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	<title>»Me, myself und BI« &#187; Wirtschaftsinformatik</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>Goldgrube oder Grubenungl&#252;ck?</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/data-mining-2009</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 20:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Erwartungen an das Data Mining waren hoch: Neue Methoden sollten die in Datenbanken verborgenen Erkenntnisschätze automatisch heben. Anlässlich der Aufnahme eines frühen Artikels zu diesem Thema ins "Best of" der Zeitschrift für Wirtschaftsinformatik blicken wir zurück auf 16 Jahre Data Mining.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Wirtschaftsinformatik hat in ihren Archiven gesch&uuml;rft und den Artikel &#8222;Data Mining&#8220; von 1993 neu abgedruckt. Wir sagen danke und fassen zusammen, was wir in den 16 Jahren seitdem &uuml;ber Datenmustererkennung gelernt haben.</strong></p>
<p>Die <a href="http://www.wirtschaftsinformatik.de/" target="zwi">Zeitschrift Wirtschaftsinformatik</a> feiert ihr 50-j&auml;hriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat sie ihre Archive durchgesehen und im Sinne eines &bdquo;Best of&ldquo; eine Handvoll Artikel ausgew&auml;hlt, um sie in der <a href="http://www.wirtschaftsinformatik.de/index.php;do=wi_ah/site=wi/sid=9b350e4ffad7b6e7a2fdd521e281daa2/ed=2009-01-01/sid=c0cb92629cbb8b4dd609919c98b59821" target="zwi">Jubil&auml;umsausgabe</a> noch einmal abzudrucken. Der von Dr. J&uuml;rgen Hagedorn und mir verfasste Beitrag &bdquo;Data Mining (Datenmusterkennung)&ldquo; von 1993 hat es unverhofft in diese Auswahl geschafft. Der Aufsatz entstand in unserer gemeinsamen Zeit als Assistenten am Lehrstuhl von <a href="http://blog.bissantz.de/peter-mertens">Prof. Peter Mertens</a>, J&uuml;rgen ist heute bei SAP.</p>
<div style="height: 320px;"><img style="float: left; margin-right: 10px;" src="/images/Telmex-Rechnung2.png" alt="Rechnung von Telmex" width="250" height="313" /></p>
<p class="gray">&#8222;One-to-One&#8220;-Marketing durch Data Mining bei der mexikanischen Telmex. Der Rechner bestimmt, wer welche Werbeanzeigen auf seine Telefonrechnung gedruckt bekommt. Die Konversionsraten stiegen dadurch stark an.</p>
</div>
<p>Der Hype um die Datenmustererkennung ist vorbei. Die Disziplin reift, befreit von <a href="http://blog.bissantz.de/mythos-data-mining">falschen Erwartungen</a>. Die Schlagzeilen sind anderen Sujets gewidmet. Wie steht es um das Data Mining? Was hat sich inzwischen getan? Die Erfahrungen, die wir &uuml;ber alle Branchen und Wirtschaftszweige hinweg in den letzten 16 Jahren sammeln konnten, zeigen so viel:</p>
<hr />
<ol>
<li><strong>Ostereier-Paradoxon</strong> Die M&ouml;glichkeiten und Grenzen der Datenmustererkennung haben Bestand. Der albtraumhafte Automationsgrad, von dem man damals fabulierte, ist auch heute noch in weiter Ferne. Wir haben es damals als Ostereier-Paradoxon so formuliert: Die Erkenntnisse, die man zu gewinnen hofft, muss man zuvor durch geschickte Datenmodellierung und Methodenauswahl selbst verstecken. Es lohnt also immer noch, Unternehmen von Menschen f&uuml;hren zu lassen.</li>
<li><strong>Maschinelle Prozesshoheit</strong> Ab einem bestimmten Punkt in der Prozesskette des Data Mining ist der menschliche Eingriff unerw&uuml;nscht: Kaum ein Anwender zeigt je die Disziplin, sich an die Ergebnisse eines Data-Mining-Systems zu halten. L&auml;sst man etwa einen Algorithmus wie unseren Selector bestimmen, welche Adressen in einer Direktmarketingaktion angeschrieben werden sollen, so muss man sich an den Vorschlag halten, wenn man anschlie&szlig;end die G&uuml;te der Auswahl messen will. Wo das gelingt, gibt es auch nachweisbare Erfolge.</li>
