malen wir ihn nicht besser grau an, solange wir das nicht wissen? Quelle: DeltaMaster.</p>
<p>Auch Bella hatte schon einmal darauf hingewiesen, dass Rohstoffpreise nicht ohne weiteres eine Richtung haben. &bdquo;<a href="http://www.bella-beraet.de/preise-malen" target="_blank">Des einen Gr&uuml;n ist des anderen Rot</a>&ldquo;, merkte sie dazu an und meinte mit den einen die Produzenten, mit den anderen die Konsumenten. Vermisst hatte sie mehr Grau im Wall Street Journal, das steigende Rohstoffpreise gr&uuml;n malt.</p>
<p>Je l&auml;nger wir dar&uuml;ber nachdachten, desto mehr Konstellationen fielen uns ein, die nach differenzierter F&auml;rbung verlangen. Was zum Beispiel machen wir mit Sollwerten, von denen Abweichungen in beiden Richtungen unerw&uuml;nscht sind? Am besten Rot in jede Richtung malen!</p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-05-11_Zeit_2011-04-08_S17_Privatinsolvenzen.jpg" alt="Junge stehen bei Telefonanbietern in der Kreide, Ältere bei Banken. Quelle: Die Zeit, 04.08.2011, S. 17." style="margin-bottom: 4px;" /><br />Wenn das nicht grauenhaft, pardon, ein Fall f&uuml;r Grau ist: Wof&uuml;r sich Junge und Alte verschuldet haben. Quelle: Die Zeit, 08.04.2011, S.&#160;17.</p>
<p>Derart motiviert dachten wir &uuml;ber Standards f&uuml;r Kennzahltypen, Datenkonstellationen und Einf&auml;rbungen nach. Einige neue Varianten f&uuml;r grafische Elemente entstanden auch dabei. Zum Beispiel k&ouml;nnte man Balken zweifarbig malen: Alles bis zum Durchschnitt oder Sollwert malen wir gut, alles dar&uuml;ber schlecht. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-05-11_Gutschriftenquote_zwei_Farben.png" alt="Grafische Tabelle, zweifarbig" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Wenn Werte erst ab einer Schwelle schlecht sind: Balken in zwei Farben malen? Quelle: DeltaMaster.</p>
<p>Im Detail zeigten sich erwartungsgem&auml;&szlig; einige T&uuml;cken. So fanden wir, dass unsere zweifarbigen Balken einen Separator brauchen. Der wiederum wirft Fragen der Differenzierung auf, denn der Separator verl&auml;ngert die Balken von Werten, die oberhalb des Durchschnitts liegen. Hinzuf&uuml;gen ver&auml;ndert.</p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-05-11_Gutschriftenquote_zwei_Farben_mit_Separator.png" alt="Grafische Tabelle, zweifarbig, mit Trennlinie" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Wenn Farben aufeinandertreffen, muss man f&uuml;r Separierung sorgen. Hier geht sie auf Kosten der wertm&auml;&szlig;igen Differenzierung. Quelle: DeltaMaster.</p>
<p>Wir bl&auml;tterten durch unseren Fundus an Beispielen von Informationsgrafikern. Der Fundus erwies sich einmal mehr als Schreckenskeller: Grafikprogramme arbeiten mit standardisierten Farbpaletten. Unkorrigiert entstehen daraus kuriose Signale. Die FAZ malt regelm&auml;&szlig;ig den ersten von zwei Werten blau, den zweiten rot. Die WELT <a href="http://blog.bissantz.de/ci-marketing-und-controlling" target="_blank">malt Aktienkurse rot</a>&#160;&#8211; ob sie steigen oder fallen. &Uuml;ber unser Blau statt Gr&uuml;n kann man streiten, aber die <a href="http://blog.bissantz.de/ci-marketing-und-controlling" target="_blank">Signalwirkung von Rot bei Wirtschaftszahlen</a>  halten wir f&uuml;r eine bew&auml;hrte Konvention. Wir sehen nicht ein, warum man sie ausgerechnet im Wirtschaftsteil einer Zeitung ignoriert. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-05-11_FAZ_2009-12-11_S21_Staatsverschuldung_Spanien.jpg" alt="Staatsverschuldung in Spanien von 2006 bis 2011 (2009 bis 2011: Schätzung). Quelle: FAZ, 11.12.2009, S. 21." style="margin-bottom: 4px;" /><br />Die FAZ malt den ersten von zwei Werten blau, den zweiten rot. Hier hei&szlig;t das: Prognostizierte Schulden schlimmer als echte. Kurios. Quelle: FAZ, 11.12.2009, S.&#160;21.</p>
<p>Die Financial Times druckt schwarz-wei&szlig;. Den meisten Grafiken darin schadet das nicht. Wenn man aber <em>drei</em> Zust&auml;nde zeichnen m&ouml;chte (gut, schlecht, neutral), entsteht das Problem, drei Graut&ouml;ne zuordnen zu m&uuml;ssen. Zwei Graut&ouml;ne hingegen sind schnell als Ersatz f&uuml;r Blau und Rot gelernt. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-05-11_Financial_Times_2010-08-23_S7_Exports.jpg" alt="Exporte von China und Japan. Quelle: Financial Times, 23.08.2010, S. 7." style="margin-bottom: 4px;" /><br />Zwei Zust&auml;nde in Grau versteht man gut, drei nicht mehr. Quelle: Financial Times, 23.08.2010, S.&#160;7.</p>
<p>Wir schoben diese Sorge zun&auml;chst beiseite und &uuml;berlegten weiter. Wie gehen wir mit den Abweichungen von Werten um, die wir als neutral definiert hatten? Mehr Vermietung als geplant ist gut, weniger Vermietung als geplant ist schlecht. Das k&ouml;nnte man ja wieder blau und rot malen. Dann st&uuml;nden graue, blaue und rote Werte nebeneinander. </p>
<p>Irgendwie seltsam, oder? Erst ist etwas neutral und dann doch wieder nicht. Und das macht man an einem Soll-Wert fest, der dann doch &uuml;ber&#8209; und unterschritten werden kann? Und wir k&ouml;nnen vorher schon sagen, ob uns die &Uuml;ber&#8209; oder Unterschreitung lieber ist? Nein. Vermietungsstand ist nicht neutral. Den k&ouml;nnen wir gleich blau malen. Und Verf&uuml;gbarkeit auch. Und Durchlaufzeit rot. Und Schuldner auch rot.</p>
<p>Was ist mit Bev&ouml;lkerungszahlen von St&auml;dten, in denen ich Filialen habe? Antwort: Wenn man dar&uuml;ber berichtet und die Unterschiede mit Balken grafisch herausarbeitet, dann mit Grund. Bella w&uuml;rde sagen: &#8222;<strong>Mal nicht egal.</strong>&#8220; Vielleicht vermuten wir mehr Kaufkraft, je gr&ouml;&szlig;er die Stadt? Gut f&uuml;r unsere Filialen. </p>
<p>Je mehr Beispiele wir uns vornahmen, desto entschiedener wurden wir. Sobald wir berichten, wird Grau selten wie alle Theorie. Warum sollen wir etwas z&auml;hlen, berichten, visualisieren, wenn uns alle Wertunterschiede kalt lassen sollen? Daher: Rot oder Blau. Alles andere ist flau.</p>
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		<title>Kurzum: Punctum!</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/controlling-und-fotografie</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 17:36:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor manchen Controllingberichten steht man wie vor Fotografien und Gemälden, in denen das Hauptmotiv fehlt: Im „all over“ sind alle Bildelemente gleichwertig. Wo also ist die Botschaft? Über das Punctum und wie man es herstellt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor manchen Controllingberichten steht man wie vor Fotografien und Gem&auml;lden, in denen das Hauptmotiv fehlt: Im &bdquo;all over&ldquo; sind alle Bildelemente gleichwertig. Wo also ist die Botschaft? &Uuml;ber das Punctum und wie man es herstellt.</strong></p>
<p>Zum Geburtstag bekam ich ein Buch &uuml;ber den Fotografen Andreas Gursky: &bdquo;Die Konstitution der Dinge&ldquo; von Eva Witzel. Ich bl&auml;tterte es durch. Kein einziges Bild! Etwas verhalten fing ich zu lesen an. Von Gurskys erh&ouml;htem <em>Betrachterstandpunkt</em> war in klugen S&auml;tzen die Rede, von horizontaler Ordnung und vertikalen Akzenten. Das klang dissertationsreif. Ergebnis jahrelanger Arbeit am eingegrenzten Gegenstand. In der Tat, Witzels Buch ist ihre Dissertationsschrift. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-04-13_480_Monsieur_450px.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />In diesem Bericht ist das Punctum glasklar: &#8364; 4,80 s&rsquo;il vous pla&icirc;t, Monsieur.</p>
<p>Ich bl&auml;tterte weiter. An anderer Stelle ein Zitat von Bertolt Brecht von 1931: &bdquo;Die Lage wird dadurch so kompliziert, dass weniger denn je eine einfache &sbquo;<em>Wiedergabe der Realit&auml;t</em>&rsquo; etwas &uuml;ber die Realit&auml;t aussagt.&ldquo; (Seite 166). Wieder an anderer Stelle ging es um das <em>punctum</em>. Bilder, deren Elemente allesamt gleichwertig sind, lassen nicht mehr erkennen, warum die gezeigte Situation abbildungswert ist. Das Bild wirkt leer. Es schickt den Betrachter auf die Suche. Mit etwas Gl&uuml;ck taucht dann im neutralen <em>studium</em> das <em>punctum</em> unerwartet auf. Emotional, irritierend, animierend &ndash; zur Analyse &uuml;ber das Gesehene hinaus.</p>
