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	<title>»Me, myself und BI« &#187; Cockpit</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>Zahlen zeigen mehr als Zeiger</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 15:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Ampel]]></category>
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		<description><![CDATA[Designhilfe: Mit analogen Anzeigen synchronisieren wir teils anspruchsvolle Handlungsabläufe und lernen das leichter als Roboter. Was das mit der Fage zu tun hat, ob Zeiger Managern den Weg zeigen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer eine Alternative zur Darstellung von Zahlen sucht, der l&auml;sst sich mitunter vom Design bew&auml;hrter Dinge wie Autos, Uhren und Ampeln leiten. Wir sehen uns an, was es dabei zu beachten gilt und ob sich die M&uuml;he der Codierung &uuml;berhaupt lohnt.</strong></p>
<p>Ich bin voreingenommen. Klassische, analoge, runde Anzeigen sind sch&ouml;n, bei Uhren wie bei Autos. Die &Auml;ra der digitalen Armbanduhren ging an mir vorbei. Und an den ebenfalls digitalen Bandtacho des Citroen CX meines Vaters wollte ich mich nie recht gew&ouml;hnen. An seine Luftfederung auch nicht. Als Kind auf der R&uuml;ckbank wurde mir regelm&auml;&szlig;ig schlecht. Das Auto wurde &uuml;berdies anstelle eines Alfa Romeo GTV angeschafft. Ich w&auml;re schon zu gro&szlig;, der Alfa zu klein.</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 4px;" src="/images/Ampel_mit_Zeiger-450px.jpg" alt="Analoge Ampel in Bochum." /><br /><a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/letmathe/2008/12/26/news-100793110/detail.html" target="_blank">Heuerampel</a> in Bochum: analog und seinerzeit sehr praktisch. Man erf&auml;hrt nicht nur, dass die Ampel rot ist, sondern auch wie lange noch.</p>
<p>Ich bin nochmals voreingenommen. Eine Zahl ist eine einfache, kompakte, eindeutige, platzsparende Beschreibung eines Faktums. Diese Vorteile zugunsten einer grafischen Umcodierung aufzugeben, daf&uuml;r bedarf es guter Gr&uuml;nde. Lassen sich welche finden?</p>
<p><strong>Analog als Folge der Mechanik</strong><br />
Fast immer stammen analoge Anzeigen aus einer Zeit, in der die Elektronik noch nicht erfunden war. Zahlen mechanisch anzuzeigen ist aufw&auml;ndig. Bei Armbanduhren hat es bis in unser Jahrtausend gedauert, bis man die Stopp&shy;funktion in Zahlendarstellung <a href="http://www.bella-beraet.de/stopp-digital">mechanisch</a> konstruieren konnte. Deswegen wird man nicht auf das Tragen eines klassisch sch&ouml;nen Chronographen mit analogen Totalisatoren verzichten. Im Informationsdesign aber ist das, was alt ist, noch lange kein Vorbild.</p>
<p><strong>Unbekannte Skalierungen</strong><br />
Die Heuerampel oben war eine beeindruckende Erfindung. Es gab sie von den 30ern bis in die 70er Jahre. Sie zeigt praktischerweise, wie lange die aktuelle Rot&#8209; oder Gr&uuml;nphase noch andauert. Allerdings tut sie das in einer zeitlichen Schrittweite, die wir erst erlernen m&uuml;ssen. Moderne Pendants zeigen die verbleibende Zeit in Sekunden mit Hilfe einer Digitalanzeige. Das ist besser.</p>
<p><strong>Informationsreduktion</strong><br />
Wenn wir Zahlen durch grafische Elemente ersetzen, nehmen wir eine Infor&shy;mationsreduktion in Kauf. Die &uuml;blichen Tankuhren funktionieren nur, weil wir gelernt haben: Mit einem halbvollen Tank kommen wir noch ganz sch&ouml;n weit. Sp&auml;testens wenn demn&auml;chst im Tank unserer Autos kein Benzin mehr ist, sondern Strom, wird uns bewusst werden, dass &#8222;halbvoll&#8220; keine Entschei&shy;dungs&shy;hilfe ist. Ebenso w&uuml;rde es Managern ergehen, wenn sie erf&uuml;hren: &#8222;Das Fertigwarenlager ist halb leer&#8220;. Also: 3&#160;:&#160;0 f&uuml;r die Zahl.</p>