<li><strong>Automation der Routine</strong> Schnelle Erfolge stellen sich immer dann ein, wenn es gelingt, sich wiederholende Analyseaufgaben an den Rechner zu delegieren. Voraussetzung ist, man findet Rechenvorschriften f&uuml;r menschliche Entscheidungsheuristiken. Die Maschine tut, was der Mensch auch tun w&uuml;rde &ndash; wenn er denn unendlich Zeit daf&uuml;r h&auml;tte und die sehr billig w&auml;re. Beispiele sind das Suchen nach Abweichungsursachen in Betriebsergebnishierarchien oder das Segmentieren von M&auml;rkten nach soziodemografischen Merkmalen.</li>
<li><strong>Strukturarmut</strong> Eine Vermutung best&auml;tigte sich &uuml;ber die Jahre immer wieder: Schlimmer als unsaubere Daten ist ein Mangel an Struktur. Dennoch wird der Beseitigung von Datenschmutz die gr&ouml;&szlig;ere Aufmerksamkeit gewidmet. Das ist nicht zielf&uuml;hrend. Es behindert die Mustererkennung wenig, wenn ein Teil der Kunden der falschen Branche zugeordnet ist. Hingegen verhindert es jede Erkenntnis &uuml;ber Branchenmuster, wenn es gar keine Zuteilung gibt.</li>
<li><strong>Datenknappheit</strong> F&uuml;r analytische Zwecke herrscht trotz der &uuml;berall beschworenen Datenfluten in den Unternehmen eher Datenarmut. Gewaltige Aufwendungen f&uuml;r operative IT-Systeme sind kein Garant f&uuml;r analytisch brauchbare Daten. Wenn die Damen und Herren in der Auftragsannahme immer 9999 eintippen, anstatt den Kunden die passenden Angaben zu entlocken, sitzt man nach Jahren auf vielen, aber nichtssagenden Daten. Diese Erkenntnis entmutigt viele, bevor sie richtig angefangen haben. Schade, denn die L&ouml;sung liegt nahe und ist billig: Man erhebt die ben&ouml;tigten Daten neu, in Form einer Stichprobe.</li>
<li><strong>Managementtauglichkeit</strong> Die gr&ouml;&szlig;ten Fortschritte und die gr&ouml;&szlig;te Befriedigung fanden wir immer dort, wo es gelang, die Managementtauglichkeit von Analyseverfahren zu erh&ouml;hen. Software zur Assoziation, mit der man Warenkorbanalysen anstellt, gibt es inzwischen viel. Die einzige, die die typischerweise riesige Zahl an Regeln auf eine handhabbare und verst&auml;ndliche Anzahl reduziert, stammt meines Wissens von uns.</li>
</ol>
<p>Auf eine Goldgrube zu sto&szlig;en, gelingt nicht immer. Grubenungl&uuml;cke jedoch lassen sich leicht vermeiden, und einige Nuggets sind rasch gefunden.</p>
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		<title>BI, Robot</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 13:07:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das wichtigste Element für ein wirtschaftlicheres Berichtswesen ist Automation. Dazu braucht es aber weder Controllingroboter noch Künstliche Intelligenz. Gesunder Menschenverstand und ein bisschen Programmierung reichen. Zuviel kann eher schaden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das wichtigste Element f&uuml;r ein wirtschaftlicheres Berichtswesen ist Automation. Dazu braucht es aber weder Controllingroboter noch K&uuml;nstliche Intelligenz. Gesunder Menschenverstand und ein bisschen Programmierung reichen. Zuviel kann eher schaden.</strong></p>
<p>F&uuml;r mehr <a href="http://blog.bissantz.de/industriereporting">Industriereporting</a> hatte ich schon geworben. Und mir <a href="http://blog.bissantz.de/tod-der-businessgrafik">robuste Berichtsformate</a> gew&uuml;nscht, die eine automatische Bef&uuml;llung mit Daten nacharbeitungsfrei aushalten. Die Analogie zu den Bedingungen in der industriellen Produktion liefert noch mehr Inspiration. In der Fertigung ist ein Grad an Automation erreicht, der Betriebswirte staunen l&auml;sst. Und deprimiert, wenn sie sehen, wie der Stand in der Unternehmenssteuerung ist.</p>