<p>Wenn das keine Controllingthemen waren! Den geeigneten <em>Betrachterstand&shy;punkt</em> haben wir schon als eine <a href="http://blog.bissantz.de/wie-gut-sieht-man-von-oben" title="Wie gut sieht man von oben?">wesentliche Frage  des Berichtens und Steu&shy;erns</a> vereinnahmt. Die <em>Wiedergabe der Realit&auml;t</em> so, dass sie etwas aussagt, ist eine Kurzbeschreibung f&uuml;r die bisweilen undankbare Aufgabe des Controllings insgesamt. Und das Punctum suchen wir in der Analyse und zeigen es im Bericht. Bechtle-Aufsichtsrat  Uli Drautz  beschrieb  das Punctum auf unserem <a href="http://blog.bissantz.de/executive-forum-2011">Executive-Forum in Berlin</a> so: &bdquo;Aha. Punkt. Habe verstanden. Handle!&ldquo; Sein Satz selbst das Punctum seines Vortrags.</p>
<p class="gray"><object width="450" height="335"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/VOv-fVGpffU?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;showinfo=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/VOv-fVGpffU?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;showinfo=0" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="335" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />K&uuml;rzer bringt man das Punctum nicht auf den Punkt: Aufsichtsrat Uli Drautz &uuml;ber handlungsorientiertes Berichten.</p>
<p><strong>Action Title </strong><br />Strategieberatungen warten nicht auf das Punctum. Sie stellen es ihren Berichten voran. Ein &bdquo;Action Title&ldquo; betitelt, wie die Daten zu interpretieren sind, und nach M&ouml;glichkeit, was zu tun ist. Ein Controlling so selbstbewusst wie die Charts von McKinsey und Roland Berger, das w&auml;r doch was. Wer es kann, der macht es so.</p>
<p>Die Abweichler der amerikanischen Untersuchungskommission zur Finanzkrise &ndash; die Herren Thomas, Hennessey und Holtz-Eakin &ndash; machten es. Ihre Grafik haben wir <a href="http://blog.bissantz.de/symptogramme-2">schon einmal  zitiert</a>. Sie illustrierte diese Feststellung:</p>
<blockquote><p>The existence of housing bubbles in a number of large countries, each with vastly different systems of housing finance, severely undercuts the thesis that the housing bubble was a phenomenon driven solely by the U.S. government.</p></blockquote>
<p class="gray"><img src="/images/2011-02-11_FCIC_S415_House_Price_Appreciation.png" alt="The United States was one of many countries to experience rapid house price growth: House Price Appreciation in Selected Countries. - Quelle: Dissenting Statement of Commissioner Keith Hennessey, Commissioner Douglas Holtz-Eakin, and Vice Chairman Bill Thomas. In: The Financial Crisis Inquiry Commission (Hrsg.), The Financial Crisis Inquiry Report - Final Report of the National Commission on the Causes of the Financial and Economic Crisis in the United States, Januar 2011, Seite 411-440, hier Seite 415." title="" style="" /><br />Wer es sich zutraut, tut es: (unter)titeln, wie etwas zu verstehen ist.</p>
<p><strong>Grafische Normierung</strong><br />Noch eindr&uuml;cklicher ist es, wenn Grafik ohne Text zum Punctum wird. Das gelingt mit grafischer Normierung. Wenn sie Ist&#8209; und Normwert gleichzeitig abbildet, erkl&auml;rt sich eine Grafik selbst. Um Vergleichs&#8209; und Normwerte muss man nicht verlegen sein. Als Norm k&ouml;nnen Durchschnitt, Vergangenheit, Plan, Soll, statistische Erwartung, vergleichbare Organisationseinheiten, Produkte, Wettbewerber dienen. Die Grafik der Abweichler haben wir mit dem Durchschnitt normiert. Wir finden, sie wird damit noch besser.</p>
<p class="gray" style="width: 512px;"><img src="/images/2012-04-13_House_Price_Appreciation_DeltaMaster03.png" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px;" width="512" /><br />Grafische Normierung f&uuml;r analytisches Punctum: je n&auml;her, desto gleich!</p>
<p>In der t&auml;glichen Controllerarbeit ist das Abweichungsdiagramm das g&auml;ngige Punctum. Die vertikale Linie symbolisiert die gew&auml;hlte Norm von Plan&#8209; oder Vorjahreswert. Ist der Plan die Norm, dann w&uuml;nschen wir uns wenig horizontale Unordnung und vor allem vertikale Akzente &ndash; um es mit Witzel zu sagen.</p>
<p class="gray" style="width: 699px;"><img src="/images/2012-04-13_Small_Multiple_DeltaMaster_03.png" width="699" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Grafische Normierung f&uuml;r agitierendes Punctum: je roter, desto handle! </p>
<p>F&uuml;r mein Geburtstagsgeschenk habe ich mich artig bedankt und es seitdem &ouml;fter in die Hand genommen. Passend zur jeweiligen Buchpassage habe ich Gurskys Bilder im Internet gesucht. Bei dieser Gelegenheit stie&szlig; ich auf dieses Zitat von ihm: &#8222;Meine Bilder sind immer von zwei Seiten komponiert. Sie sind aus extremer Nahsicht bis ins kleinste Detail lesbar. Aus der Distanz werden sie zu Megazeichen.&#8220; Im Controlling kommen wir ohne &#8222;mega&#8220; aus. Punctum aus der Distanz, urs&auml;chliches Detail aus der Nahsicht. Ein sch&ouml;nes Vorbild. Gutes Controlling ist eben doch eine Kunst. Punctum.</p>
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		<title>The Wall (Teil III)</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/waende-aus-monitoren</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 13:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir müssen die Datenbanken nach außen stülpen. Solange Informa&#173;tion nur gespeichert, aber nicht genutzt wird, ist der Aufwand für Produktion und Lagerung umsonst. Weitere Erkenntnisse aus unse&#173;ren Großmonitor-Projekten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir m&uuml;ssen die Datenbanken nach au&szlig;en st&uuml;lpen. Solange Informa&shy;tion nur gespeichert, aber nicht genutzt wird, ist der Aufwand f&uuml;r Produktion und Lagerung umsonst. Weitere Erkenntnisse aus unse&shy;ren Gro&szlig;monitor-Projekten.</strong></p>
<p>Das Auge-Hirn-System ist ein bild&#8209; und datenhungriges Monster, das m&uuml;helos und gierig gro&szlig;e Mengen von Information verschlingt. Das ideale B&uuml;ro stelle ich mir deswegen so vor: Die W&auml;nde bestehen aus Monitoren. Schaut man auf eine Wand oder l&auml;uft &uuml;ber die Flure, nimmt man Neues auf. Sind die Gedan&shy;ken woanders, dann eben nicht. Ein B&uuml;ro w&auml;re wie ein Wald oder ein Park und wir darin die F&ouml;rster und G&auml;rtner. <strong>Gehen w&auml;re Sehen. Sehen w&auml;re Ver&shy;stehen.</strong> In der Produktion ist das schon immer so. Wenn der Produktions&shy;leiter durch die Fertigungshallen eilt, verr&auml;t ihm der blo&szlig;e Blick mehr, als er jemals in Kennzahlen fassen k&ouml;nnte.  </p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-03-16_Mensamonitore_bei_Bissantz_2.jpg" alt="Mensamonitore bei Bissantz &amp; Company" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Unser &bdquo;Mensagate&ldquo;. Hier zeigen wir leichte Kost passend zur Umgebung, z.&#160;B. Erfreuliches aus Entwicklung und Vertrieb.</p>
<p>Das wollen wir auch f&uuml;r uns erreichen und haben begonnen, unser B&uuml;ro mit Gro&szlig;bildschirmen auszustatten. Rechnerisch sind wir inzwischen bei einem Gro&szlig;bildschirm pro 80 qm B&uuml;rofl&auml;che. Mittelfristig stelle ich mir vor, die Best&uuml;ckung zu verdoppeln.</p>
<p>Abh&auml;ngig von Aufstellort und Nutzung haben wir unterschiedliche Formate installiert. Es gibt Einzelmonitore und Monitorgruppen mit 2, 4, 6 und 9 Bild&shy;schirmen. &Uuml;ber das &bdquo;<a href="http://blog.bissantz.de/deltamaster-gate">Gate</a>&ldquo; mit 9 Monitoren haben wir schon berichtet. Es wird nach Bedarf von Arbeitsgruppen &bdquo;bespielt&ldquo;. Auch von unserem &bdquo;<a href="http://blog.bissantz.de/control-center">Stabsgate</a>&ldquo; war schon die Rede. Wir betreiben unser Echtzeit-Controlling darauf.</p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-03-16_Kuechenmonitor_bei_Bissantz.jpg" alt="Küchenmonitor bei Bissantz &amp; Company" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Unser &bdquo;K&uuml;chenmonitor&ldquo;: 90 gut genutzte Sekunden. Bis der Kaffee fertig ist, wei&szlig; man mehr. Hier berichten die Abteilungen, was die anderen erfahren sollten.</p>
