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	<title>»Me, myself und BI« &#187; Logarithmische Skalen</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>&#220;ber allen Gipfeln keine Ruh&#8216;</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 18:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Flächendiagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Grafiken]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Liniendiagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Logarithmische Skalen]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitreihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht alles, was gipfelt, verdient den optimistischen Blick nach vorn. Genau das macht uns zu schaffen, wenn naiv mit Liniendiagrammen umgegangen wird, was die Regel ist. Hier eine Ausnahme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diesmal schwere Kost f&uuml;r Fans der grafischen Visualisierung: So sehr wir sie lieben, so gef&auml;hrlich erweisen sich Grafiken bei n&auml;herem Hinsehen in der Kommunikation. Warum? Weil unser steinzeitliches Gehirn sie meistens missversteht.</strong></p>
<p>Nehmen wir an, wir wollen einen Berg erklimmen und studieren zuvor sein Profil im Gegenlicht. Bleibt die Neigung konstant, so rechnen wir mit in etwa gleichbleibender Schwierigkeit und Anstrengung beim Hinaufgehen. Die Erfahrung zeigt, dass wir mit dieser Vermutung meist richtig liegen. Ich vermute, diese F&auml;higkeit ist Teil unseres steinzeitlichen Erbes. Beim Sammeln und Jagen, auf der Flucht, bei der Suche nach g&uuml;nstigen Ruhepl&auml;tzen kam es immer wieder darauf an, Wege abzusch&auml;tzen. Die Interpretation von Neigung und Steigung beherrschen wir gut &ndash; allerdings in analoger und damit absoluter Form.</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 4px;" src="/images/Mont-Vinaigre-450px.jpg" alt="Mont Vinaigre" /><br />
Die Silhouette des Mont Vinaigre. Zeitreihen sehen oft &auml;hnlich aus. Sie sind es aber nicht. Ein Grund f&uuml;r viele Missverst&auml;ndnisse?</p>
<p>Grafiken beruhen h&auml;ufig auf Analogien zu realweltlichen Objekten unserer Beobachtung. Ein Beispiel sind Liniendiagramme. Sp&auml;testens wenn sie als Fl&auml;chendiagramme daher kommen, &auml;hneln sie einem H&uuml;gelverlauf. Sehen wir uns an, warum das fatal ist.</p>
<p>Nehmen wir an, wir sehen eine Zeitreihe mit 24 Perioden. In den ersten 10 Perioden steigen die Werte um jeweils 10 Einheiten. Dann geht es einmal 20 Einheiten runter. Anschlie&szlig;end nehmen die Werte 13 Mal um je 5 Einheiten ab. Das sieht dann so aus:</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 4px;" src="/images/Mont Vinaigre-ohne_LOG.jpg" alt="" /><br />
Zeitreihe oder ein Ausl&auml;ufer des Mont Vinaigre?</p>
<p>F&uuml;r den Bergsteiger wird schnell klar, dass der Anstieg gleichm&auml;&szlig;ig ist. Der erste Schritt ist so steil wie der letzte. Der Kaufmann hingegen ist vorsichtig. Nur selten kommt es ihm bei Zeitreihen auf die absolute Ver&auml;nderung an. Auf einer linearen Skala geht es gleichm&auml;&szlig;ig bergauf, wenn die relativen Zuw&auml;chse schwinden, wenn also die Leistung abnimmt. Eine logarithmische Skala bringt das schnell ans Licht:</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 4px;" src="/images/Mont Vinaigre-mit_LOG.jpg" alt="" /><br />
Logarithmische Darstellung der selben Werte.</p>
<p>Logarithmische Skalen sind nicht verbreitet. Den Lesern der meisten Tageszeitungen ebenso wie Managern bei der Lekt&uuml;re ihrer Berichte bleibt es daher selbst &uuml;berlassen, Irrt&uuml;mern vorzubeugen. Ich behaupte: Unser in der Steinzeit gepr&auml;gtes Hirn schafft es nicht, die obere Grafik wie die untere zu lesen. Wir verfolgen den Anstieg hoffnungslos optimistisch und bekommen die Warnung, die in der Abnahme der Zuw&auml;chse steckt, nicht mit. <strong>Lineare Achsen liefern keine Fr&uuml;hwarnung.</strong></p>
<p>Erklimmen wir nochmals einen H&uuml;gel. Aber jetzt den der zweiten Grafik. Jetzt hilft uns unser steinzeitliches Erbe, mit jedem Schritt zu sp&uuml;ren: Es geht nicht mehr lang bergauf. Und irgendwann sp&auml;ter immer steiler bergab. Manager, die ihre Datenlandschaften verstehen wollen, m&uuml;ssen sie in logarithmischen Stiefeln durchwandern.</p>
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