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	<title>»Me, myself und BI« &#187; SPIEGEL</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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			<item>
		<title>Ist Signifikanz signifikant? (Teil II)</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/signifikanz2</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/signifikanz2#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 14:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Signifikanz]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir können nichts „statistisch nachweisen“, weil die Statistik diese Macht nicht hat. Dennoch hält sich der Glaube daran hartnäckig. Das Unwissen um das, was signifikant bedeutet, trägt dazu maßgeblich bei. Wie wir helfen, dieses Unwissen nicht noch weiter zu verbreiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir m&uuml;ssen <em>signifikant</em> aus unserem Wortschatz f&uuml;r Management&shy;berichte streichen. Nach dem Test vor zwei Wochen ist nur noch eines sicher: Unsere Empf&auml;nger werden uns missverstehen. Und wahrscheinlich wissen wir selbst nicht, was wir eigentlich meinen.</strong></p>
<p>Haben Sie vor zwei Wochen den <a href="http://blog.bissantz.de/signifikanz">Test</a> gemacht? Wir hatten wie seinerzeit in einer Studie von Haller und Krauss* gefragt, was man aus einem <em>statistisch signifikanten</em> Testergebnis ableiten kann. Haben Sie bestanden? Bravo! Falls nicht, w&auml;ren Sie in guter Gesellschaft. Die meisten beantworten f&auml;lschlicher&shy;weise mindestens eine der zu bewertenden Aussagen als &#8222;richtig&#8220; und fallen damit durch. Das sind die Durchfallquoten:</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>Methodenausbilder:</td>
<td align="right">80,0&#160;%</td>
<td align="left">(n=30)</td>
</tr>
<tr>
<td>Wissenschaftliche Psychologen:</td>
<td align="right">89,7&#160;%</td>
<td align="left">(n=39)</td>
</tr>
<tr>
<td>Psychologie-Studenten:</td>
<td align="right">100,0&#160;%</td>
<td align="left">(n=44)</td>
</tr>
<tr>
<td>Blogleser:</td>
<td align="right">71,1&#160;% (n=384)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p class="gray">Bei soviel Fehlinterpretation ist die Signifikanz keine L&ouml;sung, sondern ein Problem. Auch die Ausbilder sind betroffen.</p>
<p>Dass meist weder der Autor noch der Leser den Test bestehen w&uuml;rden, hindert kaum jemanden daran, etwas f&uuml;r signifikant zu halten, was vielleicht statistisch signifikant, aber damit eben noch lange nicht bewiesen ist. Davon kann man sich t&auml;glich in den Medien &uuml;berzeugen. Wer das &uuml;berpr&uuml;fen m&ouml;chte, w&auml;hle in unserer kleinen vorkonfigurierten Google-Suche eine Zeitung links und einen der einschl&auml;gigen Begriffe rechts:</p>
<form style="text-align: left;">
<select id="s1formselect" name="s1formselect" size="5"> <option value="+site:faz.net">FAZ</option> <option value="+site:focus.de">Focus</option> <option selected="selected" value="+site:spiegel.de">Spiegel</option> <option value="+site:sueddeutsche.de">S&uuml;ddeutsche</option> <option value="+site:welt.de">Welt</option> </select>
<select id="s2formselect" name="s2formselect" size="5"> <option selected="selected" value="+%22statistisch+nachgewiesen%22">statistisch nachgewiesen</option> <option value="+%22signifikantes+Ergebnis%22">signifikantes Ergebnis</option> <option value="+%22signifikant%22">signifikant</option> <option value="+%22statistisch+sicher%22">statistisch sicher</option> </select>
</p></form>
<p>Statistisch etwas beweisen zu k&ouml;nnen ist so w&uuml;nschenswert wie Tarnkappen, Dukatenesel und Jungbrunnen. Und genauso m&auml;rchenhaft. Da wir Unternehmen f&uuml;hren wollen, m&uuml;ssen wir realistisch bleiben. Fassen wir daher zusammen, wovon hier schon <a href="http://blog.bissantz.de/signifikanztest">die</a> <a href="http://blog.bissantz.de/statistisches-denken-1">Rede</a> <a href="http://blog.bissantz.de/statistisches-denken-2">war</a>:</p>
<ol>
<li>Ob man etwas mit den Mitteln der Statistik testet oder nicht: Unterschiede zwischen Gruppen sind normal. Gleichheit ist merkw&uuml;rdig. Ein signifikantes Ergebnis besagt, der Unterschied ist nicht zuf&auml;llig. Ein nicht signifikantes Ergebnis besagt, der Unterschied ist vielleicht dennoch nicht zuf&auml;llig.</li>
<li>Woher der Unterschied r&uuml;hrt, das sagt der Signifikanztest nicht. Es ist &auml;hnlich wie bei der Korrelation. Der R&uuml;ckgang der Storchenpopulation &auml;hnelt dem der Geburtenrate. Wer an einen Zusammenhang glauben will, kann das tun. Oder lassen.</li>
<li>Bei sozialen, medizinischen oder betriebswirtschaftlichen Experimenten k&ouml;nnen wir die Einflussvariablen weder vollst&auml;ndig erfassen noch konstant halten. Das gelingt selbst Technikern nur schwer, aber immerhin etwas besser.</li>
<li>Weil Variation normal ist, weil der Signifikanztest das nur immer wieder best&auml;tigt und weil er &uuml;ber wahre Gr&uuml;nde nichts aussagt, k&ouml;nnen wir ihn ohne den geringsten Schaden beerdigen und stattdessen die Verteilungen selbst be&auml;ugen.</li>
</ol>
<p>Aus alledem folgt, dass wir Satzkonstruktionen wie diese aus unserem aktiven Sprachgebrauch besser verbannen:</p>
<ol>
<li>Das ist statistisch nachgewiesen (aus A folgt B).</li>
<li>Der Unterschied ist signifikant.</li>
<li>Die neue Kampagne ist mit einer Sicherheit von 95&#160;% wirksam.</li>
<li>Die Zusammenhang ist statistisch bewiesen.</li>
</ol>
<p>F&uuml;rs Managementberichtswesen sind wir bereits gewappnet. <em>Statistisch signifikant</em> ist n&auml;mlich nur ein Attribut. Und das <a href="http://blog.bissantz.de/attribuierung">vermeiden</a> wir ja ohnehin.</p>
<p class="gray">* Quelle: Haller, H., Krauss, S. (2002). <a href="http://www.dgps.de/fachgruppen/methoden/mpr-online/issue16/art1/haller.pdf">Misinterpretations of Significance: A problem students share with their teachers?</a> Methods of Psychological Research Online, Vol.&#160;7, No.&#160;1, S.&#160;1&#8211;20.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wo rohe Balken sinnlos walten</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/abweichungen-zeigen</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/abweichungen-zeigen#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 13:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Achsen abschneiden]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Excel]]></category>
		<category><![CDATA[Grafische Tabellen]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Reporting]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Tortendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

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		<description><![CDATA[Stapelgrafiken, Torten- und Flächencharts sind ebenso verbreitet wie sinnlos. Das gilt für das Managementreporting genauso wie für Präsentationen und Massenmedien. Balken helfen dagegen - wenn sie Abweichungen zeigen statt Rohdaten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stapelgrafiken, Torten&#8209; und Fl&auml;chencharts sind ebenso verbreitet wie sinnlos. Das gilt f&uuml;r das Managementreporting genauso wie f&uuml;r Pr&auml;sentationen und Massenmedien. Balken helfen dagegen&#160;&#8211; wenn sie Abweichungen zeigen statt Rohdaten.</strong></p>