<p>Alle anderen Informationskioske pr&auml;sentieren eine Abfolge von Berichten, Bildern, Webseiten, Textbeitr&auml;gen, Folien etc. oder sind als <a href="http://blog.bissantz.de/raumfahrer">Ticker</a> gestaltet. Die Ticker lesen Zahlen zu Aktivit&auml;ten und News aus, die sich kurz und pr&auml;gnant formulieren lassen. Die Kioske bedienen sich automatisiert aus einem thematisch gegliederten Fundus, den unsere Abteilungen autonom speisen. Zudem produziert unser Controllingsystem Berichte, die st&uuml;ndlich oder t&auml;glich aktualisiert werden und ebenfalls auf den Kioskbildschirmen erscheinen. Eine Sonderform stellen unsere <em>Elektronischen Fenster</em> dar. Sie verbinden unsere Standorte, wie das echte Fenster tun w&uuml;rden. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-03-16_Tickerportal_bis_Bissantz_1.jpg" alt="Tickerportal bei Bissantz &amp; Company" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Unser &bdquo;Tickerportal&ldquo;: Hier geht es ums Gesch&auml;ft. Datenstrom in Echtzeit aus CRM und Support.</p>
<p>Die Akzeptanz im Unternehmen ist inzwischen gro&szlig;. Unser Informationsbe&shy;d&uuml;rfnis ist hoch. Wir wollen auch &uuml;ber Vorg&auml;nge informiert sein, die &uuml;ber den eigenen Verantwortungsbereich hinausgehen. Das schafft &Uuml;berblick, Durch&shy;blick, Verst&auml;ndnis, Vertrauen. Die &uuml;blichen Informationskan&auml;le sind bereits hoffnungslos &uuml;berlastet. Wir m&uuml;ssen neue Kapazit&auml;t finden.  Das ist einfacher als gedacht. Wir verbringen viel Zeit an Orten, wo wir Zeit f&uuml;r Information h&auml;tten, aber keine angeboten wird. Vieles kann blitzschnell aufgenommen werden, wenn es nur richtig pr&auml;sentiert wird. Sogar das Vorbei&shy;gehen, das kurze Verweilen und im Extremfall das Aufschauen stehen zur Verf&uuml;gung.</p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-03-16_Elektronisches_Fenster_bei_Bissantz.jpg" alt="Elektronisches Fenster bei Bissantz &#038; Company" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Unser &bdquo;Elektronisches Fenster&ldquo;: Verbindung zu den Kollegen an anderen Standorten.</p>
<p>Den bei uns vielleicht gr&ouml;&szlig;ten Informationshebel haben wir in den Kaffee&shy;k&uuml;chen gefunden. Dem Mahlvorgang zu lauschen kann sehr langweilig sein. Und in den 90 Sekunden, die das Kaffeeholen dauert, kann man drei bis f&uuml;nf Neuigkeiten leicht aufnehmen.</p>
<p>Besuchen Sie uns doch mal und schauen Sie sich an, wie B&uuml;ros zu Parks werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>The Wall (Teil II)</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/control-center</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 19:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim letzten Mal hatten wir das Geheimnis um unsere Monitorwand gelüftet. Heute gehen wir einen Raum weiter und zeigen, was man noch mit wandfüllenden Bildschirmgrößen anstellen kann. Außer den PowerPoint-Jungs die Schau zu stehlen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim letzten Mal hatten wir das Geheimnis um unsere Monitorwand gel&uuml;ftet. Heute gehen wir einen Raum weiter und zeigen, was man noch mit wandf&uuml;llenden Bildschirmgr&ouml;&szlig;en anstellen kann. Au&szlig;er den PowerPoint-Jungs die Schau zu stehlen.</strong></p>
<p>In den meisten Unternehmen hat man sich an die Grenzen des Computerbild&shy;schirms gew&ouml;hnt. Was nicht darauf passt, wird nicht nebeneinander gestellt. Selbstredend k&ouml;nnte man das mit Papier bewerkstelligen. Die Aufl&ouml;sung von Papier ist viel h&ouml;her als die eines Bildschirms. Der dazu n&ouml;tige Aufwand ist aber hoch: Wir m&uuml;ssen mit dem Bildschirm eine Druckseite erstellen, die nicht auf den Bildschirm passt. Wir m&uuml;ssen verkleinern, vergr&ouml;&szlig;ern, schieben und bl&auml;ttern. Sehr m&uuml;hsam.</p>
<p class="gray"><object width="450" height="305"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DGIMX_mgw7E?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;showinfo=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/DGIMX_mgw7E?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;showinfo=0" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="305" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />Der weltweit aggressivste Autohersteller investiert massiv in mehr Aufl&ouml;sung &ndash; im Marketing <em>und</em> in der Unternehmenssteuerung.</p>
<p>Diese missliche Situation hat sich ver&auml;ndert. Gro&szlig;e Bildschirme sind flacher und billiger geworden. F&uuml;r dasselbe Geld bringen wir mehr Bildschirmfl&auml;che auf Schreibtische und B&uuml;row&auml;nde. Das ist eine gute Nachricht f&uuml;r unser Auge-Hirn-System, das m&uuml;helos gro&szlig;e Pixelmengen &uuml;berblicken kann &ndash;  und f&uuml;r unsere Hardware-Budgets. Im M&auml;rz 2008 blickte ich noch neidisch <a href="http://blog.bissantz.de/raumfahrer">zu den Raumfahrern</a>. Bei kritischen technischen Missionen darf die gleichzeitig zu &uuml;berblickende Informationsmenge nicht der Engpass sein. Also statten Raum&shy;fahrtkontrollzentren ihre Kontrollr&auml;ume mit m&ouml;glichst vielen, m&ouml;glichst gro&szlig;en Monitoren aus. Elektrizit&auml;tswerke, Fernsehsender, Verkehrsleit&#8209; und Notruf&shy;zentralen tun das auch.</p>
<p>Nur zu gerne h&auml;tten wir damals so etwas f&uuml;r die Steuerung des eigenen Unternehmens gemacht. Allein: Die Ansteuerung von 6 oder 9 Monitoren durch einen PC war mangels Grafikhardware nicht m&ouml;glich. Der parallele Einsatz mehrerer PCs f&uuml;r eine Monitorwand wiederum w&auml;re kompliziert und teuer gewesen und h&auml;tte keinen Vorbildcharakter f&uuml;r unsere Klientel gehabt. Wir mussten die Sache nicht lange aufschieben: Die Entwicklung bei Grafik&shy;karten machte einen Sprung nach vorn. Pl&ouml;tzlich lie&szlig;en sich bis zu 16 Monitore von einem einzigen PC aus ansteuern, und das zu vern&uuml;nftigen Kosten. Wir machten uns ans Werk.</p>
<p>Besonderen Schwung hat uns ein Bericht &uuml;ber Hyundai gegeben, in der Fortune vom Januar 2010. Die Koreaner haben sich entschlossen, ihre Marktanteile aggressiv auszubauen, mithilfe einer massiven Qualit&auml;ts&shy;offensive. Sie unterst&uuml;tzen das mit einem &bdquo;Global Command and Control Center&ldquo;. Darin werden die weltweiten T&auml;tigkeiten des Konzerns &uuml;berwacht, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Dutzende von Computerbild&shy;schirmen zeigen Bilder, Videos und Daten. Teilesendungen werden vom Lieferanten bis zum Eintreffen in der Fertigungsanlage verfolgt, Kameras zeigen die Montagestra&szlig;en, &uuml;berwachen die Forschung und Entwicklung in Europa, Japan und Nordamerika und sogar die Testfahrten. Na also &ndash; wer am Markt etwas erreichen will, setzt auf Aufl&ouml;sung in seiner betriebswirtschaft&shy;lichen Steuerung.</p>
<p>Auch im Marketing kleckert Hyundai &uuml;brigens nicht mit der Aufl&ouml;sung: Am Frankfurter Flughafen plakatierten die Autobauer &uuml;ber mehrere Hundert Meter einen Bauzaun. Im Stop-and-go rollte ich mehrfach daran entlang. Die Wind&shy;schutzscheibe meines Wagens wurde zur Werbefilmleinwand. </p>
<p class="gray"><img src="/images/2012-02-17_BIS-Stabsgate.jpg" alt="DeltaMaster Gate bei Bissantz &amp; Company" style="margin-bottom: 4px;"/><br />Unser &bdquo;Control Center&ldquo;: Eine Bildschirmwand aus sechs Monitoren mit einem Datenstrom in Echtzeit aus CRM, Support und Entwicklung.</p>
<p>Im Fr&uuml;hjahr 2010 ging unser eigenes Echtzeit-Controlling in Betrieb. Alle Informationen &uuml;ber unsere t&auml;glichen Aktivit&auml;ten laufen auf sechs Monitoren zusammen. Die Daten aus CRM, Support und Entwicklung liefert unsere Software <a href="http://blog.bissantz.de/deltamaster-gate">DeltaMaster Gate</a>. Das System mischt textuelle und statistische Informationen. Pro Tag werden etwa 1.000 Ereignisse neu angezeigt. Die Gestaltung l&auml;sst es zu, dass ein fl&uuml;chtiger Blick und ein &Uuml;berfliegen kurzer Textpassagen gen&uuml;gt, um das Unternehmensgeschehen in &uuml;berraschender Detailtiefe aufzunehmen. Soweit, so gut. </p>