<p>Versierte Programmierer l&auml;cheln, wenn sie sehen, wie sich Controller immer wieder mit Handarbeiten abqu&auml;len, die einer vorindustriellen Manufaktur zur Ehre gereichen w&uuml;rden. Eine kleine Animation zeigt das am Beispiel einer Konzentrationsanalyse f&uuml;r den Produktumsatz. Sie soll zeigen, welche Artikel besonders wichtig f&uuml;r uns sind, ob der Umsatz stark auf einen Ausschnitt des Sortiments konzentriert ist oder ob der Erfolg auf vielen S&auml;ulen ruht. Entsprechend ihrer Bedeutung spricht man dann von A&#8209;, B&#8209; oder C-Artikeln und &uuml;berlegt u.a. welche C-Artikel eliminiert werden k&ouml;nnen.</p>
<p class="sample"><a onclick="return openPopup('/images/Excel_Animation.gif', '');" href="images/Excel_Animation.gif"><img src="/images/schritt1.png" alt="" /></a><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt;">Manuelle ABC-Analyse in Excel. Zum Vergr&ouml;&szlig;ern bitte anklicken.</span></p>
<p>Wie die Animation zeigt, m&uuml;ssen die Daten geholt, sortiert und summiert werden. Es sind Anteile und Kumulationen zu bilden. Schlie&szlig;lich ist noch eine geeignete Klasseneinteilung zu finden, so dass Aussagen m&ouml;glich werden wie: &#8222;Mit einem Viertel unseres Sortiments erwirtschaften wir drei Viertel unseres Umsatzes.&#8220; Bei alledem gilt, was f&uuml;r viele Lehrbuchverfahren der BWL gilt: <strong>Die einzelnen Arbeitsschritte bleiben unabh&auml;ngig vom Untersuchungsgegenstand gleich.</strong> Egal, was analysiert werden soll, Vertreter, Kunden, Gebiete oder eben Artikel, die Arbeitsschritte bleiben gleich und gleich langweilig, weil vollst&auml;ndig automatisierbar.</p>
<p>Auf dieses simple Prinzip stie&szlig; ich als Assistent von <a href="http://blog.bissantz.de/peter-mertens">Peter Mertens</a>, dem legend&auml;ren Begr&uuml;nder der deutschen Wirtschaftsinformatik. Das war 1993 und die K&uuml;nstliche Intelligenz war sehr &agrave; la mode. Der Ehrgeiz in unserer Forschungsgruppe ging zeitgem&auml;&szlig; &uuml;ber triviale Ans&auml;tze der Makroprogrammierung hinaus und wir strebten nichts weniger als eine Art Controllingroboter an. Aus dem wurde nichts. Aber auf einem sehr langen Weg kumulativer Forschung, der inzwischen zwanzig Jahre umfasst, entstanden andere n&uuml;tzliche Ergebnisse.</p>
<p class="sample"><a onclick="return openPopup('/images/DM_Animation.gif', '');" href="images/DM_Animation.gif"><img src="/images/DM1.png" alt="" /></a><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt;">Automatisierte ABC-Analyse in meinem geliebten DeltaMaster. Zum Vergr&ouml;&szlig;ern bitte anklicken.</span></p>
<p>Eines davon ist die automatisierte ABC-Analyse. Sie hat sich inzwischen &uuml;ber viele Jahre bew&auml;hrt. Zudem lie&szlig; sich die Grundidee, Routineschritte an den Rechner zu delegieren, auch auf andere, mitunter komplexere Verfahren &uuml;bertragen. F&uuml;r ein automatisiertes Navigationsverfahren konnten wir einen begehrten Preis einheimsen.</p>
<p>Darin kam ein weiteres Automationsprinzip zum Tragen, das auch unsere ABC-Analyse pr&auml;gt: Die Lade&#8209;, Sortier&#8209; und Kumulationsprozesse bestehen aus trivialen Schritten, die keine R&auml;tsel aufgeben. Die Klasseneinteilung hingegen bedarf ein klein wenig Voodoo, in Form einer Entscheidungsheuristik f&uuml;r die Klasseneinteilung. Auf der Suche danach kam uns seinerzeit die zweite, bescheidene Erleuchtung: <strong>Routineentscheidungen eines versierten Anwenders lassen sich mathematisch nachbilden</strong>.</p>
<p><a title="klassen.png" href="http://blog.bissantz.de/images/klassen.png"><img src="http://blog.bissantz.de/images/klassen.png" alt="klassen.png" /></a><br />
<span class="gray" style="margin-left: 0pt; padding-left: 0pt;">Heuristik der Klasseneinteilung: Wo differieren die Grenzbeitr&auml;ge am st&auml;rksten?</span></p>