<p><strong>Zeig die Zukunft</strong><br />
Unser Interesse gilt ohnehin weniger den F&uuml;llinhalten als ihren Konsequenzen. Wir wollen wissen, wie weit wir mit dem aktuellen Tankinhalt noch kommen. Wir wollen eine Prognose. Sogar ein Hauch Optimierung w&auml;re uns recht: Soll ich bereits nachtanken oder erreiche ich trotz Stau und anderer Unw&auml;gbar&shy;keiten noch sicher die besonders g&uuml;nstige Tankstelle und verringere oben&shy;drein die Standzeit an der Tankstelle? Ich meine daher: F&uuml;llstandszeiger liefern wenig Inspiration f&uuml;r gutes Informationsdesign.</p>
<p><strong>Synchronisierung</strong><br />
Robotern Tennis beizubringen, ist schwer. Ein Mensch lernt es hingegen ver&shy;gleichsweise leicht, Flugbahnen von Objekten abzusch&auml;tzen und mit eigenen Bewegungen zu koordinieren. Analoge Anzeigen scheinen mir dort im Vorteil, wo wir die Ann&auml;herung an einen bestimmten Wert mit einer eigenen Handlung synchronisieren m&uuml;ssen. Der Blick auf den Drehzahlmesser signalisiert die tats&auml;chliche Drehzahl nur grob, aber wir erfassen intuitiv und schnell die Ge&shy;schwindigkeit, mit der sich die Nadel dem roten Bereich bzw. einem sinnvollen Schaltpunkt n&auml;hert und wann dieser Punkt erreicht ist. In <a href="http://blog.bissantz.de/cup-porsche">Renn&shy;wagen</a> ist der Tacho zwar digital, die Anzeige der Drehzahl bleibt aber meist analog. Ein Punkt f&uuml;r die Zeiger.</p>
<p><strong>Ablesbarkeit</strong><br />
Auf einem Chronographen setzt sich die Stoppzeit aus der Anzeige mehrerer sogenannter Totalisatoren zusammen. Die Zeit muss also aus mehreren An&shy;zeigen zusammengesetzt werden. Das dauert. Verglichen mit einer Digital&shy;anzeige ist die Ablesbarkeit katastrophal. Wie schwer gute Ablesbarkeit ana&shy;log herzustellen ist, zeigt jeder Tacho. Eine kilometergenaue Anzeige &#8211;&#160;digital kein Problem&#160;&#8211; ist auf einer analogen Skala undenkbar.&#160;4&#160;:&#160;1 f&uuml;r die digitale Zahl.</p>
<p>Es lebe die Zahl. Als Ma&szlig; und Darstellung.</p>
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		<title>Vor allem zeig Deine Zahlen auch mal nicht</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/le-mans</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 15:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
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		<description><![CDATA[Zahlen sind ein Aspekt des Berichtens. Ohne die Zusammenhänge dahinter sehen wir nur soweit sie reichen. Das ist oft zu kurz. Was das mit dem Kampf zwischen Audi und Peugeot morgen in Le Mans zu tun hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zahlen sind ein Aspekt des Berichtens. Ohne die Zusammenh&auml;nge dahinter sehen wir nur soweit sie reichen. Das ist oft zu kurz. Was das mit dem Kampf zwischen Audi und Peugeot morgen in Le Mans zu tun hat. </strong></p>
<p>Die SportAuto haben <a href="http://www.bella-beraet.de/pimpcharts" target="_blank">Bella</a> und <a href="http://blog.bissantz.de/pimpcharts">ich</a> k&uuml;rzlich ob ihres Umgangs mit Zahlen und Grafiken durch den Kakao gezogen. Heute hat sie gro&szlig;es Lob verdient. Wurde mir doch eine alte Binsenweisheit des Controlling auf h&ouml;chst vergn&uuml;gliche Weise erneut vor Augen gef&uuml;hrt: <strong>Zahlen sind gut. Manchmal sind keine Zahlen besser.</strong> Immer dann n&auml;mlich, wenn sie Unterschiede nicht zu erkl&auml;ren verm&ouml;gen, auf die falsche Spur f&uuml;hren oder schlicht zu banal sind. Naturgem&auml;&szlig; glauben wir Zahlen sehr gerne. Ihre <a href="http://blog.bissantz.de/scheingenauigkeit">scheinbare Exaktheit</a> ist einfach zu verf&uuml;hrerisch. Diese Wirkung m&uuml;ssen wir wohldosiert nutzen. Das kann dazu f&uuml;hren, dass eine verantwortungsvolle Berichterstattung sie wegl&auml;sst oder zumindest nicht in den Mittelpunkt r&uuml;ckt oder die Argumentation darauf gr&uuml;ndet.</p>