<p>Bei einem <a href="http://blog.bissantz.de/skalenlineal-fuers-controlling">Vortrag f&uuml;r den ICV</a> &auml;u&szlig;erte ich die These: <strong>Erkenntnisse aus Kennzahlen werden &uuml;bersch&auml;tzt und Erkenntnisse aus Details zum betrieblichen Geschehen werden untersch&auml;tzt.</strong> Wie ist das nun? Haben unsere Erfahrungen das best&auml;tigen k&ouml;nnen? Ja! Und zwar so eindr&uuml;cklich, dass wir beim Essen noch mehr Appetit bekamen. Wie wir den befriedigen, erkl&auml;ren wir das n&auml;chste Mal. </p>
<p>F&uuml;r heute halten wir fest: Insgesamt hat unser &bdquo;Control Center&ldquo; unser Management noch n&auml;her ans operative Geschehen gebracht. Das Ergebnis: Als Unternehmen sind wir Mittelstand, in der Verzahnung des Managements mit dem Tagesgeschehen wieder Kleinbetrieb. Das finden wir gut.</p>
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		<title>The Wall (Teil I)</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/deltamaster-gate</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 12:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Auflösung]]></category>
		<category><![CDATA[DeltaMaster]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsdichte]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollten wir es noch ein wenig für uns behalten. Aber bevor jemand anders es uns abschaut und sagt, er war’s, rücken wir jetzt raus damit. So arbeitet man zukünftig im Controlling (und auch sonst): mit Panoramablick statt durchs Schlüsselloch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich wollten wir es noch ein wenig f&uuml;r uns behalten. Aber be&shy;vor jemand anders es uns abschaut und sagt, er war&rsquo;s, r&uuml;cken wir jetzt raus damit. So arbeitet man zuk&uuml;nftig im Controlling (und auch sonst): mit Panoramablick statt durchs Schl&uuml;sselloch.</strong></p>
<p>Wenn wir uns zum Arbeiten zusammensetzen, dann sieht das so aus: In unserem Konferenzraum haben wir eine wei&szlig;e Projektionswand. Sie misst 1,80 Meter in der H&ouml;he und 3 Meter in der Breite. So oder &auml;hnlich gibt es sie in jedem Unternehmen. Auf diese Fl&auml;che projizieren wir per Beamer Word, PowerPoint, Excel oder unseren DeltaMaster. Wir haben vor Augen, wor&uuml;ber wir reden.</p>
<p class="gray"><img src="/images/DeltaMaster-Gate-1.jpg" alt="DeltaMaster Gate" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Diese Monitorwand liefert auf derselben Fl&auml;che, die ein Beamerbild &uuml;blicher&shy;weise einnimmt, das 24-Fache an Aufl&ouml;sung. Quelle: DeltaMaster Gate.</p>
<p>Unsere Projektionswand liefert also 1024 x 768 Pixel auf gut 5 Quadratmetern Wandfl&auml;che. Nicht nur bei uns wird mit dieser Aufl&ouml;sung gearbeitet, gezeigt, gesehen, gedacht, geurteilt. Tischvorlagen w&uuml;rden diese Aufl&ouml;sung spielend er&shy;h&ouml;hen. Oft genug aber gibt man sich mit der Abfolge einiger PowerPoint-Folien zufrieden. Weil eine projizierte Bildschirmseite nicht viel ist, wird in allen Meetings der Welt entweder viel gebl&auml;ttert oder wenig gezeigt.</p>
<p>Auf die andere Seite unseres Konferenzraums haben wir eine Monitorwand gestellt. Sie besteht aus 9 Monitoren in der Gr&ouml;&szlig;e 46 Zoll. Zusammen bilden sie ebenfalls eine Fl&auml;che von gut 5 Quadratmetern. Aber mit fast 19 Millionen Pixeln liefern sie das 24-Fache an Aufl&ouml;sung. Weil wir so viel Platz haben, sehen wir die Dinge gleichzeitig und nebeneinander statt nacheinander und auseinander.</p>
<p>Manches sehen wir so &uuml;berhaupt erst vollst&auml;ndig. Ein Architekt, dem wir un&shy;se&shy;re Arbeitsweise zeigten, verstand das Prinzip sofort: Die meisten seiner Bau&shy;vorhaben diskutiert er immer noch auf Papier&#160;&#8211; auf dem Bildschirm ist einfach nicht genug Platz. Entweder die Pl&auml;ne w&uuml;rden zur Unkenntlichkeit verklei&shy;nert oder der Plan-Ausschnitt zeigt zu wenig Zusammenhang.</p>
<p class="gray"><img src="/images/DeltaMaster-Gate-2.jpg" alt="DeltaMaster Gate" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Kaum zu glauben, aber wahr: Das helle Rechteck in der Mitte sind 1024 x 768 Pixel. So viel zeigt ein Beamer normalerweise&#160;&#8211; und braucht dazu bei gleicher Lesbarkeit die Fl&auml;che, in die 9 Monitore &agrave; 46 Zoll passen. Quelle: DeltaMaster Gate.</p>
<p>Genauso geht es einem bei Landkarten. Schauen Sie sich unser zweites Foto an. Auf den Monitoren mit ihrer Auf&shy;l&ouml;sung von 19 Megapixeln sieht man N&uuml;rnberg komplett. Mit Beameraufl&ouml;sung, das ist das helle Rechteck im Foto, bleibt man innerhalb der Altstadtmauern. HD-Beamer w&uuml;rden das verbessern &ndash; aber man br&auml;uchte auch davon 9 St&uuml;ck f&uuml;r dieselbe Aufl&ouml;sung.</p>
<p>Dank unserer Monitorwand arbeiten, zeigen, sehen, denken, urteilen wir mit dem 24-Fachen an Information wie sonst &uuml;blich. Wenn wir &uuml;ber unsere Web&shy;site gr&uuml;beln, passen ganze Sektionen komplett auf die Wand. Wenn wir im Vertrieb diskutieren, haben wir nicht nur einige Kunden im Blick, sondern viele. Wenn wir einen Text redigieren, sehen wir alle Abschnitte, Abbildungen und Anh&auml;nge, ohne zu bl&auml;ttern. Wenn wir Veranstal&shy;tungen planen, sehen wir Orte, G&auml;ste und Themen zusammen. Uns tut das gut. <strong>Wir klicken wenig, sehen viel und denken mehr.</strong> Zugegeben: Dass wir die Software f&uuml;r unsere Wand &ndash; &bdquo;DeltaMaster Gate&ldquo; &ndash; selbst schreiben konnten, hat geholfen.</p>
<p>Man k&ouml;nnte es auch so sehen: Wir haben die Leistungsf&auml;higkeit unseres Kon&shy;ferenzraums um den Faktor 24 gesteigert. Man stelle sich vor, Autos h&auml;tten von einer Generation auf die n&auml;chste 24-mal schneller, sparsamer oder komfortabler werden k&ouml;nnen. Atemberaubend, oder? Dieses Potenzial steht Managern und Controllern jetzt zur Verf&uuml;gung. Wir nutzen es bereits &ndash; und finden, dass Sie das auch tun sollten.</p>
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		<title>Doppelseite gegen Schlagseite</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/infografik-logarithmische-skala</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 10:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser August-Posting zu einer vermurkst skalierten Grafik im Spiegel hat Kreise gezogen: Ein Magazin für Infografiker hat unsere Argumentation aufgegriffen und dem Fall eine Doppelseite gewidmet - mit Finessen, die auch fürs Controlling taugen würden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser August-Posting zu einer vermurkst skalierten Grafik im Spiegel hat Kreise gezogen: Ein Magazin f&uuml;r Infografiker hat unsere Argumentation aufgegriffen und dem Fall eine Doppelseite gewidmet&#160;&#8211; mit Finessen, die auch f&uuml;rs Controlling taugen w&uuml;rden.</strong></p>
<p>Ende Oktober waren wir beim Symposium &bdquo;Push, Pop, Press: Interaktive Infografiken im Fokus der Forschung&ldquo;. Es fand in Stuttgart an der Hochschule der Medien statt. Die Professoren Michael Burmester, Ralph Tille und Wibke Weber haben das Symposium organisiert und durch den Tag gef&uuml;hrt. Dabei waren Vertreter von dpa, Spiegel online, dem ZDF und dem Springer Verlag, Grafikdesigner, ein Kartograph und Menschen, die interaktive Infografiken erforschen.</p>
<p class="gray"><img src="/images/2011-12-23_InGraphics3_450px.jpg" alt="Die Staatsverschuldung der USA//The Federal Debt of the USA. Quelle: IN GRAPHICS Vol. 3, Berlin 2011, S. 26-27." title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Diese Infografik im A3-Format machte Jan Schwochow aus unseren beiden Postings zur schlagseitig skalierten Spiegelgrafik. Quelle: IN GRAPHICS Vol.&#160;3, Berlin 2011, S.&#160;26&#8211;27.</p>
