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	<title>»Me, myself und BI« &#187; Managementinformation</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>The Wall (Teil I)</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/deltamaster-gate</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 12:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Auflösung]]></category>
		<category><![CDATA[DeltaMaster]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsdichte]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollten wir es noch ein wenig für uns behalten. Aber bevor jemand anders es uns abschaut und sagt, er war’s, rücken wir jetzt raus damit: So arbeitet man zukünftig im Controlling (und auch sonst): mit Panoramablick statt durchs Schlüsselloch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich wollten wir es noch ein wenig f&uuml;r uns behalten. Aber be&shy;vor jemand anders es uns abschaut und sagt, er war&rsquo;s, r&uuml;cken wir jetzt raus damit: So arbeitet man zuk&uuml;nftig im Controlling (und auch sonst): mit Panoramablick statt durchs Schl&uuml;sselloch.</strong></p>
<p>Wenn wir uns zum Arbeiten in einer Gruppe zusammensetzen, dann sieht das so aus: Auf der vorderen Stirnseite unseres Konferenzraums haben wir eine wei&szlig;e Projektionswand. Sie misst 1,80 Meter in der H&ouml;he und 3 Meter in der Breite. So oder &auml;hnlich gibt es sie in jedem Unternehmen. Auf diese Fl&auml;che projizieren wir per Beamer den Bildschirm eines Laptops. Mit diesem Rechner protokollieren wir die Arbeitsergebnisse und durch die Projektion hat sie jeder st&auml;ndig vor Augen.</p>
<p class="gray"><img src="/images/DeltaMaster-Gate-1.jpg" alt="DeltaMaster Gate" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Diese Monitorwand liefert auf derselben Fl&auml;che, die ein Beamerbild &uuml;blicher&shy;weise einnimmt, das 24-Fache an Aufl&ouml;sung. Quelle: DeltaMaster Gate.</p>
<p>Die vordere Stirnseite unseres Konferenzraums liefert also 1024 x 768 Pixel auf gut 5 Quadratmetern Wandfl&auml;che. In den meisten Meetings wird mit dieser Aufl&ouml;sung gearbeitet, gezeigt, gesehen, gedacht, geurteilt. Tischvorlagen er&shy;h&ouml;hen diese Aufl&ouml;sung spielend, aber oft genug gibt man sich mit der Abfolge einiger PowerPoint-Folien zufrieden und hat allenfalls dieselben Folien und eine Agenda vor sich auf Papier.</p>
<p>An die hintere Stirnseite unseres Konfe&shy;renzraums haben wir eine Monitorwand gestellt. Sie besteht aus 9 Monitoren in der Gr&ouml;&szlig;e 46 Zoll. Zusammen bilden sie ebenfalls eine Fl&auml;che von gut 5 Quadratmetern, liefern mit fast 19 Millionen Pixeln aber das 24-Fache an Aufl&ouml;sung. Auf der Monitorwand sehen wir, wor&uuml;ber wir diskutieren wollen. Weil wir so viel Platz haben, sehen wir die Dinge gleichzeitig und nebeneinander statt nacheinander und auseinander.</p>
<p>Manches sehen wir so &uuml;berhaupt erst vollst&auml;ndig. Ein Architekt, dem wir un&shy;se&shy;re Arbeitsweise zeigten, verstand das Prinzip sofort: Die meisten seiner Bau&shy;vorhaben diskutiert er immer noch auf Papier, auf dem Bildschirm ist einfach nicht genug Platz. Entweder das Ganze wird zur Unkenntlichkeit verklei&shy;nert oder der Ausschnitt zeigt zu wenig Zusammenhang.</p>
<p class="gray"><img src="/images/DeltaMaster-Gate-2.jpg" alt="DeltaMaster Gate" style="margin-bottom: 4px;" /><br />Kaum zu glauben, aber wahr: Das helle Rechteck in der Mitte sind 1024 x 768 Pixel. So viel zeigt ein Beamer normalerweise&#160;&#8211; und braucht dazu bei gleicher Lesbarkeit die Fl&auml;che, in die 9 Monitore &agrave; 46 Zoll passen. Quelle: DeltaMaster Gate.</p>
<p>Genauso geht es einem bei allem, was mit Landkarten zu tun hat. Mit einer Auf&shy;l&ouml;sung von 19 Megapixeln sieht man N&uuml;rnberg komplett, mit dem Beamer bleibt man innerhalb der Altstadtmauern. &Uuml;brigens &auml;ndern daran die 1920 x 1080 Pixel der HD-Beamer nichts: Sie sind breiter und daher vor allem f&uuml;r Kino&shy;filme. Im Business sind sie problematisch, weil die meisten Bildschirme an Laptops und auf Schreibtischen anders aufl&ouml;sen und die Formatwechsel Auf&shy;wand verursachen.</p>
<p>Mithilfe unserer Monitorwand arbeiten, zeigen, sehen, denken, urteilen wir mit dem 24-Fachen an Information wie sonst &uuml;blich. Wenn wir &uuml;ber unsere Web&shy;site gr&uuml;beln, passen lesbar ganze Sektionen komplett auf die Wand. Wenn wir im Vertrieb diskutieren, haben wir nicht nur einige wenige Kunden im Blick, sondern viele davon. Wenn wir einen Fachartikel redigieren, sehen wir alle Abschnitte, Abbildungen und Anh&auml;nge, ohne zu bl&auml;ttern. Wenn wir Veranstal&shy;tungen planen, sehen wir Orte, G&auml;ste und Themen zusammen. Uns tut das gut. Wir klicken wenig, sehen viel und denken mehr. Zugegeben: Dass wir die Software f&uuml;r unsere Wand &ndash; &bdquo;DeltaMaster Gate&ldquo; &ndash; selbst schreiben konnten, hat auch geholfen.</p>
<p>Man k&ouml;nnte es auch so sehen: Wir haben die Leistungsf&auml;higkeit unseres Kon&shy;ferenzraums um den Faktor 24 gesteigert. Man stelle sich vor, irgendeine Technologie h&auml;tte von einer Generation auf die andere irgendeinen Leistungs&shy;parameter so stark vorantreiben k&ouml;nnen.</p>
<p>Wir glauben, dass Sie wie wir arbeiten sollten.</p>
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		<title>Eins zu Tausend</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/skalenlineal-fuers-controlling</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 13:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Controlling]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensführung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ingenieure und Architekten formulieren ihre Anforderungen tech&#173;nisch und in Zahlen. Dazu passend finden sie verschiedene und den jeweils richtigen Maßstab. Das wollen wir auch. Erste Schritte auf dem Weg zum Skalenlineal fürs Controlling.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ingenieure und Architekten formulieren ihre Anforderungen tech&shy;nisch und in Zahlen. Dazu passend finden sie verschiedene und den jeweils richtigen Ma&szlig;stab. Das wollen wir auch. Erste Schritte auf dem Weg zum Skalenlineal f&uuml;rs Controlling.</strong></p>
<p>Die IBM und der <acronym title="Internationaler Controller-Verein">ICV</acronym> hatten nach Stuttgart <a href="http://blog.controllerverein.de/?p=2031" target="_blank">eingeladen</a>, ich durfte berichten. Am Ende gaben der Leiter des Arbeitskreises Heilbronn-K&uuml;nzelsau Rainer Linse und seine bezaubernde Frau Sabine Reuther mir einen extragro&szlig;en Knochen f&uuml;r <a href="http://www.bella-beraet.de/">Bella</a> mit. Und der Vorstandsvorsitzende des ICV und der Hans&shy;grohe AG, Siegfried G&auml;n&szlig;len, vermutete richtig, dass Hotelb&auml;der im Detail den einen oder anderen Wunsch offen lassen, und &uuml;berreichte mir einen reisetaug&shy;lichen und f&uuml;r die schnelle Montage geeigneten <a href="http://www.hansgrohe.de/product.htm?id=40Klassifizierung_1656~610Klasse_610~611Klasse_611,85274" target="_blank">Luxusduschkopf</a> aus eigener Herstellung.</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 4px;" src="/images/2010-12-10_CCS_Linse_Bissantz.jpg" alt="Rainer Linse überreicht Dr. Nicolas Bissantz einen Knochen für Bella." /><br />
