Wenn die CI regiert

Liebes Marketing, wir Kaufleute brauchen weder DIN-Norm noch Bilanz-Duden zur Verständigung. Darum lasst uns wenigstens die Farbe Rot. Denn sie bedeutet etwas. Übrigens dasselbe wie überall sonst: Gefahr.

Letzte Woche bekamen wir Besuch von unserer Hausbank. Sie gehört zu den wenigen Instituten, die in der Finanzkrise noch als sicherer Hafen galten. Wir sprachen über dies und das. Am Schluss bekam ich den aktuellen Geschäftsbericht überreicht.… weiter

Goldgrube oder Grubenunglück?

Die Wirtschaftsinformatik hat in ihren Archiven geschürft und den Artikel „Data Mining“ von 1993 neu abgedruckt. Wir sagen danke und fassen zusammen, was wir in den 16 Jahren seitdem über Datenmustererkennung gelernt haben.

Die Zeitschrift Wirtschaftsinformatik feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat sie ihre Archive durchgesehen und im Sinne eines „Best of“ eine Handvoll Artikel ausgewählt, um sie in der Jubiläumsausgabe noch einmal abzudrucken.… weiter

Ampel-Controlling: Schwarz-Weiß-Malen mit Farben

Ampeln sind Chartjunk. Sie malen schwarz und weiß mit rot und grün. Weil ein bisschen Schwellen-Voodoo dabei ist, ist es intellektueller Chartjunk. Das macht sie besonders gefährlich. Für ihre Konsumenten und Produzenten. Schlimmer noch: Alternativen dazu sind so einfach.

Früher waren mir Ampeln zuwider, weil sie bei multikausalen Abweichungen die Warnsignale entlang der Berichtshierarchien multiplizieren. Ich gebe zu, das ist zwar richtig, ist aber ein wenig verschwurbelt.… weiter

Ein Pfeil ist kein Pluszeichen

Weniger ist mehr. Das trifft oft zu, wenn Statistik und Manager aufeinandertreffen. Generell haben wir aber zu wenig Statistik in Datendarstellungen. Voraussetzung: Sie muss robust sein.

Am Dienstag war ich am Lehrstuhl für Marketing Intelligence von Professor Dr. Nicole Koschate an meiner Alma Mater, der WISO in Nürnberg. Ach ja. Zwar tragen die Hörsäle dort jetzt die Namen von Verbraucherkrediten, für die mit Leuten vom Schlage eines Lotto King Karl geworben wird, aber schöner sind sie allemal (die Hörsäle).… weiter

Wem der Kunde nur König ist, macht ihn zum Narren

Gekrönt zu werden ist nicht immer eine Auszeichnung. Und die Krönenden meinen die Krönung auch nicht immer ernst. Zwar gerät das nicht immer gleich zur Dornenkrone, aber hilfreich ist es eben auch nicht. So haben wir einmal mit 32 anderen Herstellern von einem Verlag eine Auszeichnung gewonnen, die in 33 Kategorien ausgeschrieben war. Unser Stolz hielt sich in Grenzen. Wir haben auch dankend das Angebot abgelehnt, das Marketingpaket des Verlags zum Vorzugspreis zu erwerben.… weiter

Mindestqualifikation für Controller: Spagat

Modernes Controlling bewegt sich auf schmalem Grat. Entscheidungen dürfen nicht vorweggenommen werden. Aber der Controller soll auch Gutachter sein. Und IT-Fachmann. Und, und, und. Was hilft, den Vielfach-Spagat zu meistern?

Wie gefährlich Instrumente sind, die Entscheidungen mit naiven Methoden vorwegnehmen, wissen wir bereits. Es gibt auch Instrumente, die so kompakt und dicht berichten, dass man in vielen Situationen dem Management das komplette Datenbild zum selber Hirnen bereitstellen kann.… weiter

Können wir Banken wie Autos steuern?

Die Sachsen LB könnte es versucht haben. Ihr Verwaltungsrat verließ sich auf ein paar Ampeln. Die waren meistens grün. Die Folgen für den Steuerzahler lassen manchen jetzt eher rot sehen.

Der Blitzverkauf der Sachsen LB muss BI-Anbieter nachdenklich machen. Als Steuerzahler sind wir es schon. Dass dem Softwaremarketing keine Vereinfachung zu dämlich ist, wissen wir. So wundert man sich etwa über die Beispiele in Microsofts Demo für den Business Scorecard Manager.… weiter

Rauchzeichen genügen nicht – Ursachenforschung mit der Deckungsbeitragsflussrechnung, Teil I

OLAP-Datenbanken erleichtern das Auffinden von Objekten, die das Ergebnis verschlechtert haben, deutlich. Sind das „Was“ und das „Wer“ gefunden, geht es um die Ursachenanalyse. Die wird von der Deckungsbeitragsflussrechnung vorzüglich unterstützt.

Dass in diesem Blog Ampeln nicht beliebt sind, ist bekannt. Die nötigen Einstellungen vorzunehmen ist in aller Regel sehr aufwändig. Die typische Farblogik der Ampeln oft Unsinn. Zudem ist die Grenzziehung schwierig: Wenn eine Abweichung von 5 % in Ordnung geht, warum nicht eine von 5,1 %?… weiter

Methoden fürs Guerillacontrolling I

Vom Guerillacontrolling war schon an anderer Stelle die Rede: Das Marketing begegnet immer höheren Wahrnehmungsbarrieren mit Überraschung, Humor und Anderssein. Ich hatte empfohlen, dieselbe Technik anzuwenden, um Gehör bei Managern zu finden. Was dem Konsumenten die Werbeflut, ist dem Manager die Berichtsflut. Eigentlich die Folienflut.

Öfter was liegen lassen Ein erster Tipp war: Lassen Sie öfter was liegen. Zum Beispiel Ihre letzte Gestaltungsidee für den Umsatzreport.… weiter

„Slowly, slowly catch the monkey.“

Ein Gespräch mit Sven Piechota über BI 2.0, die Entschleunigung des Fortschritts und afrikanische Jäger

Bissantz Mein sehr persönlicher Eindruck der letzten Monate: Im Bereich Business Intelligence passieren gerade sehr ermutigende Dinge: Überall auf der Welt setzen sich bessere Darstellungsformen durch, die auch aufs Business Intelligence ausstrahlen. Die Front gegen Marketinggags wie Controllingtachos wird breiter. Das Internet vernetzt die Experten immer besser, so dass sich hochwertige Ideen von Individualisten, die keiner Firmenstrategie unterworfen sind, schneller verbreiten und auch durchsetzen werden.… weiter