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	<title>»Me, myself und BI« &#187; Balkendiagramm</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>Noch mehr Torten</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 11:31:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Farben]]></category>
		<category><![CDATA[Financial Times Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Wall Street Journal]]></category>
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		<category><![CDATA[Welt am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

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		<description><![CDATA[Torten, Teil 2. Gestückelt, fliegend, unleserlich oder schlicht überflüssig. Und immer: eine dünner als die andere. Aus FTD, Handelsblatt, WamS und SZ.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So viele schlimme Beispiele konnte man einfach nicht in einen Artikel packen. Daher hier die zweite H&auml;lfte. Wenn ihre Urheber sie nur essen m&uuml;ssten. Dann w&auml;re der Spuk bald vorbei.</strong></p>
<p>So schlimm wie in Zeitstrukturtorten kommt es nicht immer. Standard ist eher der Typus <strong>&#8222;Die &Uuml;berfl&uuml;ssige&#8220;</strong>. Es ist eben so, wir k&ouml;nnen Segmente schwer sch&auml;tzen. Wenn sie zuf&auml;llig &frac14;, &frac12; oder &frac34; betragen, geht es noch, da wir Winkel von 90&#176; und 180&#176; gut erkennen. Sonst aber sind wir chancenlos. Diese Torte muss man lesen, um sie zu verstehen:</p>
<p class="gray"><img src="/images/FTD_21112008_S18_400px.png" alt="" /><br />
Tortensorte &#8222;Die &Uuml;berfl&uuml;ssige&#8220; (Financial Times Deutschland, 21.11.2008, S.&#160;18)</p>
<p>Wenn wir sie erst lesen m&uuml;ssen, welchen Mehrwert liefern dann die grafischen Elemente? Und wenn man sie dann gelesen hat, ist man entt&auml;uscht. Mickrige Daten mit viel Zuckerguss. Das Redesign macht klar: Wenig Daten und viel Verpackung ist wenigstens f&uuml;r uns und das Managementreporting keine Option. Wenn man nur vier Datenpunkte hat, dann sollte man damit auch nicht herumdrucksen:</p>
<p class="gray"><img src="/images/Verschuldung_US.png" alt="" /><br />
Man schaut zweimal hin, es waren tats&auml;chlich nur vier Datenpunkte</p>
<p>Mit wenig Daten sind Torten pathetisch. Mit vielen Daten sind sie einfach nur schwer zu beschriften. In der originalen <strong>St&uuml;ckeltorte</strong> sehen wir: zwei Elemente machen je ein Viertel des Marktes aus. Da haben wir mal Gl&uuml;ck, weil wir 90&#176;-Segmente schnell erkennen. Um den Rest zu verstehen, fangen die Augen an, im Kreis zu fahren. Man kann sich das Gefrickel vorstellen, das n&ouml;tig war, die Verbindungslinien zu zeichnen.</p>
<p class="gray"><img src="/images/Marktf_FTD_16070_300px.png" alt="" /><br />
Zertst&uuml;ckelte R&uuml;bentorte (Financial Times Deutschland, 16.07.2008, o.&#160;S.)</p>
<p>In einer schlichten Balkengrafik hingegen w&uuml;rden die Werte stehen, wo sie hingeh&ouml;ren: vergleichbar untereinander. Das s&auml;he dann z.&#160;B. so aus (man k&ouml;nnte dann noch L&auml;ndercodes hinter die Firmennamen schreiben, dann w&uuml;rde die &Uuml;berschrift noch einen Sinn bekommen):</p>
<p class="gray"><img src="/images/Ruebenzucker.png" alt="" /><br />
Die R&uuml;bendaten ohne Zuckerguss</p>
<p>M&uuml;helos verschlimmern kann man alles mit <strong>Flugtorten</strong>, die in 3D herumschweben. Es ist ein wenig deprimierend, wie lange man &uuml;ber die Grafik irrt, um die 4 Zahlen sinnvoll zu ordnen. Dass wir Segmente noch schlechter erfassen und vergleichen k&ouml;nnen, wenn wir das r&auml;umlich tun sollen, n&auml;hrt den Verdacht, dass den Macher die Zahlen, die er darstellt, nicht die Bohne interessieren. Jon Peltier nannte diese Haltung unl&auml;ngst sehr treffend &#8222;Chartainment&#8220;.</p>
<table style="height: 40px;" border="0" width="198">
<tbody>
<tr>
<td><img src="/images/Verkauf_Wams4_270108_S43_Ausschnitt.png" alt="" /></td>
<td><img src="/images/Kreditportfolios.png" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="gray">Welt am Sonntag, 4,<br />
27.01.2008, S.&#160;43</td>
<td>
<p class="gray">Redesign der Torte</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Auch auf diese Torte, Typus <strong>&#8222;Mysterium&#8220;</strong> h&auml;tten wir gerne verzichtet. Noch mehr aber auf den Streich, die Werte teilgruppiert und teilsortiert, Start im Nirgendwo, anzuordnen und auf die mysteri&ouml;se Verwendung der Farben.</p>
<p class="gray"><img src="/images/Weltmeister_Handelsblatt111110608_S15_300px.png" alt="" /><br />
Mysteri&ouml;s: Unternehmen aus Orangeland gruppiert, japanische nicht (Handelsblatt 111, 11.6.2008, S.&#160;15)</p>
<p>Schade. Einfach <strong>unlesbar</strong>. Die Zahlen darin w&auml;ren durchaus interessant. Keine wilden Prognosen, sondern staatliche Realit&auml;t und das datendicht. Aber bis man alles geordnet und verstanden hat, ist auch das ernsthafteste Interesse verflogen.</p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/Ertraege_SZ164_160708_S38_600px.png', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Ertraege_SZ164_160708_S38_600px.png"><img src="/images/Ertraege_SZ164_160708_S38_450px.png" alt="" /></a><br />
Unlesbar&#160;&#8211; auch nach dem Klick zum Vergr&ouml;&szlig;ern (S&uuml;ddeutsche Zeitung, Nr.&#160;164, 16.07.2008, S.&#160;38)</p>
<p>Bei herk&ouml;mmlicher Darstellung k&ouml;nnte die Aufmerksamkeitsspanne ausreichen und die Frage bef&ouml;rdern, warum zwar von einem &Uuml;berschuss die Rede, der aber in den Zahlen nicht erkennbar ist.</p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/Redesign_Ertraege_SZ164_160708_S38_gross.png', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Redesign_Ertraege_SZ164_160708_S38_gross.png"><img src="/images/Redesign_Ertraege_SZ164_160708_S38_450_thumb.png" alt="" /></a><br />
Sogar verkleinert noch verst&auml;ndlich. Klicken vergr&ouml;&szlig;ert.</p>
<p>Wer noch nicht genug hat: Das bisher Gezeigte ist noch Konditoreiware. <a href="http://www.bildblog.de/1287/noch-ne-torte/">Bild zeigt</a>, wie man Mogeltorten rund macht, bei denen St&uuml;cke fehlen. </p>
<p>Zum Trost: in drei zuf&auml;llig durchgebl&auml;tterten Ausgaben des Wall Street Journal, <strong>die optimale Anzahl von Torten: 0</strong>.</p>
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		<title>Unter Piratenflagge segeln</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/logarithmus-3</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/logarithmus-3#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 12:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[logarithmische Skalierung]]></category>