<p><img src="http://blog.bissantz.de/images/uberwachung_monitoring_r10_450px1.png" alt="Überwachung Rennwagen" /><span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt"><br />Bevor man ab morgen die Performance-Zahlen in Le Mans versteht, muss man den Kontext im Detail kennen, dabei helfen Zahlen weniger als gedacht, Bild: Audi AG</span></p>
<p>Marcus Schurig von der SportAuto ist das vortrefflich gelungen (Heft 6/2008, S.&#160;114&#8211;121): Er fasste zusammen, was man f&uuml;r morgen wissen sollte. Morgen n&auml;mlich, am Samstag, den 14. Juni 2008, startet um 15:00&#160;Uhr das legend&auml;re 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Anders als bei der noch andauernden Fu&szlig;ball-EM muss man ein Kenner sein, will man der prolongierten Kreisfahrt etwas abgewinnen.</p>
<p>Mein Aha-Erlebnis: Die Zahlen allein helfen dabei kaum weiter. Im Gegenteil. Anw&auml;rter auf den Gesamtsieg sind Audi und Peugeot. Die Daten, die ich aus dem Schwestermagazin Auto Motor Sport habe, zeigen: Sowohl der Audi R10 als auch der Peugeot 908 fahren mit einem 12-Zylinder-Dieselmotor. Beide sind 2&#160;m breit und 1&#160;m hoch, haben 81 Liter im Tank, wiegen 900&#160;kg, und sind mit 650 bis 700 PS und 1100 bis 1200 Nm Drehmoment &auml;hnlich stark. Beide haben 5500 ccm Hubraum. Beide arbeiten mit dem gleichen maximal erlaubten Ladedruck von 2,94 bar.</p>
<p>Dennoch sind sie ganz anders. Der Audi ist offen. Der Peugeot ist geschlossen. Der Peugeot ordnet alles der Performance auf der Stra&szlig;e unter. Sein geschlossenes Cockpit erlaubt eine bessere &Uuml;berstr&ouml;mung, sein flacher bauender Motor einen tieferen Schwerpunkt. Das offene Cockpit des Audi k&uuml;hlt die Fahrer besser. Es gibt keine Probleme mit der T&uuml;rsicherheit oder der Effizienz der Scheibenwischer. Der Fahrerwechsel gelingt weitaus einfacher und damit schneller. Peugeot arbeitet mit einem Fahrwerk, das sich weicher abstimmen l&auml;sst. Das verbessert die Traktion, reduziert den Reifenverschlei&szlig; und die Fahrer k&ouml;nnen h&auml;rter &uuml;ber die Abweiser fahren. Der Peugeot ist bei Sch&auml;den weniger servicefreundlich, der Audi ist zuverl&auml;ssiger.</p>
<p>Marcus Schurig hat konsequent auf Tabellen und Diagramme verzichtet. Stattdessen tr&auml;gt er feinsinnig alles zusammen, was Hinweise auf die Wirkung der Konzepte gibt. Er h&auml;lt sich an wesentliche Elemente jeder Analyse. Er sucht und vergleicht die Variablen, die eine Rolle spielen, vergleicht sie und stellt Hypothesen zu Ursache und Wirkung auf. Er ist dabei so findig, wie man sein muss, wenn Informationen nur unvollst&auml;ndig vorliegen, denn weder Audi noch Peugeot sind besonders redselig, was ihre Konzepte und Strategien angeht.</p>
<p>Und f&uuml;r uns Berichtemacher gilt: Mit den Zahlen ist es wie mit den Fahrern in Le Mans: Nur im Kontext entfaltet sich ihre Leistung.</p>
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		<title>Wenn schon analog, dann bitte digital</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 11:23:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind Zahlen und keine Zeiger. Geschwindigkeit übrigens auch. Deswegen lesen Profis sie nur digital und nie analog ab. Was Informationsdesigner von den Instrumenten im Cup-Porsche lernen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind Zahlen und keine Zeiger. Geschwindigkeit &uuml;brigens auch. Deswegen lesen Profis sie nur digital und nie analog ab.</strong></p>
