Zu wenig Auflösung macht blind – Controlling by iPhone

Für den gemütlicheren Typus haben wir das Couchcontrolling erfunden. Der sportlich Ambitionierte wird zukünftig Controlling auf Flughafenrollbändern betreiben.

Unlängst fragte ein Leser scherzhaft, was wir mit dem gewonnenen Platz anfangen sollen, der durch höhere Informationsdichte entsteht. Unsere grafischen Elemente brauchen immer weniger Platz und die Bildschirme werden immer größer. Ob denn demnächst das ganze Controlling auf ein iPhone oder einen Blackberry passe?

Bissantz Sparklines on the iPhone
Sparklines auf dem iPhone

Genau so ist es. Unsere Börsenkurse mit Sparklines kann man sich schon im Safari-Browser des iPhone anschauen. Und für mein eigenes Controlling benötige ich nur noch eine drittel Bildschirmseite, auf der eine Spezialvariante unseres Sparklinetickers läuft.

Wie der Film Powers of Ten der legendären Designer Charles und Ray Eames anschaulich vor Augen führt, beruht der Fortschritt menschlichen Erkennens in allen Bereichen auf der Zunahme von Auflösung. Am Anfang der Himmelsbeobachtungen von Galileo Galilei stand die Erfindung eines Fernrohrs mit dem 20-fachen der bisherigen Stärke. Verständnis und Eroberung des Weltraums ebenso wie medizinische Fortschritte sind untrennbar mit Potenzen von 10 im Heranholen des Entfernten und dem Eindringen in das Mikroskopische verbunden.

Für die Managementinformation diesseits von iPhone und Blackberry heißt das: Wo wir bislang z.B. die Entwicklung einer einzigen Business Unit gesehen haben, sehen wir jetzt die Entwicklungen aller Einheiten innerhalb der Augenspanne. Wenn das kein Fortschritt ist!