Benzin im Blut, aber kein Stroh im Kopf

Good News in den Zeiten von Fake News für das Business Intelligence, die Sportfahrer und uns alle. Warum mich ein Leserbrief in der SportAuto und eine Initiative von Cordt Schnibben optimistisch stimmen, was die Informationsqualität in Unternehmen betrifft.

Was können wir im Business Intelligence von Zeitungen übers Informieren lernen? Mich beschäftigt das oft so: Information braucht Wahrheit – die aber kann wenig spannend oder nicht besonders angenehm sein.… weiter

Frühstück, Direktor!

Der Glaube an Ampelsysteme ist nicht zu erschüttern. Günther Beckstein versuchte damit, Schaden von der BayernLB fernzuhalten. Vergeblich. Jetzt will Franz Josef Nick, Vorstandsvorsitzender der Targobank, verunsicherte Anleger damit beschützen. Wer beschützt uns vor den Beschützern?

Ostern. In Deutschland schien die Sonne, in Südfrankreich regnete es. Ein Tag fürs Museum. Schon länger auf meiner Liste: das Musée National Fernand Léger in Biot.… weiter

Ist Signifikanz signifikant? (Teil II)

Wir müssen signifikant aus unserem Wortschatz für Management­berichte streichen. Nach dem Test vor zwei Wochen ist nur noch eines sicher: Unsere Empfänger werden uns missverstehen. Und wahrscheinlich wissen wir selbst nicht, was wir eigentlich meinen.

Haben Sie vor zwei Wochen den Test gemacht? Wir hatten wie seinerzeit in einer Studie von Haller und Krauss* gefragt, was man aus einem statistisch signifikanten Testergebnis ableiten kann.… weiter

Wo rohe Balken sinnlos walten

Stapelgrafiken, Torten‑ und Flächencharts sind ebenso verbreitet wie sinnlos. Das gilt für das Managementreporting genauso wie für Präsentationen und Massenmedien. Balken helfen dagegen – wenn sie Abweichungen zeigen statt Rohdaten.

Argumente gegen das Stapeln und eine neue Alternative hatten wir hier schon. Eine erste wichtige Maßnahme gegen die Hochstapelei ist das Entstapeln der Daten:

Preise für Superbenzin in verschiedenen Ländern
Schon mal besser: Entstapelte Stapelgrafik

Das ist ein Fortschritt, aber man ist noch nicht zufrieden.… weiter

Tod dem Dekogramm

Seine Liebhaber nennen es euphemistisch Infografik. Von guter Grafik, geschweige denn Information fehlt aber meist jede Spur. Ich nenne es Dekogramm und wünsche ihm die vollständige Ausrottung.

Letztes Mal waren wir so verblieben, dass Informationskultur von den Konsumenten ebenso eingefordert wie von den Produzenten bereitgestellt werden muss. Fangen wir gleich damit an: Wir wollen keine Infografiken mehr sehen!

Infografik
Mit diesem und anderen Beispielen wirbt die dpa für die Dienste ihrer Tochter dpa-infografik.… weiter

Erkenntnisschönheit der Vorstandsvergütung

Vorstandsgehälter werden heiß diskutiert. Zahlen dazu mal in die eine, mal in die andere Richtung zurechtgelegt. Gutes Informationsdesign würde die Diskussion objektivieren. Die New York Times zeigt wie.

Klagen und Lamentieren ist leicht. Und Beispiele für schlechtes Informationsdesign gibt es mehr, als einem lieb sein kann. Umso schöner, wenn man unverhofft auf eine solche Datenschönheit wie dieses Exemplar aus der New York Times stößt.… weiter

Der Watzlawick des grafischen Designs: So verhunzt man Daten – garantiert, Teil I

Vom Bestseller des bekannten Psychotherapeuten Paul Watzlawick „Anleitung zum Unglücklichsein“ lernen wir, wie wir garantiert unglücklich werden, oder wenn wir es schon sind, mit Sicherheit auch bleiben. Der amerikanische Statistiker Howard Wainer lehrt uns, wie wir die Konsumenten von Datengrafiken ins Unglück stürzen können. Es gilt die folgenden Regeln akkurat zu befolgen, dann bleibt der Erfolg nicht lange aus:

  1. Zeigen Sie so wenig Daten wie möglich.
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Statistisches Denken vs. statistische Rituale II

Was macht statistisches Denken aus? Es ist von der Anwendung des gesunden Menschenverstands nicht weit entfernt, wie man an der Fortsetzung des Supermarktbeispiels sieht.

Wenn Bella über Datenvisualisierung hirnt, dann kommt es ihr auf jedes Pixel an. Dabei praktiziert sie die Kunst des Weglassens. Erst wenn weiteres Weglassen Datenwerte zerstören würde, ist eine Grenze erreicht, die nicht überschritten werden darf. Ähnliche Fragen stellen sich für die Statistisierung unserer Darstellungen.… weiter

Tod dem Signifikanztest-Ritual

„Statistisch signifikant“ scheint zu signalisieren: Nicht Zufall war am Werk, sondern das, was wir messen wollten. Diese Fehlinterpretation ist weit verbreitet. Aber es hilft nichts: Wir müssen unsere Schlüsse selbst ziehen. Die Statistik hält keine Methoden bereit, die uns das abnehmen.

Nichts prägt die Vorstellung davon, was Statistik ist und was sie zu leisten vermag, so sehr wie der Signifikanztest. Kann jemand die Frage bejahen, ob die gezeigten Ergebnisse statistisch signifikant sind, so darf er sich der vollen Aufmerksamkeit seiner Zuhörer sicher sein.… weiter

„Mit 200 Sachen in die Nebelbank“

Am 1. März dieses Jahres gibt es eine Premiere: EDS und Bissantz & Company stellen gemeinsam in Essen ihre softwaregestützte Lösung für das Beschaffungscontrolling vor. Jörg Dittrich und Nicolas Bissantz unterhielten sich darüber.

Bissantz EDS beschäftigt sich schon seit langem mit dem Thema „Mehr Effizienz im Einkauf“. Gemeinsam haben wir dazu jetzt eine Softwarelösung erarbeitet. Werfen wir zunächst einen Blick zurück – zunächst aus Sicht der EDS.… weiter