		<category><![CDATA[MIS]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wall Street Journal]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Pirat zu sein, ist derzeit ziemlich ungefährlich. Die deutsche Marine wetzt allerdings schon die Enterhaken. Dennoch: im Berichtswesen sollten wir Freibeuter sein. In Übereinstimmung mit niemand Geringerem als dem Wall Street Journal.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pirat zu sein, ist derzeit ziemlich ungef&auml;hrlich. Die deutsche Marine wetzt allerdings schon die Enterhaken. Dennoch: Im Berichtswesen sollten wir Freibeuter sein. In &Uuml;bereinstimmung mit niemand Geringerem als dem Wall Street Journal.</strong></p>
<p>Piraten halten sich nicht an Konventionen. In der Wahl der Mittel zur Durchsetzung ihrer Interessen sind sie nicht zimperlich. Eben dieses Vorgehen empfehle ich allen, die ihr Berichtswesen ganz egoistisch im Sinne des eigenen Unternehmens &uuml;ber das &Uuml;bliche hinaus ver&auml;ndern wollen. Die Zeit ist g&uuml;nstig. Die Krise sch&auml;rft den Blick und verschiebt die Priorit&auml;ten. Z&ouml;gern und Zaudern sind out. Manches, was lange nur w&uuml;nschenswert schien, kann jetzt im Eiltempo endlich durchgesetzt werden.</p>
<p>Was hat das nun mit dem ehrw&uuml;rdigen &uuml;ber 100 Jahre alten &#8222;Journal&#8220; zu tun? Sehen wir uns dazu ein Beispiel vom 14.11.2008 an. Sowohl die B&ouml;rsen-Zeitung als auch das Journal zeigten den Verlauf der LSE. Das ist die Aktie der London Stock Exchange.</p>
<table border="0" margin: 16px auto 32px auto;>
<tbody>
<tr>
<td><a onclick="return openPopup('/images/LSE_Aktie_200px_mit_Anmerkungen.png', '');" href="images/LSE_Aktie_200px_mit_Anmerkungen.png"><img src="/images/LSE_Aktie_200px_mit_Anmerkungen_Ausschnitt.png" /></a></td>
<td><a onclick="return openPopup('/images/LSE_in_WSJ_logarithmisch_mit_Anmerkungen.png', '');" href="images/LSE_in_WSJ_logarithmisch_mit_Anmerkungen.png"><img src="/images/LSE_in_WSJ_logarithmisch_mit_Anmerkungen_Ausschnitt.png" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td><em>B&ouml;rsen-Zeitung <br />14.11.2008, S.&#160;3</em></td>
<td><em>The Wall Street Journal <br />14.11.2008, S.&#160;16</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die B&ouml;rsen-Zeitung zeigt den Verlauf der Aktie &uuml;ber etwa 17 Monate. Im Maximum erreicht sie etwa 2000 Pence, im Minimum etwas unter 416 Pence. Schauen wir uns zwei deutliche Ver&auml;nderungen innerhalb des Verlaufs an, in der Grafik orange markiert. Den sehr kurzfristigen Sprung um 44&#160;% in der j&uuml;ngsten Vergangenheit und den l&auml;ngeren Anstieg um 60&#160;% im vergangenen Jahr. Optisch ist der 60-Prozent-Anstieg mehr als dreimal so gro&szlig; wie der 44-Prozent-Sprung. Da 60&#160;% nur das 1,4-fache von 44&#160;% ist, ist die Verzerrung also erheblich.</p>
<p>Das WSJ zeigt den Verlauf der LSE-Aktie am selben Tag ebenfalls. Die Darstellung ist verzerrungsfrei. Der Grund ist simpel. Die Skala im Journal ist logarithmisch, die Skala in der B&ouml;rsenzeitung nicht.</p>
<p>Bemerkenswert ist, unter welcher Flagge die logarithmische Skala segelt. In der Legende zur Grafik hei&szlig;t es: </p>
<p><em>&#8222;The charts show the percentage change in each index&rsquo;s or stock&rsquo;s value, rather than the point change, for purposes of comparison.&#8220;</em> </p>
<p><strong>Von Logarithmus kein Wort. Stattdessen weist man schlicht daraufhin, dass die Skala Vergleichbarkeit der relativen Ver&auml;nderungen herstellt.</strong> Vom &uuml;blichen Argument, logarithmische Darstellungen w&uuml;rden nicht verstanden, l&auml;sst sich das Journal also nicht von einer korrekten Darstellung abhalten. Wie lahm das Argument ist, zeigt &uuml;brigens ein Blick in die Auflagen.</p>
<p>Das Wall Street Journal verkauft 2 Millionen Zeitungen t&auml;glich. Die New York Times, die ebenfalls vergleichbare Skalen zeigt, 1 Million. </p>
<p><img src="/images/Auflagenstaerken.png" alt="" /></p>
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		</item>
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		<title>Zahlenmensch, Grafikmensch</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/zahlenmensch-grafikmensch</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 09:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Data Mining]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Grafische Tabellen]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsdichte]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zahlenmensch liest Daten anders als der Grafikmensch. Stimmt das? Gibt es diese beiden Gattungen des Homo Numericus wirklich? Und müssen wir unsere Informationen diesem anders präsentieren als jenem?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wird Visualisierung diskutiert, ist schnell von zwei Unterarten der menschlichen Spezies die Rede. Der Zahlenmensch versteht und liebt Zahlen. Am ehesten, wenn sie ihm in Form einer Tabelle begegnen. Der Grafikmensch tut sich mit Zahlen schwer, versteht denselben Sachverhalt aber ebenso schnell, wenn er in Balken&#8209; und S&auml;ulenform daherkommt.</strong></p>
<p>Der von dieser Art Visualisierungsdarwinismus &Uuml;berzeugte begr&uuml;ndet das gern wie folgt: &bdquo;Stell Dir vor, Du sollst aus dieser Tabelle ableiten, wie stark das Konzernergebnis gestiegen ist. Das kann nur der Zahlenmensch.&ldquo;</p>
<p class="gray"><img src="/images/boss_tabelle_mit_Rahmen.png" alt="" /><br />
Quelle: <a href="http://annualreport07.hugoboss.com/de/10-jahres-ueberblick.html">Hugo Boss AG</a></p>
<p>Dann wird ein Bild etwa wie dieses hier gezeigt. &bdquo;Schau mal, wie das stattdessen in einer Grafik aussieht, da sieht man es doch sofort.&ldquo;</p>
<p class="gray"><img src="/images/boss_grafik_BC_mit_Rahmen.png" alt="" /><br />
Visualisierung der tabellarischen Darstellung (nur Konzernergebnis)</p>
<p>Menschen, die sich weder der einen noch der anderen Art zugeh&ouml;rig f&uuml;hlen, wenden gegen diese Beweisf&uuml;hrung zun&auml;chst ein wenig philosophisch Folgendes ein:</p>
<ol>
<li>Grunds&auml;tzlich codiert eine Grafik. Was codiert sie? Zahlen. Die Codierung muss decodiert werden, um verstanden zu werden, so dass wir doch wieder bei einer Zahl landen. Wer nicht wei&szlig;, was 50&#160;% bedeutet, wei&szlig; vermutlich auch wenig mit einer halben Torte anzufangen.</li>