<p>Wir erkl&auml;rten, was uns an der <a href="http://blog.bissantz.de/geradlinig-falsch">Spiegelgrafik zur Verschuldung der USA</a> st&ouml;rt und warum wir finden, dass die Leute logarithmisch und nicht linear malen sollen. Jan Schwochow fand das gut und lud uns ein, unsere Argumente in seinem Magazin <a href="http://www.ingraphics.info/" target="_blank">IN GRAPHICS</a> zu wiederholen. Sein Magazin kennen wir nat&uuml;rlich und waren erschrocken. Sofort fiel uns Wolf Schneider ein, &uuml;ber den wir hier <a href="http://blog.bissantz.de/bessere-botschaften" target="_blank">schon sprachen</a>. Erinnern Sie sich? Seine ern&uuml;chternde Warnung f&uuml;r alle, die seine Seminare f&uuml;r besseres Schreiben besuchen, lautet: &bdquo;<em>Sie schreiben f&uuml;r m&auml;&szlig;ig interessierte Leser &uuml;ber m&auml;&szlig;ig interessante Themen.</em>&ldquo; Das gilt f&uuml;r uns ja eben nicht. Im Controlling schreiben wir f&uuml;r Manager, die gespannt auf unsere aktuellen Berichte warten. In der IN GRAPHICS w&uuml;rden wir bei Infografikern mit einer Infografik f&uuml;r ein Thema werben, f&uuml;r das wir sonst unseren Blog hier haben, beliebig lang, nach Belieben textlastig, am liebsten verlinkt.</p>
<p>Wir lehnten dankend ab und fragten Jan Schwochow, was <em>er</em> aus unseren <a href="http://blog.bissantz.de/geradlinig-falsch" target="_blank">beiden</a> <a href="http://blog.bissantz.de/lineare-vs-logarithmische-skala" target="_blank">Postings</a> zum Thema machen w&uuml;rde. Ein paar Tage sp&auml;ter war ein erster Entwurf da und wir staunten nicht schlecht. Wir texteten ein wenig mit und &uuml;berlegten gemeinsam, ob und wie wir die Funktionsweise des Logarithmus erkl&auml;ren wollen. Wir taten es &ndash; und zwar so:</p>
<blockquote><p>&bdquo;Logarithmische Skalen beschriftet man z.&#160;B. mit 2, 20, 200 und 5, 50, 500. Gezeichnet wird aber mit dem Logarithmus davon &ndash; mit 0,3, 1,3, 2,3 und 0,7, 1,7, 2,7. Schau auf die Nachkommastellen: Die sind f&uuml;r 2, 20, 200 usw. gleich. Deshalb sind es auch die geometrischen Abst&auml;nde zwischen z.&#160;B.&#160;20 und 30 oder 200 und 300.&ldquo;
</p></blockquote>
<p>Wieder ein paar Tage sp&auml;ter sa&szlig;en wir &uuml;ber dem inzwischen eingetroffenen Endergebnis. Schauen Sie es sich genau an. Es enth&auml;lt wundervolle grafische Finessen. Sich verj&uuml;ngende und verbreiternde Streifen zeigen, wie willk&uuml;rlich lineare Skalen quetschen und dehnen (oberer Teil der Doppelseite).</p>
<p><img src="/images/2011-12-23_InGraphics3_Ausschnitt_links.png" style="float: right; padding-bottom: 16px;" />Die Dynamik verschiedener Zeitabschnitte wird durch Extraktion von Linienab&shy;schnitten gezeigt. Die Abschnitte werden grafisch normiert, indem man sie alle auf der gleichen Grundlinie starten l&auml;sst.</p>
<p style="clear: both;"><img src="/images/2011-12-23_InGraphics3_Ausschnitt_rechts.png" style="float: right; padding-bottom: 16px;" />Wundervoll ist auch, wie normierte Zeitreihen gelegt werden: nicht &uuml;bereinander (wie &uuml;blich), sondern hintereinander.</p>
<p style="clear: both;">Diese Finessen m&uuml;ssen wir uns f&uuml;r Controllingzwecke noch einmal anschauen. F&uuml;r den Moment halten wir fest: <strong>In den Medien wird&#8217;s logarithmischer.</strong> Wer sich&rsquo;s im Unternehmen noch nicht traut, legt seinem Vorstand eine IN GRAPHICS auf den Tisch. Seite 26 aufgeschlagen. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Summiere und buchstabiere</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/bessere-botschaften</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/bessere-botschaften#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 17:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA[Controller sollen Berater sein. Ihre Berichte sollen eine Botschaft haben. Am besten schon im Titel, in Kommentaren und in Zusammen&#173;fassungen. Wie man sie treffend formuliert, lernen wir heute von Wolf Schneider.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Controller sollen Berater sein. Ihre Berichte sollen eine Botschaft haben. Am besten schon im Titel, in Kommentaren und in Zusammen&shy;fassungen. Wie man sie treffend formuliert, lernen wir heute von Wolf Schneider.</strong></p>
<p>Mein famoser Kollege Gerald Butterwegge ist Chef unserer Kommunikation, Herausgeber unserer Anwenderrundschreiben &#8222;clicks!&#8220; und &#8222;deltas!&#8220; und verantwortlich f&uuml;r treffende Formulierungen hier auf diesem Blog. Die anderen sind von mir. J&uuml;ngst war er auf einem Seminar von <a href="http://www.wolf-schneider-sprachseminare.de/" target="_blank">Wolf Schneider</a>. Gerald verehrt ihn schon lange. Ich jetzt auch. So wie wir die Zahl und ihre Integrit&auml;t verteidigen, tut Schneider das f&uuml;r die deutsche Sprache, nur schon l&auml;nger und besser.</p>
<p class="gray"><img src="/images/2011-12-02_Anzeigetafel2_450px.jpg" alt="Anzeigetafel im Olympiastadion München: TSV 1860 München - FC Bayern München 1:5" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Nicht immer ist die Formulierung einer Botschaft aus Zahl und Text so einfach wie <a href="http://www.nama.ch/fussball/images/2001_1860_fcb/html/thumb-01.html" target="blank">hier</a>.</p>
<p>Dass Sprache und Zahl zusammen geh&ouml;ren, <a href="http://blog.bissantz.de/wettbewerb-sprache-diagramme" target="_blank" title="Sagen sieben Worte mehr als ein Diagramm?">hatten</a> <a href="http://blog.bissantz.de/1000worte" target="_blank" title="Sagen Bilder mehr als Tausend Worte?">wir</a> <a href="http://blog.bissantz.de/le-mans" target="_blank" title="Vor allem zeig Deine Zahlen auch mal nicht">bereits</a> <a href="http://blog.bissantz.de/peter-singer" target="_blank" title="Der siebte Dan: Daten in Sätzen">einige</a> <a href="http://blog.bissantz.de/napoleon" target="_blank" title="Zu Deinem Bild sag 1.000 Worte">Male</a>. Heute werden wir noch etwas praktischer und geben Empfehlungen weiter, die wir von Wolf Schneider abgeschrieben* und f&uuml;rs Controlling &uuml;bersetzt haben.</p>
<ol>
<li><strong>Wir tagen nicht in Zimmer <em>vier</em>.</strong><br />
Die alte Setzerregel hei&szlig;t &bdquo;elf, zw&ouml;lf, 13&#160;&#8211; Ausnahme Dezimalzahlen (3,6)&ldquo;. Sie bew&auml;hrt sich aber nicht. Weder im richtigen Leben noch im Controlling. Wir schreiben besser nicht, dass unser Bericht vom &bdquo;ersten Januar&ldquo; ist, auf &bdquo;Seite vier&ldquo; die GuV zu finden sei und die Bilanzpressekonferenz in &bdquo;Saal acht&ldquo; stattfinden wird. Im Kalender, im Bericht und an der Saalt&uuml;r steht n&auml;mlich auch <em>1</em>, <em>4</em>, <em>8</em>.</li>
<li><strong>Wir haben nicht <em>mehrere 100</em> Mitarbeiter.</strong><br />
Im Controlling haben wir es meist genau und k&ouml;nnen <em>348</em> schreiben. Wenn wir es aber doch nicht so genau haben, dann gibt &bdquo;mehrere hundert&ldquo; diese Unsicherheit besser wieder als &bdquo;mehrere 100&ldquo;. Reine Psychologie.</li>
<li><strong>Unsere Rendite ist nicht von <em>elf</em> auf <em>13</em> Prozent gestiegen.</strong><br />
Und unser Marktanteil nicht von <em>sechs</em> auf <em>4,8</em> Prozent gesunken. Bei allem, was wir vergleichen, schreiben wir Gleiches gleich, Verschiedenes verschieden, vorzugsweise in Ziffern.</li>
<li><strong>Wir besuchen von unseren <em>19</em> Niederlassungen in <em>18</em> Monaten nicht <em>vier</em>.</strong><br />
Vorsicht bei verschr&auml;nkten Reihen! Was zusammengeh&ouml;rt, sollte auch so aussehen (<em>19</em> und <em>4</em> Niederlassungen), und was nicht zusammengeh&ouml;rt, darf anders aussehen (<em>achtzehn</em> Monate). Den l&auml;ngeren Zahlen in unserer Verschr&auml;nkung behalten wir die Ziffern vor. Ebenso Zahlen, die auf den Dingen stehen, &uuml;ber die wir sprechen: &bdquo;Heute haben wir <em>zwanzig</em> R&auml;der in der Preislage zwischen <em>300</em> und <em>400</em> verkauft, gestern waren es <em>f&uuml;nfzehn</em>.&ldquo;</li>
<li><strong><em>Drei</em> Vorst&auml;nde hat unser Unternehmen.</strong><br />
Von der Setzerregel bleibt weder bei Schneider noch bei uns viel &uuml;brig. Nur so viel, dass wir kleine Mengen, die wir nicht vergleichen wollen, mit Zahlworten schreiben.</li>
<li><strong>Bis F&uuml;rth sind es <em>acht</em> Kilometer.</strong><br />