Beinahe wie zu Hause: Ich redete viel, Bella bekam einen Knochen.<br />
Foto: <a href="http://www.confidence.de/" target="_blank">confidence consult</a> von der 8. CCS Controlling Competence<br />
Stuttgart am 18.11.2010. Links im Bild: Rainer Linse.</p>
<p>Auch im Vortrag ging es um Details, und zwar um besonders viele davon. Wieder einmal <a href="http://blog.controllerverein.de/?p=2033" target="_blank">bekniete</a> ich die 150 teilnehmenden Controller, datendichter zu berichten. Ich behaupte: <strong>Erkenntnisse aus Kennzahlen werden &uuml;ber&shy;sch&auml;tzt und Erkenntnisse aus Details zum betrieblichen Geschehen werden untersch&auml;tzt.</strong> In den Pausen dann dr&auml;ngte sich an den runden Tischen des Foyers die Frage auf: Wie viel Detailinformationen braucht und vertr&auml;gt dann das Management? L&auml;sst sich daf&uuml;r wom&ouml;glich ein quantitativer Ansatz finden? Ebendiese Frage besch&auml;ftigt mich schon l&auml;nger. Dazu einige Beobachtungen der letzten Wochen und Monate:</p>
<ul>
<li>Der Vorstand einer Versicherung erz&auml;hlte mir vom Kernst&uuml;ck seines Controllings: monatlich sechzig Seiten Zahlen. Sie auf langen Flugreisen zu w&uuml;rdigen, fiele ihm nicht schwer, und nach der Lekt&uuml;re w&auml;re jeweils klar, wo es nachzufragen oder einzugreifen gilt. Ich griff die <a href="http://blog.bissantz.de/unternehmenssteuerung">bei anderer Gele&shy;genheit</a> entstandene Sorge auf, dass im Wirbel um Business Intelligence dem Management zu viel und den operativen Einheiten zu wenig Aufmerk&shy;samkeit zuteil wird, und beschrieb die n&ouml;tige Ver&auml;nderung als Dreieck, das man auf den Kopf zu stellen h&auml;tte. Er stimmte unter Vorbehalt zu: &bdquo;Es muss ein Rechteck sein&#160;&#8211; wenn man unten mehr Information hat, m&ouml;chte ich die oben auch haben.&ldquo;</li>
<li>Ermenegildo &bdquo;Gildo&ldquo; Zegna, der seit 1997 die Gesch&auml;fte der einhundert Jahre alten Schneiderei in Familienbesitz f&uuml;hrt, wurde in der Financial Times <a href="http://www.ft.com/cms/s/0/af087918-dd57-11df-beb7-00144feabdc0.html#axzz17hCKSucs">interviewt</a>. Man fragte ihn, welche Managementleits&auml;tze ihm in den vergangenen Jahren am meisten auf den Wecker gingen. &#8222;Dass Vorst&auml;nde kein Mikromanagement betreiben sollen&#8220;, antwortete er, &#8222;im Gegenteil: Mikromanagement ist gut.&#8220;.</li>
<li>F&uuml;r unsere eigene Unternehmenssteuerung haben wir unl&auml;ngst ein System in Betrieb genommen, das unsere Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und den &bdquo;Director Operations&ldquo; in Echtzeit und ungefiltert (!) &uuml;ber alle Aktivit&auml;ten informiert. Die Darstellung mischt textuelle und statistische Informationen. Pro Tag werden etwa 1.000 Ereignisse neu angezeigt. Die Gestaltung l&auml;sst es zu, dass ein fl&uuml;chtiger Blick und ein kurzes &Uuml;berfliegen kurzer Textpassagen gen&uuml;gt, um das Unternehmensgeschehen in &uuml;berraschender Detailtiefe aufzunehmen.</li>
<li>Eine langj&auml;hrige Kundin, deren unaufhaltsame Karriere in einem Konzern mit 65 Milliarden Dollar Umsatz mich mit jedem neuen Schritt wieder beeindruckt, erz&auml;hlte: &bdquo;Bei einem Kostensenkungsprojekt quer &uuml;ber den Konzern nehmen wir uns auf Vorstandsebene Positionen von 50 bis 100 Millionen Dollar p.&#160;a. vor. Bei einem Tochterunternehmen mit etwa 50 Millionen Dollar Umsatz, das ich im Fr&uuml;hjahr besuchte, liegen die Dinge etwas anders. Dort sind die relevanten Gr&ouml;&szlig;en etwa 300.000 bis 500.000 Dollar.&ldquo;</li>
</ul>
<p>Dieses letzte Beispiel scheint mir ein Schl&uuml;ssel f&uuml;r die weiteren &Uuml;berlegungen zu sein. Ingenieure und Architekten k&ouml;nnen ihre Anforderungen technisch formulieren und mit Zahlen zu Belastbarkeit, Statik, Leistung, Kraft, Dreh&shy;moment und &Auml;hnlichem hinterlegen. Dazu passend wird dann der <strong>Ma&szlig;stab</strong> der Darstellung gew&auml;hlt. Bauherr, Vorarbeiter und Elektriker erhalten vom Archi&shy;tekten Pl&auml;ne desselben Objekts, aber aus unterschiedlicher Perspektive und in teils dramatisch anderem Ma&szlig;stab.</p>
<p>In dem zuletzt zitierten Fall ergaben sich aus den Anforderungen Ma&szlig;st&auml;be von 1&#160;:&#160;100 bis 1&#160;:&#160;1000. Meine Kundin best&auml;tigte diese Sichtweise: &#8222;In der Tat gehen wir im Vorstand durch lange Listen mit bis zu 1000 Positionen. Das ist Arbeit, aber bei unserer Unternehmensgr&ouml;&szlig;e wird alles andere dem Ent&shy;scheidungsproblem nicht gerecht.&#8220; Selbst bei 65 Milliarden Dollar Umsatz wir&shy;ken 50 bis 100 Millionen Dollar erstaunlich grob gerastert. Hinter 50 Millionen Dollar Kosten k&ouml;nnen zum Beispiel ganze <acronym title="Forschung und Entwicklung">F&amp;E</acronym>-Abteilungen, Produktions&shy;linien, Landesgesellschaften und andere strategisch h&ouml;chst bedeutsame Einheiten stehen. Am Z&auml;hler k&ouml;nnen wir also wenig &auml;ndern. Wenn strategische Entschei&shy;dungen weiterhin auf h&ouml;chster Ebene getroffen werden sollen, ist auch der Nenner nicht verhandelbar und es ergibt sich ein Ma&szlig;stab von 1&#160;:&#160;1000.</p>
<p>Das f&uuml;hrt zu einer neuen Sicht auf Kennzahlen, Aggregate und sogenannte <acronym title="Key Performance Indicator">KPI</acronym>. Massenhafte Effekte m&ouml;gen sie erfolgreich zeigen. Oft ist es dann schon zu sp&auml;t und der direkte Bezug zur Ursache fehlt. Unsere eigenen Erfah&shy;run&shy;gen zeigen: Aggregat und Detail geh&ouml;ren zusammen und wir sollten nicht unsere F&auml;higkeit untersch&auml;tzen, viele Details w&uuml;rdigen zu k&ouml;nnen.</p>
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		<title>Neusehland I</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/robuste-standards</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 20:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Distanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Formen]]></category>
		<category><![CDATA[Managementbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Wall Street Journal]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Fremde verläuft man sich nicht gern. Und schaut sich besonders genau an, wo es hingeht. Was ich auf einer Reise aus Verkehrszeichen gelernt habe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer verreist, will wieder heimkommen. Orientierung und Weg&shy;findung werden wichtig. In Neuseeland, wo man so weit von zu Hause entfernt ist wie sonst nirgends, f&auml;llt die Orientierung sehr leicht. Weil sie auf robusten visuellen Standards beruht. Warum einen das auf die Kauri-Fichte bringen kann.</strong></p>
