<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>»Me, myself und BI« &#187; Financial Times Deutschland</title>
	<atom:link href="http://blog.bissantz.de/index.php/tag/financial-times-deutschland/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.bissantz.de</link>
	<description>Bissantz denkt nach</description>
	<lastBuildDate>Wed, 25 Jan 2012 11:54:38 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Noch mehr Torten</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/noch-mehr-torten</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/noch-mehr-torten#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 11:31:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Farben]]></category>
		<category><![CDATA[Financial Times Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[FTD]]></category>
		<category><![CDATA[Handelsblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Reporting]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Tortendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Wall Street Journal]]></category>
		<category><![CDATA[WamS]]></category>
		<category><![CDATA[Welt am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/?p=849</guid>
		<description><![CDATA[Torten, Teil 2. Gestückelt, fliegend, unleserlich oder schlicht überflüssig. Und immer: eine dünner als die andere. Aus FTD, Handelsblatt, WamS und SZ.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So viele schlimme Beispiele konnte man einfach nicht in einen Artikel packen. Daher hier die zweite H&auml;lfte. Wenn ihre Urheber sie nur essen m&uuml;ssten. Dann w&auml;re der Spuk bald vorbei.</strong></p>
<p>So schlimm wie in Zeitstrukturtorten kommt es nicht immer. Standard ist eher der Typus <strong>&#8222;Die &Uuml;berfl&uuml;ssige&#8220;</strong>. Es ist eben so, wir k&ouml;nnen Segmente schwer sch&auml;tzen. Wenn sie zuf&auml;llig &frac14;, &frac12; oder &frac34; betragen, geht es noch, da wir Winkel von 90&#176; und 180&#176; gut erkennen. Sonst aber sind wir chancenlos. Diese Torte muss man lesen, um sie zu verstehen:</p>
<p class="gray"><img src="/images/FTD_21112008_S18_400px.png" alt="" /><br />
Tortensorte &#8222;Die &Uuml;berfl&uuml;ssige&#8220; (Financial Times Deutschland, 21.11.2008, S.&#160;18)</p>
<p>Wenn wir sie erst lesen m&uuml;ssen, welchen Mehrwert liefern dann die grafischen Elemente? Und wenn man sie dann gelesen hat, ist man entt&auml;uscht. Mickrige Daten mit viel Zuckerguss. Das Redesign macht klar: Wenig Daten und viel Verpackung ist wenigstens f&uuml;r uns und das Managementreporting keine Option. Wenn man nur vier Datenpunkte hat, dann sollte man damit auch nicht herumdrucksen:</p>
<p class="gray"><img src="/images/Verschuldung_US.png" alt="" /><br />
Man schaut zweimal hin, es waren tats&auml;chlich nur vier Datenpunkte</p>
<p>Mit wenig Daten sind Torten pathetisch. Mit vielen Daten sind sie einfach nur schwer zu beschriften. In der originalen <strong>St&uuml;ckeltorte</strong> sehen wir: zwei Elemente machen je ein Viertel des Marktes aus. Da haben wir mal Gl&uuml;ck, weil wir 90&#176;-Segmente schnell erkennen. Um den Rest zu verstehen, fangen die Augen an, im Kreis zu fahren. Man kann sich das Gefrickel vorstellen, das n&ouml;tig war, die Verbindungslinien zu zeichnen.</p>
<p class="gray"><img src="/images/Marktf_FTD_16070_300px.png" alt="" /><br />
Zertst&uuml;ckelte R&uuml;bentorte (Financial Times Deutschland, 16.07.2008, o.&#160;S.)</p>
<p>In einer schlichten Balkengrafik hingegen w&uuml;rden die Werte stehen, wo sie hingeh&ouml;ren: vergleichbar untereinander. Das s&auml;he dann z.&#160;B. so aus (man k&ouml;nnte dann noch L&auml;ndercodes hinter die Firmennamen schreiben, dann w&uuml;rde die &Uuml;berschrift noch einen Sinn bekommen):</p>
<p class="gray"><img src="/images/Ruebenzucker.png" alt="" /><br />
Die R&uuml;bendaten ohne Zuckerguss</p>