Wenn wir nicht vergleichen wollen, k&ouml;nnen wir uns daran orientieren, wie es viele Verlage machen. Sie schreiben m&ouml;glichst viele Zahlen in Buchstaben. Jemand hat <em>sechzehn</em> B&uuml;cher zum Thema F&uuml;hrungskultur geschrieben, bis F&uuml;rth sind es <em>acht</em> Kilometer, Berlin hat <em>drei</em> Millionen Einwohner, bis zum n&auml;chsten Workshop sind es <em>vierzig</em> Tage. Zahlen mit wenigen Silben schreiben wir also gerne aus. Im Controlling wollen wir aber meistens vergleichen, auch dann, wenn die Vergleichszahl unbekannt ist und nicht im gleichen Satz genannt werden kann.</li>
<li><strong>Ein Rekord kommt auch mal ohne Zahl aus.</strong><br />
Im knappen Raum von Titeln schreiben wir mitunter den eigentlichen Wert weder als Zahlwort noch als Ziffer, sondern komprimieren datenreiche Besonderheiten durch Sprache. Unser Lieblingsbeispiel dazu ist: &bdquo;<a href="http://blog.bissantz.de/wettbewerb-sprache-diagramme" target="_blank">Australian dollar reaches a 28-year high</a>.&ldquo; Auf den aktuellen und eben h&ouml;chsten Kurs kam es ebenso wenig an wie auf den Tiefstkurs und alle Daten dazwischen.</li>
<li><strong>Eine Zahl ist deutlicher als <em>deutlich</em>.</strong><br />
Die wichtigste Regel zum Schluss: Wenn wir Zahlen haben, verstecken wir sie nicht hinter Mehrdeutigkeiten wie: <a href="http://blog.bissantz.de/signifikanz" target="_blank"><em>signifikant</em></a>, <em>bedeutend</em>, <em>erheblich</em>, <em>deutlich</em>.</li>
</ol>
<p>Wolf Schneider begann sein Seminar mit diesem Satz: &bdquo;Sie schreiben f&uuml;r m&auml;&szlig;ig interessierte Leser &uuml;ber m&auml;&szlig;ig interessante Themen.&ldquo; Auch das &uuml;bersetzen wir noch: Im Controlling haben wir es sch&ouml;ner. </p>
<p class="gray" style="margin-top: 16px;">* Wolf Schneider, Deutsch f&uuml;rs Leben, 19. Auflage, Rowohlt Verlag,<br />Reinbek 2010, hier S.&#160;144&#8211;147.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Man kann die Augen schlie&#223;en, aber nicht die Ohren</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/aufnahmekapazitaet-vergroessern</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/aufnahmekapazitaet-vergroessern#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 11:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA[Manager bekommen mehr Informationen, als sie aufnehmen können. Die Aufnahmekapazität ist damit der Engpassfaktor für das Business Intelligence. Wie wir diese Kapazität vergrößern können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manager bekommen mehr Informationen, als sie aufnehmen k&ouml;nnen. Die Aufnahmekapazit&auml;t ist damit der Engpassfaktor f&uuml;r das Business Intelligence. Wie wir diese Kapazit&auml;t vergr&ouml;&szlig;ern k&ouml;nnen.</strong> </p>
<p>Von 1993 bis 1995 war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter von Professor Peter Mertens, dem Begr&uuml;nder der Wirtschaftsinformatik. Wie das so &uuml;blich ist, hiel&shy;ten wir in dieser Zeit (und auch sp&auml;ter) gemeinsam Vortr&auml;ge. Unser Thema: Wie k&ouml;nnen Computer F&uuml;hrungskr&auml;fte bei ihrer Arbeit unterst&uuml;tzen? Ein Zitat durfte bei keinem Vortrag fehlen. Es stammt vom Nobelpreistr&auml;ger Herbert A. Simon und bringt die Sache auf den Punkt: &bdquo;Information ist not scarce. Scarce is Manager&rsquo;s time to attend to all the information that is available.&ldquo;</p>
<p class="gray"><img src="/images/Tonsignal–wann-immer-wo-immer.jpg" alt="Notifikation am Smartphone - wann immer, wo immer" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Controlling mit den Ohren: Jede neue Anmeldung f&uuml;r unser Executive-Forum in Berlin dr&auml;ngte sich per Tonsignal in meine Wahrnehmung &ndash; wann immer, wo immer.</p>
<p>Die Aufnahmekapazit&auml;t von F&uuml;hrungskr&auml;ften ist begrenzt. Simon sagte das schon 1973. Managementinformation bestand damals aus Stapeln von Endlos&shy;papier, gr&uuml;n-wei&szlig; gestreift und eng mit Zahlen bedruckt. Dialogsysteme und OLAP-Datenbanken sind gro&szlig;artig, aber sie &auml;ndern nichts an der Kapazit&auml;t der F&uuml;hrungskr&auml;fte. </p>
<p>Was wir tun k&ouml;nnen, ist immer noch dasselbe: <strong>Erstens:</strong> Der Computer kann dabei helfen, die vorhandenen Informationen zu <strong>filtern</strong>. Das ist eine gute Idee; manches ist hier erreicht, aber die Sache ist voller T&uuml;cken. Die in die&shy;sem Blog regelm&auml;&szlig;ig kritisierten Tachos, Ampeln, Dashboards sind Ausdruck &uuml;bertriebener Filterung. <strong>Zweitens:</strong> Wir <strong>verringern die Kapazit&auml;tsver&shy;schwendung</strong> durch R&auml;tselcharts, Firlefanz und magers&uuml;chtig d&uuml;nnes Repor&shy;ting. Datendichte, integre Darstellungen, helfen dabei &ndash; unser Lieblings&shy;thema. Das Potenzial f&uuml;r einen dadurch erh&ouml;hten Informationsdurchsatz ist riesig und dem gilt unser Augenmerk. <strong>Drittens</strong> und besonders faszinierend: Wir <strong>erh&ouml;hen die Kapazit&auml;t</strong>! Wie das? Dazu ein Beispiel aus dem eigenen Unternehmen.</p>
<h3>Projektcontrolling Executive-Forum, Berlin 2011</h3>
<p>Alle zwei Jahre veranstalten wir ein sogenanntes <a href="http://www.bissantz.de/aktuell/executive-forum-2011.asp" target="_blank">Executive-Forum</a>, zu dem wir F&uuml;hrungskr&auml;fte einladen, um &uuml;ber die Zukunft des Business Intelligence zu sprechen. Rahmen und Ziel der Veranstaltung sind ambitioniert, die Vorberei&shy;tung ist furchterregend aufw&auml;ndig. Als Gastgeber w&uuml;nscht man sich ein volles Haus. Unsere Mitarbeiter geben daf&uuml;r ordentlich Gas, sollen jedoch keine Kom&shy;promisse hinsichtlich der angepeilten Zielgruppe machen. Das letzte Mal war Extremabenteurer Reinhold Messner unser Hauptredner. Ich wollte zeigen, was wir vom Meister des intuitiven Risikomanagements <a href="http://blog.bissantz.de/executive-forum-2011" target="_blank">f&uuml;r das Management lernen</a> k&ouml;nnen. Das spricht vor allem Vorst&auml;nde, Aufsichtsr&auml;te, Gesch&auml;ftsf&uuml;h&shy;rer und Bereichsleiter an, die sich gedanklich ausreichend weit vom Tagesge&shy;sch&auml;ft entfernen k&ouml;nnen, um &uuml;ber Themen mit einem Entwicklungshorizont von mehreren Jahren nachzudenken. Ich konzipiere und moderiere die Veran&shy;staltung und w&auml;hrend der langen Wochen vor der Veranstaltung interessiert und motiviert mich naturgem&auml;&szlig; der Verlauf der Anmeldungen. Jede einzelne Zusage freut mich.</p>
<h3>Notifikation per Klingelton</h3>
<p>Wir parametrierten unser unternehmenseigenes Controllingsystem so, dass es regelm&auml;&szlig;ig den Stand der Anmeldungen pr&uuml;ft und bei einer &Auml;nderung eine sogenannte Notifikation an mein Smartphone sendet. Egal, wo ich war, ein spezieller Ton oder mehrere davon informierten mich beinahe in Echtzeit, ob eine oder mehrere Anmeldungen hinzugekommen waren. </p>
<p class="gray"><img src="/images/Mail-Header-Smartphone.jpg" alt="E-Mail-Header mit der Hauptinformation in der Betreffzeile" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Kleine &Auml;nderung, gro&szlig;e Wirkung: E-Mail-Header mit der Hauptinformation in der Betreffzeile</p>
<h3>Erste Erfahrungen aus dem Selbstversuch</h3>
<p>Ich war von der Wirkung dieses einfachen Konzepts begeistert. Ich fand: Das Ohr versteht schneller als das Auge. Ich nahm die Information &bdquo;2 T&ouml;ne gleich 2 neue Anmeldungen&ldquo; in einer Weise wahr, als w&auml;re mein Gehirn direkt damit verdrahtet. Die Information erreichte mich, ohne dass ich daf&uuml;r Management&shy;kapazit&auml;t abzweigen musste. Weder musste ich daran denken, einen Bericht abzufragen, noch musste ich die Zeit aufbringen, ihn zu lesen. Die Information war positiv und wichtig f&uuml;r mich, sie konnte ihre motivierende Wirkung so fr&uuml;h wie irgend m&ouml;glich entfalten. Mein Smartphone habe ich ohnehin dauernd in der Hand; die zus&auml;tzliche schriftliche Angabe zum kumulierten Anmeldestand abzulesen, war damit auch m&uuml;helos.</p>
<h3>Sehen ist verstehen</h3>
<p>Derart motiviert, suchte ich nach weiteren M&ouml;glichkeiten der Kapazit&auml;tserwei&shy;terung. Zu unserem Controllingkonzept geh&ouml;ren Reports, die zu festen Zeiten per E-Mail versandt werden. Zun&auml;chst beschrieb die Betreffzeile lediglich, welchen Inhalt ein derartiger Report hat. Um Genaueres zu erfahren, musste ich die E-Mail &ouml;ffnen. Ein Umweg. Jetzt zeigen alle unsere E-Mail-Reports eine oder mehrere ausw&auml;hlbare Spitzenkennzahlen bereits in der Betreffzeile. Die Wahrnehmung &bdquo;E-Mail eingegangen&ldquo; und zum Beispiel &bdquo;Auftragseingang heute 347.000&ldquo; sind damit eins. Wieder stellt sich das Gef&uuml;hl einer festen Verdrah&shy;tung von Information und Gehirn, Wahrnehmung und Verst&auml;ndnis ein.</p>
