Dadaxismus

Die Trilogie ist gelungen: Wir haben Sparklines in drei Varianten auf Zeitungspapier gedruckt. Etwas erschöpft ziehen wir Bilanz und verstehen jetzt besser, warum Zeitungen sich erst noch Mut ankriseln müssen, bevor sie uns nacheifern.

Gelungen ist es, aber einfach war es nicht. Sparklines auf Papier zu drucken, ist ein Abenteuer. Sportergebnisse mit dichotomen Wortgrafiken anzureichern, war noch vergleichsweise einfach. Sparklines in den Text zu integrieren, forderte einen engagierten Partner in Sachen Layout; schließlich gibt es keine Silbentrennung für Sparklines.… weiter

Die ersten Sparklines der Welt – fast

Die Welt hat sich an Sparklines versucht. Herausgekommen sind Schrumpfgrafiken mit zweifelhaftem Bezug und problematischer Skalierung. Schade. Die gute Nachricht: Deswegen ist das Rennen um die ersten Sparklines in einer deutschen Tageszeitung noch offen.

Vor gut vier Wochen kam ein Kollege aufgeregt herein. „Die Welt hat die ersten Sparklines gedruckt“, freute er sich. Und ich mich mit ihm. Mit steigender Spannung beugten wir uns über die druckfrische Ausgabe der Welt vom 16.03.2010.… weiter

Wer kurz hört, der schwer sieht

Wenn das Geschäft brummt, ist das buchstäblich so. Wir hören Telefone klingeln, das Geräusch eiliger Schritte und den Hall vieler Gespräche. Wir hören Umsätze, bevor wir sie sehen. Es wird Zeit, in der Datenanalyse dem Gehör mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Das Hören ist ein Sinn mit elementarer Kraft.* Wir können die Augen schließen, aber nicht die Ohren. Man kann sehen, ohne wahrzunehmen.… weiter

Gütemaß Datendichte: Werte pro Seite

Das nächste Maß, um die Güte unserer Berichte messen zu können, stellt uns vor ein Paradoxon: Zahlenfriedhöfe sind gut. Es ist nämlich eine Frage des Designs und nicht der Datenmenge, wie viele Werte pro Seite wir verkraften.

Mich hat unlängst die Frage beschäftigt, welche Unternehmen infolge gesunkener Marktkapitalisierung in die Gefahr einer feindlichen Übernahme geraten. Ich hatte eine Ausgabe der FAZ zur Hand und vertiefte mich in den Kursteil.… weiter

Dahinter stecken jetzt Sparklines, fast

Frankfurts Banken wackeln, trotzdem gibt es Gutes aus Mainhattan zu berichten. Die altehrwürdige FAZ läutet das Zeitalter grafischer Tabellen im Kursteil ein. Das ist eine gute Nachricht für Manager: mehr Informationsdichte für uns, weniger Kosten für die FAZ.

Nun gut, Sparklines sind es nicht, was die FAZ seit 20.01.2009 täglich im Finanzteil serviert, und die Süddeutsche Zeitung hat schon seit längerem grafische Elemente in ihren Kursteil aufgenommen.… weiter

Zu wenig Auflösung macht blind – Controlling by iPhone

Für den gemütlicheren Typus haben wir das Couchcontrolling erfunden. Der sportlich Ambitionierte wird zukünftig Controlling auf Flughafenrollbändern betreiben.

Unlängst fragte ein Leser scherzhaft, was wir mit dem gewonnenen Platz anfangen sollen, der durch höhere Informationsdichte entsteht. Unsere grafischen Elemente brauchen immer weniger Platz und die Bildschirme werden immer größer. Ob denn demnächst das ganze Controlling auf ein iPhone oder einen Blackberry passe?… weiter

Ein Pfeil ist kein Pluszeichen

Weniger ist mehr. Das trifft oft zu, wenn Statistik und Manager aufeinandertreffen. Generell haben wir aber zu wenig Statistik in Datendarstellungen. Voraussetzung: Sie muss robust sein.

Am Dienstag war ich am Lehrstuhl für Marketing Intelligence von Professor Dr. Nicole Koschate an meiner Alma Mater, der WISO in Nürnberg. Ach ja. Zwar tragen die Hörsäle dort jetzt die Namen von Verbraucherkrediten, für die mit Leuten vom Schlage eines Lotto King Karl geworben wird, aber schöner sind sie allemal (die Hörsäle).… weiter