<p>In Managementberichten und in Wirtschaftszeitungen begegnen uns <a href="http://blog.bissantz.de/dashboard-oder-trashboard">visuelle Metaphern</a>, die urspr&uuml;nglich f&uuml;r den Stra&szlig;enverkehr oder die Wegweisung erdacht wurden. Trifft man diese alten Bekannten dort wieder, wo sie herkommen, so kann das zun&auml;chst lehrreich sein. Einige Beispiele:</p>
<p><strong>Deutungsrobust: Dreiecke f&uuml;r Richtungen, Plus und Minus f&uuml;r Ver&auml;nderungen</strong><br />
Vom <a href="http://blog.bissantz.de/wsje-relaunch">Redesign des Wall Street Journal</a> war hier schon die Rede. Das Journal codiert seit einigen Wochen Plus&#8209; und Minuszeichen um. F&uuml;r die Vortages&shy;ver&auml;nderungen von Indizes und W&auml;hrungen findet man jetzt kleine rote und gr&uuml;ne <a href="http://blog.bissantz.de/images/20091117_WSJ_Titelseite_markets_Auszug.jpg">Dreiecke</a>, jeweils am oberen Rand der Titel&#8209; und einer weiteren Seite. Sie zeigen nach oben oder unten.</p>
<p  class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/Jungle_800px.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Jungle_450px.jpg"><img src="/images/Jungle_450px.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px; "></a></p>
<p>Ganz &auml;hnliche Dreiecke begegneten mir vor kurzem bei einem Waldspaziergang. Der Weg auf einem Nebenpfad, der tiefer in den tropisch dichten Wald hineinf&uuml;hrt, ist in Abst&auml;nden von wenigen Metern mit senkrecht aufgeh&auml;ngten Plastikdreiecken gekennzeichnet. Das ist dort nicht nur hilfreich, sondern dringend geboten. Man w&uuml;rde den labyrinthischen Weg sonst nach wenigen Schritten verlieren.</p>
<p>H&auml;tte jemand Plus&#8209; und Minussymbole an die B&auml;ume genagelt, w&uuml;rde das die Wegfindung nicht erleichtern. Vor lauter Gr&uuml;beln, wozu das dienen soll, w&auml;re leicht der Wald vor lauter B&auml;umen nicht mehr zu sehen.</p>
<p>Die (spitzwinkligen) Dreiecke zeigen mal nach rechts und links oder nach oben. Je nach Perspektive, aus der sich der Wanderer n&auml;hert, wird dasselbe Symbol geschickt in seinen Zeigevarianten so genutzt, dass so wenige Dreiecke wie m&ouml;glich den schwierigen Pfad so genau als n&ouml;tig kennzeichnen. Die Farbe der Dreiecke kommt im Wald sonst nicht vor, auch das ist eine Hilfe. Stopppunkte f&uuml;r die Brutz&auml;hlung, um die es auf diesem Pfad geht, erkennt man an zwei gegeneinandergedrehten Dreiecken. Sie zeigen: Hier geht es nicht weiter, sondern du bist da.</p>
<p><strong>Farbrobust: Formen&#160;&#8211; formrobust: Farben</strong><br />
Vor Engstellen wie einspurigen Br&uuml;cken und Tunneln erh&ouml;ht es die Sicherheit dramatisch, wenn eine dauerhafte Vorfahrtsregelung besteht. Je fr&uuml;her in der Ann&auml;herung an die Engstelle klar ist, welche Seite Vorfahrt hat, desto besser. Die Unterscheidbarkeit von Farben und Formen aus zunehmend gr&ouml;&szlig;eren Distanzen &auml;ndert sich auf unterschiedliche Weise. Meist gilt, dass Formen l&auml;nger unterscheidbar bleiben, vor allem wenn dann noch individuelle Einschr&auml;nkungen im Sehverm&ouml;gen hinzutreten. </p>
<p  class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/GiveWay_800px.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/GiveWay_450px.jpg"><img src="/images/GiveWay_450px.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px; "></a><br />Schnell gelernt und auch aus gro&szlig;er Entfernung mit Rot-Gr&uuml;n-Schw&auml;che schnell erkannt: Wer in Richtung des gro&szlig;en Pfeils f&auml;hrt, hat Vorfahrt. Die Unterscheidung Rot/Schwarz unterst&uuml;tzt die Wahrnehmung.</p>
<p>Im Druck und in der Bildschirmdarstellung haben wir ein ganz &auml;hnliches Thema zu bew&auml;ltigen. Feinere Farbnuancen gehen schon zwischen unterschiedlichen LCD-Displays, die sehr wenig farbsicher sind, verloren. Sp&auml;testens im Schwarz-Wei&szlig;-Ausdruck auf Papier auch gr&ouml;&szlig;ere Farbunterschiede. Robustes Design ber&uuml;cksichtigt diesen Umstand.</p>
<p><strong>Perspektivenrobust: Doppelung</strong><br />
Auf sehr h&uuml;geligen, kurvenreichen Stra&szlig;en kann eine Kuppe ein Warnzeichen verdecken, wenn es in derselben H&ouml;he wie sonst &uuml;blich angebracht ist. Die L&ouml;sung f&uuml;r dieses Problem besteht in einer Aufdoppelung. Dasselbe Zeichen wird zweimal in unterschiedlichen H&ouml;hen angebracht. Bei gleicher eigener Blickh&ouml;he schaut man vor der Kuppe auf das h&ouml;here, nach der Kuppe auf das niedrigere Schild. In der Ann&auml;herung kann dieses pfiffige, nur scheinbar redundante Design durchaus f&uuml;r ein Schmunzeln im Gesicht gestaltungs&shy;sensibler Gem&uuml;ter sorgen.</p>
<p  class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/PointOfView2x4_774px.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/Jungle_450px.jpg"><img src="/images/PointOfView2x4_450px.jpg" alt="" title="" style="margin-bottom: 4px; "></a></p>
<p>In der Managementinformation geht es uns oft &auml;hnlich. Dieselben Daten verdienen ganz unterschiedliche Perspektiven. Eine Darstellung allein ist also selten perspektivenrobust. Daher lohnt immer die Frage, ob man nicht mehrere Varianten derselben Daten zeigen sollte. Was auf den ersten Blick redundant scheint, kann die kurvenreiche Fahrt durch die Datenlandschaften sicherer machen.</p>
<p>Alle Beispiele verdeutlichen mir: Die Beschilderung will Unsicherheit verringern. Sie tut das in angemessener Weise. Aus ihrer Konstruktion k&ouml;nnen wir viel lernen&#160;&#8211; aus ihrer Metaphorik aber wenig &uuml;bertragen. T&auml;ten wir das, best&uuml;nde die Gefahr der Vergr&ouml;berung und Manipulation. Die Vortagesver&auml;nderung eines Aktienkurses zeigt nicht den Weg durchs Dickicht der Verm&ouml;gensanlage. Das Ampelsignal kann nicht entscheiden, ob Stillstand oder Weiterfahren Besserung bringt.</p>
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		<title>Darf man Achsen abschneiden? Ja, man muss!</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/achsen-abschneiden-ja</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 17:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Achsen abschneiden]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutungspriorität]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
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		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[MIS]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>
		<category><![CDATA[Skalierung]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch eine wichtige Regel für die Diagrammgestaltung: Liniendiagramme dürfen wir beschneiden. Weil unsere Darstellungen die größtmögliche Differenzierung haben sollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ob man Achsen abschneiden darf, ist ein Streitpunkt unter Visualisierern. Dass wir es bei S&auml;ulen und Balken nicht d&uuml;rfen, wissen wir schon. Wie ist es bei Liniendiagrammen?</strong></p>