<p>Ich kann Ihnen sagen: Controlling kann eine sehr sch&ouml;ne Sache sein.</p>
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		<title>Eine SUCCESS-Story</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/zehntes-intensivseminar-industriereporting</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/zehntes-intensivseminar-industriereporting#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 20:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 2007 wüten wir zusammen mit Rolf Hichert gegen grafische Opulenz und inhaltliche Magersucht im Reporting. Vor kurzem fand unser zehntes gemeinsames „Intensivseminar zum Industrierepor&#173;ting“ in Nürnberg statt. Zeit für ein paar Gedanken zu Hicherts SUCCESS-Konzept und unserem Industriereporting.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit 2007 w&uuml;ten wir zusammen mit Rolf Hichert gegen grafische Opulenz und inhaltliche Magersucht im Reporting. Vor kurzem fand unser zehntes gemeinsames &bdquo;Intensivseminar zum Industrierepor&shy;ting&ldquo; in N&uuml;rnberg statt. Zeit f&uuml;r ein paar Gedanken zu Hicherts SUCCESS-Konzept und unserem Industriereporting.</strong></p>
<p>Angefangen hat alles mit Gerhard W&ouml;hrl. Er war Gast bei unserem <a href="http://www.bissantz.de/rueckschau/executive2007/" target="_blank">Executive-Forum im November 2007</a> in Berlin. Rolf Hichert war als Referent dabei und trat f&uuml;r seine Ideen zur Notation im Controlling ein. Einer seiner sch&ouml;nen S&auml;tze dazu: Gleiches soll gleich aussehen, verschiedenes verschie&shy;den. Gerhard W&ouml;hrl beschloss, das m&uuml;ssen auch seine Vorst&auml;nde und Ge&shy;sch&auml;ftsleiter erfahren, und hakte nach: K&ouml;nnten Bissantz und Hichert die Berliner Veranstaltung nicht in einem kompakten Format f&uuml;r sein Haus wiederholen? Mit Rolf Hichert teilen wir viele &Uuml;berzeugungen, streiten fr&ouml;hlich nur im Detail und wir predigen auf jeden Fall gegen dieselben S&uuml;nden. Also meinten wir beide ja und luden auch andere Unternehmen nach N&uuml;rnberg zur Auftaktveranstaltung ein. So kam es zum ersten gemeinsamen Notations&shy;seminar. Es hei&szlig;t seitdem &bdquo;<a href="http://www.bissantz.de/aktuell/intensivseminare-industriereporting.asp" target="_blank">Intensivseminar zum Industriereporting</a>&ldquo;.</p>
<p class="gray"><img src="/images/Rolf_Hichert_und_Nicolas_Bissantz_450px.jpg" alt="Rolf Hichert und Nicolas Bissantz" title="" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Mit Rolf Hichert auf der roten Couch des Carlton in N&uuml;rnberg, nach dem 10. Intensivseminar zum Industriereporting am 6. Oktober.</p>
<h3>Industriereporting &ndash; Unify, Condense, Simplify</h3>
<p>F&uuml;hrung und Mitarbeiter mit Informationen zu versorgen und Berichte zu fertigen, ist ein Produktionsprozess. Auch im Reporting geht es um Durchlaufzeit, Qualit&auml;t, Kapazit&auml;t und Kosten. Und auch im Reporting profitieren wir von den Segnungen der Automation und Normung. Voraussetzung ist allerdings, dass wir Berichtsformate nutzen, die leicht automatisierbar und frei von Nacharbeit sind. Das leisten Grafische Tabellen.</p>
<p>Ein sch&ouml;nes Beispiel daf&uuml;r ist der folgende Bericht im Format eines &bdquo;Small Multiple&ldquo;. An ihm zeigen sich viele Segnungen von Automation und Notation.</p>
<p class="gray"><a href="http://blog.bissantz.de/images/SMM_SUCCESS.png" onclick="return openPopup('/images/SMM_SUCCESS.png', '');"><img src="/images/SMM_SUCCESS_450px.png" alt="Small Multiples" title="" style="margin-bottom: 4px;"/></a><br />Ein Beispiel aus dem Vertriebscontrolling: Was sind die f&uuml;nf absatzst&auml;rksten Produkte in jedem Vertriebsgebiet? Notation, Skalierung und Layout bestimmt der Rechner automatisch. Quelle: DeltaMaster. <a href="http://blog.bissantz.de/images/SMM_SUCCESS.png" onclick="return openPopup('/images/SMM_SUCCESS.png', '');">Anklicken zum Vergr&ouml;&szlig;ern</a>.</p>
<p>Um Format und Layout muss man sich nicht k&uuml;mmern. Das Format ist standardisiert, das Layout ermittelt der Rechner abh&auml;ngig vom verf&uuml;gbaren Platz. Der Inhalt wird datengetrieben produziert. Dazu werden zwei Rangfolgen iterativ ineinander verschachtelt. Das alles ist einiges an Rechenarbeit. Der Anwender merkt davon nichts.</p>
<p>In <a href="http://www.hichert.com/de/success/" target="_blank">Hicherts SUCCESS-Konzept</a> gibt es die Punkte &bdquo;UNIFY&ldquo; (Bedeutung vereinheitlichen), &bdquo;CONDENSE&ldquo; (Information verdichten) und &bdquo;SIMPLIFY&ldquo; (Kompliziertheit vermeiden). Im Beispiel spiegeln sie sich unterschiedlich wider. Dicht genug kann es uns bekanntlich nicht sein, weswegen Sparklines zum Standardinventar beinahe all unserer Berichte geh&ouml;ren. Noch l&auml;nger bew&auml;hrt hat sich unser Farbstandard, der Werte blau malt, die in einem betriebswirtschaftlichen Schema positiv auf die Spitzenkennzahl wirken. Das weicht vom &uuml;blichen Gr&uuml;n ab. Zwar erlauben wir auch Gr&uuml;n als Standard, aber es ist nicht der Default. F&uuml;r diese L&ouml;sung spricht eine zugegebenerma&szlig;en d&uuml;nnh&auml;utige Interpretation der <a href="http://www.bella-beraet.de/male-blau-an-was-gruen-ist" target="_blank">Signalwirkung der Farbe Gr&uuml;n</a>: Ein schwacher positiver Wert ist nicht positiv.</p>
<p>Unser Bauhaus-Stil, der mit jedem Pixel geizt, k&ouml;nnte einfacher nicht sein. Aber dies ist nur ein Aspekt des &bdquo;SIMPLIFY&ldquo;. Das Beispiel ist vergleichbar skaliert, gleiche Punktabst&auml;nde stehen f&uuml;r gleiche relative Wertunterschiede. Die Skalierung wird per Default gefunden, der Anwender wird damit nicht behelligt. Auch das eine Form der Vereinfachung.</p>
<h3>Enable</h3>
<p>Im SUCCESS-Konzept gibt es den Punkt &bdquo;Enable&ldquo;. Gemeint ist: Notation muss in Unternehmen erst durchgesetzt werden. Also gilt es, nicht nur &uuml;ber verbesserte Darstellung von Berichten nachzudenken, sondern auch &uuml;ber ihre organisatorische Verankerung. Wir sehen uns als Softwarehersteller einerseits gefordert, andererseits im Vorteil: Seit einiger Zeit stellen wir Formate bereit, die ohne Eingriff des Anwenders Berichte hoher G&uuml;te liefern. Sonderlocken verhindern wir bisher nicht, aber es kostet M&uuml;he, sie zu drehen. Standards k&ouml;nnen wir durch Codierung oder als Defaultwerte setzen.</p>
<h3>Say</h3>
<p>Rolf Hichert betont, wie wichtig die Botschaft ist (&bdquo;SAY&ldquo;), und damit hat er Recht. Ohne Botschaft geht es nicht in Stabsabteilungen, bei Ad-hoc&#8209; und Sonderanalysen, in Gesch&auml;ftsberichten, in der Kommunikation mit Aktion&auml;ren und Analysten, bei strategischen Entscheidungen zu Investition und Desinvestition und &Auml;hnlichem. Ohne Botschaft muss es mitunter gehen bei massenhaft produzierten Standardberichten f&uuml;r hunderte von Empf&auml;ngern. Zwar kann auch hier der Rechner wenigstens einfache Botschaften selbst erzeugen, aber an das Niveau eines versierten Controllers kommt er nicht heran. Wir tun beides: Software kann die Speicherung und Verteilung der Botschaft unterst&uuml;tzen und angemessen automatische Interpretation erlauben wir dem Rechner ebenfalls.</p>
<h3>Check</h3>
<p>Rolf Hichert hasst manipulierte Diagramme ebenso wie ich. Beide sammeln wir Beispiele dazu und werden nicht m&uuml;de, uns dar&uuml;ber zu &auml;rgern. <a href="http://www.bella-beraet.de/" target="_blank">Bellas Blog</a>, der dem Erkennen und Vermeiden von Manipulation gewidmet ist, geht demn&auml;chst ins sechste Jahre.&#160;141 Beitr&auml;ge sind schon erschienen und das Material geht unserem B&uuml;rohund nicht aus. Im SUCCESS-Konzept hei&szlig;t das Thema &bdquo;CHECK&ldquo;. Berichte sollen nicht nur wichtig, sondern auch richtig sein. Wir sprechen von Berichtsintegrit&auml;t. Sie wird durch geeignete Standardformate gesichert, in komplizierteren F&auml;llen sind jedoch Algorithmen notwendig, die datenabh&auml;ngig die richtige Variante vorschlagen. In Skalierungsfragen haben wir uns j&uuml;ngst zu einer noch konsequenteren Position durchgerungen und werden einige Defaults dogmatischer vorgeben. Rolf und ich werden dar&uuml;ber noch viel zu streiten haben.</p>
