Geradlinig falsch

Ob man die Entwicklung von Staatschulden, Weltbevölkerung oder des Weltklimas logarithmisch oder linear skalieren muss, komme darauf an, was man zeigen will, heißt es. Falsch, sagen wir. Lineare Skalen führen regelmäßig in die Irre.

Die Höhe der Verschuldung der USA beschäftigt auch uns. Oder vielmehr die Diagramme, die dazu kursieren. Wir meinen: Sie sind falsch und zwar auf sehr grundsätzliche Weise.… weiter

Computer aus Pandora

Mit iPads kann man keinen Fisch einwickeln und auch ein paar andere Gründe können die Anhänger analoger Medien weiter beruhigt sein lassen. Aber die digitale Welt wird nicht mehr sein, wie sie war. Warum? Weil das iPad so analog ist.

Meinem Nokia 6820 hielt ich sehr lange die Treue. Als man es schon lange nicht mehr im Laden kaufen konnte, besorgte ich mir zwei gebrauchte Geräte, mit denen ich den Produktlebenszyklus dieser von Nokia bis heute nicht wieder aufgelegten Handygattung um einige Jahre verlängern konnte.… weiter

Kreise können kreuzweise

Eine der Regeln für Anhänger der gepflegten Datenanalyse: Kreisdiagramme soll man meiden. Eine der Regeln für Regeln: Es gibt Ausnahmen. Heute schauen wir uns an, ob es auch eine für Kreise gibt.

Kreise bringen meist Scherereien. Ihr schlechter Ruf rührt vor allem daher, dass wir Flächen um einiges schwerer schätzen können als Längen. Aber ein Gutes haben sie doch: Kreise kann man gut in zwei Richtungen vergleichen.… weiter

Vis‑à-vis ist noch keine Visualisierung

Analysieren heißt Vergleichen. Das ist unsere zentrale Regel hier. Beim Vergleichen reicht aber selten die Gegenüberstellung. Meist muss man erst subtrahieren. Erst dann sehen wir, was es zu sehen gibt.

Das Auge kann nur mit äußerster Mühe gezwungen werden, vertikale Abstände wahrzunehmen, wenn horizontale Abstände ein Muster bilden. Und Muster entstehen zwangsläufig, wenn wir Zeitreihen überlagern.

Ein Beispiel liefert diese Grafik aus der ZEIT vom 5.3.2009.… weiter