<p>Im Beitrag zur <a href="http://blog.bissantz.de/deutungsprioritaet">Deutungspriorit&auml;t</a> hatte ich behauptet, beide Varianten der Grafik w&auml;ren grunds&auml;tzlich in Ordnung. Auch wenn die Achse abgeschnitten ist, entsteht keine Verzerrung der Verh&auml;ltnisse. Schlie&szlig;lich stehen in jeder Grafik f&uuml;r sich die Winkel in einem proportionalen Verh&auml;ltnis zur relativen Wert&auml;nderung.</p>
<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><img src="images/Economist_Linie_NullMax.png" alt="" /></td>
<td><img src="images/Economist_Linie_MinMax.png" alt="" /></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="gray" style="text-align: center;">Redesign, Skalierung 0 bis Max</p>
</td>
<td>
<p class="gray" style="text-align: center;">Redesign, Skalierung Min bis Max</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Dennoch fordert mancher Visualisierungspromi vehement, man d&uuml;rfe niemals die Nulllinie weglassen, auch in Liniendiagrammen nicht, weil ja sonst alles v&ouml;llig &uuml;bertrieben dargestellt w&uuml;rde. Wohlgemerkt: &uuml;bertrieben, nicht verzerrt.</p>
<p>Andere, zu denen ich geh&ouml;re, sagen: Bei Liniendiagrammen wollen wir den verf&uuml;gbaren Platz im Sinne gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher Aufl&ouml;sung f&uuml;r <strong>gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Differenzierung</strong> nutzen. Das ist eine weitere wichtige Regel der Diagrammgestaltung. Und die wiederum erzwingt es, die Achse auf den relevanten Wertebereich einzuengen. Die Schwankungsbreite allein bringen wir ohne Grafik in einen schlichten Satz.</p>
<p>Daneben kommt es wie immer auf den Kontext an:</p>
<p>Im Managementberichtswesen d&uuml;rfen wir darauf vertrauen, dass die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung in der Lage ist, eine beschriftete Skala f&uuml;r ihre eigenen Daten richtig zu deuten.</p>
<p>In einer Werbebrosch&uuml;re hingegen wird eine Min-Max-Skalierung oft dazu missbraucht, geringe Unterschiede zu dramatisieren.</p>
<p>Leser dieses Blogs werden den Unterschied wohl zu deuten wissen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Alle Tassen im Schrank?</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/alle-tassen-im-schrank</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 17:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitreihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hat man nichts zu sagen, sollte man das besser nicht in viele Worte packen. Das gilt auch für Infografiken. Ein Beispiel aus der Wirtschaftswoche zeigt, warum Tassen statt Worte die Sache nicht verbessern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hat man nichts zu sagen, sollte man das besser nicht in viele Worte packen. Auch nicht in Tassen. Ein Beispiel aus der Wirtschaftswoche zeigt, warum.</strong></p>
<p>Die Grafik erschien in der Wirtschaftswoche vom 30.06.2008. Seitdem qu&auml;lt mich die  Frage, warum ein angesehenes Wirtschaftsblatt eine bis dato unbekannte <a href="http://www.wiwo.de/politik/galerien/der-cappuccino-index-331/cappuccino-index-106895.html" target="_blank">Cappuccino-W&auml;hrung</a> erfindet und 332 Tassen &uuml;ber eine ganze Heftseite malt. Eine Art Pisatest f&uuml;r Betriebswirte? Wartet die Redaktion weise l&auml;chelnd auf Protestbriefe? G&uuml;nter Wallraffs neuester Coup?</p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/Handvoll_600px.png', '');" href="images/Handvoll_600px.png"><img src="/images/Handvoll_450px.jpg" alt="" /><br />
</a>Klicken vergr&ouml;&szlig;ert. Als Galerie mit 19 Grafiken auch auf der <a href="http://www.wiwo.de/politik/galerien/der-cappuccino-index-331/cappuccino-index-106895.html" target="_blank">WiWo-Seite</a>.</p>
<p>Die Tassen sind verschieden gro&szlig;. Bedeuten tut das nichts. In Cappuccinoland kostet jede Tasse gleich g&uuml;nstige 1,98 EUR (789,38 EUR/399,5 Tassen). Bei Starbucks (3,80 EUR), im McCafe (2,39 EUR) und sogar im Cafe Meisengeige in N&uuml;rnberg (2,10 EUR) w&auml;re es teuerer.</p>
<p><img src="images/Ranking_Handvoll_Euro.png" alt="" /></p>
<p class="gray">Die Viertelseite Daten, aus denen die Grafik gesch&auml;umt wurde. Nebenbei, die Summe ist eigentlich 799,13 EUR.</p>
<p>Die Werte tauchen in keiner offiziellen Belastungsrechnung auf, sagt die Wirtschaftswoche. Stimmt. Daf&uuml;r finde ich <a href="http://www.steuerzahler.de/file.php?f=66/Statement_Dr_Daeke_Einkommensbelastung07.pdf">dort</a> z.B. die volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote*. Was wir alle schon ahnten, zeigt ihr Verlauf:</p>
<p>1960&#160;:&#160;41,5&#160;% <img src="images/Einkommensbelastung_Sparkline_1960_bis_2006_schmal.png" alt="" /> 51,7&#160;% (2008) [<span style="color: #ff0000;">Max 56,3&#160;%</span>]</p>
<p>Was die WiWo macht, soll sie selbst entscheiden. F&uuml;r uns im Managementberichtswesen sollte aber gelten, dass wir unsere ganze Aufmerksamkeit dem Inhalt widmen und einer formalen Gestaltung, die hohe Lesbarkeit garantiert und Schaumschl&auml;gerei vermeidet &#160;&#8211; auch wenn es Milchschaum ist.</p>
<p>* Mehr dazu und zu den aktuellen Werten <a href="http://www.steuerzahlerbund.de" target="_blank">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zahlenmensch, Grafikmensch</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/zahlenmensch-grafikmensch</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/zahlenmensch-grafikmensch#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 09:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Data Mining]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Grafische Tabellen]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsdichte]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zahlenmensch liest Daten anders als der Grafikmensch. Stimmt das? Gibt es diese beiden Gattungen des Homo Numericus wirklich? Und müssen wir unsere Informationen diesem anders präsentieren als jenem?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wird Visualisierung diskutiert, ist schnell von zwei Unterarten der menschlichen Spezies die Rede. Der Zahlenmensch versteht und liebt Zahlen. Am ehesten, wenn sie ihm in Form einer Tabelle begegnen. Der Grafikmensch tut sich mit Zahlen schwer, versteht denselben Sachverhalt aber ebenso schnell, wenn er in Balken&#8209; und S&auml;ulenform daherkommt.</strong></p>
<p>Der von dieser Art Visualisierungsdarwinismus &Uuml;berzeugte begr&uuml;ndet das gern wie folgt: &bdquo;Stell Dir vor, Du sollst aus dieser Tabelle ableiten, wie stark das Konzernergebnis gestiegen ist. Das kann nur der Zahlenmensch.&ldquo;</p>
<p class="gray"><img src="/images/boss_tabelle_mit_Rahmen.png" alt="" /><br />
Quelle: <a href="http://annualreport07.hugoboss.com/de/10-jahres-ueberblick.html">Hugo Boss AG</a></p>
<p>Dann wird ein Bild etwa wie dieses hier gezeigt. &bdquo;Schau mal, wie das stattdessen in einer Grafik aussieht, da sieht man es doch sofort.&ldquo;</p>