<p>Im Fall der ABC-Analyse w&uuml;rde ein Controller die Liste der Produktums&auml;tze durchgehen und die Grenzen zwischen A und B bzw. B und C dort ziehen, wo der Umsatz des n&auml;chsten Artikels sich vom Umsatz des vorhergehenden besonders stark unterscheidet. Grafisch w&auml;ren das die Knickstellen in der Konzentrationskurve. Dieses einfache Prinzip muss noch um ein paar weitere Regeln erg&auml;nzt werden, dann klassifiziert der Computer genauso wie ein Mensch das tun w&uuml;rde. Meistens. Deswegen hat der Mensch auch bei uns immer noch das letzte Wort und kann die Klasseneinteilung beliebig &auml;ndern.</p>
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		<title>Wo, bitte, geht es ins Paradies?</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/innovation</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Nov 2007 17:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Preise sind sehr schmeichelhaft. Ein <a href="http://www.bissantz.de/aktuell/gi-innovationspreis.asp" target="_blank">Innovationspreis</a> besonders, denn nicht jede Innovation wird gewürdigt. Manchmal gilt es, sich zwischen Innovation und Erfolg zu entscheiden, denn Innovation kann Haken haben und ist nicht automatisch Garant für Erfolg.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Preise sind sehr schmeichelhaft. Ein <a href="http://www.bissantz.de/aktuell/gi-innovationspreis.asp" target="gipreis">Innovationspreis</a> besonders, denn nicht jede Innovation wird gew&uuml;rdigt.</strong></p>
<p>Manchmal gilt es, sich zwischen Innovation und Erfolg zu entscheiden, denn Innovation kann Haken haben und ist nicht automatisch Garant f&uuml;r Erfolg.</p>
<p>Haken Nr.&#160;1: Die Softwarebranche ist nicht so innovativ, wie sie scheint. Ein gro&szlig;er Teil des Softwareangebots ist monopolistisch, allenfalls oligopolistisch. Dass das eine sehr, das andere fast ebenso den Wettbewerb und daraus folgende Innovation und Wohlfahrt hemmt, geh&ouml;rt zu den volkswirtschaftlichen Erkenntnissen, die auch der Betriebswirt unterschreibt. Jeder, der vor 20 Jahren schon einmal einen Brief auf einem PC geschrieben hat und es gelegentlich heute noch tut, wei&szlig;, was ich meine. Manchmal &uuml;berkommt mich der dringende Wunsch nach einer IBM-Schreibmaschine mit Kugelkopf und L&ouml;schband.</p>
<p>Haken Nr.&#160;2: Erste Formen dessen, <a href="http://www.bissantz.de/aktuell/gi-innovationspreis.asp" target="gipreis">was die GI jetzt ausgezeichnet hat</a>, habe ich 1995 in &auml;hnlicher Form drei damals marktf&uuml;hrenden Herstellern angeboten. Der eine verstand es nicht, der zweite hielt es f&uuml;r unn&ouml;tig, der dritte lie&szlig; sich darauf ein &ndash; und ist gut damit gefahren. Der Erste und der Zweite sind schuld, dass aus einem universit&auml;ren Prototyp ein weltweit eingesetztes Standardprodukt wurde. Der Trotz war einfach zu gro&szlig;. </p>
<p>Haken Nr.&#160;3: Die Marktgesetze wollen es, dass der Kreis der innovationshungrigen Nachfrager eher klein ist. Audi hatte bereits einen &uuml;berlegenen Allradantrieb, als niemand verstand, wozu das gut sein sollte, wenn man kein Almwirt war. Erst wenn sich die &bdquo;late majority&ldquo; f&uuml;r etwas Neues erw&auml;rmt, ist der Markterfolg da. Diese Gruppe, der die Mehrheit der Konsumenten angeh&ouml;rt, m&ouml;chte Anwendung und Wettbewerb sehen. Der Nachbar muss einen Audi fahren und BMW und Mercedes m&uuml;ssen ebenfalls Allradmodelle anbieten.</p>
<p>Haken Nr.&#160;4: Nicht alles, was neu, unverst&auml;ndlich und unbekannt ist, ist auch gut. Das hat Bella erst am Mittwoch wieder anhand <a href="http://www.bella-beraet.de/square-pies" target="_blank">quadratischer Kuchengrafiken</a> gezeigt. </p>
