The Wall (Teil I)

Eigentlich wollten wir es noch ein wenig für uns behalten. Aber be­vor jemand anders es uns abschaut und sagt, er war’s, rücken wir jetzt raus damit. So arbeitet man zukünftig im Controlling (und auch sonst): mit Panoramablick statt durchs Schlüsselloch.

Wenn wir uns zum Arbeiten zusammensetzen, dann sieht das so aus: In unserem Konferenzraum haben wir eine weiße Projektionswand. Sie misst 1,80 Meter in der Höhe und 3 Meter in der Breite.… weiter

Gütemaß Datendichte: Werte pro Seite

Das nächste Maß, um die Güte unserer Berichte messen zu können, stellt uns vor ein Paradoxon: Zahlenfriedhöfe sind gut. Es ist nämlich eine Frage des Designs und nicht der Datenmenge, wie viele Werte pro Seite wir verkraften.

Mich hat unlängst die Frage beschäftigt, welche Unternehmen infolge gesunkener Marktkapitalisierung in die Gefahr einer feindlichen Übernahme geraten. Ich hatte eine Ausgabe der FAZ zur Hand und vertiefte mich in den Kursteil.… weiter

Gütemaß Differenzierung: € pro Pixel

Wir wollen die Qualität von Berichten messen können. Heute gehen wir ins Detail. Wie groß, lang, breit sollen grafische Elemente sein? Das Gütemaß „Differenzierung“ beantwortet uns diese Frage. Mit der Auflösung in €pP oder %pP – Euro oder Prozent pro Pixel.

Herkömmliche Businessgrafiken gehen verschwenderisch mit unserer knappen Augenspanne um. Ich habe ihnen daher ein baldiges Ableben gewünscht und empfehle kompakte Grafische Tabellen.… weiter

Dahinter stecken jetzt Sparklines, fast

Frankfurts Banken wackeln, trotzdem gibt es Gutes aus Mainhattan zu berichten. Die altehrwürdige FAZ läutet das Zeitalter grafischer Tabellen im Kursteil ein. Das ist eine gute Nachricht für Manager: mehr Informationsdichte für uns, weniger Kosten für die FAZ.

Nun gut, Sparklines sind es nicht, was die FAZ seit 20.01.2009 täglich im Finanzteil serviert, und die Süddeutsche Zeitung hat schon seit längerem grafische Elemente in ihren Kursteil aufgenommen.… weiter

Zahlenmensch, Grafikmensch

Wird Visualisierung diskutiert, ist schnell von zwei Unterarten der menschlichen Spezies die Rede. Der Zahlenmensch versteht und liebt Zahlen. Am ehesten, wenn sie ihm in Form einer Tabelle begegnen. Der Grafikmensch tut sich mit Zahlen schwer, versteht denselben Sachverhalt aber ebenso schnell, wenn er in Balken‑ und Säulenform daherkommt.

Der von dieser Art Visualisierungsdarwinismus Überzeugte begründet das gern wie folgt: „Stell Dir vor, Du sollst aus dieser Tabelle ableiten, wie stark das Konzernergebnis gestiegen ist.… weiter

Hochstapeln ist out

Stapelgrafiken sind echte Hochstapler. Sie geben vor, Strukturen aufzudecken. Das aber scheitert regelmäßig – und ist auch noch konstruktionsbedingt. Warum das so ist und welche Alternativen wir haben.

Stapelgrafiken begegnen uns recht häufig. Ihre Idee ist, Strukturen aufzuzeigen: Wie setzen sich Dinge zusammen? Wie hat sich die Zusammensetzung geändert? Welche Komponenten sind hier wichtig, welche dort?

In den letzten Wochen wurde z. B.… weiter

Warum Auflösung schlau macht – Informationsdichte im Reporting

Was machen wir mit dem gewonnenen Platz, wenn unsere Darstellungen immer kompakter werden? Das haben wir uns letzte Woche schon gefragt und eine erste Antwort gegeben. Hier kommt die zweite: Wir werden schlauer.

Eine typische Businessgrafik, wie sie täglich millionenfach im Controlling erzeugt wird. Sie ist einigermaßen gelungen. Sie verzichtet auf unnötige Farben; Werte und Beschriftung sind am richtigen Platz. Die Skala könnte noch weg, die Zeitbezeichner könnten weniger redundant sein.… weiter

Zu wenig Auflösung macht blind – Controlling by iPhone

Für den gemütlicheren Typus haben wir das Couchcontrolling erfunden. Der sportlich Ambitionierte wird zukünftig Controlling auf Flughafenrollbändern betreiben.

Unlängst fragte ein Leser scherzhaft, was wir mit dem gewonnenen Platz anfangen sollen, der durch höhere Informationsdichte entsteht. Unsere grafischen Elemente brauchen immer weniger Platz und die Bildschirme werden immer größer. Ob denn demnächst das ganze Controlling auf ein iPhone oder einen Blackberry passe?… weiter

Tod der Businessgrafik

Visuelle Opulenz ist schlimm, inhaltliche Magersucht noch schlimmer. Das Ideal sind informationsdichte, optisch schlanke Berichte. Dafür braucht es ein scharfes Skalpell. Und: den Tod der Businessgrafik. Endlich.

Businessgrafiken prägen unsere Kommunikationskultur. Wenn sie aus Chartingprogramme kommen, wird daraus Unkultur. Wie sehr, lernte ich 1990 anlässlich eines studentischen Praktikums bei der Unternehmensberatung Roland Berger & Partner in München.

Tod der Businessgrafik

Das physische Ergebnis jedes Beratungsprojektes war und ist bis heute ein Chartband.… weiter

Können wir Banken wie Autos steuern?

Die Sachsen LB könnte es versucht haben. Ihr Verwaltungsrat verließ sich auf ein paar Ampeln. Die waren meistens grün. Die Folgen für den Steuerzahler lassen manchen jetzt eher rot sehen.

Der Blitzverkauf der Sachsen LB muss BI-Anbieter nachdenklich machen. Als Steuerzahler sind wir es schon. Dass dem Softwaremarketing keine Vereinfachung zu dämlich ist, wissen wir. So wundert man sich etwa über die Beispiele in Microsofts Demo für den Business Scorecard Manager.… weiter