Zeit für Bullet Time?

Statistische Daten zu animieren, ist nicht ohne Tücken. Dennoch: Die Steigerung von Foto ist Film. Wir wollen näher ran ans Geschehen, wir wollen Ergebnisentstehung begreifen und nicht nur Ergebnis. Eine Idee dazu aus Hollywood.

Erinnern Sie sich an den Film „Matrix“? An die Schießerei auf dem Hochhausdach? Böse Agenten in schwarzen Anzügen schießen auf Keanu Reeves alias Neo. Der weicht aus, knickt in den Knien nach hinten ab, als würde er fallen, die Aufschläge seiner Jacke bauschen sich im Sturm der Hubschrauberflügel, die großkalibrigen Patronen der Agenten bohren Luftkanäle und verfehlen den Helden.… weiter

Kurzum: Punctum!

Vor manchen Controllingberichten steht man wie vor Fotografien und Gemälden, in denen das Hauptmotiv fehlt: Im „all over“ sind alle Bildelemente gleichwertig. Wo also ist die Botschaft? Über das Punctum und wie man es herstellt.

Zum Geburtstag bekam ich ein Buch über den Fotografen Andreas Gursky: „Die Konstitution der Dinge“ von Eva Witzel. Ich blätterte es durch. Kein einziges Bild! Etwas verhalten fing ich zu lesen an.… weiter

Man kann die Augen schließen, aber nicht die Ohren

Manager bekommen mehr Informationen, als sie aufnehmen können. Die Aufnahmekapazität ist damit der Engpassfaktor für das Business Intelligence. Wie wir diese Kapazität vergrößern können.

Von 1993 bis 1995 war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter von Professor Peter Mertens, dem Begründer der Wirtschaftsinformatik. Wie das so üblich ist, hiel­ten wir in dieser Zeit (und auch später) gemeinsam Vorträge. Unser Thema: Wie können Computer Führungskräfte bei ihrer Arbeit unterstützen?… weiter

King ROI und Lady BI

Wer über BI spricht, kann den Mund oft nicht voll genug nehmen. Übertreibungen begleiten jeden Hype und bleiben, was sie sind: übertrieben. Wir maulen jetzt mit vollem Mund zurück. Heute zum Thema: Welche Rendite kann BI liefern?

Letzte Woche diskutierten wir unter Kollegen, wie viel Return on Investment (ROI) man von Business Intelligence (BI) erwarten könne. Wir kamen zu einem Stufenschema.… weiter

Wie gut sieht man von oben?

Berlin lässt mich noch nicht los. Wir gehen nochmal in den Ballsaal und schauen hinauf zur inzwischen imaginären Galerie. Dort standen früher Bankdirektoren. Ist Aufsicht gleich Draufsicht? Was ist die richtige Perspektive für den Blick auf Daten?

Dass wir so gerne im Ballsaal des Hotel de Rome tagen, hat mit der Architektur des Saals zu tun. Hinter den heute geschlossenen Bögen im ersten Stock lag früher eine Galerie.… weiter

Yak statt Ebit?

Reinhold Messner folgte in der Not Yak-Mist, um den richtigen Weg zu finden. Wir sollten nicht glauben, dass die Landkarten im Controlling so viel deutlicher wären. Was wir dieses Mal im schönsten Ballsaal Berlins gelernt haben.

Freitag hieß es: Ballsaal statt Blog und Berlin statt Nürnberg. Wir hatten zum dritten Mal in die Hauptstadt eingeladen, ins schöne Hotel de Rome.… weiter

Management zwischen Intuition und Automation

Das Controlling, heißt es, zählt Erbsen. Und das ist gut, denn wir müssen wissen, wo wir heute stehen, um den Kurs für morgen zu bestimmen. Zu oft jedoch stimmt das Verhältnis zur Zahl nicht: Ihr Zauber wird überschätzt, wenn wir die komplexe Wirklichkeit in einfache Kenngrößen und Ampeln zwin­gen wollen. Wer nach Kausalität, Zusammenhang und Beweis sucht, muss zäh sein und langen Atem haben.

weiter

Mensch und Maschine

Maschinen bereisen den Mars, spielen Fußball und gewinnen „Jeopardy“. Wir werden demnächst in Berlin fürs Controlling mehr Intuition und mehr Automation einfordern – beides rechnergestützt. Kommt der Controllingroboter? Wollen wir den?

Auf einer langen Autofahrt nach Mailand dachte ich über unser Berlin-Thema „Management zwischen Intuition und Automation“ nach. Hin kam ich problemlos dank meines Navigationssystems, einem von inzwischen überraschend vielen Rechnern im Auto.… weiter

Symptogramme

Weniges zeigt Wirkung so schön auf wie ein gutes Diagramm. Wirkung, wohlgemerkt – nicht Ursache. Wieder einmal hirnen wir über Möglichkeiten und Grenzen unseres Lieblingssujets, indem wir sein Gegenteil beleuchten: einen guten Text.

Immer noch hält uns die Finanzkrise in Atem, denn weltweit wird trefflich darüber gestritten, was wir daraus lernen sollen und wie und ob wir die nächste Krise abwenden können.… weiter

Flop 10 2010

Das haben wir letztes Jahr nicht mehr geschafft, aber noch versprochen: Der zweite Teil unseres Jahresrückblicks listet, was uns am meisten geärgert hat.

  1. Immer noch schafft es das Marketing mitunter, sich gegenüber dem Controlling durchzusetzen und Zahlen oder ihre grafischen Repräsen­tanten in den Unternehmensfarben anzumalen. Manchmal wirkt das nur unbeholfen, manchmal hätte Karl Valentin seine Freude daran gehabt. Zum Beispiel, wenn in Investoreninformationen und Ge­schäfts­berichten den Lesern zugemutet wird, dass auch noch die schwärzeste Zahl rot gefärbt wird, nur weil das Logo des Unternehmens rot ist.

weiter