<li>Auch der gr&ouml;&szlig;te Freund von Zahlen wird eine Grafik dort einsetzen, wo sie erhellend ist, und dort meiden, wo sie es nicht ist. Dass eine Grafik und eine Tabelle gleicherma&szlig;en geeignet sind, dasselbe darzustellen, und dass es auf den Betrachter ankommt, was besser verstanden wird, klingt recht theoretisch.</li>
<li>Wie wir anhand <a href="http://blog.bissantz.de/grafische-tabellen">Grafischer Tabellen</a> schon oft zeigen konnten, ist die Kombination grafischer Elemente gemeinsam mit Zahlen der reinen Tabelle ebenso wie der reinen Grafik &uuml;berlegen, so dass sich die Ausgangsfrage so gar nicht mehr stellt.</li>
</ol>
<p>Wer ganz konkret das obige Beispiel betrachtet, stellt fest: Die beiden Darstellungen sind nicht vergleichbar. In der Tabelle sehen wir die Ausgangswerte, die in der Grafik in Steigungen &uuml;bersetzt werden. Die Steigungen repr&auml;sentieren Ver&auml;nderungen. Also sehen wir in der Tabelle Jahreswerte und in der Grafik die Ver&auml;nderungen zwischen diesen Werten.</p>
<p>Was wird nun von allen Spezies am schnellsten verstanden? Vielleicht der schlichte Satz:</p>
<p class="gray"><img src="/images/Satz_zu_Boss_mit_Rahmen.png" alt="" /><br />
Eine informationsdichte Aussage.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wo rohe Balken sinnlos walten</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/abweichungen-zeigen</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 13:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Achsen abschneiden]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
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		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

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		<description><![CDATA[Stapelgrafiken, Torten- und Flächencharts sind ebenso verbreitet wie sinnlos. Das gilt für das Managementreporting genauso wie für Präsentationen und Massenmedien. Balken helfen dagegen - wenn sie Abweichungen zeigen statt Rohdaten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stapelgrafiken, Torten&#8209; und Fl&auml;chencharts sind ebenso verbreitet wie sinnlos. Das gilt f&uuml;r das Managementreporting genauso wie f&uuml;r Pr&auml;sentationen und Massenmedien. Balken helfen dagegen&#160;&#8211; wenn sie Abweichungen zeigen statt Rohdaten.</strong></p>
<p>Argumente <a href="http://blog.bissantz.de/hochstapeln">gegen das Stapeln</a> und eine <a href="http://blog.bissantz.de/referenzbalken">neue Alternative</a> hatten wir hier schon. Eine erste wichtige Ma&szlig;nahme gegen die Hochstapelei ist das Entstapeln der Daten:</p>
<p class="gray"><img src="/images/super-steuer-zapfsaeule.png" alt="Preise für Superbenzin in verschiedenen Ländern" /><br />Schon mal besser: Entstapelte Stapelgrafik</p>
<p>Das ist ein Fortschritt, aber man ist noch nicht zufrieden. Warum? Den Vergleich je Land k&ouml;nnen wir mit sogenannten <a href="http://blog.bissantz.de/referenzbalken">Referenzbalken</a> verbessern. Der Vergleich der Preise, Kosten und Steuern &uuml;ber die L&auml;nder hinweg ist aber auch damit noch nicht optimal.</p>
<p>Wir vergleichen, indem unser Auge die Unterschiede in den Balkenl&auml;ngen pr&uuml;ft. Genau diesen Unterschieden aber widmet meine erste Darstellung die geringste Anzahl an Pixeln. Ein viel gr&ouml;&szlig;erer Anteil an Pixeln wird f&uuml;r das Aufmalen des immer gleichen Minimums aufgewendet. So kommen die gleichen 97 Pixel f&uuml;r den Wert 126 in der Spalte Zapfs&auml;ule in allen 10 Zeilen vor. Jedoch: Die Lesbarkeit einer Grafik ist umso h&ouml;her, je mehr Pixel uns zur Abbildung von Ungleichem zur Verf&uuml;gung stehen.</p>
<p>Naivere Zeitgenossen und die <a href="http://blog.bissantz.de/pimpcharts">Entwickler von Excel</a> verf&uuml;hrt das zu der Annahme, man d&uuml;rfe die Achse abschneiden und damit die Unterschiede betonen. <a href="http://www.bella-beraet.de/proportionalitaetsgesetz">Man darf es nicht!</a></p>
<p>Was man darf und sogar muss, ist, sich zu entscheiden, was man eigentlich zeigen will. Bei Vergleichen ist das selten der rohe, unbehauene Datenwert, den die Statistik hergibt. <strong>Vielmehr wollen wir zeigen, ob und wie sehr die Daten von unserer Erwartung, vom Durchschnitt, vom Gewohnten, vom &Uuml;blichen, vom Typischen abweichen.</strong></p>
<p>Die Referenz dazu ist die Vergangenheit, ein Minimum, ein Maximum oder ein Durchschnitt. Daher liegen wir richtig, wenn wir zuallererst einmal die Abweichung vom Durchschnitt errechnen und von dort aus weiterdenken:</p>
<p class="pimg"><img src="/images/Diff_und_Abs_Werte_zusammen_gespiegelt_Durchschnitt.png" alt="Preise für Superbenzin in verschiedenen Ländern mit Abweichungen zum Durchschnitt" style="width: 507px; overflow: visible;"/></p>
<p>Ich finde, damit ist eine gute L&ouml;sung f&uuml;r die Daten oben gefunden. Wir lernen also: <strong>Rohdaten zeigen ist keine Analyse. Vergleichen hei&szlig;t Abweichungen zeigen.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Referenzbalken</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/referenzbalken</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/referenzbalken#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 15:27:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Farben]]></category>
		<category><![CDATA[Grafische Tabellen]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Stapelgrafik ging es das letzte Mal bereits an die Balken. Heute: Wie wir die Idee des Komponentenvergleichs durch Grafische Tabellen mit sogenannten Referenzbalken retten können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Grafische Tabellen erleichtern uns die analytische Arbeit ganz enorm. Sie sind nacharbeitungsfrei und damit automatisierbar. Ihre Attraktivit&auml;t l&auml;sst sich mithilfe neuer grafischer Elemente weiter steigern.</strong></p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/hochstapeln">Das letzte Mal</a> stellten wir kategorisch fest: Wollen wir mehr als zwei Kriterien optisch differenzieren, d&uuml;rfen wir sie nicht stapeln. Das trifft uns beim Vergleich von Komponenten. Wollen wir z.&#160;B. zeigen, wie sich der Benzinpreis in verschiedenen L&auml;ndern aus Grundpreis und Steuern zum Preis an der Zapfs&auml;ule addiert, so stapeln wir schnell zu hoch, da wir drei Kriterien darzustellen haben.</p>
<p>Eine erste L&ouml;sung bestand darin, mehr Raum zur Verf&uuml;gung zu stellen und jedem Kriterium eine eigene Spalte zu spendieren:</p>