<p>Als Innovation wird in der Folge auf breiter Front wahrgenommen, was sich bereits bew&auml;hrt hat und noch nicht allt&auml;glich geworden ist. Ein Paradoxon, aber alles andere w&auml;re das Paradies und irgendwie langweilig.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Exception Reporting: Der erhobene Zeigefinger ist gef&#228;hrlich</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/abweichungen-2</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 09:38:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Exception Reporting respektive Alerting oder Ausnahmeberichterstattung wird als wirkungsvolles Mittel zur Reduktion einer wahllosen Informationsflut propagiert, der sich Manager scheinbar oft ausgesetzt sehen. Wieviel man von diesen Konzepten halten soll? Eher wenig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausnahmeberichterstattung, auch bekannt unter Exception Reporting oder Alerting scheint dem Motto gestresster Manager verpflichtet &bdquo;Keine Nachrichten sind gute Nachrichten&ldquo;. Vielleicht ist sie auch Ausdruck eines gewissen Pessimismus, der da besagt, dass jede Botschaft an die Adresse der Unternehmensleitung nur etwas Unangenehmes bedeuten kann? Oder genau des Gegenteils, in der Zuversicht, dass schon nichts Schlimmes passiert sein wird, solange man keine Nachricht erh&auml;lt? Vielleicht kommt auch nur schlicht der Wunsch zum Ausdruck, angesichts des hohen Nachrichtenaufkommens, mit dem man heute zu k&auml;mpfen hat, einmal wenig bis keine Nachrichten zu bekommen.</p>
<p>Letztlich geht es darum, Information zu unterdr&uuml;cken. Die Berichtsempf&auml;nger sollen eben nicht laufend informiert werden, sondern nur in ausgew&auml;hlten Situationen, die man pauschal und vorab definiert hat. Darin liegen aber die Gefahren der Schwellwert-Konzepte. Ist eine Abweichung wirklich erst ab 5&#160;% relevant und 4,98&#160;% sind uns egal? Auf welcher Verdichtungsebene zieht man welche Grenze?</p>
<p>Der Wirtschaftsinformatiker Norbert Szyperski warnte bereits 1978:</p>
<blockquote><p>&bdquo;Festgeschriebene Schwellenwerte, verbunden mit der Management-by-Exception-Fiktion, sind daher gef&auml;hrlich. Das Management sollte neugierig sein, d.&#160;h. neue Informationsverkn&uuml;pfungen suchen und nicht nur wie eine Kontrollperson auf einer Schaltb&uuml;hne aufmerksam d&ouml;sen&ldquo;, zitiert nach Mertens/Griese, Integrierte Informationsverarbeitung 2, Wiesbaden 2002.</p></blockquote>
<p>Lieber ist es mir, wir gestalten Standardberichte so attraktiv und informationsdicht, dass es Freude macht, sie zu lesen und man gar nicht auf die Idee kommt, sie unterdr&uuml;cken zu wollen.</p>
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		<title>Wieso 2.0? Business Intelligence 7.0!</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/bi70</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Feb 2007 10:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie jeder paarweise gebundene Mensch weiß, leben Diskussionen vom richtigen sprachlichen Einstieg („Genau wie Deine Mutter“).  Das ist in der IT-Industrie nicht anders. Dort allerdings muss die Sache neu oder vermeintlich neu sein. Ebenso wichtig ist der richtige Begriff. Übersetzungen ins Deutsche sind dabei zu meiden. Nicht jeder scheitert dabei so kläglich wie ich: Google findet 1.310.000 deutsche Seiten für „Data Mining“ und 846 für meinen Favoriten „Datenmustererkennung“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jeder paarweise gebundene Mensch wei&szlig;, leben Diskussionen vom richtigen sprachlichen Einstieg (&bdquo;Genau wie Deine Mutter&ldquo;).  Das ist in der IT-Industrie nicht anders. Dort allerdings muss die Sache neu oder vermeintlich neu sein. Ebenso wichtig ist der richtige Begriff. &Uuml;bersetzungen ins Deutsche sind dabei zu meiden. Nicht jeder scheitert dabei so kl&auml;glich wie ich: Google findet 1.310.000 deutsche Seiten f&uuml;r &bdquo;Data Mining&ldquo; und 846 f&uuml;r meinen Favoriten &bdquo;Datenmustererkennung&ldquo;*.</p>
