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	<title>»Me, myself und BI« &#187; Grafiken</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>Paraskavedekatriaphobische &#220;berlegungen</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/aberglaube</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 16:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Box-and-Whisker Plot]]></category>
		<category><![CDATA[Darstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Freitag]]></category>
		<category><![CDATA[Grafiken]]></category>
		<category><![CDATA[Irrglaube]]></category>
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		<category><![CDATA[Wochentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wird bewiesen: Datenanalyse ist eine äußerst praktische Beschäftigung. Sie beantwortet die heute äußerst aktuelle Frage: Dürfen wir an diesem Freitag, dem 13. überhaupt aus dem Haus, zum Beispiel, um Daten analysieren zu gehen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter Datenanalysten kommt das Praktische manchmal zu kurz. Das soll heute anders sein. Was haben Leser dieses Blogs und sein Autor heute zu bef&uuml;rchten? Immerhin: Es ist Freitag, der 13.</strong></p>
<p>Ich reise heute ziemlich genau 1.000&#160;km weit. Die Reise ist lange geplant. Dass sie auf einen Freitag, den 13. fallen w&uuml;rde, war mir nicht entgangen. Ich habe mich also vorbereitet.</p>
<p><strong>Freitage sind gef&auml;hrlich</strong><br />Die f&uuml;r Abergl&auml;ubige gute Nachricht zuerst: Freitage sind gef&auml;hrlicher als andere Wochentage. Die Ursache ist f&uuml;r uns andere aber trivial: Viele fahren ins Wochenende. Mehr Verkehr, mehr Unf&auml;lle. Das best&auml;tigt auch unsere eigene kleine Auswertung aktueller Unfalldaten.</p>
<p class="gray"><img src="/images/Unfaelle_pro_Wochentag.png" alt="" /><br />
Freitage sind unfalltr&auml;chtiger als andere Wochentage (Quelle: Statistisches Bundesamt, Unf&auml;lle mit Personenschaden der Jahre 2000&#8211;2008, Diagramm: <a href="http://www.bissantz.de/produkte/">DeltaMaster</a>).</p>
<p><strong>Dreizehn ist egal</strong><br />M&uuml;ller hat anhand von Unfallzahlen f&uuml;r Westdeutschland im Zeitraum von 1964 bis 1982 zeigen k&ouml;nnen, dass an Freitagen, die auf den 13. fallen, sich nicht mehr Unf&auml;lle ereignen als an anderen Freitagen*. Wunder best&auml;tigte diese Beobachtung f&uuml;r die Jahre 1985 bis 1999 in Deutschland**. Und wir haben das f&uuml;r die Jahre 2000&#8211;2008 ebenfalls nochmals so gefunden:</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 4px;" src="/images/Unfaelle_Freitagsvergleich.png" alt="" /><br />Freitag, der 13. ist nicht unfalltr&auml;chtiger als andere Freitage (Quelle: Statistisches Bundesamt, Unf&auml;lle mit Personenschaden der Jahre 2000&#8211;2008, Diagramm: <a href="http://www.bissantz.de/produkte/">DeltaMaster</a>).</p>
<p>Die Gefahren des heutigen Tages sollten wir also meistern k&ouml;nnen. &Uuml;brigens ist diese heitere &Uuml;berzeugung weit verbreitet. Allenfalls kokettieren wir gelegentlich mit dem Datum. Denn: Freitag, der 13. findet vor allem in den Medien statt. Es wird daher heute vergn&uuml;glich sein mitzuz&auml;hlen, wie oft wieder von einem <em>jahrhundertealten Aberglauben</em>*** die Rede ist, den moderne Unfallstatistiken widerlegt h&auml;tten. Auch das ist Aberglaube. Freitag, der 13. ist eine moderne Erfindung. In Deutschland findet man Hinweise darauf erst seit der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Vermutlich wird auch der massentherapeutische Unsinn wiederholt, die Dreizehn bringe im Gegenteil Gl&uuml;ck.</p>
<p>Wir wollen nur allzu gerne glauben, unsere Zeiten seien aufgekl&auml;rter als andere. Sie sind es nicht. Im Gegenteil: Wo <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article5184239/Achtung-So-gefaehrlich-ist-Freitag-der-13.html">Aufkl&auml;rung</a> <a href="http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/exklusiv/awdo/art1546,730663">draufsteht</a> ist oft neuer Aberglaube drin. </p>
<p>Wer trotzdem nicht aus dem Haus mag: <em>Paraskavedekatriaphobie </em>fl&uuml;ssig auszusprechen, kann einen eine Weile besch&auml;ftigen. Dieses scheu&szlig;liche Wort bezeichnet die Phobie vor Tagen wie dem heutigen. Ob daran wirklich jemand leidet?</p>