<p>M&uuml;helos verschlimmern kann man alles mit <strong>Flugtorten</strong>, die in 3D herumschweben. Es ist ein wenig deprimierend, wie lange man &uuml;ber die Grafik irrt, um die 4 Zahlen sinnvoll zu ordnen. Dass wir Segmente noch schlechter erfassen und vergleichen k&ouml;nnen, wenn wir das r&auml;umlich tun sollen, n&auml;hrt den Verdacht, dass den Macher die Zahlen, die er darstellt, nicht die Bohne interessieren. Jon Peltier nannte diese Haltung unl&auml;ngst sehr treffend &#8222;Chartainment&#8220;.</p>
<table style="height: 40px;" border="0" width="198">
<tbody>
<tr>
<td><img src="/images/Verkauf_Wams4_270108_S43_Ausschnitt.png" alt="" /></td>
<td><img src="/images/Kreditportfolios.png" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="gray">Welt am Sonntag, 4,<br />
27.01.2008, S.&#160;43</td>
<td>
<p class="gray">Redesign der Torte</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Auch auf diese Torte, Typus <strong>&#8222;Mysterium&#8220;</strong> h&auml;tten wir gerne verzichtet. Noch mehr aber auf den Streich, die Werte teilgruppiert und teilsortiert, Start im Nirgendwo, anzuordnen und auf die mysteri&ouml;se Verwendung der Farben.</p>
<p class="gray"><img src="/images/Weltmeister_Handelsblatt111110608_S15_300px.png" alt="" /><br />
Mysteri&ouml;s: Unternehmen aus Orangeland gruppiert, japanische nicht (Handelsblatt 111, 11.6.2008, S.&#160;15)</p>
<p>Schade. Einfach <strong>unlesbar</strong>. Die Zahlen darin w&auml;ren durchaus interessant. Keine wilden Prognosen, sondern staatliche Realit&auml;t und das datendicht. Aber bis man alles geordnet und verstanden hat, ist auch das ernsthafteste Interesse verflogen.</p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/Ertraege_SZ164_160708_S38_600px.png', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Ertraege_SZ164_160708_S38_600px.png"><img src="/images/Ertraege_SZ164_160708_S38_450px.png" alt="" /></a><br />
Unlesbar&#160;&#8211; auch nach dem Klick zum Vergr&ouml;&szlig;ern (S&uuml;ddeutsche Zeitung, Nr.&#160;164, 16.07.2008, S.&#160;38)</p>
<p>Bei herk&ouml;mmlicher Darstellung k&ouml;nnte die Aufmerksamkeitsspanne ausreichen und die Frage bef&ouml;rdern, warum zwar von einem &Uuml;berschuss die Rede, der aber in den Zahlen nicht erkennbar ist.</p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/Redesign_Ertraege_SZ164_160708_S38_gross.png', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Redesign_Ertraege_SZ164_160708_S38_gross.png"><img src="/images/Redesign_Ertraege_SZ164_160708_S38_450_thumb.png" alt="" /></a><br />
Sogar verkleinert noch verst&auml;ndlich. Klicken vergr&ouml;&szlig;ert.</p>
<p>Wer noch nicht genug hat: Das bisher Gezeigte ist noch Konditoreiware. <a href="http://www.bildblog.de/1287/noch-ne-torte/">Bild zeigt</a>, wie man Mogeltorten rund macht, bei denen St&uuml;cke fehlen. </p>
<p>Zum Trost: in drei zuf&auml;llig durchgebl&auml;tterten Ausgaben des Wall Street Journal, <strong>die optimale Anzahl von Torten: 0</strong>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.bissantz.de/noch-mehr-torten/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Torten: zum Essen, nicht zum Messen</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/torten-essen-nicht-messen</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/torten-essen-nicht-messen#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Dec 2008 19:42:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Financial Times Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Grafische Tabellen]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Tortendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Tortengrafik]]></category>
		<category><![CDATA[Tufte]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/?p=669</guid>
		<description><![CDATA[Erst Gänse, Enten, Lebkuchen, jetzt noch mehr Gebäck. Dieser Artikel ist nichts für Leute mit schwachem Magen. Trotzdem: Sie müssen weg, die Torten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erfunden hat sie William <a href="http://www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=00018S&amp;topic_id=1">Playfair</a>. Das ist 207 Jahre her. Genauso alt schmecken sie auch: Tortengrafiken. Meistens jedenfalls. Experten hassen sie sowieso. Trotzdem sind sie verbreitet wie keine zweite Grafikform. Warum eigentlich?<br />
