Information Design von Gaudi und Cocteau

Das Schöne am Information Design: Überall gibt es Vorbilder zu bestaunen. Aber nur selten am Schreibtisch. Dafür an so schönen Orten wie Kataloniens Hauptstadt Barcelona.

Streng genommen ging es bei dieser Reise darum, eine Vertriebspartnerschaft zu pflegen. Das fällt bei Tapas und Rioja nicht schwer. Barcelona ist ein Hochgenuss für die Sinne. Aber es blieb auch Zeit, Formen und Farben zu bestaunen.… weiter

Erkenntnisschönheit der Vorstandsvergütung

Vorstandsgehälter werden heiß diskutiert. Zahlen dazu mal in die eine, mal in die andere Richtung zurechtgelegt. Gutes Informationsdesign würde die Diskussion objektivieren. Die New York Times zeigt wie.

Klagen und Lamentieren ist leicht. Und Beispiele für schlechtes Informationsdesign gibt es mehr, als einem lieb sein kann. Umso schöner, wenn man unverhofft auf eine solche Datenschönheit wie dieses Exemplar aus der New York Times stößt.… weiter

Grafiken in der ZEIT: „Boooorrriinng!!!“

Grafiken langweilen uns zu Tode, wenn ihre Mittel uns zu unterhalten nicht Daten, sondern Dekoration sind.

Ali G. alias Borat alias Sacha Baron Cohen, Emma Thompson oder Roberto Benigni, der einen Oscar für seine Komödie (!) über den Holocaust „Das Leben ist schön“ bekam, haben die Schauspielschule des legendären Philippe Gaulier durchlaufen. Seine Methode ist konsequent. Wer sie kennenlernen möchte, kann einen seiner Workshops besuchen, die auch Nicht-Schauspielern offen stehen.… weiter

Auch Veränderungen sind Abweichungen

Abweichungen und Veränderungen richtig darzustellen ist eine Kunst. Man braucht sie nicht nur bei der Kontrolle von Budgetabweichungen.

Die Herausforderung, Abweichungen richtig darzustellen, begegnet uns auch dann, wenn es um Veränderungen geht. Neulich brachte Bella ein Beispiel zur Stimmenverteilung in der EU. Sie zeigte, dass der
Blick auf die Veränderung der Verteilung, die mit den einzelnen Diskussionsvorschlägen verbunden sind, erhellender ist, als der Blick auf das jeweils angestrebte Ergebnis.… weiter

Galilei, der erste Infografiker (Kunst und Datenanalyse II)

Galileo Galilei kam über die Kunst zur Geometrie und von dort zur Mathematik. Sein Malerfreund Lodovico Cigoli verglich ihn mit Michelangelo. Galileis Zeichnungen z.B. der Mondoberfläche dienten dem Zweck, Anschauung und Analyse zu verbinden. Er steigerte die Auflösung des Fernrohrs vom damals üblichen Neunfachen auf das Zwanzigfache. Die damit erfassten Segmente des Mondes setzte Galilei zuerst im Kopf, dann in der Zeichnung zusammen.… weiter

Statistisches Denken vs. statistische Rituale II

Was macht statistisches Denken aus? Es ist von der Anwendung des gesunden Menschenverstands nicht weit entfernt, wie man an der Fortsetzung des Supermarktbeispiels sieht.

Wenn Bella über Datenvisualisierung hirnt, dann kommt es ihr auf jedes Pixel an. Dabei praktiziert sie die Kunst des Weglassens. Erst wenn weiteres Weglassen Datenwerte zerstören würde, ist eine Grenze erreicht, die nicht überschritten werden darf. Ähnliche Fragen stellen sich für die Statistisierung unserer Darstellungen.… weiter

Vergleichsarten II – Vermeiden Sie visuelles Pathos

Kreative Datenanalyse setzt die Kenntnis verfügbarer Instrumente voraus. Die Grundtypen des Vergleichs, wie sie Zelazny beschreibt, hatte ich kürzlich vorgestellt. Daneben gibt es eine ganze Reihe weiterer Vergleichsarten.

Räumliche Vergleiche Sehr häufig begegnet man dem räumlichen Vergleich mithilfe von kartografischen Darstellungen. Der Aufmerksamkeitswert ist hoch, die Verwendung aber schwierig. Landkarten benötigen viel Raum, die Platzierung von Werten und Beschriftungen auf den zugehörigen Flächen ist häufig problematisch.… weiter

Kunst und Datenanalyse I

Spätestens bei der Darstellung von Ergebnissen wird klar, dass Datenanalyse eine Kunst ist und handwerklicher Künste ebenso wie Schaffenskraft und Schaffenswillen bedarf.

Für jeden, der mit Datenanalyse zu tun hat, sind daher Ausstellungsbesuche und Bücher über Kunst Quellen der Inspiration. Matisse beschäftigt sich in vielen seiner Gemälde mit dem Verhältnis von Innen und Außen. Ihm steht dazu der Raum als vergleichsweise einfaches Arbeitsmittel zur Verfügung.… weiter

„Slowly, slowly catch the monkey.“

Ein Gespräch mit Sven Piechota über BI 2.0, die Entschleunigung des Fortschritts und afrikanische Jäger

Bissantz Mein sehr persönlicher Eindruck der letzten Monate: Im Bereich Business Intelligence passieren gerade sehr ermutigende Dinge: Überall auf der Welt setzen sich bessere Darstellungsformen durch, die auch aufs Business Intelligence ausstrahlen. Die Front gegen Marketinggags wie Controllingtachos wird breiter. Das Internet vernetzt die Experten immer besser, so dass sich hochwertige Ideen von Individualisten, die keiner Firmenstrategie unterworfen sind, schneller verbreiten und auch durchsetzen werden.… weiter