<p class="gray">Quellen:<br />* M&uuml;ller, A., Mehr Verkehrsunf&auml;lle am Freitag, dem Dreizehnten? Zeitschrift f&uuml;r Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie 30 (1988) o. Nr., S.&#160;226 ff.<br />** Wunder, E., Die Folgen von &#8222;Freitag dem 13.&#8220; auf das Unfallgeschehen in Deutschland, Zeitschrift f&uuml;r Anomalistik, 3 (2003) o. Nr., S.&#160;47 ff.<br />*** Dreischer, M., Heute ist ein Gl&uuml;ckstag, Rheinische Post, 13.02.2009, S. C8.</p>
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		<title>&#220;ber allen Gipfeln keine Ruh&#8216;</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/zeitreihengebirge</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 18:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Flächendiagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Grafiken]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Liniendiagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Logarithmische Skalen]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht alles, was gipfelt, verdient den optimistischen Blick nach vorn. Genau das macht uns zu schaffen, wenn naiv mit Liniendiagrammen umgegangen wird, was die Regel ist. Hier eine Ausnahme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diesmal schwere Kost f&uuml;r Fans der grafischen Visualisierung: So sehr wir sie lieben, so gef&auml;hrlich erweisen sich Grafiken bei n&auml;herem Hinsehen in der Kommunikation. Warum? Weil unser steinzeitliches Gehirn sie meistens missversteht.</strong></p>
<p>Nehmen wir an, wir wollen einen Berg erklimmen und studieren zuvor sein Profil im Gegenlicht. Bleibt die Neigung konstant, so rechnen wir mit in etwa gleichbleibender Schwierigkeit und Anstrengung beim Hinaufgehen. Die Erfahrung zeigt, dass wir mit dieser Vermutung meist richtig liegen. Ich vermute, diese F&auml;higkeit ist Teil unseres steinzeitlichen Erbes. Beim Sammeln und Jagen, auf der Flucht, bei der Suche nach g&uuml;nstigen Ruhepl&auml;tzen kam es immer wieder darauf an, Wege abzusch&auml;tzen. Die Interpretation von Neigung und Steigung beherrschen wir gut &ndash; allerdings in analoger und damit absoluter Form.</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 4px;" src="/images/Mont-Vinaigre-450px.jpg" alt="Mont Vinaigre" /><br />
Die Silhouette des Mont Vinaigre. Zeitreihen sehen oft &auml;hnlich aus. Sie sind es aber nicht. Ein Grund f&uuml;r viele Missverst&auml;ndnisse?</p>
<p>Grafiken beruhen h&auml;ufig auf Analogien zu realweltlichen Objekten unserer Beobachtung. Ein Beispiel sind Liniendiagramme. Sp&auml;testens wenn sie als Fl&auml;chendiagramme daher kommen, &auml;hneln sie einem H&uuml;gelverlauf. Sehen wir uns an, warum das fatal ist.</p>
<p>Nehmen wir an, wir sehen eine Zeitreihe mit 24 Perioden. In den ersten 10 Perioden steigen die Werte um jeweils 10 Einheiten. Dann geht es einmal 20 Einheiten runter. Anschlie&szlig;end nehmen die Werte 13 Mal um je 5 Einheiten ab. Das sieht dann so aus:</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 4px;" src="/images/Mont Vinaigre-ohne_LOG.jpg" alt="" /><br />
Zeitreihe oder ein Ausl&auml;ufer des Mont Vinaigre?</p>
<p>F&uuml;r den Bergsteiger wird schnell klar, dass der Anstieg gleichm&auml;&szlig;ig ist. Der erste Schritt ist so steil wie der letzte. Der Kaufmann hingegen ist vorsichtig. Nur selten kommt es ihm bei Zeitreihen auf die absolute Ver&auml;nderung an. Auf einer linearen Skala geht es gleichm&auml;&szlig;ig bergauf, wenn die relativen Zuw&auml;chse schwinden, wenn also die Leistung abnimmt. Eine logarithmische Skala bringt das schnell ans Licht:</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 4px;" src="/images/Mont Vinaigre-mit_LOG.jpg" alt="" /><br />
Logarithmische Darstellung der selben Werte.</p>
<p>Logarithmische Skalen sind nicht verbreitet. Den Lesern der meisten Tageszeitungen ebenso wie Managern bei der Lekt&uuml;re ihrer Berichte bleibt es daher selbst &uuml;berlassen, Irrt&uuml;mern vorzubeugen. Ich behaupte: Unser in der Steinzeit gepr&auml;gtes Hirn schafft es nicht, die obere Grafik wie die untere zu lesen. Wir verfolgen den Anstieg hoffnungslos optimistisch und bekommen die Warnung, die in der Abnahme der Zuw&auml;chse steckt, nicht mit. <strong>Lineare Achsen liefern keine Fr&uuml;hwarnung.</strong></p>
<p>Erklimmen wir nochmals einen H&uuml;gel. Aber jetzt den der zweiten Grafik. Jetzt hilft uns unser steinzeitliches Erbe, mit jedem Schritt zu sp&uuml;ren: Es geht nicht mehr lang bergauf. Und irgendwann sp&auml;ter immer steiler bergab. Manager, die ihre Datenlandschaften verstehen wollen, m&uuml;ssen sie in logarithmischen Stiefeln durchwandern.</p>
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