<p>Argumente <a href="http://blog.bissantz.de/hochstapeln">gegen das Stapeln</a> und eine <a href="http://blog.bissantz.de/referenzbalken">neue Alternative</a> hatten wir hier schon. Eine erste wichtige Ma&szlig;nahme gegen die Hochstapelei ist das Entstapeln der Daten:</p>
<p class="gray"><img src="/images/super-steuer-zapfsaeule.png" alt="Preise für Superbenzin in verschiedenen Ländern" /><br />Schon mal besser: Entstapelte Stapelgrafik</p>
<p>Das ist ein Fortschritt, aber man ist noch nicht zufrieden. Warum? Den Vergleich je Land k&ouml;nnen wir mit sogenannten <a href="http://blog.bissantz.de/referenzbalken">Referenzbalken</a> verbessern. Der Vergleich der Preise, Kosten und Steuern &uuml;ber die L&auml;nder hinweg ist aber auch damit noch nicht optimal.</p>
<p>Wir vergleichen, indem unser Auge die Unterschiede in den Balkenl&auml;ngen pr&uuml;ft. Genau diesen Unterschieden aber widmet meine erste Darstellung die geringste Anzahl an Pixeln. Ein viel gr&ouml;&szlig;erer Anteil an Pixeln wird f&uuml;r das Aufmalen des immer gleichen Minimums aufgewendet. So kommen die gleichen 97 Pixel f&uuml;r den Wert 126 in der Spalte Zapfs&auml;ule in allen 10 Zeilen vor. Jedoch: Die Lesbarkeit einer Grafik ist umso h&ouml;her, je mehr Pixel uns zur Abbildung von Ungleichem zur Verf&uuml;gung stehen.</p>
<p>Naivere Zeitgenossen und die <a href="http://blog.bissantz.de/pimpcharts">Entwickler von Excel</a> verf&uuml;hrt das zu der Annahme, man d&uuml;rfe die Achse abschneiden und damit die Unterschiede betonen. <a href="http://www.bella-beraet.de/proportionalitaetsgesetz">Man darf es nicht!</a></p>
<p>Was man darf und sogar muss, ist, sich zu entscheiden, was man eigentlich zeigen will. Bei Vergleichen ist das selten der rohe, unbehauene Datenwert, den die Statistik hergibt. <strong>Vielmehr wollen wir zeigen, ob und wie sehr die Daten von unserer Erwartung, vom Durchschnitt, vom Gewohnten, vom &Uuml;blichen, vom Typischen abweichen.</strong></p>
<p>Die Referenz dazu ist die Vergangenheit, ein Minimum, ein Maximum oder ein Durchschnitt. Daher liegen wir richtig, wenn wir zuallererst einmal die Abweichung vom Durchschnitt errechnen und von dort aus weiterdenken:</p>
<p class="pimg"><img src="/images/Diff_und_Abs_Werte_zusammen_gespiegelt_Durchschnitt.png" alt="Preise für Superbenzin in verschiedenen Ländern mit Abweichungen zum Durchschnitt" style="width: 507px; overflow: visible;"/></p>
<p>Ich finde, damit ist eine gute L&ouml;sung f&uuml;r die Daten oben gefunden. Wir lernen also: <strong>Rohdaten zeigen ist keine Analyse. Vergleichen hei&szlig;t Abweichungen zeigen.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tod dem Dekogramm</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/dekogramm</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/dekogramm#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 15:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Achsen abschneiden]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
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		<category><![CDATA[Welt am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

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		<description><![CDATA[Von der Business-Grafik haben wir uns schon verabschiedet, jetzt ist das Dekogramm dran. Die Lektüre von Spiegel, Focus und Co. liefert uns die Gründe dafür.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seine Liebhaber nennen es euphemistisch Infografik. Von guter Grafik, geschweige denn Information fehlt aber meist jede Spur. Ich nenne es Dekogramm und w&uuml;nsche ihm die vollst&auml;ndige Ausrottung.</strong></p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/heilige-kuh">Letztes Mal</a> waren wir so verblieben, dass Informationskultur von den Konsumenten ebenso eingefordert wie von den Produzenten bereitgestellt werden muss. Fangen wir gleich damit an: <strong>Wir wollen keine Infografiken mehr sehen!</strong></p>
<p class="gray"><img src="/images/globus_2.gif" alt="Infografik" /><br />
Mit diesem und anderen Beispielen <a href="http://www.globus-infografik.de/produkte_globus.htm" target="_blank">wirbt</a> die dpa f&uuml;r die Dienste ihrer Tochter dpa-infografik. Spiralf&ouml;rmige Anordnung, wachsende Wappen, die Spirale selbst&#160;&#8211; alles steht dem raschen Verst&auml;ndnis des Zahlenvergleichs im Weg.</p>
<p>Zuerst die gute Nachricht: Man findet sie, wo man hinsieht, aber sie dominieren die grafische Darstellung nicht (mehr). In einer Stichprobe mit Capital, Focus, FTD, Neue Z&uuml;rcher Zeitung, Spiegel, S&uuml;ddeutsche Zeitung und WAMS fand ich die meisten Beispiele noch in Spiegel und Focus. In der Capital fand ich gerade mal eines, in der NZZ gar keins.</p>
<p>Dennoch, aus zwei Gr&uuml;nden, weg damit: Wo offen <a href="http://www.auergrafik.com/index.php?action=file&amp;name=wozu" target="_blank">&uuml;ber den Zweck r&auml;soniert wird</a>, bleiben wenig Zweifel, worum es geht. Der Leser soll emotionalisiert, die Botschaft soll ihm verkauft werden.</p>
<blockquote><p>Die Infografik &bdquo;verschafft uns einen sinnlichen Zugang in die Herzen der Leserinnen und Leser, weil sie mit Symbolen und leicht fa&szlig;lichen Illustrationen f&uuml;r die Aussage emotionalisiert werden, z.&#160;B. Wohnbau geht zur&uuml;ck&#160;&#8211; traurige Familie.&ldquo;<br />
<a href="http://www.auergrafik.com/index.php?action=file&amp;name=wozu" target="_blank">Quelle: www.infografik.at</a></p></blockquote>
<p>Daf&uuml;r haben wir keinen Bedarf. Und sp&auml;testens ab jetzt sehen wir &uuml;ber jeder Infografik die Warnlampe Manipulation leuchten.</p>
<p>Der zweite Grund ist das kapitale Missverst&auml;ndnis, dem auch Infografiker ohne manipulative Absicht unterliegen. Dekoration verbessert Lesbarkeit und Verst&auml;ndnis nicht, wie die Szene annimmt, sondern verschlechtert sie, oft total. Selbst wenn die dekorativen Elemente die Daten nicht verzerren, was h&auml;ufig der Fall ist, muss das Auge all den Firlefanz ausfiltern, bevor es die eigentliche Information, den Wertvergleich, aufnehmen kann. Der Effekt ist so einfach nachzuvollziehen, wie er erfolgreich ignoriert wird. In Zukunft jedenfalls gibt es f&uuml;r die Verwendung von Dekogrammen reichlich Minuspunkte:</p>
<p><strong>1. Der Seitenf&uuml;ller (10 Minuspunkte)</strong><br />
Das ist die harmlose Variante des Dekogramms. Die Zahlen sind immerhin durch die Dekoration nicht verzerrt. Die Darstellung ist lediglich trivial. So wie der Inhalt auch. Drei Zahlen ohne Vergangenheit, ohne zeitliche Entwicklung, ohne Vergleich mit anderen L&auml;ndern. Krawatte, Titel, Zahlenhintergrund alles rot. Dieses Diagramm signalisiert, was es ist: Ignorier mich, ich bin nur nett anzusehen.</p>
<p class="gray" style="height: 331px;"><img style="float: left; margin-right: 8px;" src="/images/nervensache_2.png" alt="Nervensache" />Ein harmloses Diagramm vom Typus Seitenf&uuml;ller. Es tut nicht weh und kann ohne Schaden ignoriert werden. Quelle: Focus, Heft 29/2008, 14.07.2008, S.&#160;106.</p>
<p><strong>2. Der Murks (20 Minuspunkte)</strong><br />
Hier wurde das Dekoelement vor die Information gestellt. Man wei&szlig; nicht sicher, wo der rote Balken enden soll, und der L&auml;ngenunterschied wird durch die Trapezform des Pokalfu&szlig;es optisch gespreizt. Da die Information trivial ist und die Zahlenwerte das Auge gut erreichen, geht das noch als Ungeschicklichkeit durch.</p>