</strong></p>
<p>Nehmen wir es vorweg: Die Verwendung  von Torten verr&auml;t fast immer den grafischen Anf&auml;nger. Wie ich zeigen will, sind die Fallstricke, in denen sich der Tortenfan verheddern kann, so zahlreich, dass die Gefahr gro&szlig;er Blamage nur der Neuling und der aber unfreiwillig auf sich nimmt.</p>
<p>Die meisten Torten gl&auml;nzen durch Trivialit&auml;t und handwerkliche M&auml;ngel. Das erste Beispiel geh&ouml;rt zu dieser Sorte <strong>Altgeb&auml;ck</strong>:</p>
<p class="gray"><img src="/images/GrosseSummen_400px.png" alt="" /><br />
Altgeb&auml;ck: Nicht weiter sch&auml;dlich, aber auch nicht erhellend<br />
(Financial Times Deutschland vom 21.11.2008, S. A4)</p>
<p>Triviales wird trivial dargestellt. Prozentanteile fehlen, der Leser soll sie erahnen oder errechnen. Meist nicht weit entfernt von M&auml;ngeln an darstellerischem Ehrgeiz sind inhaltliche M&auml;ngel. Anders als es Beschriftung und Text suggerieren, finden wir f&uuml;r den &#8222;gro&szlig;en Teil vom Kuchen&#8220;, den Versicherungsmakler haben, nicht den kleinsten Anhaltspunkt. Wie ein neugieriger Blick in die <a href="http://www.gdv.de/Downloads/Jahrbuch/Stat_TB_2008.pdf" target="_blank">zitierte Quelle</a>, Seite 8, verr&auml;t, werden n&auml;mlich nur die Beitr&auml;ge der Versicherten gezeigt, aber keine Provisionen.</p>
<p>Ein anderer, echter Fallstrick ist der <strong>Anschein der Vollst&auml;ndigkeit</strong>. Denn, ja, in der Tat, wenn es uns darauf ankommt zu demonstrieren, dass wir eine Gesamtheit komplett zeigen, dann signalisiert das nichts besser als eine Torte. Das ist aber bei Licht betrachtet sehr selten der Fall, weil wir die Gesamtheit meist gar nicht kennen und daher eine Verteilung innerhalb eines mehr oder weniger willk&uuml;rlichen Ausschnitts zeigen.</p>
<p>Das n&auml;chste Beispiel leidet darunter, aber noch sehr viel mehr unter dem kaum verdaulichen Backrezept f&uuml;r <strong>Zeitstrukturtorten</strong>. Wer versucht, diesen Murks zu verstehen, wei&szlig;, warum Tortenskeptiker es so sagen: Es gibt nur ein Design, das schlimmer ist, als eine Torte: mehrere davon.</p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/Tortenblog_600px.png', '');" href="images/Tortenblog_600px.png"><img src="/images/Tortenblog_450px.png" alt="" /></a><br />
FAZ vom 29.07.2006, S. V30, zum Vergr&ouml;&szlig;ern anklicken</p>
<p>Das Auge springt verzweifelt hin und her, um sich die Geschichte zu erschlie&szlig;en. Viel Arbeit f&uuml;r ein paar unsichere Prognosen, die nach &Ouml;lpreisverfall, verarmenden russischen Milliard&auml;ren und Finanzkrise inzwischen nicht mehr viel wert sein d&uuml;rften. Und eigentlich w&auml;re es sehr einfach:</p>
<p class="gray"><img src="images/Redesign_FAZ_V30_zwei_Torten.png" alt="" /><br />
Ausgaben f&uuml;r Luxusg&uuml;ter&#160;&#8211; Redesign der FAZ-Daten als Grafische Tabelle</p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/noch-mehr-torten">Demn&auml;chst mehr.</a> Erst die Weihnachtsente, dann die Torten. Das ist zuviel. Bis n&auml;chstes Jahr!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.bissantz.de/torten-essen-nicht-messen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Pfeil ist kein Pluszeichen</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/pluszeichen</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/pluszeichen#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 16:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Börsenkurse]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Financial Times Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[FTD]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreihen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/pluszeichen</guid>
