Ein Blick soll genügen – wofür?

Die Lobhudelei für Infografiken ist kaum zu steigern. Aus Zahlen sollen Bilder werden – weil man sie dann besser versteht. Stimmt das? Müssen Controller Infografiker sein, um besser verstanden zu werden? Oder versteht da jemand falsch, wie man am besten versteht?

Eine ganze Weile lag das Buch auf meinem Schreibtisch herum: „Stolz‘ und Häntzschels Welt der Informationen – 105 Grafiken, die einfach alles erklären“.… weiter

Dadaxismus

Die Trilogie ist gelungen: Wir haben Sparklines in drei Varianten auf Zeitungspapier gedruckt. Etwas erschöpft ziehen wir Bilanz und verstehen jetzt besser, warum Zeitungen sich erst noch Mut ankriseln müssen, bevor sie uns nacheifern.

Gelungen ist es, aber einfach war es nicht. Sparklines auf Papier zu drucken, ist ein Abenteuer. Sportergebnisse mit dichotomen Wortgrafiken anzureichern, war noch vergleichsweise einfach. Sparklines in den Text zu integrieren, forderte einen engagierten Partner in Sachen Layout; schließlich gibt es keine Silbentrennung für Sparklines.… weiter

Sportlines: Die ersten Sparklines in einer deutschen Zeitung

Sparklines sind ein atemberaubendes intellektuelles Vergnügen. Besonders auf Papier. Jetzt haben wir es auch auf Zeitungspapier probiert. In der Traffic News-to-go.

Über den Sommer und Herbst 2005 telefonierte ich in meiner euphorischen Begeisterung für Sparklines mehrmals mit einem großen deutschen Verlag für Wirtschaftszeitungen. Mein Anliegen: Die Verlage haben Angst vor dem Internet, warum also nicht etwas probieren, was im Internet mangels Auflösung nicht so gut geht – Sparklines malen nämlich.… weiter

Man kann keinen Fisch in ein iPad wickeln

iPhone, iPod und iPad finde ich klasse. Dass deswegen das Ende des Papiers eingeläutet ist, wie man in der Zeit behauptet*, und als erstes die Printmedien untergehen, halte ich jedoch für Unsinn. Ein digitales Plädoyer für analoge Medien.

Letztes Wochenende bei Tante Lisbeth: An der Wand hingen zwei Bilderrah­men voller Fotos aus Ostpreußen. Wer damals eine Kamera hatte, konnte damit umgehen.… weiter

Sprachlos statt zahllos

Die optimale Anzahl von Attributen im Berichtswesen ist null. Zumindest dann, wenn sie wertend sind, ein Superlativ oder polemisch. Das ist schneller der Fall, als man denkt.

Neben der routinemäßigen Berichterstattung fühlt sich das moderne Controlling aufgefordert, dem Management auch beratend zur Seite zu stehen. Die Folge sind individuelle Berichte, die den Chartbänden der großen Strategieberatungen ähnlich sind. Sie tragen einen „Action Title“, der eine Bewertung, eine Warnung, eine Schlussfolgerung oder eine Handlungs­empfehlung beinhalten sollte.… weiter

Dahinter stecken jetzt Sparklines, fast

Frankfurts Banken wackeln, trotzdem gibt es Gutes aus Mainhattan zu berichten. Die altehrwürdige FAZ läutet das Zeitalter grafischer Tabellen im Kursteil ein. Das ist eine gute Nachricht für Manager: mehr Informationsdichte für uns, weniger Kosten für die FAZ.

Nun gut, Sparklines sind es nicht, was die FAZ seit 20.01.2009 täglich im Finanzteil serviert, und die Süddeutsche Zeitung hat schon seit längerem grafische Elemente in ihren Kursteil aufgenommen.… weiter

Die heilige Kuh Information schlachten

Leben wir in einer Informationsgesellschaft? Ich glaube nicht. Informationen sind so knapp wie eh und je. Dafür bekommen wir soviel Desinformation, Lüge, Schlamperei wie nie zuvor.

Beispiele finden wir, egal wohin wir schauen. Manches ist systematisch und von höchster Stelle abgesegnet, manches beruht auf Unkenntnis, Zeitnot oder Ignoranz. Ein paar durchaus willkürliche Exempel, die die Bandbreite illustrieren:

Einer der Beweise aus Colin Powells Präsentation vor der UN 'Failing to disarm'
„Hello, Captain Ibrahim“: Einer der Beweise (sic!) aus Colin Powells Präsentation vor der UN „Failing to disarm“

Politisch motivierte Lüge
Inzwischen ist es heraus: Ex-Außen­minister Colin Powell, Ex-CIA-Chef George Tenet oder die Ex-Mitarbeiter von Tenet, irgendeiner oder alle logen wie gedruckt und am Ende stand Powell am 5.… weiter

Vor allem zeig Deine Zahlen auch mal nicht

Zahlen sind ein Aspekt des Berichtens. Ohne die Zusammenhänge dahinter sehen wir nur soweit sie reichen. Das ist oft zu kurz. Was das mit dem Kampf zwischen Audi und Peugeot morgen in Le Mans zu tun hat.

Die SportAuto haben Bella und ich kürzlich ob ihres Umgangs mit Zahlen und Grafiken durch den Kakao gezogen. Heute hat sie großes Lob verdient.… weiter

Sportliche Sparklines

Die Fußball-Bundesliga ist vorbei. Die Bayern aus München bleiben Rekordmeister, der Club aus Nürnberg wird Rekordabsteiger. Wie es dazu kommen konnte, zeigt ein grafischer Rückblick auf die Saison 2007/2008.

Ein Abstieg ist für den Fan ein emotionaler Tiefschlag, für die Mannschaft eine sportliche Herausforderung und für das Management eine wirtschaftliche: Insgesamt muss man sich auf eine Halbierung des Etats einstellen. Die Zahl der zahlenden Zuschauer geht zurück, ebenso wie die Zahlungsbereitschaft der Sponsoren und die Zahlungen aus der Fernsehübertragung.… weiter

Vor allem zeig Deine Zahlen

Wer verdichtet, versteckt sich und seine Daten. Nur selten haben wir Informationen, die so valide und repräsentativ sind, dass sie eine Kompression aushalten, ohne dass Bedeutung verloren geht.

Die WAMS, meine hochgeschätzte Sonntagszeitung, unterhält ein „Unternehmerpanel“. Zwölf Firmenchefs bewerten die gegenwärtige und zukünftige konjunkturelle Situation für ihr Unternehmen. Das Ganze nennt sich Unternehmer-Konjunkturindex.

Darstellung Unternehmer-Konjunkturindex, WamS 2008–04–06 S.29

Die WAMS steht mit derlei Darstellungen nicht allein.… weiter