<p class="gray"><img src="/images/ams_redesign_gt_basis1.png" alt="Superbenzin: Grundpreis, Steuern und Preis an der Zapfsäule im Ländervergleich" /><br />
Besser als eine herk&ouml;mmliche Stapelgrafik &ndash; aber es geht noch besser.</p>
<div class="gray" style="position: absolute; left: 470px; width: 210px;"><img src="/images/steuerstapel-ams-210px.jpg" alt="Superbenzin: Grundpreis, Steuern und Preis an der Zapfsäule im Ländervergleich" /><br />
Die Balken des Ansto&szlig;es: ein Diagramm aus der &#8222;auto motor und sport&#8220;, Nr.&#160;16/2008, S.&#160;3; ausf&uuml;hrlich <a href="http://blog.bissantz.de/hochstapeln">hier</a> besprochen.</div>
<p>Wir k&ouml;nnen nun alle Kriterien gut vergleichen und sehen jetzt schneller, dass Deutschland trotz der zweith&ouml;chsten Steuern insgesamt im Mittelfeld rangiert, weil wir gemeinsam mit &Ouml;sterreich den niedrigsten Grundpreis haben.</p>
<p>Aber: G&auml;nzlich verschwunden ist die urspr&uuml;ngliche Idee des Stapelns, den jeweiligen Anteil von Grundpreis und Steuer am Endpreis zu visualisieren. Daf&uuml;r liegen die Balken f&uuml;r Grundpreis und Steuer zu weit von den Balken f&uuml;r den Gesamtpreis entfernt. Wenn drei Komponenten zu hoch und eine Komponente zu tief gestapelt ist, dann sind es vielleicht deren zwei. Das zumindest ist die Idee der Referenzbalken. Mithilfe einer F&uuml;llgrafik bilden sie Haupt&#8209; und Teilkomponente gemeinsam ab. Redundanz wird dabei in Kauf genommen.</p>
<p><img src="/images/ams_redesign_referenzbalken.png" alt="Steuern und Grundpreis mit Referenzbalken" /></p>
<p>Jeder einzelne Balken liefert in blau den eigentlichen Wert, als Rahmen den Gesamtwert und als ungef&uuml;llter Teil des Rahmens den jeweils anderen Wert.</p>
<p><img src="/images/erklaerung-referenzbalken.png" alt="Detailansicht eines Referenzbalkens" /></p>
<p>In jeder Spalte sind jetzt folglich alle drei Kriterien grafisch repr&auml;sentiert, das aktuell betrachtete ist durch die Einf&auml;rbung hervorgehoben. In der ersten Spalte k&ouml;nnen wir jetzt eine kleine Regressionsanalyse per blo&szlig;em Auge durchf&uuml;hren. Zwischen der Sortierung nach Steuer und der Reihenfolge nach Gesamtpreis besteht ein gewisser Zusammenhang, wie wir sehen.</p>
<p>Insgesamt wird uns einmal mehr bewusst, worauf es uns in der analytischen Darstellung ankommen muss: das Vergleichen. Eine grafische Darstellung ist eben nur so gut, wie sie dem Auge das Vergleichen erleichtert. Vorab m&uuml;ssen wir entscheiden, womit wir vergleichen wollen. In der Originalgrafik und in meiner &Uuml;berarbeitung sind die verf&uuml;gbaren Pixel der Komponentenbetrach&shy;tung gewidmet. Dass auch das nicht in Balken geschnitzt sein muss, sehen wir uns <a href="http://blog.bissantz.de/abweichungen-zeigen">demn&auml;chst </a>an.</p>
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		<title>Hochstapeln ist out</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Aug 2008 16:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn Komponenten verglichen werden sollen, ist es üblich, das mit Hilfe von Stapelgrafiken zu tun. Genau das aber gelingt eher schlecht. Warum das so ist und welche Alternativen wir haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stapelgrafiken sind echte Hochstapler. Sie geben vor, Strukturen aufzudecken. Das aber scheitert regelm&auml;&szlig;ig&#160;&#8211; und ist auch noch konstruktionsbedingt. Warum das so ist und welche Alternativen wir haben.</strong></p>
<p>Stapelgrafiken begegnen uns recht h&auml;ufig. Ihre Idee ist, Strukturen aufzuzeigen: Wie setzen sich Dinge zusammen? Wie hat sich die Zusammensetzung ge&auml;ndert? Welche Komponenten sind hier wichtig, welche dort?</p>
<p>In den letzten Wochen wurde z.&#160;B. viel &uuml;ber den Benzinpreis diskutiert. Er setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Die wiederum sind in verschiedenen L&auml;ndern verschieden hoch. Wer dar&uuml;ber berichtete, zeigte das in dieser Form:</p>
<p class="gray"><img src="/images/steuerstapel.jpg" alt="Wie der Staat abkassiert" /><br />Wo ist die Steuer am h&ouml;chsten? Das beantworten nur die Zahlen. Die Grafik hilft dabei nicht. (auto motor und sport 16/2008, S.&#160;3)</p>
<p>Wie man sieht, funktioniert die Stapelei nur innerhalb eines Balkens so, wie sie soll. Das Auge kann gut unterscheiden, welchen Anteil eine Komponente am gesamten Balken hat. Und wir k&ouml;nnen noch die Balkenl&auml;ngen unterscheiden, die von einer gemeinsamen Grundlinie starten. Wir sehen also die Unterschiede der Gesamtpreise und die Unterschiede zwischen den Grundpreisen. Die Unterschiede zwischen den Steuern sehen wir nur dann vern&uuml;nftig, wenn wir die Zahlen zu Rate ziehen. Daher: <strong>Wollen wir mehr als zwei Kriterien optisch differenzieren, d&uuml;rfen wir sie nicht stapeln</strong>. Hier sind es drei (Grundpreis, Steuern, Endpreis). </p>
<p>Das zweite Beispiel zeigt die Stunden, die ein mittelst&auml;ndischer Betrieb f&uuml;r seine Steuererkl&auml;rungen aufwenden muss. Dargestellt sind vier Kriterien. Zun&auml;chst einmal l&ouml;blich: Eine Grafik mit immerhin 76 Werten findet man selten. In dem Focus, aus  dem sie stammt, war es die mit Abstand dichteste Strukturdarstellung.</p>
<p class="gray"><a href="http://blog.bissantz.de/images/Meilenstein_Focus_292008_S27.jpg"><img src="http://blog.bissantz.de/images/meilenstein_focus_292008_140708_s27_450px.png" alt="Und jährlich grüßt das Finanzamt" /></a><br />
Der Steinbr&uuml;ck und die Uhr sind Firlefanz, die hohe Informationsdichte ist l&ouml;blich, das Stapeln nicht (Focus 29/2008, 14.07.2008, S.&#160;27)</p>
<p>Wieder funktioniert die Grafik nur f&uuml;r den ersten Wert und den Gesamtwert. Alles andere sagen uns erst die Zahlenwerte, die hier in tabellarischer Qualit&auml;t eng und damit vergleichbar platziert sind. Vielleicht &uuml;berraschend: Deutschland ist nur im Mittelfeld. Streng genommen sollten die S&auml;ulen auch Balken sein, weil S&auml;ulen f&uuml;r Zeitreihen reserviert sind. </p>
<p>Zum &Auml;rgernis werden Stapelgrafiken, wenn die Segmente in ihrer Gr&ouml;&szlig;e stark voneinander abweichen und deswegen Werte gar nicht mehr zu platzieren sind. Wie sich die Milch macht, ist hier beim besten Willen nicht mehr zu erkennen:</p>
<p class="gray"><img src="/images/landwirtschaftssubventionen.jpg" alt="EU-Landwirtschaftssubventionen" /><br />
Wie hat sich die Milchsubvention ver&auml;ndert? Schwer zu sagen. Weil gestapelt wurde und kein Platz mehr f&uuml;r Werte ist. (Welt am Sonntag, 05.08.2007, S.&#160;23)</p>
