Neutral? Egal!

Farben sollen das Lesen und Verstehen von Berichten einfacher machen. Wir haben nachgedacht, wie das am besten geht. Und festgestellt: einfacher mit Farben ist schwierig. Damit es Ihnen nicht zu bunt wird, hier einige Gedanken zu Rot, Blau und Grau.

Die Geschichte fing so an: Jemand sagte, manche Kennzahlen sind weder gut noch schlecht – erst wenn man einen Bewertungsmaßstab hinzufügt, werden sie es.… weiter

Bewegende Mittel zum Zweck

Animation bewegt Daten und Gemüter. Größte Aufmerksamkeit ist uns sicher. Doch hält auf den zweiten Blick, was den ersten gefangen hat? Noch mehr als sonst kommt es auf das Zusammenspiel zwischen Präsentierendem und Präsentiertem an.

Hans Rosling zeigte in einem hoch gelobten und beeindruckenden Vortrag auf der TED-Konferenz 2006, wie sich Familiengröße und Lebenserwartung in den Ländern der Erde verändert haben.… weiter

Vis‑à-vis ist noch keine Visualisierung

Analysieren heißt Vergleichen. Das ist unsere zentrale Regel hier. Beim Vergleichen reicht aber selten die Gegenüberstellung. Meist muss man erst subtrahieren. Erst dann sehen wir, was es zu sehen gibt.

Das Auge kann nur mit äußerster Mühe gezwungen werden, vertikale Abstände wahrzunehmen, wenn horizontale Abstände ein Muster bilden. Und Muster entstehen zwangsläufig, wenn wir Zeitreihen überlagern.

Ein Beispiel liefert diese Grafik aus der ZEIT vom 5.3.2009.… weiter

Wir lieben es, Erbsen zu zählen

Controller sind Erbsenzähler. Na und? Irgendeiner muss das tun und es ist besser, man tut es gut. Übrigens finde ich: Gute Unternehmer sind immer auch gute Erbsenzähler. Das haben sie mit Controllern gemeinsam.

Auf Controllerkongressen haben Vorträge gerne Titel wie „Controlling – Eine Alibi-Funktion oder mehr?“* oder „Controlling und Risikomanagement: ‚Numbercruncher’ und Geschäftsverhinderer?“**.

Man scheint der Ansicht zu sein, die Controller seien ein recht unsicheres Völkchen und müssten sich ständig des Werts ihrer Aufgaben versichern lassen.… weiter

Goldgrube oder Grubenunglück?

Die Wirtschaftsinformatik hat in ihren Archiven geschürft und den Artikel „Data Mining“ von 1993 neu abgedruckt. Wir sagen danke und fassen zusammen, was wir in den 16 Jahren seitdem über Datenmustererkennung gelernt haben.

Die Zeitschrift Wirtschaftsinformatik feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat sie ihre Archive durchgesehen und im Sinne eines „Best of“ eine Handvoll Artikel ausgewählt, um sie in der Jubiläumsausgabe noch einmal abzudrucken.… weiter

Dahinter stecken jetzt Sparklines, fast

Frankfurts Banken wackeln, trotzdem gibt es Gutes aus Mainhattan zu berichten. Die altehrwürdige FAZ läutet das Zeitalter grafischer Tabellen im Kursteil ein. Das ist eine gute Nachricht für Manager: mehr Informationsdichte für uns, weniger Kosten für die FAZ.

Nun gut, Sparklines sind es nicht, was die FAZ seit 20.01.2009 täglich im Finanzteil serviert, und die Süddeutsche Zeitung hat schon seit längerem grafische Elemente in ihren Kursteil aufgenommen.… weiter

Noch mehr Torten

So viele schlimme Beispiele konnte man einfach nicht in einen Artikel packen. Daher hier die zweite Hälfte. Wenn ihre Urheber sie nur essen müssten. Dann wäre der Spuk bald vorbei.

So schlimm wie in Zeitstrukturtorten kommt es nicht immer. Standard ist eher der Typus „Die Überflüssige“. Es ist eben so, wir können Segmente schwer schätzen. Wenn sie zufällig ¼, ½ oder ¾ betragen, geht es noch, da wir Winkel von 90° und 180° gut erkennen.… weiter

Torten: zum Essen, nicht zum Messen

Erfunden hat sie William Playfair. Das ist 207 Jahre her. Genauso alt schmecken sie auch: Tortengrafiken. Meistens jedenfalls. Experten hassen sie sowieso. Trotzdem sind sie verbreitet wie keine zweite Grafikform. Warum eigentlich?

Nehmen wir es vorweg: Die Verwendung von Torten verrät fast immer den grafischen Anfänger. Wie ich zeigen will, sind die Fallstricke, in denen sich der Tortenfan verheddern kann, so zahlreich, dass die Gefahr großer Blamage nur der Neuling und der aber unfreiwillig auf sich nimmt.… weiter

Unter Piratenflagge segeln

Pirat zu sein, ist derzeit ziemlich ungefährlich. Die deutsche Marine wetzt allerdings schon die Enterhaken. Dennoch: Im Berichtswesen sollten wir Freibeuter sein. In Übereinstimmung mit niemand Geringerem als dem Wall Street Journal.

Piraten halten sich nicht an Konventionen. In der Wahl der Mittel zur Durchsetzung ihrer Interessen sind sie nicht zimperlich. Eben dieses Vorgehen empfehle ich allen, die ihr Berichtswesen ganz egoistisch im Sinne des eigenen Unternehmens über das Übliche hinaus verändern wollen.… weiter

Test: Sind Sie ein guter Manager?

Um Managementinformation richtig zu lesen, braucht man häufig ein gutes Augenmaß. So scheint es zumindest. Testen Sie sich. Sind Sie fit für die Visualisierung, die man Ihnen zumutet?

In der New York Times wurde in einer Flächengrafik gezeigt, wie sich der Börsenwert der größten amerikanischen Finanzinstitute innerhalb eines Jahres verändert hatte. Das hohle Quadrat steht für den alten, letztjährigen Wert, das gefüllte Quadrat für den neuen, diesjährigen Wert.… weiter