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	<title>»Me, myself und BI« &#187; Animation</title>
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		<title>Bewegende Mittel zum Zweck</title>
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		<pubDate>Fri, 01 May 2009 09:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Animation]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
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		<description><![CDATA[Hans Rosling wollte uns auf einer TED-Konferenz die besten Statistiken zeigen, die wir je gesehen haben. Ich meine: Es war eine der besten Präsentationen von Statistiken. Für und Wider die Animation in der Datenanalyse.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Animation bewegt Daten und Gem&uuml;ter. Gr&ouml;&szlig;te Aufmerksamkeit ist uns sicher. Doch h&auml;lt auf den zweiten Blick, was den ersten gefangen hat? Noch mehr als sonst kommt es auf das Zusammenspiel zwischen Pr&auml;sentierendem und Pr&auml;sentiertem an.</strong></p>
<p>Hans Rosling zeigte in einem hoch gelobten und beeindruckenden <a href="http://www.ted.com/index.php/talks/hans_rosling_shows_the_best_stats_you_ve_ever_seen.html">Vortrag</a> auf der <abbr title="Technology, Entertainment, Design">TED</abbr>-Konferenz 2006, wie sich Familiengr&ouml;&szlig;e und Lebenserwartung in den L&auml;ndern der Erde ver&auml;ndert haben. Galt fr&uuml;her f&uuml;r den Westen &bdquo;langes Leben in kleinen Familien&ldquo; und im Rest der Welt &bdquo;kurzes Leben in gro&szlig;en Familien&ldquo;, so gilt inzwischen beinahe global nur noch das Erstere. Rosling demonstriert den Wandel mit Hilfe eines Visualisierungsprogramms.</p>
<p class="gray"><object width="425" height="366"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/9J8yqDpHsmA&#038;rel=1&#038;border=0&#038;showinfo=0&#038;rel=0"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/9J8yqDpHsmA&#038;rel=1&#038;border=0&#038;showinfo=0&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="366"></embed></object><br />
&#8222;Debunking third-world myths with the best stats you&#8217;ve ever seen&#8220;&#160;&#8211; Auszug aus dem Vortrag von Hans Rosling vom Februar 2006.</p>
<p>Die Kreisfl&auml;chen repr&auml;sentieren die Bev&ouml;lkerung. Warum Fl&auml;chendarstellungen generell problematisch sind, <a href="http://www.bella-beraet.de/mosaic-display">haben</a> <a href="http://blog.bissantz.de/abweichungen-zeigen">wir</a> <a href="http://blog.bissantz.de/test-guter-manager">bereits</a> <a href="http://blog.bissantz.de/kreisdiagramme">diskutiert</a>. Die Ver&auml;nderung der Werte zeigt Rosling mit einer Animation: Die Kreise bewegen sich von Jahr zu Jahr auf die jeweils neue Position, die sich aus dem Wert f&uuml;r Familiengr&ouml;&szlig;e und Lebenserwartung ergibt. Vor dem Auge zieht also ein recht buntes, sich bewegendes Durcheinander vorbei.</p>
<p class="gray"><img src="/images/HansRosling_TEDTalks_Animation.gif" alt="" width="450" height="340" /><br />So zeigte Rosling die Entwicklung von Familiengr&ouml;&szlig;e und Lebenserwartung f&uuml;r die L&auml;nder der Erde von 1962 bis 2003.</p>
<p>Rosling begleitet die Animation mit einer lebhaften, engagierten, beinahe faustisch anmutenden Beschreibung der Ver&auml;nderung. Fast wirkt es, als w&uuml;rden die Blasen seinen Gesten folgen und nicht umgekehrt und als w&auml;re die Animation Abbild seiner Gedanken. Was wir sehen, ist nur zu einem geringen Teil der Qualit&auml;t der Datenvisualisierung zu verdanken, zu einem viel gr&ouml;&szlig;eren aber der wohl einstudierten Dramaturgie Roslings. Wir lernen daraus mehr, wie man ein Publikum begeistert, als was gute Visualisierung ist.</p>
<p>Schl&uuml;sse aus sich bewegenden Objekten zu ziehen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie wird dann am ehesten gelingen, wenn die beobachteten Bewegungen einem halbwegs eindeutigen, wenig zuf&auml;lligem Muster folgen.</p>
<p>Wir m&uuml;ssen folglich entscheiden, was wir bezwecken wollen&#160;&#8211; einen Sachverhalt dramatisch in Szene setzen, den wir bereits gut durchdrungen haben, oder einen unbekannten Sachverhalt neu erforschen und selbst begreifen. Was wir sofort verstehen werden, sind Trivialit&auml;ten. Weniger einfache Muster werden wir nur erkennen, wenn derselbe Film immer und immer wieder vor uns abl&auml;uft. Das erm&uuml;det.</p>
<p>F&uuml;r die <strong>Exploration</strong> sind statische Darstellungen besser geeignet. F&uuml;r die <strong>Pr&auml;sentation</strong> hingegen sind schauspielerische Qualit&auml;ten und eine pfiffige Animation kaum zu schlagen. In der <strong>Reflexion</strong> aber mag ein schaler Beigeschmack zur&uuml;ckbleiben. Unser Publikum wird sich fragen: Gab es etwas zu gl&auml;tten, zu vertuschen, zu dramatisieren, zu besch&ouml;nigen, zu emotionalisieren&#160;&#8211; oder stand eine seri&ouml;se Botschaft im Mittelpunkt?</p>
<p>Wenn Sie auf einer TED-Konferenz einen Vortrag halten, empfehle ich, Rosling nachzueifern. Schlie&szlig;lich geht es da um Technologie, Entertainment und Design. F&uuml;r die n&auml;chste Aufsichtsratssitzung k&ouml;nnten Aufwand und Ergebnis in einem ung&uuml;nstigen Verh&auml;ltnis stehen. </p>
<p>Der Titel der Pr&auml;sentation verdient eine Pr&auml;zisierung: Wir haben nicht die besten Statistiken gesehen, sondern eine der besten Pr&auml;sentationen von Statistiken.</p>
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