<p class="gray" style="height: 259px;"><img style="float: left; margin-right: 8px;" src="/images/traum_spiegel_242008_090608_s18_verkleinert.png" alt="Traum vom Titel" />Vom Typus Murks: Hier braucht es ein Lineal um festzustellen, wo der rote Balken enden soll&#160;&#8211; an der rechten oberen Ecke. Quelle: Der Spiegel, Heft 24/2008, 09.06.2008, S.&#160;18.</p>
<p><strong>3. Verhinderter Neurath (30 Minuspunkte)</strong><br />
Otto Neurath, dem Pionier der Bildsprache, verdanken wir die Idee, Zahlen anschaulich mit Hilfe von Piktogrammen darzustellen. Wenn es aber schief geht, irren die Augen hilflos hin und her, um ein paar Zahlen zu finden und zuzuordnen. Meistens geht es schief. Fl&auml;chige Repr&auml;sentationen sind immer problematisch. Flaggen zu verdehnen ist am Rande des guten Geschmacks.</p>
<div style="margin-bottom: 8px;"><img style="margin-top: 12px; float: right;" src="/images/t-mobile_2.png" alt="T-Mobile" /><img style="margin: 0 50px 4px 0;" src="/images/thyssenkrupp_2.png" alt="ThyssenKrupp" /></div>
<p class="gray">Gute Symbolik hilft. Schlechte strengt an. Von Fl&auml;chen und Flaggen sollte man besser die Finger lassen, sonst wird man doppelt missverstanden. Quelle: Der Spiegel, Heft 29/2008, 21.07.2008, S.&#160;69 und S.&#160;65.</p>
<p class="gray" style="margin: 16px 0 24px 0;"><img style="margin-bottom: 8px;" src="/images/Thyssen%20-%20Grafische%20Tabelle.png" alt="ThyssenKrupp, Grafische Tabelle" /><br />
So h&auml;tten die Daten f&uuml;r ThyssenKrupp ausgesehen.</p>
<p class="gray"><img style="margin-bottom: 8px;" src="/images/T-Mobile%20-%20Grafische%20Tabelle.png" alt="T-Mobile, Grafische Tabelle" /><br />
Und so die f&uuml;r T-Mobile. Was passiert? Man interessiert sich f&uuml;r die Zahlen.</p>
<p><strong>4. Der F&auml;lscher (70 Minuspunkte)</strong><br />
Der verhinderte Neurath l&auml;sst sich steigern. Das Auge nimmt hier Fl&auml;chen wahr, ist darin nicht besonders gut, <a href="http://www.bella-beraet.de/torten-wahnsinn">wie wir wissen</a>, und irrt selbst dann noch. Die Idee des Grafikers ist hier in der Tat, Flaschen zu z&auml;hlen. Der Unterschied zwischen 2006 und 2007 ist fast 300&#160;%, die Fl&auml;che hat sich aber nur verdoppelt.</p>
<div><img style="margin-right: 80px;" src="/images/bionade_2.png" alt="Bionade" /><img src="/images/Bionade_Redesign.png" alt="Bionade" /></div>
<p class="gray">Nur wer die Flaschen z&auml;hlt, wird schlau aus dieser Grafik der Welt am Sonntag (Nr.&#160;26/2008, 29.06.08, S.&#160;34). Der Fl&auml;cheneindruck tr&uuml;gt n&auml;mlich gewaltig, wie <a href="http://www.bella-beraet.de/">Bellas</a> Redesign rechts zeigt.</p>
<p><strong>5. Der Manipulator (100 Minuspunkte)</strong><br />
So harmlos sie aussieht, so faustdick hat es diese Grafik hinter den Pixeln. Das dekorative Elemente verdeckt nichts und verzerrt nichts. Viel schlimmer, es hilft die eigentliche T&auml;uschung zu verbergen. Man ist versucht, ein Spendenkonto f&uuml;r die Musikindustrie einzurichten. Der Trick hat wie so oft mit <a href="http://blog.bissantz.de/pimpcharts">abgeschnittenen Achsen</a> zu tun. Eine faire Darstellung der Wertver&auml;nderung von 25&#160;% w&uuml;rde das Gef&auml;lle der Zeitreihe hier so w&auml;hlen, dass die H&ouml;henver&auml;nderung etwa ein Viertel der L&auml;ngenver&auml;nderung betr&auml;gt. Hier sind es aber fast 100&#160;%. Das Gef&auml;lle wird daher dramatisiert. Der entscheidende Effekt ist aber nochmals an anderer Stelle zu finden. Der Endwert liegt nahe der X-Achse, also entsprechend unseren Sehgewohnheiten nahe an der Nulllinie. Die quer gesetzte Textzeile mit der Quellenangabe r&uuml;ckt die Nullinie optisch noch weiter an die Linie heran. Diese Grafik schreit uns entgegen: Der Umsatz mit Tontr&auml;gern ist abgest&uuml;rzt auf nahe null.</p>
<p class="gray" style="height: 243px;"><img style="float: left; margin-right: 8px;" src="/images/dur-moll_2.png" alt="Umsatz mit Tonträgern" />Sieht harmlos aus, ist aber ein Vertreter vom gef&auml;hrlichen Typus Manipulator. Quelle: Der Spiegel, Heft 29/2008, 21.07.08, S.&#160;98.</p>
<p>Dass es auch ohne Murks und Manipulation geht und dass das die Leser trotzdem und deswegen fesselt, zeigen Beispiele aus den oben zitierten und anderen Quellen. Ein Vergleich der Fu&szlig;ballstars Diego und Franck Rib&eacute;ry kommt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung als schlichte Tabelle daher. Warum auch nicht?</p>
<p class="gray" style="height: 370px;"><a href="http://blog.bissantz.de/images/diego_fas6_160208_s15_450.png"><img style="float: left; margin-right: 8px;" src="/images/diego-ribery_2.png" alt="Diego vs. Ribery" /></a>Zahlen sind spannend, wenn sie uns etwas bedeuten. Dann entscheidet nur noch die Ablesbarkeit dar&uuml;ber, wie schnell wir sie verstehen. Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Heft 6/2008, 10.02.2008, S.&#160;15.</p>
<p>Generell werden Diagramme schlichter, die Pixel werden den Daten und nicht der Dekoration gewidmet. Viele Grafiken in der Capital sind besonders nah an meinem pers&ouml;nlichen Ideal der <a href="http://blog.bissantz.de/grafische-tabellen">Grafischen Tabelle</a>. Dort sind selbst die Balken nicht mehr h&ouml;her als der Text.</p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/images/Geld_macht_gluecklich.jpg"><img src="/images/GeldMacht_capital.png" alt="Geld macht glücklich" /></a></p>
<p class="gray">Frei von Dekoration und Firlefanz, die Botschaft klar formuliert, selbst die Balken sind von wortgrafischer Qualit&auml;t. Quelle: Capital 10/2008, S.&#160;46.</p>
<p>Wir jedenfalls tun zweierlei: Dekogramme in Managementreports, Gesch&auml;ftsberichten, internen Befragungen, Memos kommen nicht infrage, es sei denn, man will seiner Karriere ein fr&uuml;hes Ende bereiten. In Magazinen, Zeitungen, Zeitschriften werden wir die Nase r&uuml;mpfen und immer gleich vermuten, dass uns da einer verladen will oder schlampig war. Wir werden meistens recht behalten.</p>
<p>Und wenn uns jemand fragt, was denn eine echte Infografik sei, dann zeigen wir auf die hier:</p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/images/Maeusebussarde_950.png"><img src="/images/Maeusebussarde_450.png" alt="Greifvögel" /></a></p>
<p class="gray">Jedes einzelne Pixel tr&auml;gt Information&#160;&#8211; das Optimum einer Infografik. Quelle: Welt am Sonntag, Nr.&#160;27/2008, 06.07.2008, S.&#160;66.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Erkenntnissch&#246;nheit der Vorstandsverg&#252;tung</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/nyt-portfolio</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/nyt-portfolio#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 15:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
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		<description><![CDATA[Vorstandsgehälter werden heiß diskutiert. Zahlen dazu mal in die eine, mal in die andere Richtung zurechtgelegt. Gutes Informationsdesign würde die Diskussion objektivieren. Die New York Times zeigt wie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorstandsgeh&auml;lter werden hei&szlig; diskutiert. Zahlen dazu mal in die eine, mal in die andere Richtung zurechtgelegt. Gutes Informationsdesign w&uuml;rde die Diskussion objektivieren. Die New York Times zeigt wie.</strong></p>