		<description><![CDATA[Weniger ist mehr. Das trifft oft zu, wenn Statistik und Manager aufeinandertreffen. Generell haben wir aber zu wenig Statistik in Datendarstellungen. Voraussetzung: Sie muss robust sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Weniger ist mehr. Das trifft oft zu, wenn Statistik und Manager aufeinandertreffen. Generell haben wir aber zu wenig Statistik in Datendarstellungen. Voraussetzung: Sie muss robust sein.</strong></p>
<p>Am Dienstag war ich am <a href="http://www.mi.wiso.uni-erlangen.de/" target="_blank">Lehrstuhl f&uuml;r Marketing Intelligence</a> von <a href="http://www.mi.wiso.uni-erlangen.de/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=7&#038;Itemid=9" target="_blank">Professor Dr. Nicole Koschate</a> an meiner Alma Mater, der WISO in N&uuml;rnberg. Ach ja. Zwar tragen die H&ouml;rs&auml;le dort jetzt die Namen von Verbraucherkrediten, f&uuml;r die mit Leuten vom Schlage eines Lotto King Karl geworben wird, aber sch&ouml;ner sind sie allemal (die H&ouml;rs&auml;le). Stand der Ursprungsarchitektur der WISO zun&auml;chst ein U-Boot Pate, so dominiert den Neubau jetzt die Idee, dass wir Menschen das Licht oberhalb der Wasseroberfl&auml;che freundlicher finden.</p>
<p>Passend zum Stoff der Vorlesung Marktforschung I und II diskutierten wir mit den Studenten unter anderem die Rolle statistischer Methoden f&uuml;r die Managementinformation. Dass hier weniger oft mehr ist, hatte ich vergangenes Jahr <a href="http://blog.bissantz.de/statistisches-denken-2">schon einmal hier angesprochen</a>. Meist aber ist es umgekehrt: <strong>Der Mangel an Statistik dort, wo sie hingeh&ouml;rt, ist erschreckend.</strong></p>
<p class="gray"><img src="/images/boerse_ohne_schlusszeile2.jpg" alt="Börsenkurse der FTD" style="margin-bottom: 4px;"/><br />
Die B&ouml;rseninfos auf der Titelseite der FTD: Hier fehlt Statistik &ndash; und gesunder Menschenverstand. Stattdessen: Scheingenauigkeit und irref&uuml;hrender Chartjunk.</p>
<p>Nehmen wir noch mal die <strong>Financial Times Deutschland</strong> aufs Korn. Wo geht wohl der Nikkei hin? Dax und Dow gehen nach unten. So in der Tendenz, als Trend, schon eine Weile. So sagt es der auch datenanalytisch Unbedarfte zu Recht, wenn er die Grafiken studiert. Die Pfeile bei Eurostoxx, Nasdaq usw. scheinen dasselbe zu sagen. Oder? K&ouml;nnte der Pfeil auch einfach nur doppelt gemoppelt f&uuml;r das Plus&#8209; oder Minuszeichen stehen, das ohnehin schon dasteht?</p>
<p>Die Studenten waren baff. Sollte das, was ihnen als Handwerkszeug gerade mit auf den Weg gegeben wurde, keine Rolle mehr spielen, kaum dass sie die Universit&auml;t verlassen w&uuml;rden? Ist es zu viel verlangt, dass ein ausgewiesenes Fachblatt f&uuml;r Finanzen Trendrechnungen anstellt? Denn wer es tut, erlebt eine &Uuml;berraschung. Der fr&ouml;hliche Pfeil nach oben ist irref&uuml;hrend. Signal und Botschaft stimmten offensichtlich nicht &uuml;berein: Der Trend f&uuml;r den Nikkei weist nach unten. Die mikroskopische Ver&auml;nderung zum Vortag dr&uuml;ckt man immer noch am besten mit dem Wert der Ver&auml;nderung und einem Vorzeichen aus.</p>
<p><img src="/images/trendberechnung_nikkei_2007-11-26-bis-2008-01-09.png" alt="Trendberechnung Nikkei Index" /><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt"><br />
Die Performance des Nikkei vom 26.11.2007 bis 09.01.2008 inklusive Trendgerade.</span></p>
<p><strong>Pfeile signalisieren Weg und Richtung. Im Zusammenhang mit zeitlichen Entwicklungen signalisieren sie Trends.</strong>  Ob ein Trend vorhanden ist, l&auml;sst sich mit Simpelstatistik feststellen und dann geometrisch korrekt wiedergeben. Die Neigung des Pfeils muss dann der Neigung der Trendgeraden entsprechen. Zum Beispiel so:</p>
<p><img src="/images/boerse_450pix_korrigierte-trendpfeile.png" alt="Korrigierte Darstellung FTD" /><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt"><br />
FTD-Darstellung mit echten Trendpfeilen</span></p>