<p>Vorher bringe ich noch eine Flasche Champagner auf den Weg &ndash; meinen Wetteinsatz. Rolfs Mantra zehn Seminare lang: Unsere Beamer taugten nichts, deswegen baue er jetzt seinen auf. Ich jedes Mal: Kann nicht sein, teuer, neuestes Modell usw. Dieses Mal behielt er Recht. Die Lampe h&auml;tte gewechselt werden m&uuml;ssen. Null zu eins. <a href="http://www.bissantz.de/aktuell/intensivseminare-industriereporting.asp" target="_blank">Im Mai</a> treten wir mit neuer Lampe an.</p>
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		<title>King ROI und Lady BI</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/rendite-von-business-intelligence</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/rendite-von-business-intelligence#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 14:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer über BI spricht, kann den Mund oft nicht voll genug nehmen. Übertreibungen begleiten jeden Hype und bleiben, was sie sind: übertrieben. Wir maulen jetzt mit vollem Mund zurück. Heute zum Thema: Welche Rendite kann BI liefern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer &uuml;ber BI spricht, kann den Mund oft nicht voll genug nehmen. &Uuml;bertreibungen begleiten jeden Hype und bleiben, was sie sind: &uuml;bertrieben. Wir maulen jetzt mit vollem Mund zur&uuml;ck. Heute zum Thema: Welche Rendite kann BI liefern?</strong></p>
<p>Letzte Woche diskutierten wir unter Kollegen, wie viel Return on Investment (ROI) man von Business Intelligence (BI) erwarten k&ouml;nne. Wir kamen zu einem Stufenschema. Sp&auml;ter las ich im Internet nach, was andere dazu sagen. Ich war erschrocken und hatte einen Knoten im Gehirn. Hier meine bescheidene Gegenmeinung &ndash; die rauschende Party ist nebenan.</p>
<ol>
<li>Denken statt Frickeln
<p>Controller m&uuml;hen sich oft schrecklich mit ihren Zahlen, bis Berichte daraus werden. Achtzig Prozent der Arbeitszeit gehen daf&uuml;r drauf, h&ouml;rt man manchmal. Wenn man das mithilfe von Berichts&#8209; und Analysesoft&shy;ware (vulgo: BI-Suite) umdreht, haben Controller mehr Zeit zum Nach&shy;denken, weil die Berichtserstellung einfacher wird. Selbst wenn sie nur ab und an &bdquo;Halt!&ldquo; rufen k&ouml;nnen, wenn etwas beschlossen werden soll, das nicht zu den Zahlen passen will: Selbst dann haben wir eine erste Rendite, n&auml;mlich mindestens in H&ouml;he der f&uuml;rs Frickeln gesparten Kosten. Schlie&szlig;lich sind Controller nicht als Grafiker angestellt.</p>
<div class="gray"><img src="/images/2011-09-30_nyt.com_At_the_Brandenburg_Gate.jpg" alt="The Berlin Wall Through Time. - Quelle: http://www.nytimes.com/interactive/2009/11/09/world/europe/20091109-berlinwallthennow.html." style="margin-bottom: 4px;" /><br />Die Mythenbildung im Business Intelligence schie&szlig;t derart ins Kraut, dass die Kritiker der Mythen noch mythischere Gegenmythen in die Welt setzen. Diese wirklich <a href="http://www.nytimes.com/interactive/2009/11/09/world/europe/20091109-berlinwallthennow.html" target="_blank">beeindruckende interaktive Foto&uuml;berlagerung</a> aus der NYT ist <a href="http://www.informationweek.com/blog/228901381" target="_blank">laut Information Week</a> &bdquo;True BI for the masses&ldquo;. Einspruch! Das ist unsere Mauer. Vorher. Nachher.</div>
</li>
<li>Unsicherheit beseitigen
<p>Unsicherheit l&auml;hmt. Beinahe jeder im Unternehmen will wenigstens ungef&auml;hr wissen, wie es darum steht. Wer keine Informationen dazu hat, spekuliert eben &ndash; in seiner Arbeitszeit. Diese Zeit k&ouml;nnen wir einsparen, indem wir den Informationsmangel mit einfachen Berichten zum Ist beseitigen. Ich sch&auml;tze die Zeit f&uuml;rs unn&uuml;tze R&auml;tseln gro&szlig;z&uuml;gig auf etwa 5 bis 10&#160;% der Personalkosten von etwa 80&#160;% der Mitarbeiter. Das w&auml;re der Return auf dieser Stufe. &bdquo;BI for the masses&ldquo; sehe ich darin noch nicht. Ich meine: Ob und wie man seine Mitarbeiter informiert, ist eine organisatorische Frage.</p>
<div class="gray"><a href="http://blog.bissantz.de/images/2011-09-30_nyt.com_The_Jobless_Rate_for_People_Like_You_2.jpg" title="Anklicken zum Vergrößern"><img src="/images/2011-09-30_nyt.com_The_Jobless_Rate_for_People_Like_You.jpg" alt="The Jobless Rate for People Like You. - Quelle: http://www.nytimes.com/interactive/2009/11/06/business/economy/unemployment-lines.html." style="margin-bottom: 4px;" /></a><br />F&uuml;r die <a href="http://www.informationweek.com/blog/228901381" target="_blank">Information Week</a> ist diese NYT-Animation ebenfalls &bdquo;True BI for the masses&ldquo;. Etwas <a href="http://www.nytimes.com/interactive/2009/11/06/business/economy/unemployment-lines.html" target="_blank">m&uuml;hsames Herumklicken</a> zeigt uns: Einzelwerte unterscheiden sich von Durchschnitten.</div>
</li>
<li>Wissen, was man nicht tun sollte
<p>Ja, das ist die Idee: BI soll Grenzen und M&ouml;glichkeiten zeigen. Wer sein Ist gut kennt, erkennt auch die Grenzen. Hier kann der Rechner seine ganze &Uuml;berlegenheit ausspielen, hier k&ouml;nnen wir &uuml;ber integre Darstel&shy;lungen, konsistente Formate, Berichten nahe am Geschehen (&bdquo;realtime&ldquo;), mobile Formate, Filteralgorithmen, Automation der Routine, fl&uuml;ssige Planungsprozesse, geschickte Abweichungsaufl&ouml;sung usw. hirnen und handeln, ohne dass uns Arbeit, Fortschritt, Seriosit&auml;t ausgehen. Einen neuen Namen h&auml;tten wir daf&uuml;r nicht unbedingt gebraucht, &bdquo;Controlling&ldquo;, &bdquo;Betriebliche Datenanalyse&ldquo; oder &bdquo;Berichtswesen&ldquo; h&auml;tten es getan und tun es immer noch. Ach ja, die Rendite daf&uuml;r? Schwer zu beziffern, aber so irrelevant wie Geld f&uuml;r Windschutzscheibe und R&uuml;ckspiegel.</p>
</li>
<li>Wissen, was man tun sollte
<p>Das ist die K&uuml;r des BI und das Heilsversprechen: Die Daten hat man schon. Man muss sie nur auf Hinweise nach den erfolgversprechendsten Kundensegmenten untersuchen, nach Cross-Selling-Potenzialen, verbor&shy;genen Zusammenh&auml;ngen zwischen Wetter, bevorzugtem Krawatten&shy;muster, Altersgruppe und Kaufentscheidung, dann b&uuml;gelt man die Konkurrenz in Grund und Boden. Falsch. Die Welt ist uns nicht untertan. Menschen und Unternehmen sind keine deterministischen Kaufroboter. Unternehmerischer Erfolg ist menschlicher Erfolg, nicht maschineller. Zuerst wird entschieden, dann gehandelt, dann entstehen Daten, dann wird analysiert, erkannt, bewertet, neu entschieden. Daten geben Hinweise, Fingerzeige, Indizien, Verdachtsmomente. Aber sie fangen nicht die ganze Wirklichkeit ein. Wir aber haben es mit der ganzen Wirklichkeit zu tun. Ein BI-System ist also ein Werkzeug, das gut in der Hand liegen sollte. Man wird damit Fragen behandeln, deren Gr&ouml;&szlig;enord&shy;nung nichts mit der Investitionssumme f&uuml;r BI zu tun hatte. Wir k&ouml;nnten ebenso gut fragen, welchen ROI hat ein Hammer beim Hausbau.</p>
</li>
<li>Die Nadel im Heuhaufen
<p>Ausgeschlossen ist es nicht, aber selten: dass man mit der Analyse von Daten diese eine, gro&szlig;artige Idee findet, die so offensichtlich ist, dass es Daten dazu gibt &ndash; aber wir die ersten sind, die das sehen. Schon h&auml;ufi&shy;ger sind Auff&auml;lligkeiten mittlerer Ordnung: eine Kostenstelle, die aus dem Ruder gelaufen ist; Fehlbuchungen; strukturelle, aber nicht notwen&shy;dige Kostenunterschiede zwischen Betriebsteilen und &Auml;hnliches. Der ROI daraus ist nicht systematisch und deswegen auch nicht planbar &ndash; aber mitunter erheblich.</p>
</li>
</ol>
<p>Das jedenfalls waren die groben Gedanken in unserer Runde. Wir sehen, es geht auch ohne Mythen. Kein Wunder, denn Lady BI hei&szlig;t b&uuml;rgerlich: Controlling, Berichtswesen, Datenanalyse. </p>
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