<p>Eine Analogie, so sagt das Fremdw&ouml;rterbuch, ist eine Entsprechung, &Auml;hnlichkeit, Gleichartigkeit. Von Analogien l&auml;sst sich immer wieder lernen. K&uuml;rzlich haben mich die Fortschritte in der Produktion hier fragen lassen, ob und wie wir mehr <a href="http://blog.bissantz.de/bi-robot">Automation und Wirtschaftlichkeit </a>ins Controlling bringen.</p>
<p>Autofahrer, Piloten, Astronauten, Lokf&uuml;hrer und Manager lesen Instrumente ab. Die angezeigten Werte sollen verraten, wie es um Auto, Jet, Raumschiff, Lok und Betrieb bestellt ist. Es liegt nahe, Erfahrungen aus dem einen im anderen Bereich zu nutzen. Dabei gilt es genau hinzusehen. Selten sind die Bedingungen so &auml;hnlich, dass eine &Uuml;bertragung bruchfrei gelingt.</p>
<p class="sample"><a href="images/Cockpit_800px.png" onclick="return openPopup('/images/Cockpit_800px.png', '');"><img src="/images/cockpit_450px.png" /></a><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt">Cockpit eines Cup-Porsche. Zum Vergr&ouml;&szlig;ern bitte anklicken.</span></p>
<p>Bleiben wir beim Automobil. Als Vorbild kommt dort nur der Rennsport in Frage. Es geht regelm&auml;&szlig;ig um hohe Investitionen. Das Verlustrisiko ist hoch. In allen Phasen wird unter h&ouml;chstem Zeitdruck gearbeitet. Fehler wirken sich dramatisch aus. Es gibt kaum Raum f&uuml;r Korrekturen. Aus der Volkswirtschaftslehre d&uuml;rfen wir ableiten, dass nur unter solchen Extrembedingungen Systeme mit idealtypischem Charakter reifen. Das gilt auch f&uuml;r Hilfssysteme, wie die Instrumentierung im Rennwagen.</p>
<p>Was f&auml;llt am meisten auf?</p>
<p>Die Geschwindigkeit wird digital angezeigt. Keine Skala. Keine Zeiger. Warum? Es kommt dem Fahrer darauf an, in Sekundenbruchteilen ablesen zu k&ouml;nnen, ob die Geschwindigkeiten an Bremspunkt, Kurveneingang und Kurvenausgang sind, wie sie sein sollen. Dabei z&auml;hlt jedes km/h. Jede grafische Chiffrierung w&uuml;rde die Ablesbarkeit erschweren.</p>
<p>Dass sich Analogtachos im normalen Auto weiter halten, ist der Mode geschuldet und dem Umstand, dass die Kurveneingangsgeschwindigkeit am Nordring 98 und anderswo gesetzlich limitiert und keiner Optimierung unterworfen ist. Dass sich Analogtachos auch im Managementberichtswesen weiter halten, ist ebenfalls einer Mode geschuldet, die sich allerdings einer falsch verstandenen Analogie bedient. Denn welches Interesse haben Manager an der Chiffrierung ihrer Kennzahlen, die nun einmal Zahlen sind?</p>
<p>Dass nur Digitaltachos wahrhaft sportlich sind, k&ouml;nnte an dieser Mode eines Tages etwas &auml;ndern, wenn auch aus den falschen Gr&uuml;nden.</p>
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		<title>Wegweiser statt Stoppsignale</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/wegweiser-statt-stoppsignale</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2005 13:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In derselben Linie zweifelhafter Analogien wie das Dashboard finden wir die Ampelfunktion. Was sind die Alternativen zu diesem so gescholtenen Paradigma, wie können wir dem Management dennoch schnelle Orientierungshilfe geben?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Intelligente Ampelfunktion f&uuml;rs Controlling</h2>
<p><strong>In derselben Linie zweifelhafter Analogien wie das Dashboard<br />
finden wir die Ampelfunktion.</strong></p>
<p>Im Leben des Automobilisten liefert eine Ampel zwei klare Signale, Anhalten bei Rot, Weiterfahren bei Gr&uuml;n. In der betrieblichen Realit&auml;t vermissen wir diese Klarheit schmerzlich, jedoch verm&ouml;gen sie auch bunt eingef&auml;rbte Berichte nicht herzustellen. An der Ampel haben wir nur die Alternative anzuhalten oder weiterzufahren. Ein Unternehmen hat demgegen&uuml;ber unz&auml;hlige M&ouml;glichkeiten, auf rote oder gr&uuml;ne Signale zu reagieren.</p>