<p>Derzeit zu empfehlen ist &bdquo;irgendwas Zweipunktnull&ldquo;, wie <a href="http://www.isreport.de/">Dietmar K&ouml;thner</a> es formulierte. Web 2.0 gibt es schon. <a href="http://blog.bissantz.de/bi20">Business Intelligence 2.0</a> auch. SOA 2.0 ist auch schon weg, genauso wie Golf GTI 2.0. K&ouml;thner meint, BI 2.0 k&auml;me von mir. Ach nee, lieber nicht. Als ich <a href="http://www.olapreport.com/">Nigel Pendse</a> fragte, ob er etwas dazu sagen wolle, winkte der nur ab. BI g&auml;be es schon seit 1990, eigentlich schon seit den 70ern, wenn auch unter anderem Namen. Wenn &uuml;berhaupt, dann w&auml;ren wir doch jetzt wohl bei BI 7.0. Er hat noch andere bemerkenswerte Dinge gesagt. Ein paar davon finden sich in seinem h&ouml;renswerten <a href="http://www.olapreport.com/podcast/Visualization.mp3">Podcast</a>.</p>
<p style="margin-top: 32px"><strong>* Quellen:</strong></p>
<p>Nicolas Bissantz, J&uuml;rgen Hagedorn: Data Mining (Datenmustererkennung), <a href="http://www.wirtschaftsinformatik.de/wi_artikel.php?sid=752">WIRTSCHAFTSINFORMATIK 5/1993</a>, S.&#160;481&#8211;487.</p>
<p>Nicolas Bissantz: CLUSMIN&#160;&#8211; Ein Beitrag zur Analyse von Daten des Ergebniscontrollings mit Datenmustererkennung (Data Mining). Dissertation, N&uuml;rnberg 1996.</p>
<p>J&uuml;rgen Hagedorn, Nicolas Bissantz, Peter Mertens: Data Mining (Datenmustererkennung): Stand der Forschung und Entwicklung, <a href="http://www.wirtschaftsinformatik.de/wi_artikel.php?sid=208">WIRTSCHAFTSINFORMATIK 6/1997</a>, S.&#160;601&#8211;612.</p>
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		<title>&#8222;Moden sind unproduktiv&#8220;</title>
		<link>http://blog.bissantz.de/peter-mertens</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Dec 2006 12:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine etwas andere Form der Informationsverdichtung: Der Begründer der Wirtschaftsinformatik in Deutschland, Professor Dr. Dr. h. c. mult. Peter Mertens, und die von ihm geleiteten Institute produzierten 37 Jahre lang 5 Druckseiten Wissen pro Tag. Peter Mertens benötigte dazu lediglich ein Büro von 10 qm und ein Zeitmanagement, das Millisekunden als feinste Einheit kennt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a CLASS="" NAME="oben" TITLE="oben"></a></p>
<h2><a CLASS="" NAME="oben" TITLE="oben"></a>Ein Gespr&auml;ch mit Peter Mertens &uuml;ber Denglish, Data Mining, Business Intelligence und sprachliches Imponiergehabe</h2>
<p><a CLASS="" NAME="oben" TITLE="oben"></a><a CLASS="" NAME="oben" TITLE="oben"></a><strong>Bissantz</strong> Ihr Lehrstuhl, Herr Professor Mertens, war seinerzeit der erste, der sich im deutschsprachigen Raum dem Data Mining widmete. Ihre damaligen Assistenten <a HREF="#reference">Bissantz und Hagedorn verfassten</a> die unseres Wissens erste Darstellung dazu.</p>
<p><strong>Mertens</strong> Ich sah damals einen gro&szlig;en Fortschritt in der Ausbeutung von Datenbest&auml;nden. (Politiker mit mangelhaften Physikkenntnissen w&uuml;rden von einem Quantensprung faseln.)</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Als wir 1993 &uuml;ber Data Mining zu forschen begannen, schlug ich vor, daf&uuml;r den deutschen Begriff Datenmustererkennung zu etablieren. Herr Mertens, Sie winkten damals weise ab. Sie erwarteten, dass sich der englische Begriff wie in vielen anderen F&auml;llen auch durchsetzen w&uuml;rde. Sie haben Recht behalten.</p>
<p><strong>Mertens</strong> Was mich gar nicht freut. Datenmustererkennung trifft die Sache sehr viel besser. Aber viele Zeitgenossen finden es nach wie vor &#8222;cool&#8220;, jeweils den englischen Begriff zu benutzen. Das Denglish ist ohne jeden Zweifel auf dem Vormarsch. Ich hatte einmal versucht, auf der Grundlage von Arbeiten der deutschen IBM zwischen Stapel&#8209; und Dialogverarbeitung einerseits und Vollautomation sowie rein personeller T&auml;tigkeit andererseits einen Kompromiss zu finden und unter der Bezeichnung &#8222;Aktionsorientierte Datenverarbeitung&#8220; zu verbreiten. In Deutschland wurde zwar einger&auml;umt, dass es sich um ein interessantes Konzept handle. Der Durchbruch kam aber erst mit dem Reimport der Idee unter dem Schlagwort &#8222;Workflow Management&#8220;.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Beim Business Intelligence ist es ja ganz &auml;hnlich. Ich frage mich, ob es auch daran liegt, dass der angloamerikanische Sprachraum bildst&auml;rkere Begriffe hervorbringt.</p>