<p>Klagen und Lamentieren ist leicht. Und Beispiele f&uuml;r schlechtes Informationsdesign gibt es mehr, als einem lieb sein kann. Umso sch&ouml;ner, wenn man unverhofft auf eine solche Datensch&ouml;nheit wie dieses Exemplar aus der <a href="http://www.nytimes.com/imagepages/2006/04/09/business/09value.graphic.html" target="_blank">New York Times</a> st&ouml;&szlig;t.</p>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/images/Portfolio_NYT_Compensations_of_CEOs.jpg" onclick="return openPopupHScroll('/images/Portfolio_NYT_Compensations_of_CEOs.jpg', 'Scrollen ...', 1024);"><img src="images/NYT_PF_Aus450_zoom.png" /></a><span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt">Ausschnitt aus der New York Times, zum Vergr&ouml;&szlig;ern auf das Bild klicken.</span></p>
<p>Nicht umsonst tr&auml;gt das aktuelle Werk von Edward Tufte den Titel <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0961392177/wwwbissantde-21/">Beautiful Evidence</a>. Das kann nur sehr unzureichend mit Erkenntnissch&ouml;nheit &uuml;bersetzt werden. Sie entsteht dann, wenn etwas nicht deswegen gef&auml;llig ist, weil es unseren Sinn f&uuml;r &Auml;sthetik anspricht, sondern weil es die Freude des Verstehens und Lernens ausl&ouml;st. Das tut es dann, wenn alles zum Verstehen Notwendige in geeigneter Form pr&auml;sentiert wird, so wie das schon bei den <a href="http://blog.bissantz.de/visualisierungsgebote">8 Geboten guter Visualisierung</a>  beschrieben wurde. Mit der F&auml;higkeit uns kindlich am Lernen zu freuen, sind wir reichlich ausgestattet, anders ist unsere Evolution nicht vorstellbar.</p>
<p>Die Grafik der New York Times untersucht den Zusammenhang zwischen Aktienkursentwicklung und der Verg&uuml;tung der US-amerikanischen Vorstandsvorsitzenden. Sie tut das transparent, datendicht und inhaltsreich. Sie kombiniert Zahlen, Grafik, Text wie <a href="http://blog.bissantz.de/kunst2">Galileo Galilei</a> es getan h&auml;tte. Sie belohnt intensives Studium. Sie ist faktenreich und objektiviert die Fragestellung mit Engagement. Sie ist so reich schattiert, wie die Realit&auml;t nun einmal ist. Ein Teil der Verg&uuml;tungen folgt einem Korridor, der einen sinnhaften Zusammenhang zwischen Unternehmenserfolg und Verg&uuml;tung herstellt. Ein anderer Teil spiegelt &Uuml;berbezahlung, ein wieder anderer Unterbezahlung wider. Zumindest dann, wenn ausschlie&szlig;lich der Aktienkurs als Ma&szlig;stab gelten soll. Bekanntlich eine schwierige Frage.</p>
<p>Weil die Frage nach angemessener Verg&uuml;tung auch sonst schwierig ist, sind Ausrei&szlig;er mit Informationen zu m&ouml;glichen Gr&uuml;nden hinterlegt. Insgesamt enth&auml;lt die Grafik sich der Wertung eines komplexen Zusammenhangs. Mit Hilfe des Korridors versucht sie, eine Generalaussage abzuleiten und zeigt gleichzeitig deren Grenzen. Der Leser wird informiert und nicht manipuliert.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Watzlawick des grafischen Designs: So verhunzt man Daten &#8211; garantiert, Teil I</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/watzlawick-1</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Sep 2007 12:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Balkendiagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Dashboards]]></category>
		<category><![CDATA[Diagramme]]></category>
		<category><![CDATA[Historische Beispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>
		<category><![CDATA[Skalierung]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Sie die Konsumenten Ihrer Datengrafiken wirklich unglücklich machen wollen, befolgen Sie die Regeln, die der Statistiker Howard Wainer aufgestellt hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Bestseller des bekannten Psychotherapeuten Paul Watzlawick &bdquo;Anleitung zum Ungl&uuml;cklichsein&ldquo; lernen wir, wie wir garantiert ungl&uuml;cklich werden, oder wenn wir es schon sind, mit Sicherheit auch bleiben. Der amerikanische Statistiker Howard Wainer lehrt uns, wie wir die Konsumenten von Datengrafiken ins Ungl&uuml;ck st&uuml;rzen k&ouml;nnen. Es gilt die folgenden Regeln akkurat zu befolgen, dann bleibt der Erfolg nicht lange aus:</p>
<table id="bsp2" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="1">Zeigen Sie so wenig Daten wie m&ouml;glich. [Show as few data as possible (Minimize the data density)] Wenn eine Grafik droht, leer auszusehen, weil sie nur ein paar Datenwerte enth&auml;lt, f&uuml;llen Sie den Rest mit schm&uuml;ckenden Elementen aus, die nichts zur weiteren Erhellung des Sachverhalts beitragen.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2" align="center"><a href="images/Rule1_minimum_data_shown.png" onclick="return openPopup('/images/Rule1_minimum_data_shown.png', '');"></a><br />
<a href="images/Rule1_minimum_data_shown.png" onclick="return openPopup('/images/Rule1_minimum_data_shown.png', '');"><img src="images/Rule1_minimum_data_shown_thumb100.png" align="middle" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="2">Verstecken Sie, welche Daten sie zeigen. [Hide what data you do show] Dazu gibt es mehrere wirksame M&ouml;glichkeiten: Nehmen Sie ein auff&auml;lliges Rastergitter und drucken Sie die Daten schwach dar&uuml;ber. Oder: halten Sie sich sklavisch an die Regel, dass man <a href="http://blog.bissantz.de/skalierung">Nulllinien nicht abschneidet</a>, so dass die Variation der Daten auch dann verschwindet, wenn sie interessant w&auml;re.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2" align="center"><a href="images/EU-Landw_450px.png" onclick="return openPopup('/images/EU-Landw_450px.png', '');"><img src="images/EU-Landw_thumb100.png" align="middle" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="3">Ignorieren Sie grunds&auml;tzlich die Idee visueller Darstellungen. [Ignore the visual metaphor altogether] Wenn sich ihre Daten nach Gr&ouml;&szlig;e ordnen lassen und die verwendete grafische Repr&auml;sentation auch, bringen Sie trotzdem beides durcheinander. Sehr effektiv: Verwenden Sie eine Balkengrafik, aber sortieren Sie nach Alphabet.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2"><a href="images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert.png" onclick="return openPopup('/images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert.png', '');"></a><br />
<a href="images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert.png" onclick="return openPopup('/images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert.png', '');"><img src="images/Insolvenzen_Alphabet_sortiert_thumb130.png" align="middle" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="4">Nur L&auml;nge z&auml;hlt [Only order matters] Verwenden Sie L&auml;nge als Ordnungskriterium, aber verwirren Sie das Auge des Lesers, indem Sie Fl&auml;chen zeigen. Damit quadrieren Sie auch noch den harmlosesten Unterschied.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2" align="center"><a href="images/OnlyOrderMatters.png" onclick="return openPopup('/images/OnlyOrderMatters.png', '');"><img src="images/OnlyOrderMatters_thumb130.png" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="5">Rei&szlig;en Sie Daten aus dem Zusammenhang. [Graph data out of context] Das klappt besonders gut bei Zeitreihen. Ein peinlich starkes Absinken eines Wertes? Starten Sie erst mit dem Zeitpunkt danach. Nur ein leichtes Schwanken: Skala vergr&ouml;&szlig;ern, X-Achse stauchen.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2" align="center"><a href="images/Hausmuell_spiegel_revised.jpg" onclick="return openPopup('/images/Hausmuell_spiegel_revised.jpg', '');"></a><br />
