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Wenn der Papst rote Schuhe trägt

Die Hersteller von Designklassikern entdecken die Kinderzimmer. Berühmte Stücke wie das Eiermann-Tischgestell von 1953 oder der Arne-Jacobsen-Stuhl „Series 7“ von 1955 gibt es jetzt auch im geschrumpften Kinderformat. Die Pariser Möbelmesse „Maison et Objet“ widmete dem Kiddesign sogar eine eigene Abteilung.

Auf der Mailänder Modewoche zeigten die meisten der großen Designer in ihren Kollektionen neue Trends. Das war in den vergangenen Saisons nicht immer so. Zu den neuen Trends gehören futuristische Materialmischungen wie Pelz mit Nylon und Seide.

Rote Schuhe sind derzeit kein Verkaufsschlager. Aber der Papst hat welche. Bei ihm allerdings hat das mit der liturgischen Praxis der Kirche zu tun, also mit den verschiedenen Farben der Messgewänder, die der Priester bei der Heiligen Messe trägt. Je nach Anlass wechselt die Farbe und beim Papst auch die der Schuhe. Rot zu Rot, Grün zu Grün. Rot hat sich aber im Laufe der Zeit bei den Schuhen durchgesetzt, und so trägt der Papst eben bis heute (dunkel)rote Schuhe.

Solche und andere Beobachtungen sind Datenanalyse pur. Es geht um Mustererkennung, Auszählungen, das Erkennen von Ereignishäufungen oder Unterschieden zwischen Populationen (Päpste und Nicht-Päpste). Meist beruht es auf einem intuitiven, impliziten Messen. Bereits unsere Vorfahren aus dem Neandertal waren wohl in der Lage, sich beim Jagen über ungefähre Menge und Größe der Beute auszutauschen und ihr gemeinschaftliches Vorgehen darauf abzustimmen.

Denken Sie daran, wenn mal wieder jemand die Auseinandersetzung mit Zahlen für schrecklich langweilig hält.

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