Donnerstag, 5. August 2010
Liebes Marketing, wir Kaufleute brauchen weder DIN-Norm noch Bilanz-Duden zur Verständigung. Darum lasst uns wenigstens die Farbe Rot. Denn sie bedeutet etwas. Übrigens dasselbe wie überall sonst: Gefahr.
Freitag, 20. März 2009
Die Erwartungen an das Data Mining waren hoch: Neue Methoden sollten die in Datenbanken verborgenen Erkenntnisschätze automatisch heben. Anlässlich der Aufnahme eines frühen Artikels zu diesem Thema ins „Best of“ der Zeitschrift für Wirtschaftsinformatik blicken wir zurück auf 16 Jahre Data Mining.
Freitag, 30. Mai 2008
Ampeln sind Chartjunk. Sie malen schwarz und weiß mit rot und grün. Weil ein bisschen Schwellen-Voodoo dabei ist, ist es intellektueller Chartjunk. Das macht sie besonders gefährlich. Für ihre Konsumenten und Produzenten. Schlimmer noch: Alternativen dazu sind so einfach.
Freitag, 1. Februar 2008
Weniger ist mehr. Das trifft oft zu, wenn Statistik und Manager aufeinandertreffen. Generell haben wir aber zu wenig Statistik in Datendarstellungen. Voraussetzung: Sie muss robust sein.
Freitag, 7. Dezember 2007
Gekrönt zu werden ist nicht immer eine Auszeichnung. Und die Krönenden meinen die Krönung auch nicht immer ernst. Zwar gerät das nicht immer gleich zur Dornenkrone, aber hilfreich ist es eben auch nicht. Ein Produkt, das den Kunden nicht fordert, stiftet à la longue keinen Nutzen. Aber nur der Narr darf das sagen.
Freitag, 30. November 2007
Modernes Controlling bewegt sich auf schmalem Grat. Entscheidungen dürfen nicht vorweggenommen werden. Aber der Controller soll auch Gutachter sein. Da hilft nur eins: Mut zur Unsicherheit.
Freitag, 21. September 2007
Die Sachsen LB könnte es versucht haben. Ihr Verwaltungsrat verließ sich auf ein paar Ampeln. Die waren meistens grün, lassen den Steuerzahler jetzt aber rot sehen.
Freitag, 4. Mai 2007
Die Deckungsbeitrags-Flussrechnung zerlegt eine aufgetretene Abweichung des Deckungsbeitrags in ihre Komponenten, woraus sich treffliche Hinweise für die Ursachenforschung ergeben. So lässt sich zweifelsfrei feststellen, ob eine Preiserhöhung der tatsächliche Grund für verstärkte Rabatte durch den Vertrieb ist.
Freitag, 16. März 2007
Vom Guerillacontrolling war schon an anderer Stelle die Rede: Das Marketing begegnet immer höheren Wahrnehmungsbarrieren mit Überraschung, Humor und Anderssein. Ich empfehle, dieselbe Technik anzuwenden, um Gehör bei Managern zu finden.
Freitag, 2. Februar 2007
Geschwindigkeit ist relativ. Manche Methoden zeigen, dass in der Verlangsamung Erkenntnis liegen kann. Etwas davon steckt auch in der jungen Wortschöpfung „Entschleunigung“. Wenn Sven Piechota von entschleunigtem Fortschritt im Business Intelligence spricht, ist das jedoch milde verabreichter Sarkasmus. Der Lüneburger Controllingprofessor und Tausendsassa der MIS-Szene teilte meinen Optimismus folgerichtig auch nur punktuell und beleuchtet den erreichten Stand vor allem als flaches Land mit einsam aufragenden Erfolgsgipfeln. Was er sonst noch sagte zu Business Intelligence, Corporate Performance Measurement und was er empfiehlt gegen Sprachlosigkeit zwischen Controlling und Management.