<p><strong>Daher: Weg mit den Stapelgrafiken!</strong> Wer glaubw&uuml;rdig und verst&auml;ndlich sein will, verzichtet ganz aufs Hochstapeln und nimmt stattdessen eine <a href="http://blog.bissantz.de/grafische-tabellen">Grafische Tabelle</a>. F&uuml;r <a href="http://www.bella-beraet.de/stapelgrafik" target="_blank">gestapelte Zeitreihen</a> hat das Bella schon einmal demonstriert. Die Steuerstapel aus der auto motor und sport oben k&ouml;nnten dann so aussehen:</p>
<p class="gray"><img src="/images/super-steuer-zapfsaeule.png" alt="Die Benzindaten als Grafische Tabelle" /><br />
Schon viel besser: Grafik f&uuml;r die schnelle Orientierung, Zahlen f&uuml;rs Detail. Stapeln ist unn&ouml;tig.</p>
<p>Jedes Kriterium bekommt eine eigene Spalte und hat eine klar abgegrenzte, eigene grafische Repr&auml;sentation. &Uuml;ber die Platzierung der Werte m&uuml;ssen wir uns keine Gedanken machen.</p>
<p>Und das n&auml;chste Mal sehen wir uns einen <a href="http://blog.bissantz.de/referenzbalken">Kniff</a> an, mit dem wir die analytische Aussagekraft der Grafischen Tabelle nochmals deutlich steigern. Sp&auml;testens dann, so bin ich mir sicher, <a href="http://blog.bissantz.de/tod-der-businessgrafik">verlieren</a> Stapelgrafiken den letzten Fan&#160;&#8230;</p>
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		<title>Tod dem Dekogramm</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/dekogramm</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 15:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von der Business-Grafik haben wir uns schon verabschiedet, jetzt ist das Dekogramm dran. Die Lektüre von Spiegel, Focus und Co. liefert uns die Gründe dafür.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seine Liebhaber nennen es euphemistisch Infografik. Von guter Grafik, geschweige denn Information fehlt aber meist jede Spur. Ich nenne es Dekogramm und w&uuml;nsche ihm die vollst&auml;ndige Ausrottung.</strong></p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/heilige-kuh">Letztes Mal</a> waren wir so verblieben, dass Informationskultur von den Konsumenten ebenso eingefordert wie von den Produzenten bereitgestellt werden muss. Fangen wir gleich damit an: <strong>Wir wollen keine Infografiken mehr sehen!</strong></p>
<p class="gray"><img src="/images/globus_2.gif" alt="Infografik" /><br />Mit diesem und anderen Beispielen <a href="http://www.globus-infografik.de/produkte_globus.htm" target="_blank">wirbt</a> die dpa f&uuml;r die Dienste ihrer Tochter dpa-infografik. Spiralf&ouml;rmige Anordnung, wachsende Wappen, die Spirale selbst&#160;&#8211; alles steht dem raschen Verst&auml;ndnis des Zahlenvergleichs im Weg.</p>
<p>Zuerst die gute Nachricht: Man findet sie, wo man hinsieht, aber sie dominieren die grafische Darstellung nicht (mehr). In einer Stichprobe mit Capital, Focus, FTD, Neue Z&uuml;rcher Zeitung, Spiegel, S&uuml;ddeutsche Zeitung und WAMS fand ich die meisten Beispiele noch in Spiegel und Focus. In der Capital fand ich gerade mal eines, in der NZZ gar keins.</p>
<p>Dennoch, aus zwei Gr&uuml;nden, weg damit: Wo offen <a href="http://www.auergrafik.com/index.php?action=file&amp;name=wozu" target="_blank">&uuml;ber den Zweck r&auml;soniert wird</a>, bleiben wenig Zweifel, worum es geht. Der Leser soll emotionalisiert, die Botschaft soll ihm verkauft werden.</p>
<blockquote><p>Die Infografik &bdquo;verschafft uns einen sinnlichen Zugang in die Herzen der Leserinnen und Leser, weil sie mit Symbolen und leicht fa&szlig;lichen Illustrationen f&uuml;r die Aussage emotionalisiert werden, z.&#160;B. Wohnbau geht zur&uuml;ck&#160;&#8211; traurige Familie.&ldquo;<br /><a href="http://www.auergrafik.com/index.php?action=file&amp;name=wozu" target="_blank">Quelle: www.infografik.at</a></p></blockquote>
<p>Daf&uuml;r haben wir keinen Bedarf. Und sp&auml;testens ab jetzt sehen wir &uuml;ber jeder Infografik die Warnlampe Manipulation leuchten.</p>
<p>Der zweite Grund ist das kapitale Missverst&auml;ndnis, dem auch Infografiker ohne manipulative Absicht unterliegen. Dekoration verbessert Lesbarkeit und Verst&auml;ndnis nicht, wie die Szene annimmt, sondern verschlechtert sie, oft total. Selbst wenn die dekorativen Elemente die Daten nicht verzerren, was h&auml;ufig der Fall ist, muss das Auge all den Firlefanz ausfiltern, bevor es die eigentliche Information, den Wertvergleich, aufnehmen kann. Der Effekt ist so einfach nachzuvollziehen, wie er erfolgreich ignoriert wird. In Zukunft jedenfalls gibt es f&uuml;r die Verwendung von Dekogrammen reichlich Minuspunkte:</p>
<p><strong>1. Der Seitenf&uuml;ller (10 Minuspunkte)</strong><br />Das ist die harmlose Variante des Dekogramms. Die Zahlen sind immerhin durch die Dekoration nicht verzerrt. Die Darstellung ist lediglich trivial. So wie der Inhalt auch. Drei Zahlen ohne Vergangenheit, ohne zeitliche Entwicklung, ohne Vergleich mit anderen L&auml;ndern. Krawatte, Titel, Zahlenhintergrund alles rot. Dieses Diagramm signalisiert, was es ist: Ignorier mich, ich bin nur nett anzusehen.</p>
<p class="gray" style="height: 331px;"><img src="/images/nervensache_2.png" alt="Nervensache" style="float: left; margin-right: 8px;"/>Ein harmloses Diagramm vom Typus Seitenf&uuml;ller. Es tut nicht weh und kann ohne Schaden ignoriert werden. Quelle: Focus, Heft 29/2008, 14.07.2008, S.&#160;106.</p>
<p><strong>2. Der Murks (20 Minuspunkte)</strong><br />Hier wurde das Dekoelement vor die Information gestellt. Man wei&szlig; nicht sicher, wo der rote Balken enden soll, und der L&auml;ngenunterschied wird durch die Trapezform des Pokalfu&szlig;es optisch gespreizt. Da die Information trivial ist und die Zahlenwerte das Auge gut erreichen, geht das noch als Ungeschicklichkeit durch.</p>
<p class="gray" style="height: 259px;"><img src="/images/traum_spiegel_242008_090608_s18_verkleinert.png" style="float: left; margin-right: 8px;" alt="Traum vom Titel" />Vom Typus Murks: Hier braucht es ein Lineal um festzustellen, wo der rote Balken enden soll&#160;&#8211; an der rechten oberen Ecke. Quelle: Der Spiegel, Heft 24/2008, 09.06.2008, S.&#160;18.</p>
<p><strong>3. Verhinderter Neurath (30 Minuspunkte)</strong><br />Otto Neurath, dem Pionier der Bildsprache, verdanken wir die Idee, Zahlen anschaulich mit Hilfe von Piktogrammen darzustellen. Wenn es aber schief geht, irren die Augen hilflos hin und her, um ein paar Zahlen zu finden und zuzuordnen. Meistens geht es schief. Fl&auml;chige Repr&auml;sentationen sind immer problematisch. Flaggen zu verdehnen ist am Rande des guten Geschmacks.</p>
