Bissantz und DeltaMaster bei Porsche

Unser Forum im Porsche-Museum Stuttgart ist vorbei – Freude und Begeisterung halten an, bei mir und allen, die ich dazu spreche. Es war ein großartiger Tag: mit Referenten in Bestform, einem begeisterten Publikum, einer perfekt orchestrierten Vorbereitung und Organisation durch IT und Vertrieb und mit fantastischen Neuerungen aus der Entwicklung.

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Zu diesem besonderen Ort passen viele schöne Worte, „Museum“ jedoch passt am wenigsten. Der Bau flößt mit seiner schwebenden, weit auskragenden Architektur schon bei der Anfahrt Respekt ein. Was für ein Ort! Aus Panoramafenstern hat man einen Blick über die Dächer des industriellen Stuttgart. Die Stockwerke unterhalb der Konferenzetage beherbergen Meilensteine des technisch Machbaren und sind selbst ein Meilenstein in der Kunst der Präsentation. Nirgends könnte man besser darüber sprechen, welche Innovationen im Business Intelligence möglich und nötig sind und wie sie unser Kunde Porsche in 14 Ländern vorantreibt!

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Die Technik des Hauses ließ Empfangsbereich und Catering-Zone in unseren Hausfarben Rot und Blau erstrahlen. Diese uns so wichtige farbliche Dichotomie spiegelt den Luxus des Kaufmanns, jederzeit und augenfällig zwischen Werten zu unterscheiden, die dem Geschäft mehr oder weniger nutzen. Sie prägen den Stil aller Berichte, die mit DeltaMaster erstellt werden, und es gibt Controller, die sich die je drei Töne von Rot und Blau, die DeltaMaster im „Berichtswetter“ verwendet, als Tableaus an die Wand hängen. Keine Zahl ohne Signal!

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Dass eine Tochter des Gastgebers, Porsche Design, nicht nur an der funktionalen Ästhetik unseres DeltaMaster 6 mitgewirkt, sondern auch unsere CI in Farbe und Form gebracht hat, war in der Umgebung des Mutterhauses unverkennbar und sorgte für angeregte Pausengespräche darüber, warum wir vor einiger Zeit Produkt‑ und eben nicht Softwaredesigner darum baten, uns bei der konsequenten Gestaltung der GUI zu helfen. Dass heute jedes Pixel im Programm Inhalt und Bedeutung trägt und dennoch dem Auge auch dann gefällt, wenn der Inhalt Grund für tieferes Eindringen in die Daten liefert, verdanken wir auch der konsequenten Abkehr von den überkommenen Designvorstellungen der Softwarebranche. Dass in Windows 10 immer noch ein Diskettensymbol zum Speichern einlädt, sorgt für Schmunzeln in einer Branche, die Bill Gates 1998, dem Todesjahr von Ferry Porsche, werbewirksam beschimpfte.

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Ferry Porsche sah Cayenne und Panamera nicht als Trend aus Daten voraus – er plante sie aus unternehmerischem Weitblick, lange bevor sie endlich auf die Räder kamen. Das Zusammenspiel zwischen unternehmerischer Perspektive und Datenanalyse war auch das Motto der DeltaMaster-Präsentation. Michael Hasenpatt, kaufmännischer Leiter von Coppenrath & Wiese, griff das Thema in seiner Präsentation auch für den Umgang mit den 13.400 Kühen und 560.000 Hühnern auf, die über das Jahr im Dienste des Tortenbackens tätig sind. Mit nur einem analytischen und navigierbaren Bericht steuert man große Teile des täglichen Geschäfts. Man verfolgt dazu Abweichungen des Bruttogewinns – unterstützt von den prämierten Mechanismen von DeltaMaster – bis zu den Ursachen in Vertrieb oder Produktion und steuert unmittelbar gegen.

Über weitere Vereinfachungen im Business Intelligence durch radikale Reduktion auf Wesentliches in der geeigneten Form durfte ich selbst berichten. Die seit einigen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem Neurobiologen Gerhard Roth und unsere Forschung in Labor, Spitzensport und Unternehmen hat Erkenntnisse über das Sehen, Verstehen und Handeln erbracht, die mich disruptive Veränderungen unseres Umgangs mit Daten erkennen und einfordern lassen.

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Bilder sind äußerst wirksam, sie erreichen uns „an den Toren des Bewusstseins vorbei“. Das macht sie attraktiv für Werber, die sich über die schnellen „Schüsse ins Gehirn“ freuen. Dem Controller aber schaudert angesichts der Erkenntnis, dass wir Bildlügen im Gedächtnis nicht mehr überschreiben können, anders als verbale oder textliche Ausrutscher. Fehler in Diagrammen müssen wir daher meiden. Skalierungen müssen verlässlich sein. Das Wissen darüber ist aber nicht allgemein zugänglich oder verbreitet. Selbst über Trivialitäten wird zwischen Experten auf dem Gebiet noch gestritten. Wir haben neue Diagrammformate vorgestellt, die diesen Gefahren begegnen.

Den Höhepunkt des Tages gestalteten Tim Waldbauer und Matthias Kauffmann von der Porsche AG. Sie berichteten von Erfolgen, die viel von der glasklaren Vorgehensweise und der sportiven Haltung spiegelten, die alle DeltaMaster-Projekte durchdringen. Kennzahlen sind bei Porsche Teil einer Kultur von Sehen, Verstehen, Handeln. Die besten Sportwagen der Welt baut man eben nicht aus Zufall.

Den Tag abgerundet haben Demonstrationen zu den gängigen Themen der Branche. Dabei durfte nicht fehlen, wie schnell man heute mit Selfservice z. B. von Zulassungsdaten aus einer Excel-Tabelle zu Marktberichten kommt, deren Signale man per App mobil auf das iPhone bekommt – und dort durch Zoomen und Navigieren genau unter die Lupe nehmen kann.

Passend zu Ort und Gästen beschlossen wir den Tag mit einem Blick auf die Forschung, die wir im Spitzensport betreiben, um den Geheimnissen erfolgreichen Sehens, Verstehens und Handelns auf die Schliche zu kommen: Im Fokus natürlich unsere Eyetracking-Fahrten im Rennsport, zuletzt mit Legende Hans-Joachim Stuck. Sie waren in Stuttgart nicht dabei? Schade! Wir berichten bald ausführlich in Bild und Ton über die aufregenden Neuerungen, die sich aus alledem ergeben.

Herzlich

NB