<a href="images/Hausmuell_spiegel_revised.jpg" onclick="return openPopup('/images/Hausmuell_spiegel_revised.jpg', '');"><img src="images/Hausmuell_spiegel_revised_thumb100.jpg" align="middle" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="spalte1">
<ol>
<li value="6">Wechseln Sie die Skalierung in derselben Abbildung. [Change scales in mid-axis] Etwas f&uuml;r den Connaisseur. Man nehme zwei Reihen unterschiedlicher Gr&ouml;&szlig;enordnung, skaliere jede einzeln und setze beides zu einer Grafik zusammen.</li>
</ol>
</td>
<td class="spalte2"><a href="images/Skala_inDerMitte_wechselnd.png" onclick="return openPopup('/images/Skala_inDerMitte_wechselnd.png', '');"></a><br />
<a href="images/Skala_inDerMitte_wechselnd.png" onclick="return openPopup('/images/Skala_inDerMitte_wechselnd.png', '');"><img src="images/Skala_inDerMitte_wechselnd_thumb130.png" align="middle" /></a></td>
</tr>
</table>
<p><a href="http://blog.bissantz.de/watzlawick-2">Fortsetzung folgt</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Statistisches Denken vs. statistische Rituale II</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/statistisches-denken-2</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/statistisches-denken-2#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 12:34:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Data Mining]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[MIS]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/statistisches-denken-2</guid>
		<description><![CDATA[Was macht statistisches Denken aus? Es ist von der Anwendung des gesunden Menschenverstands nicht weit entfernt, wie man an der Fortsetzung des Supermarktbeispiels sieht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was macht statistisches Denken aus? Es ist von der Anwendung des gesunden Menschenverstands nicht weit entfernt, wie man an der Fortsetzung des <a href="http://blog.bissantz.de/statistisches-denken-1">Supermarktbeispiels</a> sieht.</strong></p>
<p>Wenn <a TARGET="_blank" HREF="http://www.bella-beraet.de/">Bella</a> &uuml;ber Datenvisualisierung hirnt, dann kommt es ihr <a TARGET="_blank" HREF="http://www.bella-beraet.de/pixelland">auf jedes Pixel</a> an. Dabei praktiziert sie die Kunst des Weglassens. Erst wenn weiteres Weglassen Datenwerte zerst&ouml;ren w&uuml;rde, ist eine Grenze erreicht, die nicht &uuml;berschritten werden darf. &Auml;hnliche Fragen stellen sich f&uuml;r die Statistisierung unserer Darstellungen. Am <a HREF="/statistisches-denken-1">Beispiel vom Supermarkt</a> und der Margarine haben wir gesehen: Rohdatenwerte weglassen behindert den Erkenntnisprozess ungemein. Der Grenznutzen zus&auml;tzlicher statistischer Ma&szlig;e hingegen ist eher gering, das Signifikanztesten sogar meist kontraproduktiv.</p>
<p>Greifen wir das Beispiel nochmals auf. Welche &Uuml;berlegungen k&ouml;nnen wir anstellen?</p>
<p STYLE="text-align: center"><img SRC="/images/statistischesdenken_werte_einzeln.png" ALT="Alle Werte und Mittelwert" /></p>
<ol STYLE="margin-bottom: 8px;">
<li STYLE="margin-bottom: 8px;">Ich habe lediglich Ums&auml;tze von 5 Tagen in drei Superm&auml;rkten. Auf den Verkauf wirken eine ganze Menge anderer Einflussfaktoren ein, die ich nicht kontrollieren kann und die mir vielleicht auch nicht bewusst sind. Egal, was ich aus den Daten ableite, es wird von gro&szlig;er Unsicherheit gepr&auml;gt sein.</li>
<li STYLE="margin-bottom: 8px;">Die Gr&ouml;&szlig;enordnung der Tagesums&auml;tze je Supermarkt kann ich mit Hilfe des Mittelwerts charakterisieren. (Alternativ g&auml;be es vor allem den Median, er wird weniger stark von Ausrei&szlig;ern beeinflusst.)</li>
<li STYLE="margin-bottom: 8px;">Die Mittelwerte unterscheiden sich. Aha.</li>
<li STYLE="margin-bottom: 8px;">W&uuml;rden sie sich dramatisch unterscheiden, w&auml;re ich ein bisschen misstrauisch. Warum sollte eines der Instrumente pl&ouml;tzlich schlagartig wirksam sein. Der Stein der Weisen wird eher selten gefunden.</li>
<li STYLE="margin-bottom: 8px;">Die gr&ouml;&szlig;te Streuung weisen die Werte f&uuml;r den Probierstand auf. Nochmal Aha. Am Probierstand stehen Menschen, sie sind wahrscheinlich unterschiedlich gut in der Lage diesen Job zu machen. Ich werde als n&auml;chstes mit den Filialleitern sprechen, um herauszufinden, wer an welchem Stand war.</li>
<li STYLE="margin-bottom: 8px;">Die gr&ouml;&szlig;ere Streuung der Werte um den Mittelwert f&uuml;r den Probierstand signalisiert mir, dass sich die zu erwartenden Resultate unzuverl&auml;ssiger einstellen werden.</li>
<li STYLE="margin-bottom: 8px;">Die Ergebnisse sind sehr interessant. Sie rechtfertigen es, meine Versuche fortzusetzen. Ich werde &uuml;berlegen, wie ich den pers&ouml;nlichen Einfluss auf die Wirksamkeit des Probierstands reduzieren kann. Zum Beispiel k&ouml;nnte ich die Versuche mit Standpersonal fortsetzen, das weder besonders gute noch schlechte Ergebnisse bringt.</li>
</ol>
<p>In diesen &Uuml;berlegungen spiegelt sich sehr deutlich, was statistisches Denken ausmacht. Ma&szlig;e der deskriptiven Statistik (Mittelwert, Median) dienen dazu, Datenph&auml;nomene kompakt zu beschreiben. Die Schwankungsbreite der Werte wird als Unsicherheit verstanden&#160;&#8211; ganz unabh&auml;ngig davon, ob man sie dazu in Streuungsma&szlig;e &uuml;berf&uuml;hrt. Besonderes Augenmerk wird den extremen Werten (&bdquo;Ausrei&szlig;er&ldquo;) gewidmet. Im Vordergrund stehen fundamentale Probleme des Messens und Vergleichens. Auf inferenzstatistische Methoden hingegen kann hier ohne Erkenntniseinbu&szlig;e verzichtet werden. Denn: die entscheidenden Schl&uuml;sse m&uuml;ssen wir schon selbst ziehen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tod dem Signifikanztest-Ritual</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/signifikanztest</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/signifikanztest#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Jun 2007 09:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[MIS]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/signifikanztest</guid>
		<description><![CDATA[Behauptet jemand, etwas sei „statistisch signifikant“, ist für die meisten Menschen alles klar. Der Begriff „signifikant“ signalisiert uns beruhigende Gewissheit. Wir unterstellen: Nicht Zufall war am Werk, sondern das, was wir messen wollten. Die Fehlinterpretation signifikanter Ergebnisse ist weit verbreitet. Aber es hilft nichts: Wir müssen unsere Schlüsse selbst ziehen. Die Statistik hält keine Methoden bereit, die uns das abnehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&bdquo;Statistisch signifikant&ldquo; scheint zu signalisieren: Nicht Zufall war am Werk, sondern das, was wir messen wollten. Diese Fehlinterpretation ist weit verbreitet. Aber es hilft nichts: Wir m&uuml;ssen unsere Schl&uuml;sse selbst ziehen. Die Statistik h&auml;lt keine Methoden bereit, die uns das abnehmen.</strong></p>