<p><strong>Mertens</strong> Kreativ sind die Begriffe. Aber sie m&uuml;ssen auch etwas Neues bezeichnen. Sie erinnern sich vielleicht, als wir f&uuml;r die Rubrik &#8222;Das aktuelle Schlagwort&#8220; der <a TARGET="_blank" HREF="http://www.wirtschaftsinformatik.de/">Zeitschrift WIRTSCHAFTSINFORMATIK</a> &uuml;berlegten, wie man &#8222;<a TARGET="_blank" HREF="http://www.wirtschaftsinformatik.de/wi_artikel.php?sid=1379">Supplier Relationship Management</a>&#8220; erkl&auml;ren kann. Unter dem Strich blieb der schale Eindruck, dass Supplier Relationship Management nichts anderes ist als das, was ein guter Eink&auml;ufer schon immer praktiziert hat. Wie viel Zeit und Energie wird verschwendet, bis alle das durchschaut haben? &Uuml;brigens distanzieren Sie sich doch inzwischen ganz massiv vom Begriff Data Mining, oder nicht?</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Ja, als eine Geste der Selbstverteidigung. Dabei betreiben unsere Kunden Datenmustererkennung im eigentlichen und damit anspruchsvollen Sinne. Zum Beispiel l&auml;sst die mexikanische Telmex unsere Werkzeuge dar&uuml;ber entscheiden, welche Kunden als N&auml;chste ein bestimmtes Produktangebot bekommen. Aber seitdem heute auf jedem Produkt, das ein bisschen durch die Daten navigiert, Data Mining steht, wollen wir nicht verwechselt werden. Ein &auml;rgerliches Dilemma.</p>
<p><strong>Mertens</strong> Da haben Sie es. In einer Abwandlung dessen, was der Soziologe Henrik Kreutz &uuml;ber sein Fach sagt, ist diese begriffliche Fehletikettierung &#8222;sprachliches Imponiergehabe&#8220;. Mir geht es um die Pr&auml;zision der Sprache und auch darum, dass man in der Fachwelt zu unterscheiden wei&szlig;, wann ein neuer Begriff die Weiterentwicklung des Fachwissens signalisiert und wann er nur allzu vordergr&uuml;ndige Bestrebungen von Unternehmensberatern, Software&shy;entwicklern, Veranstaltern von Weiterbildungs-Seminaren oder auch von so genannten Gurus aus den Hochschulen reflektiert.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Im Fall von Data Mining ein Paradoxon. Es gab Fortschritte, aber das, was unter Data Mining verkauft wurde, enthielt oft gar kein Data Mining.</p>
<p><strong>Mertens</strong> F&uuml;r die Wissenschaft und den Fortschritt generell sind Moden unproduktiv, weil sie einen &#8222;langen Atem&#8220; braucht; von daher ist es ung&uuml;nstig, wenn sie pl&ouml;tzlich Foren (zum Beispiel Kongresse, Sonderhefte von Zeitschriften oder auch Kooperationspartner aus der Wirtschaftspraxis) verliert, sobald ein Forschungsgegenstand &#8222;out&#8220; ist. Man l&auml;uft so Gefahr, dass &#8222;Halbfabrikate&#8220; weggeworfen werden. Da sie nicht fertig produziert werden, sind schlie&szlig;lich die Enderzeugnisse auch nicht wirklich testbar. Der Wissenschaftler kommt also bei seiner Mission, der Suche nach Wahrheit, nicht weiter.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Anl&auml;sslich Ihrer Emeritierung erz&auml;hlte man sich, dass Sie wahrscheinlich dreimal so viel Arbeitszeit wie der Durchschnitt Ihrer Kollegen in einem schmucklosen B&uuml;ro mit sch&auml;tzungsweise 10 qm verbracht und die Honorare f&uuml;r Publikationen penibel mit Ihren Assistenten geteilt haben.</p>
<p><strong>Mertens</strong> Ein wenig Schmuck war schon im B&uuml;ro. Bissantz hat zweimal die Bleifigur eines Simultandynamikers, der neun B&uuml;cher gleichzeitig las, auf dem Besprechungstisch umgeworfen und verbogen.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Vor Begeisterung.</p>