<p>Paradoxerweise geht die unzul&auml;ssige Vereinfachung des Ampelparadigmas mit einer str&auml;flich komplexen Bedienung einher. An anderer Stelle haben wir das bereits ausf&uuml;hrlich beleuchtet: Bei multidimensionalen Abweichungslagen multipliziert die Ampelfunktion die Warnsignale unn&ouml;tig entlang der Berichtshierarchien. Zudem gleicht die zweckm&auml;&szlig;ige Einstellung der Abweichungsparameter in gr&ouml;&szlig;eren Modellen einer Sisyphusarbeit.</p>
<p>Auch die Farbwahl bereitet nicht nur farbenblinden Menschen Schwierigkeiten. Zwischen Gr&uuml;n&#8209; und Gelbt&ouml;nen vermag das Auge keine schnelle Reihung herzustellen. Deshalb arbeiten wir bei Farbcodierungen grunds&auml;tzlich mit Einfarbskalen, deren Abstufungen das Auge rasch in eine Reihenfolge bringen kann.</p>
<p>Was sind die Alternativen zum so gescholtenen Ampel&shy;paradigma, wie k&ouml;nnen wir dem Management dennoch schnelle Orientierungshilfe geben? Mehrere parametrierungsfreie Mechanismen haben sich in der Praxis bereits bew&auml;hrt, um statt einfacher Stoppsignale wegweisende Informationen zu liefern:</p>
<p><strong>Automatische Navigation und Trompetenkurve</strong></p>
<p>Die <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/navigation.asp">Navigation</a> begegnet dem Problem multipler Warnsignale und ist insbesondere bei vielen Dimensionen eine gro&szlig;e Hilfe. Sie berechnet den schnellsten Weg zu den Ursachen einer Abweichung auch durch gro&szlig;e, ver&auml;stelte Hierarchien.</p>
<p>Die <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/trompetenkurve.asp">Trompetenkurve</a> zeigt anschaulich mithilfe eines sich zunehmend verengenden Korridors, wie viel kumulierte Abweichung erlaubt ist, ohne das Ziel endg&uuml;ltig unerreichbar zu machen. Bei ungl&uuml;cklicheren Konstellationen prognostiziert sie schon fr&uuml;h auf der Wegstrecke, wie weit entfernt vom Zielpunkt die Istwerte landen werden.</p>
<p><strong>Hypertree und Powersearch</strong></p>
<p>Ebenfalls ohne Parametrierung kommen Listungsverfahren aus, die Effekte einzeln oder kombinatorisch aufzeigen. Dazu geh&ouml;ren der <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/analytische_vorschau.asp">Hypertree</a> und <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/rangfolge.asp">PowerSearch</a>. Sie zeigen vor allem auf, wohin der Controller seine Aufmerksamkeit richten sollte, um drohendes Unheil rechtzeitig zu erkennen.</p>
<p><strong>Automatische Trendberechnung</strong></p>
<p>In Kombination mit dem im <a href="http://blog.bissantz.de/dashboard-vs-sparklines/">Teil II</a> dieser Serie vorgestellten Sparklinecockpit eignen sich automatisch berechnete Trendpfeile. Informationsdicht und kompakt zeigen sie unmittelbar, wohin eine Wertreihe tendiert.</p>
<p style="text-align: center"><img src="/images/trashboard/trendpfeile.png" border="0" height="289" width="171" /></p>
<p>Dabei wird auf die Vereinfachung, die in vielen Tageszeitungen &uuml;blich ist, verzichtet. Dort werden auch mikroskopisch kleine Ver&auml;nderungen von B&ouml;rsenindizes immer im selben Steigungswinkel von 45 Grad dargestellt. Hat ein Index sich um 0,03 Prozentpunkte verbessert, weist der Pfeil steil zum Himmel, hat er sich um 0,03 Prozentpunkte verschlechtert, weist er steil nach unten.</p>
<p>Unser Mechanismus bildet die Steigung der Trendlinie geometrisch korrekt ab. Den Ma&szlig;stab gibt dabei die grafische Skalierung der Reihe vor, auf die sich der Trendpfeil bezieht.</p>
<p>Was wir f&uuml;r <a href="http://www.wortgrafiken.de">dichtes und kompaktes Informationsdesign</a> tun&#160;&#8230;</p>