<p>Nichts pr&auml;gt die Vorstellung davon, was Statistik ist und was sie zu leisten vermag, so sehr wie der Signifikanztest. Kann jemand die Frage bejahen, ob die gezeigten Ergebnisse statistisch signifikant sind, so darf er sich der vollen Aufmerksamkeit seiner Zuh&ouml;rer sicher sein. So sehr auf der einen Seite abgedroschene und <a href="http://blog.bissantz.de/zitat-etikette">schlecht zitierte</a> Allgemeinpl&auml;tze bem&uuml;ht werden, um den kundigen Skeptiker zu geben, so sehr wird auf der anderen Seite verzweifelt an die M&ouml;glichkeit geglaubt, Statistik k&ouml;nne die Sicherheit geben, die wir selbst nicht haben.</p>
<p>Davon sind Laien ebenso betroffen wie Experten. Haller und Krauss untersuchten beispielhaft das Wissen von Lehrenden und Lernenden eines Statistikkurses zum Thema Signifikanz. Das Ergebnis war verheerend. Auf beiden Seiten des Katheders wurde das Konzept gr&uuml;ndlich missverstanden. Der Blick in Lehrb&uuml;cher macht die Sache nicht besser. Auch dort sind die meisten Darstellungen mangelhaft. Selbst den Kritikern des Signifikanztestens gelingt selten eine erhellende Darstellung des Problems. Und an der entscheidenden Stelle verhindern sprachliche Weichmacher, dass der mit &bdquo;signifikanten&ldquo; Ergebnissen Konfrontierte erf&auml;hrt, was er damit anfangen soll.</p>
<p>Die Antwort ist: nichts!</p>
<p>Grob gesagt geht es beim Signifikanztest um Folgendes. Nehmen wir an, wir haben Margarine in mehreren Filialen unserer Supermarktkette verkauft. In jeder Filiale haben wir etwas anderes getan, um die Abs&auml;tze g&uuml;nstig zu beeinflussen. Je Filiale haben wir nun eine Reihe von Tagesums&auml;tzen. &Uuml;ber diese Ums&auml;tze bilden wir die folgenden Mittelwerte:</p>
<table cellpadding="0" cellspacing="8">
<tr>
<th class="sm"></th>
<th>Tag 1</th>
<th>Tag 2</th>
<th>Tag 3</th>
<th>Tag 4</th>
<th>Tag 5</th>
<th class="mw">Mittelwert</th>
</tr>
<tr>
<td class="sm">Filiale 1<br />
Normalplatzierung</td>
<td>27</td>
<td>19</td>
<td>20</td>
<td>24</td>
<td>22</td>
<td class="mw">22</td>
</tr>
<tr>
<td class="sm">Filiale 2<br />
mit Pappaufsteller</td>
<td>46</td>
<td>44</td>
<td>42</td>
<td>39</td>
<td>40</td>
<td class="mw">42</td>
</tr>
<tr>
<td class="sm">Filiale 3<br />
mit Probierstand</td>
<td>78</td>
<td>58</td>
<td>34</td>
<td>32</td>
<td>28</td>
<td class="mw">46</td>
</tr>
</table>
<p>Offensichtlich unterscheiden sich die Mittelwerte. Hat das nun mit unseren Aktionen zu tun oder nicht? Unsere Hypothese lautet also: Ja, in den Mittelwertunterschieden spiegelt sich die unterschiedliche Wirkung unserer unterschiedlichen Aktionen.</p>
<p>Das Dumme ist nur, der Signifikanztest wei&szlig; von unserer Hypothese nichts. Die drei Filialen unterscheiden sich in einer Vielzahl von Merkmalen. So mag die Altersstruktur unseres Filialpersonals unterschiedlich sein, die Filialfl&auml;che, die Struktur unserer Kunden oder das Wetter an den drei Standorten, oder, oder, oder. Wir haben einfach drei unterschiedliche Filialen vor uns. Punkt. Warum sollten sie sich nicht unterscheiden?</p>
<p>Genau von dieser absolut uninteressanten, v&ouml;llig unwahrscheinlichen, nutzlosen Vorstellung geht man aber aus, wenn man auf Signifikanz pr&uuml;ft. Besteht Signifikanz, so bedeutet das, dass die Unterschiede gr&ouml;&szlig;er sind als sie zufallsbedingt sein sollten. Da die Tage, von denen wir Werte haben, eine Teilmenge aller m&ouml;glichen Tage und damit eine Stichprobe sind, m&uuml;ssen wir schon deswegen mit Mittelwertunterschieden rechnen.</p>
<p>Es kommt noch besser: Besteht keine Signifikanz, so hei&szlig;t das nur, dass wir die Nullhypothese nicht ablehnen k&ouml;nnen. Die Unterschiede k&ouml;nnen zufallsbedingt sein, m&uuml;ssen es aber nicht. Kr&auml;ht der Hahn auf dem Mist usw. Damit nicht genug: Wird die Stichprobe gr&ouml;&szlig;er, so erh&auml;lt man viel rascher Signifikanz. Bei gro&szlig;en Stichproben ist alles signifikant.</p>
<p>Es verwundert nicht, dass weder die V&auml;ter des Signifikanztestens (Fisher, Neyman-Pearson) noch gro&szlig;e Statistiker sich je l&auml;nger damit auseinandersetzten. Die Bedeutung, die das Signifikanztesten errungen hat, kann nur dadurch erkl&auml;rt werden, wie verlockend und n&uuml;tzlich die Fehlinterpretation ist. Sie liegt darin, bei erfolgreichem Test der Nullhypothese die Hypothese f&uuml;r bewiesen zu halten.</p>
<p>Jede Gegenwehr scheint zwecklos. So unwahrscheinlich es anmuten mag, f&uuml;r viele wissenschaftliche Journale sind signifikante Ergebnisse conditio sine qua non f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung. Geoffrey Loftus versuchte als Herausgeber der Zeitschrift &bdquo;Memory and Cognition&ldquo; zwischen 1994 und 1997 diese Praxis zu &auml;ndern. Er ermutigte seine Autoren, auf das nutzlose Nullhypothesenritual zu verzichten und statt dessen Ma&szlig;e zu publizieren, die etwas &uuml;ber die Streuung der Datenwerte aussagen und dabei helfen, die Repr&auml;sentativit&auml;t des Mittelwerts zu beurteilen. Sein Erfolg war bescheiden. Was ihm gelang, machten seine Nachfolger nach kurzer Zeit wieder zunichte.</p>
<p>Das darf uns Praktiker in der betrieblichen Datenanalyse nicht beirren. Wir m&uuml;ssen unsere Schl&uuml;sse selbst ziehen. Und es kann nicht h&auml;ufig genug gesagt werden: Die Statistik h&auml;lt keine Methoden bereit, die uns das abnehmen.</p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<ul>
<li>Buttler, G., Statistisch getestet&#160;&#8211; G&uuml;tesiegel oder Etikettenschwindel?, in: Brachinger, H.&#160;W. u.&#160;a. (Hrsg.), Wirtschaftsstatistik: Festschrift zum 65. Geburtstag von Eberhard Schaich, M&uuml;nchen 2006, S.&#160;25&#8211;35.</li>
<li>Gigerenzer, G., <a href="http://www.mpib-berlin.mpg.de/en/institut/dok/full/gg/mindless/mindless.pdf">Mindless Statistics</a>, The Journal of Socio-Economics 33 (2004), S.&#160;587&#8211;606.</li>
<li>Haller, H., Krauss, S., Misinterpretations of Significance: A Problem Students Share with Their Teachers?, <a href="http://www.mpr-online.de" target="_blank">Methods of Psychological Research Online</a> 7 (2002) 1.</li>
<li>Kr&auml;mer, W., Gigerenzer, G., <a href="http://opus.zbw-kiel.de/volltexte/2004/2111/" target="_blank">How to confuse with statistics or: the use and misuse of conditional probabilities</a>, Statistical Science 20 (2005) 3, S.&#160;223&#8211;230.</li>
<li>Loftus, G.&#160;R., <a href="http://faculty.washington.edu/gloftus/Downloads/DownloadIndex.html" target="_blank">A picture is more worth than thousand p-values</a>: On the irrelevance of hypothesis testing in the computer age, Behavior Research Methods, Instrumentation and Computers 25 (1993) 2, S.&#160;250 ff.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Mit 200 Sachen in die Nebelbank&#8220;</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/joerg-dittrich</link>
		<comments>http://blog.bissantz.de/joerg-dittrich#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Jan 2007 21:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Controller]]></category>
		<category><![CDATA[Controlling]]></category>
		<category><![CDATA[DeltaMaster]]></category>
		<category><![CDATA[Excel]]></category>
