Blickverlaufsforschung: Diagramme sind ein teurer Umweg

Wer kompakt nachlesen möchte, warum sich Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck für uns eine Eyetracking-Brille auf die Nase setzte und das nach einigen schnellen Runden neurobiologisch begründet den Tod des Diagramms im Controlling provoziert, kann das auf der englisch-sprachigen Version unseres Blogs tun. 

Der Artikel erschien zuerst auf LinkedIn. Die Likes und Kommentare von Controllern dort zeigen, dass die Aussicht auf weniger Diagramme in der Unternehmensführung für viele eine gute Nachricht ist.… weiter

Zahlen zeigen mehr als Zeiger

Wer eine Alternative zur Darstellung von Zahlen sucht, der lässt sich mitunter vom Design bewährter Dinge wie Autos, Uhren und Ampeln leiten. Wir sehen uns an, was es dabei zu beachten gilt und ob sich die Mühe der Codierung überhaupt lohnt.

Ich bin voreingenommen. Klassische, analoge, runde Anzeigen sind schön, bei Uhren wie bei Autos. Die Ära der digitalen Armbanduhren ging an mir vorbei.… weiter

Ampel-Controlling: Schwarz-Weiß-Malen mit Farben

Ampeln sind Chartjunk. Sie malen schwarz und weiß mit rot und grün. Weil ein bisschen Schwellen-Voodoo dabei ist, ist es intellektueller Chartjunk. Das macht sie besonders gefährlich. Für ihre Konsumenten und Produzenten. Schlimmer noch: Alternativen dazu sind so einfach.

Früher waren mir Ampeln zuwider, weil sie bei multikausalen Abweichungen die Warnsignale entlang der Berichtshierarchien multiplizieren. Ich gebe zu, das ist zwar richtig, ist aber ein wenig verschwurbelt.… weiter

Wenn schon analog, dann bitte digital

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind Zahlen und keine Zeiger. Geschwindigkeit übrigens auch. Deswegen lesen Profis sie nur digital und nie analog ab.

Eine Analogie, so sagt das Fremdwörterbuch, ist eine Entsprechung, Ähnlichkeit, Gleichartigkeit. Von Analogien lässt sich immer wieder lernen. Kürzlich haben mich die Fortschritte in der Produktion hier fragen lassen, ob und wie wir mehr Automation und Wirtschaftlichkeit ins Controlling bringen.

Autofahrer, Piloten, Astronauten, Lokführer und Manager lesen Instrumente ab.… weiter

Können wir Autos wie Unternehmen steuern?

Dass man Unternehmen im Allgemeinen und Banken im Besonderen besser nicht wie Autos steuert, hatten wir schon. Aber wie ist es umgekehrt? Das Sport-Chrono-Paket von Porsche nimmt Anleihen in Managementberichten. Das könnte durchaus nützlich sein.

Ich finde Analogien rund ums Automobil immer wieder inspirierend für das Information Design von Managementberichten. Wir dürfen sie nur nicht zu wörtlich nehmen. Dann werden sie schrecklich lahm.… weiter

Die Zeiger eines Controllingtachos sind Balken

Viele Rundinstrumente tun dem (männlichen) Ego gut. Zumindest beim Autofahren. Fürs Controlling müssen wir anders an die Sache herangehen. Für schnelles Autofahren übrigens auch.

Rundinstrumente funktionieren dann besonders gut, wenn die senkrechte Position des Zeigers ein deutliches Signal darstellt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der senkrechte Zeigerstand die optimale Drehzahl zum Schalten oder eine unkritische Öltemperatur signalisiert.

Bei Flugzeugen und im Rennsport drehen manche Piloten die Anzeigeinstrumente im Gehäuse, bis das so ist.… weiter

„Slowly, slowly catch the monkey.“

Ein Gespräch mit Sven Piechota über BI 2.0, die Entschleunigung des Fortschritts und afrikanische Jäger

Bissantz Mein sehr persönlicher Eindruck der letzten Monate: Im Bereich Business Intelligence passieren gerade sehr ermutigende Dinge: Überall auf der Welt setzen sich bessere Darstellungsformen durch, die auch aufs Business Intelligence ausstrahlen. Die Front gegen Marketinggags wie Controllingtachos wird breiter. Das Internet vernetzt die Experten immer besser, so dass sich hochwertige Ideen von Individualisten, die keiner Firmenstrategie unterworfen sind, schneller verbreiten und auch durchsetzen werden.… weiter

Business Intelligence 2.0

Sander Sie arbeiten an einem Buch, das einen ungewöhnlichen Standpunkt vertritt. Im Manuskript steht zum Beispiel, dass Business Intelligence überschätzt wird und Sie sich eine neue Bescheidenheit wünschen. Starker Tobak für einen BI-Hersteller?

Bissantz Das Buch richtet sich primär an Manager. Ich glaube nicht, dass die allzu überrascht sein werden. Es ist eine Art Selbstverteidigungskurs. Ein Manager wird sich in vielem bestätigt finden, was er schon länger geahnt hat.… weiter

Dashboard vs. Sparklines

„Führungskräfte gieren nach Verdichtung, nach Informationen auf einer Seite.“ Rolf Hichert* bringt es auf den Punkt. Und wird dabei gerne missverstanden, wie die Marketingoffensive für Managementtachos zeigt.

Gute Managementberichte komprimieren die zur Steuerung nötigen Informationen auf eine einzige Berichtsseite. Dazu muss, was üblicherweise auf mehrere Berichtsseiten verteilt ist, verlustfrei auf eine Seite gebracht werden. Managementtachos komprimieren nicht, sie reduzieren.

Der Platzbedarf der Managementtachos ist enorm.… weiter

Dashboard oder Trashboard?

Die Softwareindustrie liebt sie, Visualisierungsexperten hassen sie: die kleinen, bunten Controllingtachos, die den Vorständen auf einen Blick sagen sollen, ob der Konzern an die Wand fährt oder auf Kurs ist. Ist die Armaturenbrett-Metapher wirklich ein geeigneter Ansatz zur Visualisierung geschäftsrelevanter Zahlen?

Die Grundidee klingt gut. Alle Zahlen auf einen Blick, so wie man das vom Autofahren gewohnt ist. Ein gut gestaltetes Armaturenbrett ist ein Beispiel für „Small Multiples“-Design: Dasselbe Gestaltungsprinzip wird für mehrere Darstellungen wiederholt.… weiter