<p class="gray"><img src="/images/boss_grafik_BC_mit_Rahmen.png" alt="" /><br />
Visualisierung der tabellarischen Darstellung (nur Konzernergebnis)</p>
<p>Menschen, die sich weder der einen noch der anderen Art zugeh&ouml;rig f&uuml;hlen, wenden gegen diese Beweisf&uuml;hrung zun&auml;chst ein wenig philosophisch Folgendes ein:</p>
<ol>
<li>Grunds&auml;tzlich codiert eine Grafik. Was codiert sie? Zahlen. Die Codierung muss decodiert werden, um verstanden zu werden, so dass wir doch wieder bei einer Zahl landen. Wer nicht wei&szlig;, was 50&#160;% bedeutet, wei&szlig; vermutlich auch wenig mit einer halben Torte anzufangen.</li>
<li>Auch der gr&ouml;&szlig;te Freund von Zahlen wird eine Grafik dort einsetzen, wo sie erhellend ist, und dort meiden, wo sie es nicht ist. Dass eine Grafik und eine Tabelle gleicherma&szlig;en geeignet sind, dasselbe darzustellen, und dass es auf den Betrachter ankommt, was besser verstanden wird, klingt recht theoretisch.</li>
<li>Wie wir anhand <a href="http://blog.bissantz.de/grafische-tabellen">Grafischer Tabellen</a> schon oft zeigen konnten, ist die Kombination grafischer Elemente gemeinsam mit Zahlen der reinen Tabelle ebenso wie der reinen Grafik &uuml;berlegen, so dass sich die Ausgangsfrage so gar nicht mehr stellt.</li>
</ol>
<p>Wer ganz konkret das obige Beispiel betrachtet, stellt fest: Die beiden Darstellungen sind nicht vergleichbar. In der Tabelle sehen wir die Ausgangswerte, die in der Grafik in Steigungen &uuml;bersetzt werden. Die Steigungen repr&auml;sentieren Ver&auml;nderungen. Also sehen wir in der Tabelle Jahreswerte und in der Grafik die Ver&auml;nderungen zwischen diesen Werten.</p>
<p>Was wird nun von allen Spezies am schnellsten verstanden? Vielleicht der schlichte Satz:</p>
<p class="gray"><img src="/images/Satz_zu_Boss_mit_Rahmen.png" alt="" /><br />
Eine informationsdichte Aussage.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Test: Sind Sie ein guter Manager?</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/test-guter-manager</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/test-guter-manager#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 15:52:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Flächendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Tortengrafik]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Um Managementinformation richtig zu lesen, braucht man häufig ein gutes Augenmaß. Testen Sie sich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um Managementinformation richtig zu lesen, braucht man h&auml;ufig ein gutes Augenma&szlig;. So scheint es zumindest. Testen Sie sich. Sind Sie fit f&uuml;r die Visualisierung, die man Ihnen zumutet?</strong></p>
<p>In der New York Times wurde in einer Fl&auml;chengrafik gezeigt, wie sich der B&ouml;rsenwert der gr&ouml;&szlig;ten amerikanischen Finanzinstitute innerhalb eines Jahres ver&auml;ndert hatte. Das hohle Quadrat steht f&uuml;r den alten, letztj&auml;hrigen Wert, das gef&uuml;llte Quadrat f&uuml;r den neuen, diesj&auml;hrigen Wert. Sch&auml;tzen Sie selbst: Um wie viel Prozent haben sich die B&ouml;rsenwerte von Citigroup, Bank of America, Berkshire Hathaway und AIG jeweils ver&auml;ndert?  </p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/images/citigroup_above_the_fray_450px_ohnewerte02.png"><img src="http://blog.bissantz.de/images/citigroup_above_the_fray_450px_ohnewerte02.png" alt="NYT 21.9.2008" title="citigroup_above_the_fray_450px_ohnewerte02" width="367" height="112" class="size-full wp-image-578" /></a></p>
<p>Wenn Sie Ihre Sch&auml;tzungen in die folgenden Felder hier eintragen und auf &bdquo;Auswerten&ldquo; klicken, erfahren Sie, wie gut Ihr Augenma&szlig; ist:<br />
<iframe src="http://blog.bissantz.de/playfair/default.aspx" style="border: none;" scrolling="no" frameborder="no" marginheight="0px" marginwidth="0px" height="200px" width="450px"></iframe> </p>
<p>Ich selbst habe den Test mit einigen Freunden und Kollegen auch gemacht. Wir lagen im Mittel um 24&#160;% daneben. Ich finde, das ist zuviel und best&auml;tigt, was seit jeher gegen Fl&auml;chencharts vorgebracht wird, deren Erfindung &uuml;brigens William Playfair (1759&#8211;1823) bereits f&uuml;rs 18. Jahrhundert zugeschrieben wird. Er gilt gleicherma&szlig;en als Erfinder von Zeitreihen, Balken&#8209; und Tortengrafiken. </p>
<p>Ein Kriterium f&uuml;r gute Diagramme ist, wie genau wir sie ablesen k&ouml;nnen. Ein Kriterium f&uuml;r gutes Management ist, die Informationen zu verlangen, die man braucht. Wie unser Test erneut vor Augen f&uuml;hrt: Fl&auml;chendiagramme geh&ouml;ren nicht dazu. <strong>Gutes Augenma&szlig; beweisen wir somit dann, wenn wir keines brauchen, um Steuerungsinformationen zu verstehen</strong>.</p>
<p>Im <a onclick="return openPopup('images/Citigroup_above_the_fray_450px_mitQuelle.png', '');" href="images/Citigroup_above_the_fray_450px_mitQuelle.png">Original</a> aus der Sonntagsausgabe der New York Times (21.09.2008), die uns sonst meist als Vorbild dient, stehen die Zahlen nat&uuml;rlich dabei. Dort, so scheint mir, dient die Grafik als das, was sie ist: zur Dekoration. Sonntags ist das gut zu ertragen. An Arbeitstagen aber gilt f&uuml;r Manager mit und ohne Augenma&szlig; nur die reine Lehre. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tod dem Dekogramm</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/dekogramm</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/dekogramm#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 15:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Achsen abschneiden]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[FTD]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Grafische Tabellen]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Managementinformation]]></category>
		<category><![CDATA[MIS]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[WamS]]></category>
		<category><![CDATA[Welt am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/dekogramm</guid>
		<description><![CDATA[Von der Business-Grafik haben wir uns schon verabschiedet, jetzt ist das Dekogramm dran. Die Lektüre von Spiegel, Focus und Co. liefert uns die Gründe dafür.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seine Liebhaber nennen es euphemistisch Infografik. Von guter Grafik, geschweige denn Information fehlt aber meist jede Spur. Ich nenne es Dekogramm und w&uuml;nsche ihm die vollst&auml;ndige Ausrottung.</strong></p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/heilige-kuh">Letztes Mal</a> waren wir so verblieben, dass Informationskultur von den Konsumenten ebenso eingefordert wie von den Produzenten bereitgestellt werden muss. Fangen wir gleich damit an: <strong>Wir wollen keine Infografiken mehr sehen!</strong></p>
<p class="gray"><img src="/images/globus_2.gif" alt="Infografik" /><br />
