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	<title>»Me, myself und BI« &#187; WSJ</title>
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	<description>Bissantz denkt nach</description>
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		<title>Knecht Ruprecht Murdoch</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 17:57:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Nicolas Bissantz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Redesign]]></category>
		<category><![CDATA[Ticker]]></category>
		<category><![CDATA[Wall Street Journal]]></category>
		<category><![CDATA[WSJ]]></category>

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		<description><![CDATA[Handelsblatt und Wall Street Journal Europe, durch Überkreuzbeteiligung verschwistert, haben sich neu gestaltet („Relaunch“). Für die Informations&#173;kultur beide Male kein besonders guter Tag. Warum das so ist (erster Teil).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die armen Printmedien. Die Auflagen sinken, die Werbekunden geizen. Und nicht nur Rupert Murdoch will Geld verdienen mit seinen Zeitungen. In dieser Not k&ouml;nnte man radikal werden und die &uuml;berlegene Aufl&ouml;sung des Papiers f&uuml;r neue Formate nutzen. Die Online-Medien w&uuml;rden dumm aus ihren Monitoren gucken.</strong></p>
<p>Das Wall Street Journal Europe, seit 1983 am Markt, wurde zum 17.11.2009 neu gestaltet. Die Mutter, das amerikanische Wall Street Journal, war eine lange Zeit seiner 120-j&auml;hrigen Geschichte der Idee zugeneigt, nicht f&uuml;r Banker, sondern f&uuml;r deren Kunden zu schreiben. Es bekam bereits Anfang 2007 ein <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,457489,00.html">Facelift</a>. Eine Spalte fiel weg, manche Inhalte gingen ins Netz. Das fand statt, noch bevor Rupert Murdoch am 1. August 2007 das Ruder &uuml;bernahm und damit begann, das altehrw&uuml;rdige Wirtschafts&#8209; und Finanzblatt durch Ausbau der Seiten zu Politik und Kultur zu einer &#8222;kompletten&#8220; Zeitung zu machen.</p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/20091113_WSJ_Titelseite_markets_Auszug.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/20091113_WSJ_Titelseite_thumb.jpg"><img src="/images/20091113_WSJ_Titelseite_thumb2.jpg" alt="Quelle: WSJ Europe, 13.11.2009, S. 1"></a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a onclick="return openPopup('/images/20091117_WSJ_Titelseite_markets_Auszug.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/20091117_WSJ_Titelseite_thumb2.jpg"><img src="/images/20091117_WSJ_Titelseite_thumb2.jpg" alt="Quelle: WSJ Europe, 17.11.2009, S. 1" ></a><br />
Heben Sie die kleine Tabelle links gut auf. Sie ist die letzte ihrer Art und k&ouml;nnte im Wert steigen. Seit dem 17.11.2009 ist sie Geschichte. Sie wurde durch einen Ticker, der nicht tickert, ersetzt. (Titel des WSJ Europe, 13. und 17.11.2009)</p>
<p>&bdquo;Relaunches&ldquo; nehmen zu. Die Sorge des um die Informationskultur Besorgten ist jedes Mal gro&szlig;. In der <a href="http://pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?r=388108&#038;sid=&#038;aktion=jour_pm&#038;print=1&#038;pdf=1">Presseabteilung</a> hei&szlig;en die Bem&uuml;hungen &bdquo;Investi&shy;tion&ldquo;. In der Finanzabteilung nennt man denselben Vorgang &#8222;sparen&#8220;. Tat&shy;s&auml;chlich galt es zum Beispiel beim WSJ Europe die Kosten um &#8364; 18 Mio. p.&#160;a. zu reduzieren. </p>
<p class="gray"><a  onclick="return openPopup('/images/20091113_WSJ_Titelseite_markets_groß.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/20091113_WSJ_Titelseite_markets.jpg"><img src="/images/20091113_WSJ_Titelseite_markets.jpg" alt="Quelle: WSJ Europe, 13.11.2009, S. 1" ></a><br />In ihrer Klarheit, Lesbarkeit, Sachlichkeit nicht zu schlagen: Vortages&auml;nderungen wichtiger Indikatoren als Tabelle auf jedem Titel des WSJ Europe&#160;&#8211; bis zum 13.11.2009.</p>
<p>Auch beim Relaunch der FAZ zum 20.01.2009 ging es ums Sparen. Der Kursteil musste abspecken. Um eine Seite. Einiges verschwand. Manches kam rein. Neu ist u.&#160;a. die <a href="http://blog.bissantz.de/faz-sparklines">Spannweitendarstellung</a>. Sehr erfreulich. (Zugegebenerma&szlig;en auch wegen der Verwandtschaft zu einer eigenen kleinen <a href="http://www.bissantz.de/deltamaster/features/spannweiten.asp">Erfindung</a>.) </p>
<p class="gray"><a onclick="return openPopup('/images/20091117_WSJ_Titelseite_markets_1000px.jpg', '');" href="http://blog.bissantz.de/images/20091117_WSJ_Titelseite_markets_450px.jpg"><img src="/images/20091117_WSJ_Titelseite_markets_450px.jpg" alt="Quelle: WSJ Europe, 17.11.2009, S. 1" style="margin-bottom: 4px; " ></a><br />Die Tabelle muss seit dem 17.11.2009 einem Ticker weichen, in dem es Dreiecke statt Vorzeichen gibt.</p>
<p>Zur&uuml;ck zum Facelift des Journal. Das gute Dutzend Kurznachrichten in der linken Titelspalte verschwand auf die Seite 2 und wurde magers&uuml;chtig. In der ersten Ausgabe nach dem Relaunch blieben gerade mal f&uuml;nf Nachrichtchen &uuml;brig. Schade. </p>
<p>Die bekannten und von mir geliebten klar und schn&ouml;rkellos gezeichneten Standard-Diagramme, die uns oft als Vorbild dienen, sind noch da. Fast. &Uuml;ber lange Zeit freute ich mich &uuml;ber die zweckm&auml;&szlig;ige Darstellung der wichtigsten Indexentwicklungen als Tabelle auf der Titelseite. Andere Bl&auml;tter qu&auml;len ihre Leser an dieser Stelle mit <a href="http://blog.bissantz.de/pluszeichen">Trendpfeilen</a>, wo keine Trends sind. </p>
<p>Aus der sch&ouml;nen Tabelle wurde ein papiertigernder Ticker. Ein echter <a href="http://www.bella-beraet.de/ticker-augenweitsprung">Augenweitsprung</a> am oberen Seitenende. Ticker laufen am Auge vorbei. Papier nicht. Ich musste die zweite Ausgabe abwarten, um sicher zu sein. In der ersten bewegten sich alle Indizes in dieselbe Richtung. Tats&auml;chlich. Rupert Murdoch hat Plus und Minus in den Sack gepackt. Stattdessen: Dreiecke. Spitze oben und gr&uuml;n f&uuml;r Plus, Spitze unten und rot f&uuml;r Minus.</p>
<p>Schumpeter, steh uns bei.</p>
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