<p>Schlimmer geht bekanntlich immer. Bella warf den <strong>N&uuml;rnberger Nachrichten</strong> unl&auml;ngst vor, dass sie die gleichen irref&uuml;hrenden Pfeile malt und die <a href="http://www.bella-beraet.de/finanzbild" target="_blank">immer gleichen zwei Winkel</a> daf&uuml;r bem&uuml;ht. Falsch. Die NN hat jetzt auch Pfeile senkrecht nach oben und unten. Am 24.1. sah das dann so aus:</p>
<p style="text-align: center;"><img src="/images/Indizes_NN_225px.jpg" alt="Indexwerte aus den Nürnberger Nachrichten" /></p>
<p style="line-height: 22px;">Der Dax, um&#160;&#8211;5&#160;% eingebrochen, bekommt einen Pfeil, der senkrecht nach unten zeigt <img src="/images/pfeil-nach-unten.png" alt="Pfeil nach unten" />. Roh&ouml;l, um&#160;&#8211;1,5&#160;% ver&auml;ndert, bekommt einen Pfeil im &uuml;blichen 45-Grad-Winkel nach unten <img src="/images/pfeil-nach-45grad-nach-unten.png" alt="Pfeil, 45 Grad nach unten" />. Beim Euro, der um 0,5&#160;% stieg, wird ein 45-Grad-Winkel nach oben spendiert <img src="/images/pfeil-nach-45grad-nach-oben.png" alt="Pfeil, 45 Grad nach oben" />. Der Dow, um 2&#160;% im Plus, bekommt ebenfalls einen Pfeil senkrecht nach oben <img src="/images/pfeil-nach-oben.png" alt="Pfeil nach oben" />. Der Dow-Wert im eigentlichen B&ouml;rsenteil ist von 20:00&#160;Uhr und zeigt den Index noch mit&#160;&#8211;0,76&#160;%.</p>
<p>Ich spendier auch noch mal einen <img src="/images/pfeil-nach-unten.png" alt="Pfeil nach unten" /> oder besser: <img src="/images/daumen_nach_unten.png" alt="Daumen nach unten" />.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.bissantz.de/pluszeichen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Datenm&#252;llberge statt ergiebiger Schatzminen?</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/datenmuellberge</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/datenmuellberge#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Oct 2006 13:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Data Mining]]></category>
		<category><![CDATA[Financial Times Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[FTD]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/index.php/2007/01/03/datenmullberge-statt-ergiebiger-schatzminen/</guid>
		<description><![CDATA[Was dran ist am Mythos Data Mining, das war Gegenstand eines Interviews mit der Financial Times Deutschland am 27. Oktober 2006.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was dran ist am Mythos Data Mining, das war Gegenstand eines Interviews mit der Financial Times Deutschland am 27. Oktober 2006.</strong></p>
<p><strong>FTD</strong> Bringt Data Mining wirklich neue Erkenntnisse hervor?</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Seltener als gedacht und meist mit anderen Methoden, als sie &uuml;blicherweise propagiert werden. Wir haben mit unserem Team rund 1000 verschiedene Datenbest&auml;nde gesichtet. Dann und wann fand sich &Uuml;berraschendes, aber selten in einer Dosierung, die f&uuml;r Investitionen ausreichen w&uuml;rde.</p>
<p><strong>FTD</strong> Also braucht man gar kein Data Mining?</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Ich bin immer noch ein gro&szlig;er Fan, aber die Voraussetzungen m&uuml;ssen stimmen. Daran scheitern viele Versuche.</p>
<p><strong>FTD</strong> Also Datenm&uuml;llberge statt ergiebiger Schatzminen?</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Richtig, die meisten Unternehmen &uuml;bersch&auml;tzen den Wert ihrer vorhandenen Datenbest&auml;nde gewaltig. H&auml;ufig w&auml;re es besser, die n&ouml;tigen Daten neu zu erheben. Generell muss man bedenken, dass auch das beste Informationssystem Erfahrungswissen und Intuition von Managern nicht ersetzen kann. Es kann ihnen aber die Daten geben, die sie zu einer Entscheidung brauchen. Dazu muss es die Zahlen in den Vordergrund r&uuml;cken und auf unn&ouml;tigen Schnickschnack, wie er gerade en vogue ist, verzichten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.bissantz.de/datenmuellberge/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