<p><strong>Mertens</strong> Das mit dem B&uuml;ro hat einen sehr einfachen Grund. Ich brauchte Platz f&uuml;r eine gewachsene Anzahl an Assistenten und habe das &uuml;bliche, Professoren zustehende B&uuml;ro von 25 qm mit dem getauscht, das Sie kennen. Auf diese Weise konnten wir unsere Forschungskapazit&auml;t um drei Leute erh&ouml;hen.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Kollegen von Ihnen wie Scheer oder Wildemann haben ihre Erkenntnisse zum Teil aggressiv vermarktet. Sie haben darauf immer verzichtet. Ist Ihre Interpretation des Hochschullehrers eine andere?</p>
<p><strong>Mertens</strong> Gereizt h&auml;tte es mich schon, zumal ich vor meiner Hochschul&shy;t&auml;tigkeit Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer damals namhaften Unternehmensberatung war. Aber angesichts des 5000-Stunden-Jahres, das meine T&auml;tigkeit als Hochschullehrer verlangte, h&auml;tte ich nicht gewusst, wo ich die zus&auml;tzlichen Stunden f&uuml;r Aufbau und F&uuml;hrung eines Unternehmens h&auml;tte herholen sollen. Ich bin jedoch stolz, dass sich heute ein Dutzend Unternehmen, die von ehemaligen Zauberlehrlingen wie Ihnen gegr&uuml;ndet wurden, am Markt bew&auml;hren.</p>
<p>Auch dass wir mit unserem Ideengut gro&szlig;en und mittleren Unternehmen in unserer Region, wie zum Beispiel Datev, GfK, INA, Siemens oder St&auml;dtler, ein klein wenig helfen konnten, sehe ich positiv.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Von Ihren ersten einschl&auml;gigen Arbeiten zur intelligenteren Ausbeutung von Datenbest&auml;nden bis heute sind mehr als 20 Jahre vergangen. Was lernen wir daraus f&uuml;r die Entstehung und F&ouml;rderung von Innovation?</p>
<p><strong>Mertens</strong> Ich hatte das Gl&uuml;ck, immer wieder t&uuml;chtige Assistenten mit anderen Anwendungsfeldern experimentieren lassen zu k&ouml;nnen (zum Beispiel Allgemeine Management-Information, Marktforschung, Controlling, Besteuerung). Es braucht so genannte kumulative Forschung. Man darf nicht wie ein Korken vom Kamm einer Modewelle zur n&auml;chsten h&uuml;pfen.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Sie haben die Bedeutung von statistischen Methoden und solchen des Operations Research immer wieder betont, wir bei Bissantz &amp; Company haben unser Produkt immer stark auch als Sammlung von Lehrbuchmethoden mit vereinfachtem Zugang verstanden.</p>
<p><strong>Mertens</strong> Dies scheint mir extrem wichtig. Wir d&uuml;rfen vor den Schwierigkeiten der Mathematik nicht zu fr&uuml;h resignieren. Vergleichen Sie mit den Str&ouml;mungsmechanikern, etwa bei der Entwicklung von aerodynamisch g&uuml;nstigen Flugzeugen: Sie arbeiten inzwischen mit Hunderten Millionen von Gleichungen und Unbekannten, aber erzielen in geduldiger Kleinarbeit Fortschritte von au&szlig;erordentlicher Bedeutung. In unserem Fach neigt man dazu, jede marginale Verbesserung eine &#8222;Optimierung&#8220; zu nennen&#160;&#8211; reines Imponiergehabe.</p>
<p><strong>Bissantz</strong> Dass ich den Sprung ins Unternehmertum gewagt habe, hat auch damit zu tun, dass wir schon w&auml;hrend der Promotion mit der Praxis getestet hatten und dort positives Feedback bekamen. (Nebenbei: Ich konnte auch bei Sandoz unseren ersten Auftrag abholen.) Auch dazu gibt es bestimmt eine Grundposition, es ging uns ZL ja allen so. Das Schlimmste, was die Dissertation bedrohte, war ein unzufriedener Praxispartner.</p>
<p><strong>Mertens</strong> Mit Superlativen soll man bekanntlich sehr vorsichtig umgehen, aber schlimm war es schon.</p>
<p STYLE="margin-top: 40px"><a CLASS="" NAME="reference" TITLE="reference"></a>Quelle:<br />
Bissantz, Nicolas; Hagedorn, J&uuml;rgen: Data Mining (Datenmustererkennung). WIRTSCHAFTSINFORMATIK 35 (1993) 5, S.&#160;481&#8211;487. <a HREF="#oben">zur&uuml;ck</a></p>
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