Wo rohe Balken sinnlos walten

Stapelgrafiken, Torten‑ und Flächencharts sind ebenso verbreitet wie sinnlos. Das gilt für das Managementreporting genauso wie für Präsentationen und Massenmedien. Balken helfen dagegen – wenn sie Abweichungen zeigen statt Rohdaten.

Argumente gegen das Stapeln und eine neue Alternative hatten wir hier schon. Eine erste wichtige Maßnahme gegen die Hochstapelei ist das Entstapeln der Daten:

Preise für Superbenzin in verschiedenen Ländern
Schon mal besser: Entstapelte Stapelgrafik

Das ist ein Fortschritt, aber man ist noch nicht zufrieden.… weiter

Müssen Manager den tollwütigen Logarithmus-Tiger reiten? (1)

Logarithmische Skalen gelten manchen als tollwütige Tiger*. Ohne sie ist aber jede zweite Grafik falsch skaliert. Eine kleine Serie zeigt, wie wir den Tiger bändigen und uns in der nächsten PowerPoint-Präsentation entspannt zurücklehnen, wenn über Skalen schwadroniert wird.

Der Beitrag über die Tücken der Zeitreihenanalyse bewegt die Gemüter. Ich hatte festgestellt, dass die meisten Zeitreihenvergleiche sinnlos sind, weil sie nicht zeigen, was sie zeigen sollen.… weiter

BI, Robot

Das wichtigste Element für ein wirtschaftlicheres Berichtswesen ist Automation. Dazu braucht es aber weder Controllingroboter noch Künstliche Intelligenz. Gesunder Menschenverstand und ein bisschen Programmierung reichen. Zuviel kann eher schaden.

Für mehr Industriereporting hatte ich schon geworben. Und mir robuste Berichtsformate gewünscht, die eine automatische Befüllung mit Daten nacharbeitungsfrei aushalten. Die Analogie zu den Bedingungen in der industriellen Produktion liefert noch mehr Inspiration.… weiter

Pimp my Excel chart, Bill!

Grafische Elemente sollen das Auge lenken. So die Theorie. Viel öfter aber betrügen sie das Auge, zumindest in der Praxis. Wie man die häufigste Ursache für Blamagen umgeht: Excels Diagrammassistenten meiden.

Wenn grafische Elemente Wertverhältnisse illustrieren sollen, geht das mitunter schief. Die Grundregel ist einfach: Die grafischen Unterschiede müssen proportional zu den Wertunterschieden sein. Ein Blick in beliebige Magazine und Geschäftsberichte zeigt, dass diese Regel oft verletzt wird.… weiter

Tod der Businessgrafik

Visuelle Opulenz ist schlimm, inhaltliche Magersucht noch schlimmer. Das Ideal sind informationsdichte, optisch schlanke Berichte. Dafür braucht es ein scharfes Skalpell. Und: den Tod der Businessgrafik. Endlich.

Businessgrafiken prägen unsere Kommunikationskultur. Wenn sie aus Chartingprogramme kommen, wird daraus Unkultur. Wie sehr, lernte ich 1990 anlässlich eines studentischen Praktikums bei der Unternehmensberatung Roland Berger & Partner in München.

Tod der Businessgrafik

Das physische Ergebnis jedes Beratungsprojektes war und ist bis heute ein Chartband.… weiter

Der Watzlawick des grafischen Designs: So verhunzt man Daten – garantiert, Teil II

Vergangene Woche hatten wir uns die ersten sechs Regeln des amerikanischen Statistikers Howard Wainer zum Verhunzen von Grafiken angesehen. Hier sind noch mal sechs:

  1. Betonen Sie Triviales, ignorieren Sie Wichtiges. [Emphasize the trivial (ignore the important)] Die Entwicklung von Gehaltsunterschieden nach Ausbildungsgrad und Geschlecht teilen Sie auf zwei Grafiken auf. Eine zeigt die Entwicklung nach Ausbildungsklassen für Frauen, die andere die für Männer.
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Grafische Tabellen: Couchcontrolling

Grafische Tabellen leisten Erstaunliches: Sie verknüpfen die Vorteile von Tabellen und Grafiken und vermeiden gleichzeitig ihre Nachteile. Das wird das Managementreporting grundlegend verändern. Man kann es im Liegen tun.

Letztes Mal hatte ich eine Lanze für ein „Lean Controlling“ gebrochen. Nacharbeitungsfreie Managementberichte sollen die Reportproduktion verschlanken und „industrietauglich“ machen. Heute versuche ich zu zeigen, wie das geht.

Viele Businessgrafiken vertrauen auf Säulendiagramme.… weiter

Bundesliga-Tabelle mit Sparklines

Fußballexpertinnen und –experten sind sich einig: So knapp, so spannend wie in der Saison 2006/2007 war es schon lange nicht mehr. Die ganze Dramatik aus 306 Spielen kann man mit Sparklines Revue passieren lassen.

Pl. Team Sp. g u v Tore Diff. Pkte. Verlauf
1 VfB Stuttgart 34 21 7 6 61 : 37 24 70 Sparkline: Saison 2006/2007 für VfB Stuttgart
2 Schalke 04 34 21 5 8 53 : 32 21 68 Sparkline: Saison 2006/2007 für Schalke 04
3 Werder Bremen 34 20 6 8 76 : 40 36 66 Sparkline: Saison 2006/2007 für Werder Bremen
4 Bayern München 34 18 6 10 55 : 40 15 60 Sparkline: Saison 2006/2007 für Bayern München
5 Bayer Leverkusen 34 15 6 13 54 : 49 5 51 Sparkline: Saison 2006/2007 für Bayer Leverkusen
6 1.
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OLAP – Ein 10-Jahres-Workaround?

Dr. Nicolas Bissantz entwirft seit mehr als zwölf Jahren Software für analytische Anwendungen und ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Bissantz & Company. Sein Partner, Dipl.-Inf. Michael Westphal entwickelte bereits 1993 eine OLAP-Applikation. Den Begriff, geschweige denn kommerzielle OLAP-Produkte gab es damals noch nicht. Michael Westphal leitet die Projektmannschaft von Bissantz & Company und modelliert täglich relationale und OLAP-Anwendungen. Dipl.-Inf. Guido Schrage ist Chefentwickler des Unternehmens.… weiter

„Mit 200 Sachen in die Nebelbank“

Am 1. März dieses Jahres gibt es eine Premiere: EDS und Bissantz & Company stellen gemeinsam in Essen ihre softwaregestützte Lösung für das Beschaffungscontrolling vor. Jörg Dittrich und Nicolas Bissantz unterhielten sich darüber.

Bissantz EDS beschäftigt sich schon seit langem mit dem Thema „Mehr Effizienz im Einkauf“. Gemeinsam haben wir dazu jetzt eine Softwarelösung erarbeitet. Werfen wir zunächst einen Blick zurück – zunächst aus Sicht der EDS.… weiter