Mit diesem und anderen Beispielen <a href="http://www.globus-infografik.de/produkte_globus.htm" target="_blank">wirbt</a> die dpa f&uuml;r die Dienste ihrer Tochter dpa-infografik. Spiralf&ouml;rmige Anordnung, wachsende Wappen, die Spirale selbst&#160;&#8211; alles steht dem raschen Verst&auml;ndnis des Zahlenvergleichs im Weg.</p>
<p>Zuerst die gute Nachricht: Man findet sie, wo man hinsieht, aber sie dominieren die grafische Darstellung nicht (mehr). In einer Stichprobe mit Capital, Focus, FTD, Neue Z&uuml;rcher Zeitung, Spiegel, S&uuml;ddeutsche Zeitung und WAMS fand ich die meisten Beispiele noch in Spiegel und Focus. In der Capital fand ich gerade mal eines, in der NZZ gar keins.</p>
<p>Dennoch, aus zwei Gr&uuml;nden, weg damit: Wo offen <a href="http://www.auergrafik.com/index.php?action=file&amp;name=wozu" target="_blank">&uuml;ber den Zweck r&auml;soniert wird</a>, bleiben wenig Zweifel, worum es geht. Der Leser soll emotionalisiert, die Botschaft soll ihm verkauft werden.</p>
<blockquote><p>Die Infografik &bdquo;verschafft uns einen sinnlichen Zugang in die Herzen der Leserinnen und Leser, weil sie mit Symbolen und leicht fa&szlig;lichen Illustrationen f&uuml;r die Aussage emotionalisiert werden, z.&#160;B. Wohnbau geht zur&uuml;ck&#160;&#8211; traurige Familie.&ldquo;<br />
<a href="http://www.auergrafik.com/index.php?action=file&amp;name=wozu" target="_blank">Quelle: www.infografik.at</a></p></blockquote>
<p>Daf&uuml;r haben wir keinen Bedarf. Und sp&auml;testens ab jetzt sehen wir &uuml;ber jeder Infografik die Warnlampe Manipulation leuchten.</p>
<p>Der zweite Grund ist das kapitale Missverst&auml;ndnis, dem auch Infografiker ohne manipulative Absicht unterliegen. Dekoration verbessert Lesbarkeit und Verst&auml;ndnis nicht, wie die Szene annimmt, sondern verschlechtert sie, oft total. Selbst wenn die dekorativen Elemente die Daten nicht verzerren, was h&auml;ufig der Fall ist, muss das Auge all den Firlefanz ausfiltern, bevor es die eigentliche Information, den Wertvergleich, aufnehmen kann. Der Effekt ist so einfach nachzuvollziehen, wie er erfolgreich ignoriert wird. In Zukunft jedenfalls gibt es f&uuml;r die Verwendung von Dekogrammen reichlich Minuspunkte:</p>
<p><strong>1. Der Seitenf&uuml;ller (10 Minuspunkte)</strong><br />
Das ist die harmlose Variante des Dekogramms. Die Zahlen sind immerhin durch die Dekoration nicht verzerrt. Die Darstellung ist lediglich trivial. So wie der Inhalt auch. Drei Zahlen ohne Vergangenheit, ohne zeitliche Entwicklung, ohne Vergleich mit anderen L&auml;ndern. Krawatte, Titel, Zahlenhintergrund alles rot. Dieses Diagramm signalisiert, was es ist: Ignorier mich, ich bin nur nett anzusehen.</p>
<p class="gray" style="height: 331px;"><img style="float: left; margin-right: 8px;" src="/images/nervensache_2.png" alt="Nervensache" />Ein harmloses Diagramm vom Typus Seitenf&uuml;ller. Es tut nicht weh und kann ohne Schaden ignoriert werden. Quelle: Focus, Heft 29/2008, 14.07.2008, S.&#160;106.</p>
<p><strong>2. Der Murks (20 Minuspunkte)</strong><br />
Hier wurde das Dekoelement vor die Information gestellt. Man wei&szlig; nicht sicher, wo der rote Balken enden soll, und der L&auml;ngenunterschied wird durch die Trapezform des Pokalfu&szlig;es optisch gespreizt. Da die Information trivial ist und die Zahlenwerte das Auge gut erreichen, geht das noch als Ungeschicklichkeit durch.</p>
<p class="gray" style="height: 259px;"><img style="float: left; margin-right: 8px;" src="/images/traum_spiegel_242008_090608_s18_verkleinert.png" alt="Traum vom Titel" />Vom Typus Murks: Hier braucht es ein Lineal um festzustellen, wo der rote Balken enden soll&#160;&#8211; an der rechten oberen Ecke. Quelle: Der Spiegel, Heft 24/2008, 09.06.2008, S.&#160;18.</p>
<p><strong>3. Verhinderter Neurath (30 Minuspunkte)</strong><br />
Otto Neurath, dem Pionier der Bildsprache, verdanken wir die Idee, Zahlen anschaulich mit Hilfe von Piktogrammen darzustellen. Wenn es aber schief geht, irren die Augen hilflos hin und her, um ein paar Zahlen zu finden und zuzuordnen. Meistens geht es schief. Fl&auml;chige Repr&auml;sentationen sind immer problematisch. Flaggen zu verdehnen ist am Rande des guten Geschmacks.</p>
<div style="margin-bottom: 8px;"><img style="margin-top: 12px; float: right;" src="/images/t-mobile_2.png" alt="T-Mobile" /><img style="margin: 0 50px 4px 0;" src="/images/thyssenkrupp_2.png" alt="ThyssenKrupp" /></div>
<p class="gray">Gute Symbolik hilft. Schlechte strengt an. Von Fl&auml;chen und Flaggen sollte man besser die Finger lassen, sonst wird man doppelt missverstanden. Quelle: Der Spiegel, Heft 29/2008, 21.07.2008, S.&#160;69 und S.&#160;65.</p>
<p class="gray" style="margin: 16px 0 24px 0;"><img style="margin-bottom: 8px;" src="/images/Thyssen%20-%20Grafische%20Tabelle.png" alt="ThyssenKrupp, Grafische Tabelle" /><br />
So h&auml;tten die Daten f&uuml;r ThyssenKrupp ausgesehen.</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 8px;" src="/images/T-Mobile%20-%20Grafische%20Tabelle.png" alt="T-Mobile, Grafische Tabelle" /><br />
Und so die f&uuml;r T-Mobile. Was passiert? Man interessiert sich f&uuml;r die Zahlen.</p>
<p><strong>4. Der F&auml;lscher (70 Minuspunkte)</strong><br />
Der verhinderte Neurath l&auml;sst sich steigern. Das Auge nimmt hier Fl&auml;chen wahr, ist darin nicht besonders gut, <a href="http://www.bella-beraet.de/torten-wahnsinn">wie wir wissen</a>, und irrt selbst dann noch. Die Idee des Grafikers ist hier in der Tat, Flaschen zu z&auml;hlen. Der Unterschied zwischen 2006 und 2007 ist fast 300&#160;%, die Fl&auml;che hat sich aber nur verdoppelt.</p>
<div><img style="margin-right: 80px;" src="/images/bionade_2.png" alt="Bionade" /><img src="/images/Bionade_Redesign.png" alt="Bionade" /></div>
<p class="gray">Nur wer die Flaschen z&auml;hlt, wird schlau aus dieser Grafik der Welt am Sonntag (Nr.&#160;26/2008, 29.06.08, S.&#160;34). Der Fl&auml;cheneindruck tr&uuml;gt n&auml;mlich gewaltig, wie <a href="http://www.bella-beraet.de/">Bellas</a> Redesign rechts zeigt.</p>
<p><strong>5. Der Manipulator (100 Minuspunkte)</strong><br />
So harmlos sie aussieht, so faustdick hat es diese Grafik hinter den Pixeln. Das dekorative Elemente verdeckt nichts und verzerrt nichts. Viel schlimmer, es hilft die eigentliche T&auml;uschung zu verbergen. Man ist versucht, ein Spendenkonto f&uuml;r die Musikindustrie einzurichten. Der Trick hat wie so oft mit <a href="http://blog.bissantz.de/pimpcharts">abgeschnittenen Achsen</a> zu tun. Eine faire Darstellung der Wertver&auml;nderung von 25&#160;% w&uuml;rde das Gef&auml;lle der Zeitreihe hier so w&auml;hlen, dass die H&ouml;henver&auml;nderung etwa ein Viertel der L&auml;ngenver&auml;nderung betr&auml;gt. Hier sind es aber fast 100&#160;%. Das Gef&auml;lle wird daher dramatisiert. Der entscheidende Effekt ist aber nochmals an anderer Stelle zu finden. Der Endwert liegt nahe der X-Achse, also entsprechend unseren Sehgewohnheiten nahe an der Nulllinie. Die quer gesetzte Textzeile mit der Quellenangabe r&uuml;ckt die Nullinie optisch noch weiter an die Linie heran. Diese Grafik schreit uns entgegen: Der Umsatz mit Tontr&auml;gern ist abgest&uuml;rzt auf nahe null.</p>