		<category><![CDATA[OLAP]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/index.php/2007/01/12/mit-200-sachen-in-die-nebelbank/</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Rendite von Softwareprojekten zu messen, ist nicht immer einfach. Dass das auch f&#252;r Projekte im Controlling gilt, passt so gar nicht zum Ethos der Unternehmenslotsen. Zu den Ausnahmen geh&#246;rt das Beschaffungscontrolling. Es ist ungeliebtes Stiefkind und Dornr&#246;schen zugleich. K&#252;sst man es wach, lassen sich nicht nur Sch&#228;tze heben, sondern sie sind in ihrer Gr&#246;&#223;e auch gut absch&#228;tzbar. EDS, der gr&#246;&#223;te Outsourcer der Welt, ist darin besonders kompetent. Warum das so ist und warum wir ein bisschen stolz sind, dass DeltaMaster mit von der Partie ist, erfahren Sie am 1. M&#228;rz auf einer <a href="http://www.bissantz.de/beschaffung">Spezialveranstaltung</a> und vorab aus einem Gespr&#228;ch mit Dr. J&#246;rg Dittrich von EDS.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. M&auml;rz dieses Jahres gibt es eine <a href="http://www.bissantz.de/beschaffung/">Premiere</a>. EDS und Bissantz &amp; Company stellen gemeinsam in Essen ihre softwaregest&uuml;tzte L&ouml;sung f&uuml;r das Beschaffungscontrolling vor. J&ouml;rg Dittrich und Nicolas Bissantz unterhielten sich dar&uuml;ber.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> EDS besch&auml;ftigt sich schon seit langem mit dem Thema &#8222;Mehr Effizienz im Einkauf&#8220;. Gemeinsam haben wir dazu jetzt eine Softwarel&ouml;sung erarbeitet. Werfen wir zun&auml;chst einen Blick zur&uuml;ck&#160;&#8211; zun&auml;chst aus Sicht der EDS.</p>
<p><strong>Dittrich</strong> Der Einkauf ist von jeher ein Milliardengrab. EDS ist der gr&ouml;&szlig;te Outsourcer der Welt. Um im Markt zu bestehen, m&uuml;ssen wir f&uuml;r unsere Kunden Effizienzpotenziale nicht nur versprechen, sondern auch realisieren. Dabei kaufen auch wir massiv zu&#160;&#8211; wie jeder Anbieter komplexer Produkte und Dienstleistungen. Damit h&auml;ngt unsere Marge davon ab, ob es uns gelingt, unseren eigenen Einkauf auf H&ouml;chstleistung zu trimmen. Ich meine, dass wir hier einiges an Erfahrung gesammelt haben. Irgendwann lag es nahe, unsere eigene Kompetenz in der Beschaffung auch unseren Kunden anzubieten. Inzwischen haben wir wohl mehr als 150 Milliarden Euro Beschaffungsausgaben analysiert und f&uuml;rs Controlling erschlossen.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Lassen sich Renditeaussagen treffen, die den Nutzen verdeutlichen?</p>
<p><strong>Dittrich</strong> Der Kniff liegt in der richtigen Betrachtung: Als Faustregel gilt, dass sich allein durch Volumenb&uuml;ndelung mindestens ein Prozent des externen Beschaffungsvolumens einsparen l&auml;sst. Bei Konzernen mit Volumina im zweistelligen Milliardenbereich sind das rasch 100 Millionen EUR und mehr (vgl. Abbildung). Bei absoluter Betrachtung also ein sehr aufregendes Thema, dessen Bedeutung mit abnehmender Wertsch&ouml;pfungstiefe weiter zunimmt. Die Projektkosten daf&uuml;r wiederum liegen bei einem Bruchteil des Einsparpotenzials.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://blog.bissantz.de/images/einsparungen-gr.jpg" onclick="var win = onw('/images/einsparungen-gr.jpg', 'abb', 900, 550); win.focus(); return false;"><img src="http://blog.bissantz.de/images/einsparungen.jpg" height="248" width="420" /></a><br />
Rechenbeispiel f&uuml;r Einsparungen durch Volumenb&uuml;ndelung (Quelle: EDS)</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Gilt das gleicherma&szlig;en auch f&uuml;r den Mittelstand mit absolut gesehen drastisch geringeren Einkaufsvolumina?</p>
<p><strong>Dittrich</strong> Zun&auml;chst muss man fragen, was Mittelstand ist. Die Grenze sehe ich vielleicht bei einem Einsparpotenzial von 1 Million, also einem Beschaffungsvolumen von 100 Millionen. Das haben viele.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Dann wundert es doch umso mehr, dass viele eine Beschaffung und die meisten auch ein Controlling, aber nur wenige ein Beschaffungscontrolling haben. Ist der Einkauf ein ungeliebtes Stiefkind oder ein Dornr&ouml;schen im Tiefschlaf?</p>
<p><strong>Dittrich</strong> Beides. Nicht immer hat man der Qualifikation der Mitarbeiter im Einkauf die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet, wie das in anderen Bereichen, auf die mehr fokussiert wird, selbstverst&auml;ndlich ist. Die Stars gingen eher in den Vertrieb oder ins Engineering. B&ouml;se Zungen sehen den Einkauf ja nur als den Mann mit dem Fax. Die Budgets sind oft entsprechend. In der Folge finden moderne Controllingkonzepte und  werkzeuge nur vereinzelt den Weg in den Einkauf. Soviel zum Stiefkind. Das Dornr&ouml;schen: Die Beschaffungskosten stellen in den meisten Fertigungsbetrieben neben den Anlagenkosten den L&ouml;wenanteil. Hier liegen verborgene Sch&auml;tze.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Von Volumenb&uuml;ndelung, also der Konzentration auf weniger Lieferanten, war schon die Rede. Welche Hebel gibt es noch, um diese Sch&auml;tze zu heben?</p>
<p><strong>Dittrich</strong> Zun&auml;chst nochmals zur B&uuml;ndelung: In manchen Bereichen ist der Einfluss des chinesischen Wirtschaftswachstums so gro&szlig;, dass man gar nicht mehr &uuml;ber Kosten spricht, sondern ob man &uuml;berhaupt versorgt wird. Damit sind wir bei weicheren Faktoren. In diesem etwas spezielleren Fall kann eine B&uuml;ndelung &uuml;berhaupt erst Beschaffungsengp&auml;sse aufl&ouml;sen. Oder der Fall VW: Hier kauft der Konzern gleich f&uuml;r seine Lieferanten mit ein. Wir haben also eine betriebs&uuml;bergreifende Beschaffung, f&uuml;r die es ebenfalls erstmal Potenziale per Controlling zu finden gilt.</p>
<p>Die Margen vieler Mittelst&auml;ndler sinken bei steigenden Rohstoffkosten auf nahe Null ab, wenn sie ihre Kosten nicht weiterw&auml;lzen k&ouml;nnen. Oftmals hilft dann nur noch der internationale Einkauf in Niedriglohnl&auml;ndern, wo niedrigere Lohnkosten wenigstens einen Teil des h&ouml;heren Rohstoffkostenanteils ausgleichen.</p>
<p>Systematische interne und externe Preisvergleiche schaffen gr&ouml;&szlig;ere Transparenz und decken zum Beispiel auf, wenn Anbieter bei &auml;hnlichen Teilen Kalkulationsspr&uuml;nge verstecken und so nicht den besten m&ouml;glichen Preis bieten (vgl. Abbildung). So kann man etwa durchaus Autofelgen ganz unterschiedlicher Dimension miteinander vergleichen und Schl&uuml;sse f&uuml;r den Einkauf daraus ziehen.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://blog.bissantz.de/images/strategic-sourcing-gr.jpg" onclick="var win = onw('/images/strategic-sourcing-gr.jpg', 'abb', 900, 420); win.focus(); return false;"><img src="http://blog.bissantz.de/images/strategic-sourcing.jpg" height="187" width="420" /></a><br />
Hebel zur Effizienzsteigerung im Einkauf (Quelle: EDS)</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Was kann Software dabei leisten?</p>
<p><strong>Dittrich</strong> Wie immer steht und f&auml;llt alles mit der Datenqualit&auml;t. Typischerweise werden die Daten von Dutzenden heterogenen Einkaufssystemen zusammengef&uuml;hrt. Dabei gilt es Dubletten loszuwerden, Sprachunterschiede zu gl&auml;tten, Datenstrukturen zu harmonisieren, Rechnungen und Bestellungen zu klassifizieren usw. Deswegen legt unsere L&ouml;sung ja auch gro&szlig;es Augenmerk auf eine h&ouml;chstm&ouml;gliche Automatisierung dieses Prozesses. In den Klassifikationsalgorithmus ist viel Know-how eingeflossen, damit die Aufgabe &uuml;berhaupt bew&auml;ltigt werden kann. Elf Millionen Rechnungspositionen werden auch von willigen indischen Firmen nicht &uuml;ber Nacht in ein standardisiertes Schema wie eCl@ss oder UN/SPSC gebracht. Ist dieser Anfang geschafft, so kann das Controlling beginnen.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Gibt es hierf&uuml;r methodische Ans&auml;tze, die sich vom &#8222;normalen&#8220; Controlling unterscheiden?</p>