<div style="margin-bottom: 8px;"><img src="/images/t-mobile_2.png" alt="T-Mobile" style="margin-top: 12px; float: right;"/><img style="margin: 0 50px 4px 0;" src="/images/thyssenkrupp_2.png" alt="ThyssenKrupp" /></div>
<p class="gray">Gute Symbolik hilft. Schlechte strengt an. Von Fl&auml;chen und Flaggen sollte man besser die Finger lassen, sonst wird man doppelt missverstanden. Quelle: Der Spiegel, Heft 29/2008, 21.07.2008, S.&#160;69 und S.&#160;65.</p>
<p class="gray" style="margin: 16px 0 24px 0;"><img src="/images/Thyssen%20-%20Grafische%20Tabelle.png" style="margin-bottom: 8px;" alt="ThyssenKrupp, Grafische Tabelle" /><br />So h&auml;tten die Daten f&uuml;r ThyssenKrupp ausgesehen.</p>
<p class="gray"><img src="/images/T-Mobile%20-%20Grafische%20Tabelle.png" alt="T-Mobile, Grafische Tabelle" style="margin-bottom: 8px;" /><br />Und so die f&uuml;r T-Mobile. Was passiert? Man interessiert sich f&uuml;r die Zahlen.</p>
<p><strong>4. Der F&auml;lscher (70 Minuspunkte)</strong><br />Der verhinderte Neurath l&auml;sst sich steigern. Das Auge nimmt hier Fl&auml;chen wahr, ist darin nicht besonders gut, <a href="http://www.bella-beraet.de/torten-wahnsinn">wie wir wissen</a>, und irrt selbst dann noch. Die Idee des Grafikers ist hier in der Tat, Flaschen zu z&auml;hlen. Der Unterschied zwischen 2006 und 2007 ist fast 300&#160;%, die Fl&auml;che hat sich aber nur verdoppelt.</p>
<div><img src="/images/bionade_2.png" alt="Bionade" style="margin-right: 80px;"/><img src="/images/Bionade_Redesign.png" alt="Bionade" /></div>
<p class="gray">Nur wer die Flaschen z&auml;hlt, wird schlau aus dieser Grafik der Welt am Sonntag (Nr.&#160;26/2008, 29.06.08, S.&#160;34). Der Fl&auml;cheneindruck tr&uuml;gt n&auml;mlich gewaltig, wie <a href="http://www.bella-beraet.de/">Bellas</a> Redesign rechts zeigt.</p>
<p><strong>5. Der Manipulator (100 Minuspunkte)</strong><br />So harmlos sie aussieht, so faustdick hat es diese Grafik hinter den Pixeln. Das dekorative Elemente verdeckt nichts und verzerrt nichts. Viel schlimmer, es hilft die eigentliche T&auml;uschung zu verbergen. Man ist versucht, ein Spendenkonto f&uuml;r die Musikindustrie einzurichten. Der Trick hat wie so oft mit <a href="http://blog.bissantz.de/pimpcharts">abgeschnittenen Achsen</a> zu tun. Eine faire Darstellung der Wertver&auml;nderung von 25&#160;% w&uuml;rde das Gef&auml;lle der Zeitreihe hier so w&auml;hlen, dass die H&ouml;henver&auml;nderung etwa ein Viertel der L&auml;ngenver&auml;nderung betr&auml;gt. Hier sind es aber fast 100&#160;%. Das Gef&auml;lle wird daher dramatisiert. Der entscheidende Effekt ist aber nochmals an anderer Stelle zu finden. Der Endwert liegt nahe der X-Achse, also entsprechend unseren Sehgewohnheiten nahe an der Nulllinie. Die quer gesetzte Textzeile mit der Quellenangabe r&uuml;ckt die Nullinie optisch noch weiter an die Linie heran. Diese Grafik schreit uns entgegen: Der Umsatz mit Tontr&auml;gern ist abgest&uuml;rzt auf nahe null.</p>
<p class="gray" style="height: 243px;"><img src="/images/dur-moll_2.png" alt="Umsatz mit Tonträgern" style="float: left; margin-right: 8px;" /></a>Sieht harmlos aus, ist aber ein Vertreter vom gef&auml;hrlichen Typus Manipulator. Quelle: Der Spiegel, Heft 29/2008, 21.07.08, S.&#160;98.</p>
<p>Dass es auch ohne Murks und Manipulation geht und das die Leser trotzdem und deswegen fesselt, zeigen Beispiele aus den oben zitierten und anderen Quellen. Ein Vergleich der Fu&szlig;ballstars Diego und Franck Rib&eacute;ry kommt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als schlichte Tabelle daher. Warum auch nicht?</p>
<p class="gray" style="height: 370px;"><a href="http://blog.bissantz.de/images/diego_fas6_160208_s15_450.png"><img src="/images/diego-ribery_2.png" alt="Diego vs. Ribery" style="float: left; margin-right: 8px;" /></a>Zahlen sind spannend, wenn sie uns etwas bedeuten. Dann entscheidet nur noch die Ablesbarkeit dar&uuml;ber, wie schnell wir sie verstehen. Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Heft 6/2008, 10.02.2008, S.&#160;15.</p>
<p>Generell werden Diagramme schlichter, die Pixel werden den Daten und nicht der Dekoration gewidmet. Viele Grafiken in der Capital sind besonders nah an meinem pers&ouml;nlichen Ideal der <a href="http://blog.bissantz.de/grafische-tabellen">Grafischen Tabelle</a>. Dort sind selbst die Balken nicht mehr h&ouml;her als der Text.</p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/images/Geld_macht_gluecklich.jpg"><img src="/images/GeldMacht_capital.png" alt="Geld macht glücklich" /></a></p>
<p class="gray">Frei von Dekoration und Firlefanz, die Botschaft klar formuliert, selbst die Balken sind von wortgrafischer Qualit&auml;t. Quelle: Capital 10/2008, S.&#160;46.</p>
<p>Wir jedenfalls tun zweierlei: Dekogramme in Managementreports, Gesch&auml;ftsberichten, internen Befragungen, Memos kommen nicht infrage, es sei denn, man will seiner Karriere ein fr&uuml;hes Ende bereiten. In Magazinen, Zeitungen, Zeitschriften werden wir die Nase r&uuml;mpfen und immer gleich vermuten, dass uns da einer verladen will oder schlampig war. Wir werden meistens recht behalten.</p>
<p>Und wenn uns jemand fragt, was denn eine echte Infografik sei, dann zeigen wir auf die hier:</p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/images/Maeusebussarde_950.png"><img src="/images/Maeusebussarde_450.png" alt="Greifvögel"/></a></p>
<p class="gray">Jedes einzelne Pixel tr&auml;gt Information&#160;&#8211; das Optimum einer Infografik. Quelle: Welt am Sonntag, Nr.&#160;27/2008, 06.07.2008, S.&#160;66.</p>
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		<title>Pimp my Excel chart, Bill!</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/pimpcharts</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 15:32:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Grafische Elemente sollen das Auge lenken. So die Theorie. Viel öfter aber betrügen sie das Auge, zumindest in der Praxis. Wie man die häufigste Ursache für Blamagen umgeht: Excels Diagrammassistenten meiden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Grafische Elemente sollen das Auge lenken. So die Theorie. Viel &ouml;fter aber betr&uuml;gen sie das Auge, zumindest in der Praxis. Wie man die h&auml;ufigste Ursache f&uuml;r Blamagen umgeht: Excels Diagrammassistenten meiden.</strong></p>
