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	<title>»Me, myself und BI« &#187; Hören</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>Wer kurz h&#246;rt, der schwer sieht</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 11:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Börsenkurse]]></category>
		<category><![CDATA[Grafik]]></category>
		<category><![CDATA[Hören]]></category>
		<category><![CDATA[Sparklines]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Hören ist ein Sinn mit elementarer Kraft. Wir können die Augen schließen, aber nicht die Ohren. Um die Datenanalyse voran zu bringen, müssen wir unseren Hörsinn nutzen. Alles andere wäre kurzsichtig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn das Gesch&auml;ft brummt, ist das buchst&auml;blich so. Wir h&ouml;ren Telefone klingeln, das Ger&auml;usch eiliger Schritte und den Hall vieler Gespr&auml;che. Wir <em>h&ouml;ren </em>Ums&auml;tze, bevor wir sie <em>sehen</em>. Es wird Zeit, in der Datenanalyse dem Geh&ouml;r mehr Aufmerksamkeit zu schenken.</strong></p>
<p>Das H&ouml;ren ist ein Sinn mit elementarer Kraft.* Wir k&ouml;nnen die Augen schlie&szlig;en, aber nicht die Ohren. Man kann sehen, ohne wahrzunehmen. Wir k&ouml;nnen hindurch sehen und wir k&ouml;nnen &uuml;bersehen. Das Ohr aber ist unerbittlich. Dreht jemand den Ton leiser, spitzen wir erst recht die Ohren. Meine These ist: Beim Erkennen und Verstehen gehen H&ouml;ren und Sehen Hand in Hand. Aber wir nutzen diesen Umstand noch nicht ausreichend f&uuml;r die Datenanalyse. Einen kleinen Fortschritt haben wir jetzt geschafft.</p>
<p>Der K&uuml;nstler Johannes Kreidler, Bella hatte es schon <a href="http://www.bella-beraet.de/sound-sparkline2">beklagt</a>, zog die Auswirkungen der Finanzkrise ins Groteske. Er hinterlegte die einbrechenden B&ouml;rsenkurse in Liniendiagrammen mit Musik und mischte sie mit Szenen aus dem Kinderballett. K&uuml;nstlerisch will ich das nicht bewerten. Jedoch, der Kaufmann in mir war geknickt. Kreidlers wenig ernsthafte Deutung erfuhr hohe Aufmerksamkeit, Dutzende Radiostationen und Zeitungen brachten seine Geschichte.</p>
<p>Unsere analytische Variante klanganimierter Zeitreihen blieb bisher hingegen Sache von Fachanwendern in Controlling&#8209; und Finanzabteilungen. Die Idee, H&ouml;ren und Sehen gleichzeitig f&uuml;r die Analyse von Daten zu erschlie&szlig;en, ist zu wertvoll und fruchtbar, als dass ich sie dadurch korrumpiert sehen m&ouml;chte, dass sie einer breiten &Ouml;ffentlichkeit als unterhaltender Gag pr&auml;sentiert wird. <strong>Tats&auml;chlich lenkt eine Tonfolge das Auge derart, dass wir das Muster einer Zeitreihe schneller begreifen.</strong></p>
<p><iframe id="iFrame" src="/misc/klanganimierte_sparklines/Klanganimierte_Sparklines.html" style="border: 1px solid #999;" scrolling=yes" frameborder="no" marginheight="0px" marginwidth="0px" width="734px" height="350px"></iframe> </p>
<p class="gray">Eine M&ouml;glichkeit, Daten audiovisuell zu zeigen. Dr&uuml;cken Sie auf Start, jede Reihe wird dann zweimal &#8222;vorgespielt&#8220;.</p>
<p>Es scheint sich so zu verhalten: Das Auge kann etwas sehen, aber ob wir das Gesehene begreifen, h&auml;ngt von mitunter von Gedankeng&auml;ngen ab, f&uuml;r die wir einen Schubs ben&ouml;tigen, den nicht das Sehen allein leistet. Dazu m&uuml;sste der Effekt eine Reizschwelle &uuml;berschreiten, was nur bei extremen Mustern per se gelingt. Das H&ouml;ren leistet einen solchen Schubs. Wer sich davon live &uuml;berzeugen m&ouml;chte, kann das auf der Tagung <a href="http://www.gfai.de/pinboard/eva/">Elektronische Medien &amp; Kunst, Kultur, Historie (EVA 2009)</a> in Berlin tun. Dort zeigen wir ein Beispiel.</p>
<p>Wir haben bereits im Jahr 2000 Zeitreihen vorgestellt, die mit T&ouml;nen hinterlegt waren. Je h&ouml;her der Wert, desto h&ouml;her der Ton. Ich finde also: Wir Betriebswirte haben schon gezeigt, dass H&ouml;ren und Sehen sinnvoll f&uuml;r analytische Zwecke verschmelzen k&ouml;nnen. Daran arbeiten wir weiter. Ernsthaft.</p>
<p class="gray">* Was Autobauern die klangliche Komponente ihrer Produkte bedeutet, beschreibt Timo Frasch lesenswert in der FAZ am Sonntag (&#8220;Die Herznote des Klangs&#8220;, FAZ Nr.&#160;41 vom 11.10.2009, S.&#160;14).</p>
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