<p><strong>Dittrich</strong> Das Designziel war, den Routineprozess eines erfahrenen strategischen Eink&auml;ufers auf der Suche nach unn&ouml;tig ausgegebenem Geld nachzubilden. Damit besteht die L&ouml;sung aus ganz verschiedenen Bausteinen, die Verfahren, Schemata, Abl&auml;ufe und Vorgabewerte widerspiegeln. Auf der methodischen Seite spielten eine besondere Rolle die <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/abc-analyse.asp">ABC-Analyse</a>, die <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/regressionsanalyse.asp">Regressions</a>- und die <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/portfolioanalyse.asp">Portfolioanalyse</a> und die <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/trompetenkurve.asp">Trompetenkurve</a>. Letztlich ist aber die Kombination dieser und anderer Methoden mit dem einkaufsspezifischen Datenmodell und einer qualit&auml;tssichernden Datenversorgung entscheidend f&uuml;r die L&ouml;sung. Last but not least ist auch die Visualisierung in standardisierten Reports, die sich des Ansatzes der <a href="http://blog.bissantz.de/1000worte/">grafischen Tabellen</a> bedienen, sehr wichtig.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Wie reagieren die Kunden auf den Versuch, menschliche Analyseschemata mit moderner Software nachzubilden?</p>
<p><strong>Dittrich</strong> Da gibt es nat&uuml;rlich ein ganzes Spektrum an Reaktionen. Die einen sehen solch fortgeschrittene Systeme als &#8222;Waffe&#8220; in der Hand des Einkaufsleiters bzw. des Einkaufscontrollers. Er bekommt mit zunehmender Einkaufsdatentransparenz ganz andere, extrem hochwertige, Informationen an die Hand, um seine Ziele durchzusetzen. F&uuml;r manche Betroffenen ist genau das auch eine Gefahr. Mit der Einf&uuml;hrung solcher Systeme steigt die Wahrscheinlichkeit &#8222;Leichen im Keller&#8220; zu entdecken. Darunter fallen schlecht verhandelte Preise, zu fr&uuml;h gezahlte Rechnungen (Zahlungsbedingungen), das Aufst&ouml;bern von &#8222;Lieblingslieferanten&#8220; oder auch Bestellungen, die nicht &uuml;ber Rahmenvertr&auml;ge abgewickelt wurden.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Da sprechen Sie ja heikle Themen an. Ist nicht die Gefahr gro&szlig;, dass aus den genannten Gr&uuml;nden viele Unternehmen auf eine Einf&uuml;hrung eines modernen Beschaffungscontrollings lieber verzichten?</p>
<p><strong>Dittrich</strong> Mittel&#8209; und langfristig kann man darauf eigentlich gar nicht verzichten. Zu gro&szlig; sind die Vorteile. Wir haben dar&uuml;ber ja bereits gesprochen. Gute Controlling-Systeme sollen nicht nur helfen Einsparpotenziale zu finden und zu heben. Sie k&ouml;nnen auch dem &#8222;Excel-Wildwuchs&#8220; Einhalt gebieten. Viele Unternehmen kennen Controlling nur als Ansammlung hunderter Excel-Sheets. Ein systematisches, nachhaltiges Einkaufsmanagement ist damit nicht m&ouml;glich. Dem m&ouml;chten wir mit einer modernen OLAP-basierten L&ouml;sung auf Basis von <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/">DeltaMaster</a> entgegenwirken, die eng mit den ERP-Basissystemen gekoppelt werden kann. Zieht man alle einkaufsrelevanten Daten direkt, ohne Umwege aus den origin&auml;ren Quellsystemen, so sind &#8222;Datensch&ouml;nungen&#8220; von Anwendern ausgeschlossen und man kann quasi auf Knopfdruck die aktuelle Situation im Einkauf betrachten. Die F&auml;higkeit, Ad-hoc-Abfragen schnell beantwortet zu bekommen, sind ganz entscheidend f&uuml;r den Nutzwert einer Controlling-L&ouml;sung.</p>
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		<title>M&#252;ssen wir Daten verf&#228;lschen?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2005 12:33:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsdesign]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bissantz.de/index.php/2007/01/09/london-tube-map-knapp-von-der-concorde-geschlagen/</guid>
		<description><![CDATA[Die Karte der Londoner U-Bahn ("Tube Map") belegt Platz 2 im Wettbewerb um Englands beste Design-Ikone. Hinter der Concorde auf Platz 1 und vor der Spitfire auf Platz 3 liegt damit ein Beispiel für wegweisendes Informationsdesign. Mehr zum Thema in der Kolumne: Müssen wir Daten verfälschen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wir m&uuml;ssen Daten verf&auml;lschen</h2>
<p>Nehmen Sie die &Uuml;berschrift nicht zu ernst. Jedoch: Eines der besten Beispiele f&uuml;r die Notwendigkeit, Daten verf&auml;lschen zu m&uuml;ssen, um sie geeignet darzustellen, ist die Karte der Londoner U-Bahn (&#8220;Tube Map&#8220;). Der Entwurf ihres Sch&ouml;pfers, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tube_map" target="_blank">Harry Beck</a>, von 1931 gilt heute noch zu Recht als Klassiker guten Informationsdesigns. Beck verzichtete auf die korrekte geografische Wiedergabe des Netzes, da sie f&uuml;r den Informationszweck, sich unter der Erde schnell zu orientieren, irrelevant ist. Stattdessen orientierte er sich an der Idee einer vereinfachten, leicht &uuml;berschaubaren Orientierungshilfe. Sie enth&auml;lt lediglich die Stationsnamen und vertikale, horizontale oder schr&auml;ge Verbindungslinien im Winkel von 45 Grad.</p>
<p>So un&uuml;bersichtlich sieht der Londoner Untergrund in der Realit&auml;t aus&#160;&#8230;</p>
<p><img src="/images/London-real2.jpg" border="0" height="262" width="470" /></p>
<p>&#8230; und so im aktuellen Redesign.</p>
<p><img src="/images/London-map2.jpg" border="0" height="262" width="470" /></p>
<h2>Wir d&uuml;rfen Daten nicht verf&auml;lschen</h2>
<p>Gem&auml;&szlig; Bild.de war es nicht ein &#8222;Beinahe-Crash&#8220;, sondern ein &#8222;Beinahe-Horror-Crash&#8220;, der &#8222;beinahe &uuml;ber 400 Passagiere samt der Besatzungen das Leben gekostet h&auml;tte&#8220;. Der Hintergrund: Zwei Flugzeuge kamen sich s&uuml;dlich von Gr&ouml;nland sehr nahe. Laut Bild.de betrug der Abstand nach Angaben der Fluggesellschaft zwischen den Flugzeugen nur noch <strong>183 Meter</strong> (der kritische Wert liegt bei ca.&#160;300).</p>
<p><img src="/images/crash.png" border="0" height="99" width="360" /></p>
<p>Dass es sich dabei um den <strong>H&ouml;henabstand</strong> gehandelt hatte und die beiden Flugzeuge einen Seitenabstand von immerhin <strong>1,8 Kilometer</strong> voneinander hatten, findet man nur in anderen Publikationen, z.&#160;B. <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,364847,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a>, dem <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=2109842" target="_blank">Standard</a> und <a href="http://www.n-tv.de/555034.html" target="_blank">n-tv.de</a>.</p>
<p>Eine unersch&ouml;pfliche Quelle enttarnter L&uuml;gen ist das im Stile G&uuml;nter Wallraffs gef&uuml;hrte <a href="http://www.bildblog.de" target="_blank">Bildblog.de</a>, zu dem Wahrheitsliebende t&auml;glich Aufkl&auml;rendes beisteuern.</p>
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