<p class="gray" style="height: 243px;"><img style="float: left; margin-right: 8px;" src="/images/dur-moll_2.png" alt="Umsatz mit Tonträgern" />Sieht harmlos aus, ist aber ein Vertreter vom gef&auml;hrlichen Typus Manipulator. Quelle: Der Spiegel, Heft 29/2008, 21.07.08, S.&#160;98.</p>
<p>Dass es auch ohne Murks und Manipulation geht und dass das die Leser trotzdem und deswegen fesselt, zeigen Beispiele aus den oben zitierten und anderen Quellen. Ein Vergleich der Fu&szlig;ballstars Diego und Franck Rib&eacute;ry kommt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als schlichte Tabelle daher. Warum auch nicht?</p>
<p class="gray" style="height: 370px;"><a href="http://blog.bissantz.de/images/diego_fas6_160208_s15_450.png"><img style="float: left; margin-right: 8px;" src="/images/diego-ribery_2.png" alt="Diego vs. Ribery" /></a>Zahlen sind spannend, wenn sie uns etwas bedeuten. Dann entscheidet nur noch die Ablesbarkeit dar&uuml;ber, wie schnell wir sie verstehen. Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Heft 6/2008, 10.02.2008, S.&#160;15.</p>
<p>Generell werden Diagramme schlichter, die Pixel werden den Daten und nicht der Dekoration gewidmet. Viele Grafiken in der Capital sind besonders nah an meinem pers&ouml;nlichen Ideal der <a href="http://blog.bissantz.de/grafische-tabellen">Grafischen Tabelle</a>. Dort sind selbst die Balken nicht mehr h&ouml;her als der Text.</p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/images/Geld_macht_gluecklich.jpg"><img src="/images/GeldMacht_capital.png" alt="Geld macht glücklich" /></a></p>
<p class="gray">Frei von Dekoration und Firlefanz, die Botschaft klar formuliert, selbst die Balken sind von wortgrafischer Qualit&auml;t. Quelle: Capital 10/2008, S.&#160;46.</p>
<p>Wir jedenfalls tun zweierlei: Dekogramme in Managementreports, Gesch&auml;ftsberichten, internen Befragungen, Memos kommen nicht infrage, es sei denn, man will seiner Karriere ein fr&uuml;hes Ende bereiten. In Magazinen, Zeitungen, Zeitschriften werden wir die Nase r&uuml;mpfen und immer gleich vermuten, dass uns da einer verladen will oder schlampig war. Wir werden meistens recht behalten.</p>
<p>Und wenn uns jemand fragt, was denn eine echte Infografik sei, dann zeigen wir auf die hier:</p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/images/Maeusebussarde_950.png"><img src="/images/Maeusebussarde_450.png" alt="Greifvögel" /></a></p>
<p class="gray">Jedes einzelne Pixel tr&auml;gt Information&#160;&#8211; das Optimum einer Infografik. Quelle: Welt am Sonntag, Nr.&#160;27/2008, 06.07.2008, S.&#160;66.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.bissantz.de/dekogramm/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Ampel-Controlling: Schwarz-Wei&#223;-Malen mit Farben</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/ampel-controlling</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/ampel-controlling#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 May 2008 13:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
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		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/ampel-controlling</guid>
		<description><![CDATA[Ampeln sind Chartjunk. Sie malen schwarz und weiß mit rot und grün. Weil ein bisschen Schwellen-Voodoo dabei ist, ist es intellektueller Chartjunk. Das macht sie besonders gefährlich. Für ihre Konsumenten und Produzenten. Schlimmer noch: Alternativen dazu sind so einfach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ampeln sind Chartjunk. Sie malen schwarz und wei&szlig; mit rot und gr&uuml;n. Weil ein bisschen Schwellen-Voodoo dabei ist, ist es intellektueller Chartjunk. Das macht sie besonders gef&auml;hrlich. F&uuml;r ihre Konsumenten und Produzenten. Schlimmer noch: Alternativen dazu sind so einfach.</strong></p>
<p>Fr&uuml;her waren mir Ampeln zuwider, weil sie bei multikausalen Abweichungen die Warnsignale entlang der Berichtshierarchien multiplizieren. Ich gebe zu, das ist zwar richtig, ist aber ein wenig verschwurbelt. Daher hier noch ein Versuch, dem Ampel-Controlling den Garaus zu machen. Ich verspreche, diesmal sehr pragmatisch.</p>
<p><img src="http://blog.bissantz.de/images/ampel1_schmal.png" style="margin: -14px 8px 0pt 0pt; float: left" alt="Ampellogik in Tabelle" />So wie im Beispiel links sieht das f&uuml;r gew&ouml;hnlich aus, wenn sich jemand die M&uuml;he gemacht hat, Schwellen daf&uuml;r festzulegen, wann etwas rot, gelb oder gr&uuml;n eingef&auml;rbt werden soll.</p>
<p>Die Einf&auml;rbung ist Ergebnis eines Bewertungsprozesses. Das nehmen wir als Betrachter auch so wahr. Rot signalisiert uns &bdquo;schlecht&ldquo;, Gr&uuml;n ist &bdquo;gut&ldquo;, Gelb ist &bdquo;na ja&ldquo;.</p>
<p>F&uuml;r diese Bewertung tr&auml;gt der Berichtersteller die Verantwortung. Das ist bemerkenswert, denn in der Regel sind es die Berichtsempf&auml;nger, die etwas bewerten und dann entscheiden sollen. Hier nimmt der Berichtersteller eine Entscheidung vorweg. Das kann ins Auge gehen, wie wir anhand des <a href="http://blog.bissantz.de/sachsen-lb">Niedergangs der Sachsen LB</a> schon diskutiert haben. Das Risiko daf&uuml;r ist gro&szlig;:</p>
<p>Der Berichtersteller verl&auml;sst sich auf die G&uuml;ltigkeit vorab festgelegter Schwellen angesichts neuer Zahlen. Er nimmt in Kauf, dass die Entscheidung, ob etwas gerade noch gut oder schon schlecht ist, hart an einer Schwelle h&auml;ngt und keinen flie&szlig;enden &Uuml;bergang kennt. Weiterhin ignoriert er vollst&auml;ndig die Vergangenheit der Werte. Das ist str&auml;flich, denn ohne Vergangenheit fehlt der Kontext, in dem die Abweichung steht. Ob etwas fortgesetzt den Zielwert verpasste oder nur einmal, ist wichtig f&uuml;r die Einordnung.</p>
<p>Die Bewertung in drei Kategorien ist gleichzeitig sehr undifferenziert: Alle roten und alle gr&uuml;nen Abweichungen finden sich in jeweils demselben Eintopf. Eine negative Abweichung von&#160;&#8211;3,3&#160;% ebenso wie eine von&#160;&#8211;80&#160;%. Eine positive Abweichung von 3,0&#160;% ebenso wie eine von 40&#160;%.</p>
<p>Der gr&ouml;&szlig;te Konstruktionsfehler aber hat damit zu tun, dass die Bedeutung einer Abweichung nicht allein relativ oder absolut bestimmt werden kann. Muss man sich entscheiden, so w&uuml;rde ich als Kaufmann immer eine absolute Abweichung vorziehen. Eine gro&szlig;e relative Abweichung von 25&#160;% ist weniger stark in der Kasse zu sp&uuml;ren, wenn die Abweichungsbasis &#8364; 10.000  war. Eine kleine relative Abweichung von sagen wir 5&#160;% von einem Planwert von &#8364; 1.000.000 hingegen ist bereits schmerzhaft.</p>