<p>Wenn grafische Elemente Wertverh&auml;ltnisse illustrieren sollen, geht das mitunter schief. Die Grundregel ist einfach: <strong>Die grafischen Unterschiede m&uuml;ssen proportional zu den Wertunterschieden sein.</strong> Ein Blick in beliebige Magazine und Gesch&auml;ftsberichte zeigt, dass diese Regel oft verletzt wird. Das passiert vielen, ohne dass sie das eigentlich wollen. Die F&auml;lle, in denen <a href="http://blog.bissantz.de/quarks">bewusst verzerrt</a> wird, haben wir an anderer Stelle schon behandelt.</p>
<p>Wie schlimm die Verzerrung werden kann, zeigt ein Beispiel aus der SportAuto (Heft 6/2007, S.&#160;55). Ein aufw&auml;ndiger und kompetenter Test von Sportreifen war mit f&uuml;nf Grafiken garniert, die die tats&auml;chlichen Wertunterschiede grafisch bis zum 13-Fachen &uuml;bertrieben. Nicht zu glauben, aber wahr. (Zwei der Grafiken stehen rechts.)</p>
<p><img src="/images/tabelle_sportauto_lugenfaktor.png" alt="Lügenfaktor SportAuto" /><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt">Bei proportionaler Darstellung ist der l&auml;ngste Balken 3&#160;% l&auml;nger als der k&uuml;rzeste. Bei der SportAuto sind es 41&#160;%. Das ist eine &Uuml;bertreibung um den Faktor 12 (41,5/3,4). Beim Michelin 19&#8220; ist es sogar der Faktor 13 (24,4/1,9).</span></p>
<p>Wie kann derlei passieren, ohne dass wir Absicht unterstellen? Sehen wir uns an, wohin ein gutgl&auml;ubiger Anwender ger&auml;t, wenn er die Daten der SportAuto in Excel eingibt und den <strong>Diagrammassistenten </strong>benutzt:</p>
<p><img src="/images/excel_ergebnis_diagrammassistent.png" alt="Excel - Ergebnis mit Diagrammassistent" /><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt"><br />
Das wird in Excel aus den SportAuto-Daten: Der Diagrammassistent schneidet die Achse automatisch ab und verzerrt willk&uuml;rlich die optischen Wertunterschiede.</span></p>
<p><img src="/images/tabelle_excel_lugenfaktor.png" alt="Lügenfaktor des Diagrammassistenten von Excel" /><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt"> Kaum zu glauben, wie gro&szlig; die Verzerrung dadurch wird: Der l&auml;ngste Balken ist um 93&#160;% statt 3&#160;% l&auml;nger als der k&uuml;rzeste und &uuml;bertreibt damit um das 27-Fache (93,0/3,4).</span></p>
<p>Excel schneidet die Achsen ohne Hinweis darauf ab und generiert damit einen grafischen Totalschaden. Die &Uuml;bertreibungen &uuml;bertreffen die der SportAuto noch. Die Daten werden bis zum 27-Fachen verzerrt.</p>
<p><img src="/images/excel_richtigeskalierung.png" alt="Excel mit fairer Skalierung" /><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt"><br />
So sehen die Daten bei fairer, weil proportionaler Darstellung aus. Es geht um Zeitunterschiede von maximal 3&#160;%. Und so sieht die Grafik jetzt auch aus.</span></p>
<p>&Uuml;ber alledem schwebt wiederum die Frage, was eigentlich dargestellt werden soll. Ich vermute, man wollte im Fall der Grafik zum Trockenhandling die Performanceunterschiede unabh&auml;ngig von der Streckenl&auml;nge herausarbeiten. Die geringen relativen Differenzen w&uuml;rden sich ja zu gro&szlig;en absoluten Differenzen addieren, wenn nicht der 1700&#160;m lange Handlingkurs, sondern die 20,8&#160;km lange Hausteststrecke der SportAuto, die Nordschleife, befahren w&uuml;rde. Da w&auml;ren 3&#160;% bei einer Basiszeit von z.&#160;B.&#160;8&#160;:&#160;23 dann schon 8&#160;:&#160;38.</p>
<p>Soll dieser Unterschied herausgearbeitet werden, geht das grafisch korrekt auch mit Excel, indem man eben die Unterschiede zu einem Referenzwert abbildet. Hier zum bestem Reifen im Trockenhandling, dem Michelin mit 46,7 sec.</p>
<p><img src="http://blog.bissantz.de/images/excel_gegen_referenzwert.png" alt="Darstellung im Vergleich zu einem Benchmarkwert" /><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt"><br />
Unterschiede deutlich herauszuarbeiten geht auch ohne willk&uuml;rliche grafische Verzerrungen, wenn die Darstellungsidee stimmig ist und erkl&auml;rt wird. Hier sind es die Differenzen zum Testsieger beim Trockenhandling, dem Michelin (18 Zoll).</span></p>
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		<title>Warum Aufl&#246;sung schlau macht&#160;&#8211; Informationsdichte im Reporting</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/aufloesung</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 15:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Controlling]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Farben]]></category>
		<category><![CDATA[Grafische Tabellen]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsdichte]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Reporting]]></category>
		<category><![CDATA[Skalierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sparklines]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

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		<description><![CDATA[Was machen wir mit dem gewonnenen Platz, wenn unsere Darstellungen immer kompakter werden? Das haben wir uns letzte Woche schon gefragt und eine erste Antwort gegeben. Hier kommt die zweite: Wir werden schlauer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was machen wir mit dem gewonnenen Platz, wenn unsere Darstellungen immer kompakter werden? Das haben wir uns letzte Woche schon gefragt und eine erste Antwort gegeben. Hier kommt die zweite: Wir werden schlauer.</strong></p>
<p>Eine typische Businessgrafik, wie sie t&auml;glich millionenfach im Controlling erzeugt wird. Sie ist einigerma&szlig;en gelungen. Sie verzichtet auf unn&ouml;tige Farben; Werte und Beschriftung sind am richtigen Platz. Die Skala k&ouml;nnte noch weg, die Zeitbezeichner k&ouml;nnten weniger redundant sein.</p>
<p><img src="http://blog.bissantz.de/images/1_businessgrafik_v21.png" alt="Businessgrafik als Folie" /></p>
<p>Trotzdem sagt sie nicht viel. Wir wissen, dass der letzte Werte deutlich unter den Spitzenwerten von Oktober und November liegt und dass es zuletzt mehr runter als rauf ging. Ich finde, das bisschen Erkenntnis passt auch auf weniger Papier.</p>
<p>Wird die Darstellung kleiner, dann wird der beobachtete Zeitraum schnell l&auml;nger, und siehe da, wir lernen, dass das Auf und Ab einem Rhythmus folgt. <strong>Kaum zu glauben, aber wahr: Weil die Grafik kleiner wurde, lernen wir mehr.</strong> Warum ist das so? Wir k&ouml;nnen das am besten verstehen und &uuml;berblicken, was wir innerhalb der Augenspanne sehen k&ouml;nnen. F&uuml;r Informationen, die wir durch Hin&#8209; und Herbl&auml;ttern aufnehmen m&uuml;ssen, ist unser Gehirn nicht gebaut.</p>
<p><img src="http://blog.bissantz.de/images/2_sparkline_einzeln_v2a1.png" alt="Sparkline der Businessgrafik" /></p>