<p>Lesen Sie weiter:<br />
<a href="http://blog.bissantz.de/dashboard-oder-trashboard/">Teil I&#160;&#8211; Dashboard oder Trashboard?</a><br />
<a href="http://blog.bissantz.de/dashboard-vs-sparklines/">Teil II&#160;&#8211; Dashboards vs. Sparklines</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dashboard vs. Sparklines</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/dashboard-vs-sparklines</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2005 14:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA["Führungskräfte gieren nach Verdichtung, nach Informationen auf einer Seite." Rolf Hichert bringt es auf den Punkt. Und wird dabei gerne missverstanden, wie die Marketingoffensive für Managementtachos zeigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;F&uuml;hrungskr&auml;fte gieren nach Verdichtung, nach Informationen auf einer Seite.&#8220; Rolf Hichert* bringt es auf den Punkt. Und wird dabei gerne missverstanden, wie die Marketingoffensive f&uuml;r Managementtachos zeigt.</strong></p>
<p>Gute Managementberichte komprimieren die zur Steuerung n&ouml;tigen Informationen auf eine einzige Berichtsseite. Dazu muss, was &uuml;blicherweise auf mehrere Berichtsseiten verteilt ist, verlustfrei auf eine Seite gebracht werden. Managementtachos komprimieren nicht, sie reduzieren.</p>
<p>Der Platzbedarf der Managementtachos ist enorm.</p>
<p class="pimg"><img src="/images/trashboard/dashboard-ausschnitt2.jpg" border="0" alt="" width="295" height="84" /></p>
<p class="imgcaption">Typische Dashboard-Anzeige, verkleinert</p>
<p>F&uuml;r den r&auml;umlichen Gegenwert von nur drei (!) Tachos liefert das beispielhafte Pivottabellencockpit in <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/">DeltaMaster</a> etwa <strong>sechzigmal</strong> mehr Information: Sieben Kenngr&ouml;&szlig;en in vier verschiedenen Wertarten spannen eine Datenmatrix mit 28 Werten auf. Da die letzte, aktuelle Zahl ohne den zeitlichen Kontext wenig aussagekr&auml;ftig ist, erg&auml;nzen Sparklines je Datenzelle weitere 12 Monatswerte in Balkendarstellung. (Der letzte dreizehnte Balken repr&auml;sentiert die aktuelle Zahl und wird daher nicht mitgez&auml;hlt.) Daraus ergeben sich insgesamt 364 Werte. Rechnet man die Aussage des Tachos, ob sich der aktuelle Wert im roten, gelben oder gr&uuml;nen Bereich befindet hinzu, so stehen diesen 364 Informationspunkten nur 6 gegen&uuml;ber.</p>
<p class="pimg"><img style="margin-bottom: 12px" src="/images/trashboard/sparklines.png" border="0" alt="" width="605" height="160" /></p>
<p>Hat man eine &uuml;berzeugende Mimik gefunden, wohin ein Wert auf der Farbskala geh&ouml;rt, so l&auml;sst sich auch diese Aussage auf einfache und Platz sparende Weise in einen informationsdichten Bericht integrieren.</p>
<p class="pimg"><img style="margin-bottom: 12px" src="/images/trashboard/sparklines_colors.png" border="0" alt="" width="605" height="160" /></p>
<p>Allerdings ist es keine leichte Aufgabe, ein allgemein verst&auml;ndliches Schema zu entwickeln, das kontextsensitiv eine &uuml;berzeugende Zuordnung zu den Farbbereichen vornimmt. W&auml;hrend ein hoher Umsatz in einem &uuml;blicherweise schwachen Monat viel Gr&uuml;n verdient, gilt das nicht mehr f&uuml;r den gleichen Wert in einem normalerweise starken Monat. Wir meinen, dass die beste Repr&auml;sentation von Zahlen immer noch darin besteht, eben diese Zahlen zu zeigen.</p>
<p class="gray">* Prof. Dr. Rolf Hichert, is report 6/2005, S.&#160;16</p>
<p>Was wir f&uuml;r <a href="http://www.wortgrafiken.de/">dichtes und kompaktes Informationsdesign</a> tun&#160;&#8230;</p>
<p>Lesen Sie weiter:<br />
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