<p>Diese &Uuml;berlegungen zeigen, dass die Schwellenlogik einerseits und die bewertende Signalwirkung der Einf&auml;rbung andererseits Berichtersteller Kopf und Kragen kosten k&ouml;nnen. Dem verantwortungsvollen Berichtsempf&auml;nger wiederum nehmen sie keine Arbeit ab. Bevor er eine Entscheidung dar&uuml;ber trifft, was f&uuml;r ihn wichtig ist, wird er sich alle Zahlen im Detail ansehen wollen und m&uuml;ssen. Der naive Berichtsempf&auml;nger aber f&uuml;hlt sich in einer tr&uuml;gerischen Sicherheit, die bei betriebswirtschaftlichen Daten nun einmal nicht gegeben werden kann.</p>
<p>Das urspr&uuml;ngliche Ziel der Ampellogik ist, geplagten Managern eine Lesehilfe zu geben und die Zahlenfluten aus dem Controlling beherrschbar zu machen. Das ist ein frommer Wunsch, der mit einfachen Mitteln erreicht werden kann, ohne dabei Gefahren heraufzubeschw&ouml;ren.</p>
<p><img src="http://blog.bissantz.de/images/ampel4_schmal.png" style="margin: 0pt; float: left" alt="Sortierung und Balken als Hilfe" /></p>
<p>Im zweiten Beispiel sind die Werte zun&auml;chst einmal ganz schlicht nach ihrer Abweichung sortiert. Allein das ist die halbe Miete. Die bedeutsamsten Abweichungen stehen jetzt oben. In F&auml;llen, in denen es tats&auml;chlich gen&uuml;gen w&uuml;rde, die gr&ouml;&szlig;ten Probleme anhand einer relativen Abweichung zu identifizieren, endet die Lekt&uuml;re des Verantwortlichen in Zeile 4.</p>
<p>Er nimmt seine Informationsfilterung ohne schalen Beigeschmack selbst vor. Entscheidend daf&uuml;r ist, mit einem kurzen Blick auch die Verteilung der Werte insgesamt zu w&uuml;rdigen.</p>
<p>Eine Lesehilfe stellen die zu den Abweichungswerten proportionalen Balken dar. Ein technischer Seitenhieb auf die Primitivlogik der dreiwertigen Ampelmetapher ist die Einf&auml;rbung anhand zweier Intensit&auml;tsskalen. Sie gibt in Abstufungen von Rot bzw. Blau die Wertigkeit der Abweichungen korrekt wider, ist f&uuml;r das Auge sofort als Ordnung erkennbar und funktioniert ebenso gut in Graustufen.</p>
<p>Wenn der Rechner schon Werte in Farben codieren soll, dann kann er es gleich richtig tun, finde ich.</p>
<p>Sehr sch&ouml;n zu sehen im Beispiel: Die Betrachtung der relativen Abweichungen liefert ein v&ouml;llig anderes und f&uuml;r den Kaufmann irrelevantes Bild der Lage als die Betrachtung nach absoluten Abweichungen. Beispielsweise verdient die scheinbar unbedeutende Abweichung des Gesch&auml;ftsbereichs 29 um 3,3&#160;% das gr&ouml;&szlig;te Augenmerk, weil sie die gr&ouml;&szlig;te absolute Abweichung verursacht hat.</p>
<p>F&uuml;r F&auml;lle, in denen auf die Aussagekraft relativer Bewegungen nicht verzichtet werden soll, empfiehlt sich eine abstraktere Variante der Abweichungsberechnung. Multipliziert man relative und absolute Werte, so entsteht eine gewichtete Abweichung, die eine zutreffende Sortierung nach beiden Kriterien liefert.</p>
<p><img src="http://blog.bissantz.de/images/ampel5_ausschnitt2.png" alt="Gewichtete Abweichung als Indikator" /></p>
<p>Dass sich Ampeln so hartn&auml;ckig im Softwaremarketing und in vom Management ignorierten Berichtsstapeln halten k&ouml;nnen, verdanken sie meiner Ansicht nach demselben Missverst&auml;ndnis, das auch Tachos und Thermometern innewohnt. Wir Betriebswirte gieren nach der Sicherheit, die Ingenieure so oft zu haben scheinen. Der Drehzahlmesser in meinem Wagen signalisiert mir zuverl&auml;ssig, dass es rot und schlimm f&uuml;r meinen Motor wird, wenn ich nicht schalte.</p>
<p>Wir Betriebswirte haben diese Sicherheit nicht und uns fehlt leider auch das Gaspedal f&uuml;r die Ums&auml;tze und das Bremspedal f&uuml;r Irrt&uuml;mer.</p>
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		<title>Wenn schon analog, dann bitte digital</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 11:23:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Cockpit]]></category>
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		<description><![CDATA[Betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind Zahlen und keine Zeiger. Geschwindigkeit übrigens auch. Deswegen lesen Profis sie nur digital und nie analog ab. Was Informationsdesigner von den Instrumenten im Cup-Porsche lernen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind Zahlen und keine Zeiger. Geschwindigkeit &uuml;brigens auch. Deswegen lesen Profis sie nur digital und nie analog ab.</strong></p>
<p>Eine Analogie, so sagt das Fremdw&ouml;rterbuch, ist eine Entsprechung, &Auml;hnlichkeit, Gleichartigkeit. Von Analogien l&auml;sst sich immer wieder lernen. K&uuml;rzlich haben mich die Fortschritte in der Produktion hier fragen lassen, ob und wie wir mehr <a href="http://blog.bissantz.de/bi-robot">Automation und Wirtschaftlichkeit </a>ins Controlling bringen.</p>
<p>Autofahrer, Piloten, Astronauten, Lokf&uuml;hrer und Manager lesen Instrumente ab. Die angezeigten Werte sollen verraten, wie es um Auto, Jet, Raumschiff, Lok und Betrieb bestellt ist. Es liegt nahe, Erfahrungen aus dem einen im anderen Bereich zu nutzen. Dabei gilt es genau hinzusehen. Selten sind die Bedingungen so &auml;hnlich, dass eine &Uuml;bertragung bruchfrei gelingt.</p>
<p class="sample"><a href="images/Cockpit_800px.png" onclick="return openPopup('/images/Cockpit_800px.png', '');"><img src="/images/cockpit_450px.png" /></a><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt">Cockpit eines Cup-Porsche. Zum Vergr&ouml;&szlig;ern bitte anklicken.</span></p>
<p>Bleiben wir beim Automobil. Als Vorbild kommt dort nur der Rennsport in Frage. Es geht regelm&auml;&szlig;ig um hohe Investitionen. Das Verlustrisiko ist hoch. In allen Phasen wird unter h&ouml;chstem Zeitdruck gearbeitet. Fehler wirken sich dramatisch aus. Es gibt kaum Raum f&uuml;r Korrekturen. Aus der Volkswirtschaftslehre d&uuml;rfen wir ableiten, dass nur unter solchen Extrembedingungen Systeme mit idealtypischem Charakter reifen. Das gilt auch f&uuml;r Hilfssysteme, wie die Instrumentierung im Rennwagen.</p>
<p>Was f&auml;llt am meisten auf?</p>
<p>Die Geschwindigkeit wird digital angezeigt. Keine Skala. Keine Zeiger. Warum? Es kommt dem Fahrer darauf an, in Sekundenbruchteilen ablesen zu k&ouml;nnen, ob die Geschwindigkeiten an Bremspunkt, Kurveneingang und Kurvenausgang sind, wie sie sein sollen. Dabei z&auml;hlt jedes km/h. Jede grafische Chiffrierung w&uuml;rde die Ablesbarkeit erschweren.</p>
<p>Dass sich Analogtachos im normalen Auto weiter halten, ist der Mode geschuldet und dem Umstand, dass die Kurveneingangsgeschwindigkeit am Nordring 98 und anderswo gesetzlich limitiert und keiner Optimierung unterworfen ist. Dass sich Analogtachos auch im Managementberichtswesen weiter halten, ist ebenfalls einer Mode geschuldet, die sich allerdings einer falsch verstandenen Analogie bedient. Denn welches Interesse haben Manager an der Chiffrierung ihrer Kennzahlen, die nun einmal Zahlen sind?</p>
<p>Dass nur Digitaltachos wahrhaft sportlich sind, k&ouml;nnte an dieser Mode eines Tages etwas &auml;ndern, wenn auch aus den falschen Gr&uuml;nden.</p>
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