<p>Der gewonnene Platz steht uns jetzt f&uuml;r die Integration weiterer Vergleiche zur Verf&uuml;gung. Wir k&ouml;nnen &uuml;berpr&uuml;fen, ob die Entwicklung der Produktgruppe Precisio mit der anderer Produktgruppen vergleichbar ist. Oder wir k&ouml;nnen weitere Perspektiven anbieten oder vorhandene detaillieren. All das ist ein Ergebnis der Erh&ouml;hung von Aufl&ouml;sung.</p>
<p>Gegen&uuml;ber der Ausgangsgrafik mit 8 Werten liefert unsere Darstellung jetzt 576 Datenpunkte. Es ist wie beim Autofahren: Es gibt nichts sch&ouml;neres als Hubraum, au&szlig;er noch mehr Hubraum. <strong>Es gibt nichts sch&ouml;neres als Informationsdichte, au&szlig;er noch mehr Informationsdichte.</strong></p>
<p><img src="http://blog.bissantz.de/images/8_4dim-neu.png" alt="Informationsdichtes Dashboard mit Sparklines" /></p>
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		<title>Der Watzlawick des grafischen Designs: So verhunzt man Daten &#8211; garantiert, Teil I</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Sep 2007 12:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Dashboards]]></category>
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		<category><![CDATA[Historische Beispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>
		<category><![CDATA[Skalierung]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Sie die Konsumenten Ihrer Datengrafiken wirklich unglücklich machen wollen, befolgen Sie die Regeln, die der Statistiker Howard Wainer aufgestellt hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Bestseller des bekannten Psychotherapeuten Paul Watzlawick &bdquo;Anleitung zum Ungl&uuml;cklichsein&ldquo; lernen wir, wie wir garantiert ungl&uuml;cklich werden, oder wenn wir es schon sind, mit Sicherheit auch bleiben. Der amerikanische Statistiker Howard Wainer lehrt uns, wie wir die Konsumenten von Datengrafiken ins Ungl&uuml;ck st&uuml;rzen k&ouml;nnen. Es gilt die folgenden Regeln akkurat zu befolgen, dann bleibt der Erfolg nicht lange aus:</p>
<table id="bsp2" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="1">Zeigen Sie so wenig Daten wie m&ouml;glich. [Show as few data as possible (Minimize the data density)] Wenn eine Grafik droht, leer auszusehen, weil sie nur ein paar Datenwerte enth&auml;lt, f&uuml;llen Sie den Rest mit schm&uuml;ckenden Elementen aus, die nichts zur weiteren Erhellung des Sachverhalts beitragen.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2" align="center"><a href="images/Rule1_minimum_data_shown.png" onclick="return openPopup('/images/Rule1_minimum_data_shown.png', '');"></a><br />
<a href="images/Rule1_minimum_data_shown.png" onclick="return openPopup('/images/Rule1_minimum_data_shown.png', '');"><img src="images/Rule1_minimum_data_shown_thumb100.png" align="middle" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="2">Verstecken Sie, welche Daten sie zeigen. [Hide what data you do show] Dazu gibt es mehrere wirksame M&ouml;glichkeiten: Nehmen Sie ein auff&auml;lliges Rastergitter und drucken Sie die Daten schwach dar&uuml;ber. Oder: halten Sie sich sklavisch an die Regel, dass man <a href="http://blog.bissantz.de/skalierung">Nulllinien nicht abschneidet</a>, so dass die Variation der Daten auch dann verschwindet, wenn sie interessant w&auml;re.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2" align="center"><a href="images/EU-Landw_450px.png" onclick="return openPopup('/images/EU-Landw_450px.png', '');"><img src="images/EU-Landw_thumb100.png" align="middle" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="3">Ignorieren Sie grunds&auml;tzlich die Idee visueller Darstellungen. [Ignore the visual metaphor altogether] Wenn sich ihre Daten nach Gr&ouml;&szlig;e ordnen lassen und die verwendete grafische Repr&auml;sentation auch, bringen Sie trotzdem beides durcheinander. Sehr effektiv: Verwenden Sie eine Balkengrafik, aber sortieren Sie nach Alphabet.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2"><a href="images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert.png" onclick="return openPopup('/images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert.png', '');"></a><br />
<a href="images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert.png" onclick="return openPopup('/images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert.png', '');"><img src="images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert_thumb130.png" align="middle" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="4">Nur L&auml;nge z&auml;hlt [Only order matters] Verwenden Sie L&auml;nge als Ordnungskriterium, aber verwirren Sie das Auge des Lesers, indem Sie Fl&auml;chen zeigen. Damit quadrieren Sie auch noch den harmlosesten Unterschied.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2" align="center"><a href="images/OnlyOrderMatters.png" onclick="return openPopup('/images/OnlyOrderMatters.png', '');"><img src="images/OnlyOrderMatters_thumb130.png" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="5">Rei&szlig;en Sie Daten aus dem Zusammenhang. [Graph data out of context] Das klappt besonders gut bei Zeitreihen. Ein peinlich starkes Absinken eines Wertes? Starten Sie erst mit dem Zeitpunkt danach. Nur ein leichtes Schwanken: Skala vergr&ouml;&szlig;ern, X-Achse stauchen.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2" align="center"><a href="images/Hausmuell_spiegel_revised.jpg" onclick="return openPopup('/images/Hausmuell_spiegel_revised.jpg', '');"></a><br />
<a href="images/Hausmuell_spiegel_revised.jpg" onclick="return openPopup('/images/Hausmuell_spiegel_revised.jpg', '');"><img src="images/Hausmuell_spiegel_revised_thumb100.jpg" align="middle" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="6">Wechseln Sie die Skalierung in derselben Abbildung. [Change scales in mid-axis] Etwas f&uuml;r den Connaisseur. Man nehme zwei Reihen unterschiedlicher Gr&ouml;&szlig;enordnung, skaliere jede einzeln und setze beides zu einer Grafik zusammen.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2"><a href="images/Skala_inDerMitte_wechselnd.png" onclick="return openPopup('/images/Skala_inDerMitte_wechselnd.png', '');"></a><br />
<a href="images/Skala_inDerMitte_wechselnd.png" onclick="return openPopup('/images/Skala_inDerMitte_wechselnd.png', '');"><img src="images/Skala_inDerMitte_wechselnd_thumb130.png" align="middle" /></a></td>
</tr>
</table>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/watzlawick-2">Fortsetzung folgt</a>.</p>
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